Glaser-Verfahren: Anwendungsgrenzen bei Flachdach-Dämmung? Feuchtigkeit, Tauwasser & Risiken
BAU-Forum: Bauphysik

Glaser-Verfahren: Anwendungsgrenzen bei Flachdach-Dämmung? Feuchtigkeit, Tauwasser & Risiken

Hallo Feuchtigkeits- und Modellexperten,
bei unserem neuen Einfamilienhaus gibt es Probleme mit Wasser in der Vollsparren-Flachsdämmung (Grün-Flachdach und angeschlossenes Steildach)  -  vgl. Link Dach, Beitrag 1245 und Bauphysik, Beitrag 178.
Es wurde der Nachweis nach WSVO95 und DINAbk. 4108 gerechnet und als (einziger) Nachweis der Funktionsfähigkeit verwendet. Das Flachdach wurde für die Berechnung in zwei Teilquerschnitte zerlegt: Gefachbereich und Sparrenbereich. Das dämmtechnisch mit dem Flachdach verbundene Steildach wurde in der Berechnung nicht berücksichtigt, dürfte aber ähnliche Ergebnisse bringen (lediglich Fehlen der äußeren Kies- und Gründachschicht).
Hier die entscheidenden Ausgangswerte :
Fläche (nur Flachdach) 35,880 m²
(innere) Dampfsperrfolie sd=153 m
Dämmschicht d = 0,18 m; lambda = 0,037 W / (m*K)
(obere) Bitumendachbahn d= 0,0050 m = 5 mm; mü= 10.000 bis 80.000 ergibt sd = 50 ... 400 m
Ergebnisse:
"Bauteil als Dach berechnet (OF-Temp. Sommer 20 °C) "
"Tauwasser in Dämmschicht"
Berührungspunkte der Sättigungskurve mit der Dampfdruckkurve
von innen bei sdi = 122 m
von außen bei sda = 400 m
Tauwassermenge: 1440 h 0,007 kg/m²
Verdunstungsmenge: 2160 h 0,021 kg/m²
"Das Tauwasser verdunstet während der Verdunstungsperiode"
Als Betroffener einer im Winter tropfenden Konstruktion und als in der Physik nicht ganz unbeleckter habe ich versucht, die Herangehensweise mittels Glaser-Verfahren zu verstehen und in unser Problem einzuordnen. Möchte hier nicht die ganze Polemik zwischen Gegnern und Befürwortern unbelüfteter Konstruktionen provozieren, sondern bitte um sachliche Diskussion der Anwendungsgrenzen des Glaser-Verfahrens. Dazu sind mir folgende Dinge aufgefallen:
1. Die berechneten Ergebnisse des Tauwasseranfalls liegen weit unter der zulässigen max. Betauung von 500 bzw. 1000g/m². Ich vermisse aber die Kontrolle, ob die laut Rechnung anfallende Tauwassermenge bereits merklich die Dämmwirkung des Flaches herabsetzt (Abgleich mit Daten des Dämmstoffherstellers?). Dieser Abgleich dürfte nicht mehr Bestandteil des Glaserverfahrens sein, wegen der Begrenztheit des (stark mittelnden) Modells würde ich aber erwarten, dass der berechnete Tauwasseranfall mindestens eine Größenordnung unter dem für den Dämmstoff ohne nenneswerte Beeinträchtigung zulässigen Wassergehalt liegen muss.
2. Nach meinem Verständnis setzt das Modell nach Glaser eine homogene Schichtenfolge voraus, seitliche Beeinflussungen sowie Störungen der Schichten finden keine Berücksichtigung. Im konkreten Fall gibt es aber z.B. einen völlig diffusionsoffenen Übergang zum Steildach und in letzterem eine Durchdringung der Dampfsperre mit etwa 25 Sparren  -  faltenreiche Einklebung von Dampfsperrfolienstücke in 25 Gefache ca. 15 cm x 60 cm. Hier vermute ich eine ungewollte Belüftung (+Feuchtigkeitseintrag) der Dämmung von innen in Größenordnungen weit über den o.g. Rechenergebnissen. Überschlagsrechnungen mit der Annahme eines Gesamt-Lecks von 10 cm x 1 mm in der Dampfsperre haben saisonale Wassereinträge in der Größenordnung des nach Glaser berechneten winterlichen Gesamteintrages ergeben.
3. These: Im Glaserverfahren wird die Einbaufeuchte des Dämmstoffes nicht berücksichtigt. Wird der diffussionsoffene und hygroskopische Dämmstoff Flachs im Sommer bei 20 °C und 50 % rel. Feuchte eingebaut oder die Dampfsperre zur Begutachtung/Reparatur geöffnet, kann es in der ersten Winterperiode ein Vielfaches des oben berechneten Tauwasseranfalls geben. Gibt es praktikable Betrachtungen, in denen die Einbaufeuchte mit berücksichtigt wird?
Mir scheint, dass unter den geschilderten Randbedingungen das Glaserverfahren zur letztendlichen Beurteilung der Funktionsfähigkeit der Konstruktion nicht geeignet ist, da Betauung und Verdunstung in so geringen Mengen vorkommen, die von anderen  -  im Modell nicht berücksichtigten  -  Gegebenheiten erreicht oder überschritten werden. Zusammenfassend bleibt die Frage  -  gibt es außer extremen meterologische Randbedingungen noch weitere anerkannte Kriterien, die eine vorbehaltlose Verwendung der Rechenergebnisse nach Glaser ausschließen?
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    Sicherheitshinweise

    🔴 Kritisch: Hohe Feuchtigkeit in der Dämmung kann zu Schimmelbildung führen. Schimmelpilzbefall kann gesundheitsschädlich sein und muss fachgerecht saniert werden.

    🔴 Kritisch: Eine Durchfeuchtung der Dämmung kann die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion beeinträchtigen. Eine statische Überprüfung ist ratsam.

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    Ich verstehe, dass es Probleme mit Feuchtigkeit in der Flachsdämmung Ihres Gründachs gibt. Das Glaser-Verfahren ist ein vereinfachtes, eindimensionales Rechenverfahren zur Beurteilung des Tauwasseranfalls in Bauteilen. Es berücksichtigt jedoch nicht alle relevanten Faktoren, insbesondere bei komplexen Konstruktionen wie Gründächern.

    🔴 Gefahr: Feuchtigkeit in der Dämmung kann zu Schimmelbildung, reduzierter Dämmwirkung und Bauschäden führen.

    • Anwendungsgrenzen des Glaser-Verfahrens: Das Verfahren ist idealisiert und berücksichtigt keine dreidimensionalen Wärmebrücken, Konvektion, hygrothermische Materialeigenschaften oder Kapillareffekte.
    • Mögliche Ursachen für Feuchtigkeit: Undichtigkeiten in der Dachabdichtung, defekte Dampfsperre, unzureichende Hinterlüftung, Einbaufeuchte im Dämmstoff.
    • Empfehlungen: Eine detaillierte hygrothermische Simulation (z.B. mit WUFI) kann genauere Ergebnisse liefern. Eine Inspektion der Dachkonstruktion durch einen Fachmann ist unerlässlich, um die Ursache der Feuchtigkeit zu identifizieren.

    🔴 Gefahr: Eine unzureichende Dampfsperre oder deren fehlerhafte Ausführung (z.B. Durchdringungen, unsaubere Verklebungen) kann zu erheblichen Feuchtigkeitsproblemen führen.

    👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die Dachkonstruktion von einem unabhängigen Bausachverständigen und einem erfahrenen Dachdeckerbetrieb überprüfen. Führen Sie eine umfassende Leckageortung durch und beheben Sie alle Mängel an der Dampfsperre und der Dachabdichtung.

    📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Glaser-Verfahren
    Ein vereinfachtes, eindimensionales Rechenverfahren zur Abschätzung des Tauwasseranfalls in Bauteilen. Es berücksichtigt stationäre Bedingungen und vernachlässigt komplexe physikalische Effekte. Verwandte Begriffe: Taupunkt, Dampfdiffusion, DINAbk. 4108.
    Dampfsperre
    Eine Schicht, die den Durchtritt von Wasserdampf durch ein Bauteil behindert. Sie wird in der Regel auf der warmen Seite der Dämmung angebracht, um Kondensation zu vermeiden. Verwandte Begriffe: Dampfbremse, Diffusionswiderstand, sd-Wert.
    Taupunkt
    Die Temperatur, bei der die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit kondensiert. Unterschreitet die Temperatur eines Bauteils den Taupunkt, kann es zur Tauwasserbildung kommen. Verwandte Begriffe: Relative Luftfeuchtigkeit, Kondensation, Sättigungsdampfdruck.
    Hygrothermische Simulation
    Ein computergestütztes Verfahren zur Simulation des Wärme- und Feuchtetransports in Bauteilen. Es berücksichtigt instationäre Bedingungen und komplexe physikalische Effekte. Verwandte Begriffe: WUFI, Wärmebrücke, Kapillarität.
    Wärmebrücke
    Ein Bereich in einem Bauteil, an dem Wärme schneller abfließt als in der Umgebung. Wärmebrücken können zu erhöhten Wärmeverlusten und Tauwasserbildung führen. Verwandte Begriffe: Wärmeübergangskoeffizient, EnEVAbk., Isotherme.
    DIN 4108
    Eine deutsche Norm, die Anforderungen an den Wärmeschutz und die Energieeinsparung von Gebäuden festlegt. Sie enthält auch Rechenverfahren zur Bestimmung des Tauwasseranfalls. Verwandte Begriffe: EnEV, Wärmedämmung, U-Wert.
    Gründach
    Ein Dach, das mit Pflanzen bewachsen ist. Gründächer können zur Verbesserung des Mikroklimas, zur Regenwasserrückhaltung und zur Erhöhung der Biodiversität beitragen. Verwandte Begriffe: Dachbegrünung, Substrat, extensive Begrünung.

    ❓ Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was ist das Glaser-Verfahren?
      Das Glaser-Verfahren ist ein vereinfachtes Rechenverfahren zur Bestimmung des Tauwasseranfalls in Bauteilen. Es basiert auf der Annahme eines stationären, eindimensionalen Feuchtetransports und berücksichtigt nicht alle physikalischen Effekte.
    2. Wo liegen die Grenzen des Glaser-Verfahrens?
      Das Glaser-Verfahren ist nicht geeignet für komplexe Bauteilgeometrien, Baustoffe mit kapillarer Leitfähigkeit oder bei Vorliegen von Konvektion. Es liefert oft ungenaue Ergebnisse bei Gründächern oder hinterlüfteten Konstruktionen.
    3. Was ist eine hygrothermische Simulation?
      Eine hygrothermische Simulation (z.B. mit WUFI) ist ein genaueres Rechenverfahren, das den instationären Wärme- und Feuchtetransport in Bauteilen berücksichtigt. Es kann auch kapillare Effekte und Konvektion simulieren.
    4. Welche Rolle spielt die Dampfsperre?
      Die Dampfsperre soll verhindern, dass feuchte Raumluft in die Dämmung eindringt und dort kondensiert. Eine fehlerhafte Dampfsperre ist eine häufige Ursache für Feuchtigkeitsschäden.
    5. Was ist Einbaufeuchte?
      Einbaufeuchte ist die Feuchtigkeit, die bereits beim Einbau in den Baustoffen vorhanden ist. Sie kann durch unsachgemäße Lagerung oder Verarbeitung entstehen und zu späteren Problemen führen.
    6. Wie kann man Feuchtigkeit in der Dämmung erkennen?
      Feuchtigkeit in der Dämmung kann sich durch Fleckenbildung, Schimmelgeruch oder erhöhte Luftfeuchtigkeit im Raum bemerkbar machen. Eine Thermografie kann ebenfalls Hinweise liefern.
    7. Was tun bei Feuchtigkeit in der Dämmung?
      Bei Feuchtigkeit in der Dämmung sollte umgehend ein Fachmann hinzugezogen werden, um die Ursache zu ermitteln und geeignete Sanierungsmaßnahmen einzuleiten.
    8. Welche Dämmstoffe sind für Gründächer geeignet?
      Für Gründächer eignen sich Dämmstoffe, die feuchtigkeitsunempfindlich sind und eine hohe Druckfestigkeit aufweisen, z.B. Schaumglas oder extrudiertes Polystyrol (XPS).

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  2. Glaser-Verfahren: Dampfsperre – Kondensatbildung vor Abdichtung

    Glaser-Verfahren ist Stand der Technik
    Hallo,
    irgendetwas stimmt bei Ihren Angaben nicht.
    Sie schreiben, dass die Dampfsperre einen sd-Wert von 153 m hat. Gleichzeitig soll der Berührungspunkt der Dampfdruckkurve mit der Sättigungskurve bei sdi = 122 m liegen.
    Dies würde bedeuten, dass das Kondensat vor (genau genommen in) der Dampfsperre liegt. Zu erwarten ist dies aber vor der Dachabdichtung.
    Zudem haben meine Überschläge ergeben, dass die Verdunstungsmenge etwa so hoch sein dürfte wie der Tauwasseranfall. Es sind sogar Verdunstungswerte zu erwarten, die unter dem Tauwasseranfall liegen.
    Die von Ihnen angegebene 3-fach höhere Verdunstungsmenge würde sich nur ergeben, wenn für die Verdunstungsperiode der niedrigere My-Wert angesetzt wird. Dies würde das Gesamtsystem in der Verdunstungszeit aber günstiger erscheinen lassen, als es in Wirklichkeit ist. Schließlich ändert sich der My-Wert ja in Abhängigkeit von der Jahreszeit ja nicht.
    Bei der Bewertung der Gesamtkonstruktion dürfen natürlich keine Feuchtigkeitsmengen auftreten, die die Konstruktion nachhaltig schädigen können.
    Die Probleme mit der Dampfdichtheit der Dampfsperre und den konstruktiven Einflüssen der Anschlüsse auf das Gesamtsystem haben Sie ja richtig erkannt. Dies stellt aber nicht das Glaser-Verfahren als solches in Frage, sondern macht die Sorgfalt deutlich, mit der solche bauphysikalisch schwer zu beherrschenden Systeme geplant und ausgeführt werden müssen.
    Alle Randbedingungen rechnerisch zu erfassen ist kaum möglich. Es ist auch nicht sinnvoll. Schließlich handelt es sich um handwerkliche Arbeiten. Jede Konstruktion wird vor Ort individuell angefertigt. Schon ein Starkregen beim Einbau der Dämmung oder ein verregneter Sommer in der Nutzung könnte solch "hochgezüchteten" Rechenansätze "kaputt" machen.
    Die Berechnungen geben einen ausreichend genauen Überblick, ob die Konstruktion auf Dauer funktionieren kann oder nicht. Mehr können und sollen sie nicht.
    In Ihrem Fall vermute ich Planungs- und Ausführungsfehler (Planungsfehler, Ausführungsfehler). Sie sollte die Beteiligten zur Mangelabstellung auffordern. Wenn dies nicht weiter hilft, sind der Gang zum (Bau-) Rechtsanwalt und die Einschaltung eines Gutachters wohl kaum zu vermeiden.
    Mit freundlichen Grüßen
  3. Flachdach-Berechnung: Fehlerhafte Statik – Mängelanzeige 2002

    @volker Stöckel
    Hallo Herr Stöckel,
    die Angaben habe ich aus den uns übergebenen Berechnungen zitiert (Ausdruck des Berechnungsprogramms), werde diese Ihnen per E-Mail oder Fax schicken. Nebenbemerkung: Die Berechnungen (Statiker) stammen vom Februar 2003, erste Mängelanzeige an Arch. Oktober 2002, Einzug im August 20023, die Erstberechnungen (Genehmigungsstatik) waren vom Dezember 2000 und aus heutiger Sicht völlig daneben, zweite Berechnung im Januar 2003 mit tatsächlich verwendeten Materialien, aber Dampfsperre d = 0,005 m = 5 mm (Null vergessen?!) eingesetzt mit Ergebnis Betauung = 0. Die zitierten Werte stammen sämtlichst aus einem Rechenprogramm des Statikers, inwieweit die Inputs hingebogen wurden, entzieht sich meiner Kenntnis.
    Eine Mängelanzeige zum Architekten und den ausführenden Firmen hat es schon gegeben, man verweist aber auf die prinzipielle Funktionsfähigkeit gemäß obiger Berechnungen (, die erst ernsthaft betrieben bzw. beachtet wurden, als es schon tropfte). Inzwischen hat sich als Hauptursache des Feuchtigkeitseintrags die mangelhafte Abdichtung der außen sichtbaren Sparren des dritten Dachteils Schrägdach Nord sowie ein halbes Jahr nicht ausgeführte Dampfsperre in den 25 Firstgefachen (vgl. Startbeitrag Vogt) herausgestellt. Dennoch bleibt nach Beseitigung dieser Mängel die Frage nach dauerhafter Funktionsfähigkeit.
    Herr Stöckel, Sie mahnen die sorgfältige Planung solch bauphysikalisch schwer zu beherrschender Systeme an, aber welche Berechnungen/Simulationen /Programmsyssteme muss der Planer dann einbeziehen, um Sicherheit zu seiner Planung zu bekommen. Wo hört die Gültigkeit des Glaser-Verfahrens als verlässliche Planungsmethode auf?
    Mit freundlichen Grüßen
  4. Flachdach: Tauwasserbildung – Risiken in der Baukonstruktion

    Grundsätzliches
    Also ich verstehe ohnehin nicht, warum man Tauwasser innerhalb von Konstruktionen zulassen sollte, egal ob es rechnerisch abschätzbar ist oder nicht.
    1. Grundsatz ist doch, dass die Tauwassermenge der Tauperiode kleiner ist als die Verdunstungsmenge. 2. Grundsatz sollte doch aber sein, dass das anfallende Tauwasser in der Konstruktion sicher und schadensfrei gespeichert werden kann. Und genau da liegt mein Problem. Rechenexempel schöbn und gut, aber ist es nicht sicherer raumseitig gleich so dicht zu bauen, dass ich in der Konstruktion kein Tauwasser habe? Ich denke schon! Alles andere macht mir persönlich Bauchschmerzen, weil sich einerseits das praktische Klima nicht genau an die normativen Rechengrundlagen halten will, was zu einer tatsächlich anderen Tauwassermenge führen kann und zum anderen können auch handwerkliche Fehlleistungen zu zusätzlichem Feuchteeintrag führen. Mein Ansatz wäre deshalb immer  -  auf Nummer sicher zu planen und nicht einen Grenzfall mit dem Glaser-Diagramm gesundrechnen zu wollen.
    Schöne Grüße an dieser Stelle an Herrn Stöckel von einem frisch gebackenen Energieberater aus Berlin. Schön, Sie auch in diesem Forum zu treffen.
  5. Flachdach: Luftdichtigkeit vs. Diffusionsoffene Bauweise

    allein der glaube hilft ..
    ... auch nicht 😉
    bevor sie sich zu sehr der allein seeligmachende Wirkung von superdichtkonstruktionen
    ausliefern, mal beim irb nach Schäden an solch geschlossenen Systemen gucken.
    evtl. war es künzel, der auch Schadensbilder analysiert hat, bin mir aber nicht sicher.
    wie so oft gilt: der geist ist willig, die Luftdichtigkeit ist schwach.
    aber die herrenplaner stehen ja über den Dinger 😉
    und deshalb ist Glaser und nur Glaser ganz ganz toll ...
    ps:
    nein, keine Lust auf glaubenskriege  -  nur a bisserl Ironie am morgen.
    guten morgen! 🙂
  6. Flachdach: Falsche Berechnung – Mineralwolle statt Flachsdämmung

    Bauteil fehlerhaft berechnet
    Hallo,
    besten Dank für die Berechnungen. Der sdi-Wert von 122 m entspricht den Ansätzen. Er ergibt sich aus der Schichtdicke mal dem µ-Wert. Die Angabe in der Schichtenfolge (sd=153 m) ist schlichtweg falsch.
    Das ganze Bauteil wurde mit starken Näherungen gerechnet. Es wurde z.B. Mineralwolle anstelle der Flachsdämmung angesetzt und der Gründachaufbau wurde nur durch eine naturfeuchte Sandschicht berücksichtigt.
    Zudem wurde für die Dachabdichtung eine Schichtdicke von 5 mm angesetzt. Sie beträgt aber rund 12 mm (Vordeckung, 1. und 2. Lage jeweils rund 4 mm dick) oder mehr. Auf die Berechnungsergebnisse hat dies aber wenig Auswirkungen.
    Unter Zugrundelegung der ursprünglichen Berechnungen, ergibt sich folgendes:
    Tauwassermenge mW, T = tT/ (1,5*106) * ((pi-ps) /sdi  -  (ps-pe) /sde)
    mW, T = 1440/ (1,5*106) * ((1169-322) /122,53- (322-208) /400,08) = 0,0064 kg/m²
    Verdunstungsmenge mW. V = TV/ (1,5*106) * ((ps-pi) /sdi+ (ps-pe) /sde)
    mW, V = 2160/ (1,5*106) * ((1404-983) /122,53+ (1404-983) /400,08) = 0,0065 kg/m²
    Wurde während der Verdunstungsperiode der sde-Wert fehlerhafterweise mit den für die Verdunstung günstigeren (niedrigeren) my-Werten ermittelt, so würde sich sde = 50,23 m ergeben. Die daraus resultierende (falsche) Verdunstungsmenge würde
    mW, V = 2160/ (1,5*106) * ((1404-983) /122,53+ (1404-983) /50,23) = 0,0170 kg/m²
    betragen und damit etwa in der Größenordnung liegen, die berechnet wurde.
    Dem Computer sollte man nur soweit trauen, wie man die Verfahren beherrscht. Wo soll die Feuchtigkeit den ausdiffundieren, die sich im Winter mühevoll durch die Dampfsperre gequält hat. Ist die Dampfsperre denn im Sommer nicht mehr da?
    In Ihrem Fall kommt vermutlich noch der Feuchteeintrag durch Konvektion hinzu, sodass sich Planungs- und Ausführungsfehler (Planungsfehler, Ausführungsfehler) überschneiden. Der Feuchteanfall direkt im Bereich des Holzes kann zur Durchfeuchtung der Dämmung und des Holzes und damit zur dauerhaften Schädigung der Konstruktion führen.
    Hier scheint nur noch eine Totalsanierung mit geändertem Aufbau zu funktionieren.
    Mit freundlichen Grüßen
  7. Flachdach: Fehlerhafte Vorgaben – Ungeeignetes Berechnungsmodell

    Fehlerhafte Vorgaben und ungeeignetes Modell?!
    Erst 'mal vielen Dank für die bisherigen mehr oder weniger rationalen Antworten, besonders Herrn Stöckel für die kurzfristige Durchsicht der vollständigen Berechnungen.
    Bis ins letzte werde ich heute Abend nicht alle von ihm genannten Details kommentieren, aber der wesentliche Schnitzer in den formalen Rechnungen scheint ja der innerhalb von max und min beliebig zu variierende Wert von mue bzw. sd der
    Bitumendachbahn zu sein. Gibt es da Regeln, in welchen Berechnungen der min- und in welchen der max-Wert einzusetzen ist? Die mit weniger als 50 % der Realität angenommene Schichtdicke der Bitumenbahn ist meiner Auffassung nach ebenfalls wesentlich für die geschönten Ergebnisse, von der meistenteils anzunehmenden Wasserschicht über der Bitumenfolie nicht zu reden.
    Neben den ungewollten oder gewollten Unkorrektheiten in den Vorgaben zielte meine Frage aber eher noch darauf, ob man denn bei den geringen Mengen nicht von vornherein andere Modelle heranziehen muss, um Funktion oder Nichtfunktion
    nachzuweisen. Gibt es solche Modelle oder weiß jeder Bauphysiker, dass in solchen Fällen wie hier die sichere dauerhafte Funktion sowieso nicht gegeben sein wird und es
    deshalb auch keines Modelles bedarf? Letzteres vermute ich, aber wo ist der Wert, ab dem die Anwendung des Glaser-Verfahrens als unseriös gilt  -  vielleicht bei mw, v < 0,1 kg/m²? Die Forderung nach grundsätzlicher Umplanung und Umbau muss natürlich auch rechnerisch untermauert werden  -  welche DINAbk. oder anerkannte Regel hilft hier?
  8. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 10.01.2026
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 10.01.2026

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    Glaser-Verfahren bei Flachdach-Dämmung: Anwendungsgrenzen und Risiken

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Anwendbarkeit des Glaser-Verfahrens zur Berechnung von Tauwasserbildung in Flachdachkonstruktionen. Dabei werden Fehler in der Berechnung, falsche Materialannahmen und die generelle Zulässigkeit von Tauwasser innerhalb der Konstruktion thematisiert. Ein wichtiger Punkt ist die korrekte Berücksichtigung der Dampfsperre und deren sd-Wert. Zudem wird die Bedeutung einer diffusionsoffenen Bauweise im Vergleich zu superdichten Konstruktionen diskutiert.

    ⚠️️ Wichtiger Hinweis: Laut Flachdach: Falsche Berechnung – Mineralwolle statt Flachsdämmung kann die Verwendung falscher Materialwerte (z.B. Mineralwolle statt Flachsdämmung) zu erheblichen Abweichungen in der Tauwasserberechnung führen. Dies kann die gesamte Konstruktion gefährden.

    🔴 Risiko: Der Beitrag Flachdach: Tauwasserbildung – Risiken in der Baukonstruktion betont, dass Tauwasserbildung innerhalb der Konstruktion grundsätzlich vermieden werden sollte, unabhängig von rechnerischen Abschätzungen. Es wird argumentiert, dass die sichere Speicherung und schadensfreie Verdunstung des Tauwassers oft nicht gewährleistet ist.

    👉 Handlungsempfehlung: Überprüfen Sie die Berechnungen Ihres Flachdachs auf korrekte Materialwerte und die Einhaltung der DIN 4108. Beachten Sie die Hinweise zur Dampfsperre im Beitrag Glaser-Verfahren: Dampfsperre – Kondensatbildung vor Abdichtung. Ziehen Sie im Zweifelsfall einen Bauphysik-Experten hinzu, um Feuchteschäden zu vermeiden.

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