Innendämmung mit Calciumsilikatplatten: Vorteile, Nachteile & Risiken im Altbau?
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Innendämmung mit Calciumsilikatplatten: Vorteile, Nachteile & Risiken im Altbau?

Hallo liebe Experten, ich habe ein paar Fragen. Ich lasse gerade ein älteres Stallgebäude renovieren. Es soll später zum Wohnen genutzt werden. Wg. der schönen Fassade darf keine Außendämmung drauf, darum habe ich mir Angebote für Innendämmung eingeholt. Einiges in den Angeboten verstehe ich ja noch z.B. Untergrund säubern, vorbereiten, Auskratzen der Fugen usw. Aber bei folgenden Arbeiten kann ich mir nicht vorstellen, wozu das gut sein soll und ob das nicht das Atmen der Wand verhindert. Meine Fragen konnte der Stuckateur nicht richtig beantworten (oder ich habe seine Erklärung nicht richtig verstanden). Er hat gesagt (sinngemäß), dass das so Vorschrift ist.
+ Zementspritzbewurf
+ zweimaliger Anstrich mit Dichtungsschlämme alternativ eine Lage Sperrputz
+ darauf Calciumsilikat-Klimaplatte
Meine Fragen:
+ Wozu dient der Zementspritzbewurf? Soll das die Oberfläche rau machen, damit die anderen Sachen besser halten oder soll das abdichten?
+ Was ist besser? Dichtungsschlämme oder Sperrputz? Was ist das eigentlich? Verhindert das nicht die Wandatmung, weil das zu dicht ist bzw. alles versperrt?
+ Sind Calciumsilikat-Klimaplatten gut? Wenn die Wand im Winter dahinter kalt ist, kann es da auch kondensieren wie bei Gipsplatten mit normaler Wärmedämmung darunter?
Danke, Jan
  • Name:
  • Jan
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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    Automatisch generierte KI-Ergänzungen

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    Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme

    Sicherheitshinweise

    🔴 Gefahr: Bei unsachgemäßer Ausführung der Innendämmung kann es zu Schimmelbildung kommen.

    🔴 Gefahr: Achten Sie darauf, dass die Wand weiterhin "atmen" kann, um Feuchtigkeit abzutransportieren. Eine zu dichte Dämmung kann zu Problemen führen.

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    Ich beurteile die Innendämmung mit Calciumsilikatplatten als eine Möglichkeit, die Wärmedämmung eines Altbaus zu verbessern, wenn eine Außendämmung nicht möglich ist. Calciumsilikatplatten sind diffusionsoffen und können helfen, Feuchtigkeit zu regulieren.

    🔴 Gefahr: Unsachgemäße Ausführung kann zu Feuchtigkeitsproblemen und Schimmelbildung führen. Eine sorgfältige Vorbereitung des Untergrunds und die korrekte Anbringung der Platten sind entscheidend.

    Ich empfehle folgende Vorgehensweise:

    • Untergrund prüfen: Der Untergrund muss tragfähig, sauber und trocken sein. Lose Teile wie alter Putz oder Anstriche müssen entfernt werden.
    • Fugen auskratzen: Die Fugen sollten ca. 2 cm tief ausgekratzt werden, um eine gute Haftung des Klebemörtels zu gewährleisten.
    • Zementspritzbewurf: Ein Zementspritzbewurf kann als Haftbrücke dienen, ist aber nicht zwingend erforderlich.
    • Klimaplatten verkleben: Die Calciumsilikatplatten werden mit einem speziellen Klebemörtel verklebt.
    • Oberfläche bearbeiten: Die Oberfläche kann mit einem diffusionsoffenen Anstrich versehen werden.

    👉 Handlungsempfehlung: Ziehen Sie einen Fachmann (Stuckateur, Energieberater) hinzu, um die Eignung der Innendämmung mit Calciumsilikatplatten für Ihr Gebäude zu prüfen und die Ausführung zu überwachen.

    📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Calciumsilikatplatten
    Mineralische Dämmplatten aus Kalk, Sand, Zement und Wasser. Sie sind diffusionsoffen, kapillaraktiv und alkalisch. Sie werden zur Innendämmung eingesetzt.
    Verwandte Begriffe: Innendämmung, Diffusionsoffenheit, Kapillaraktivität
    Diffusionsoffenheit
    Die Fähigkeit eines Baustoffs, Wasserdampf durchzulassen. Diffusionsoffene Materialien ermöglichen den Austausch von Feuchtigkeit zwischen Innenraum und Außenbereich.
    Verwandte Begriffe: Wandatmung, Feuchtigkeitstransport, Raumklima
    Kapillaraktivität
    Die Fähigkeit eines Baustoffs, Wasser durch Kapillarkräfte aufzunehmen und zu transportieren. Kapillaraktive Materialien können Feuchtigkeit aus dem Raum aufnehmen und wieder abgeben.
    Verwandte Begriffe: Feuchtigkeitstransport, Sorption, Raumklima
    Zementspritzbewurf
    Eine dünne Schicht Zementmörtel, die auf den Untergrund aufgetragen wird, um eine bessere Haftung für nachfolgende Schichten zu gewährleisten.
    Verwandte Begriffe: Haftbrücke, Putzgrund, Untergrundvorbereitung
    Wandatmung
    Umgangssprachlicher Begriff für den Feuchtigkeitstransport durch Baustoffe. Diffusionsoffene Materialien ermöglichen den Austausch von Wasserdampf.
    Verwandte Begriffe: Diffusionsoffenheit, Feuchtigkeitstransport, Raumklima
    Sperrputz
    Ein Putz, der das Eindringen von Feuchtigkeit verhindern soll. Sperrputze sind in der Regel nicht diffusionsoffen und können zu Feuchtigkeitsproblemen führen, wenn sie falsch eingesetzt werden.
    Verwandte Begriffe: Abdichtung, Feuchtigkeitssperre, Diffusionsoffenheit
    Dichtungsschlämme
    Eine wasserdichte Beschichtung, die aufgetragen wird, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern. Dichtungsschlämmen werden häufig in Feuchträumen eingesetzt.
    Verwandte Begriffe: Abdichtung, Feuchtigkeitssperre, Sperrputz

    ❓ Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was sind Calciumsilikatplatten?
      Calciumsilikatplatten sind mineralische Dämmplatten, die aus Kalk, Sand, Zement und Wasser hergestellt werden. Sie sind diffusionsoffen, kapillaraktiv und alkalisch, was sie resistent gegen Schimmel macht. Sie werden häufig zur Innendämmung eingesetzt, insbesondere in Altbauten.
    2. Warum Innendämmung statt Außendämmung?
      Innendämmung wird gewählt, wenn eine Außendämmung aus gestalterischen Gründen (z.B. Denkmalschutz) oder baurechtlichen Gründen nicht möglich ist. Sie ist in der Regel kostengünstiger als eine Außendämmung, kann aber auch Nachteile haben, wie z.B. die Reduzierung der Wohnfläche.
    3. Was bedeutet "Wandatmung"?
      "Wandatmung" ist ein umgangssprachlicher Begriff für den Feuchtigkeitstransport durch Baustoffe. Diffusionsoffene Materialien ermöglichen den Austausch von Wasserdampf zwischen Innenraum und Außenbereich. Dies kann helfen, das Raumklima zu regulieren und Schimmelbildung vorzubeugen.
    4. Wie dick sollten Calciumsilikatplatten sein?
      Die Dicke der Calciumsilikatplatten hängt von den energetischen Anforderungen und den baulichen Gegebenheiten ab. In der Regel werden Platten mit einer Dicke von 25 bis 50 mm verwendet. Eine genaue Berechnung sollte von einem Fachmann durchgeführt werden.
    5. Muss die Oberfläche der Calciumsilikatplatten behandelt werden?
      Ja, die Oberfläche der Calciumsilikatplatten sollte mit einem diffusionsoffenen Anstrich versehen werden. Geeignet sind z.B. Silikatfarben oder Kalkfarben. Dispersionsfarben sind weniger geeignet, da sie die Diffusionsoffenheit der Platten beeinträchtigen können.
    6. Was ist ein Zementspritzbewurf?
      Ein Zementspritzbewurf ist eine dünne Schicht Zementmörtel, die auf den Untergrund aufgetragen wird, um eine bessere Haftung für nachfolgende Schichten zu gewährleisten. Er kann als Haftbrücke für die Calciumsilikatplatten dienen.
    7. Sind Calciumsilikatplatten auch für Feuchträume geeignet?
      Calciumsilikatplatten sind grundsätzlich für Feuchträume geeignet, da sie Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können. Allerdings ist eine sorgfältige Abdichtung der Anschlüsse und Durchdringungen erforderlich, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.
    8. Was kostet eine Innendämmung mit Calciumsilikatplatten?
      Die Kosten für eine Innendämmung mit Calciumsilikatplatten hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Größe der Fläche, der Dicke der Platten und den Lohnkosten. Eine grobe Schätzung liegt zwischen 80 und 150 Euro pro Quadratmeter.

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    • Förderprogramme für Innendämmung
      Überblick über aktuelle Förderprogramme für energetische Sanierungsmaßnahmen.
  2. Calciumsilikatplatten: Hohlraumfreie Montage – TU Dresden

    Re: Calciumsilikat-Klimaplatte
    (:) Unter Calciumsilikat sowie Calciumsilicate gibt es dazu Infos im Web; beispielsweise von der TU Dresden.
    Angestrebt wird, die Klimaplatten Hohlraum-arm vor die Wand zu setzen, beispielsweise mit feuchte-ausgleichendem Mörtel.
    Auf Fachwerk lassen sich die Platten anschrauben, mit feuchte-ausgleichendem weichen Dämmstoff dazwischen. Wir haben das letztes Jahr in einem kleinen Anbau praktiziert, 5 cm dick, nachdem uns Innen Mineralwolle hinter Folie abgesoffen ist.
  3. Calciumsilikatplatten: Risiko des Absaufens wie Mineralwolle?

    Für die Antwort danke
    der Stuckateur hat das Wort wohl falsch geschrieben, daher habe ich nichts dazu gefunden. Kann denn die Calciumsilikat-Klimaplatte nicht auch "absaufen" wie die Mineralwolle? die Klimaplatte ist doch im Winter innen warm und auf der Wand viel kälter?
  4. 🔴 Risiko: Calciumsilikatplatten – Absaufen durch Einsperren

    Re: Calciumsilikat-Klimaplatte
    (:) Calciumsilikat-Klimaplatten können absaufen wenn man sie einsperrt; beispielsweise mit Sperrfolie.
  5. Innendämmung: Absaufen der Calciumsilikatplatte durch Sperrputz?

    Die können auch "absaufen"?
    Für Ihre Antwort nochmal vielen Dank, Herr Bensch. Aber das heißt ja, dass die Innendämmung mit Klimaplatten damit auch "absaufen" kann, weil da zwar keine Sperrfolie aber Dichtungsschlämme bzw. Sperrputz laut Angebot drunter kommt?
    MfG Jan
  6. Innendämmung: Kondensatbildung – Suchbegriffe zur Recherche

    ja ...
    natürlich!
    suchstichworte "Innendämmung" AND "Kondensat"
  7. Innendämmung: Dampfdichtheit – Langzeittests & Hochschulinstitute

    Jaja,
    die ewige Mär von der Notwendigkeit der Dampfdichtheit.
    Damit die Verwirrung nicht zu groß wird: ich beziehe mich auf einen Beitrag von MB (winkewinke) im Bauexperten-Forum (Link unten). Die Diskussion, die gerade hier geführt wird gibt es auch woanders (aber wem sage das). Da ich dort leider noch nicht schreiben kann (habe mich erst eben angemeldet).
    Also, Innendämmungen Dampfdicht herzustellen ist nicht nur besoonders schwer, sondern meines Erachtens (nein nein, ich bin nicht der Einzige, der dieser Meinung ist) auch ohnehin nicht zu erreichen ist (wozu hat der Gesetzgeber die Grenzwerte bei der BD-Messung auf 1,5 bzw. 3,0 pro Stunde festgelegt). Das sagt aber natürlich immer noch nichts darüber aus, wie groß die einzelnen Löcher sind, die meine Luftdichtungsebene so hat (es könnte ja auch ein großes sein  -  obwohl das natürlich zugegebenermaßen unwahrscheinlich ist).
    Innendämmungen werden unter anderem schon sehr lange am E.U.Z. in Springe bei Hannover untersucht. Dazu habe ich auch schon mal was geschrieben (siehe Link 2).
    Aber auch Hochschulinstitute haben sich schon in Langzeittests mit dieser Thematik auseinandergesetzt (hier dann auch die Calciumsilikatplatte).pdf-Dokument kann mit dem 3. Link unten runtergeladen werden.
    Ach übrigens, es muss natürlich nicht unbedingt die feuchteadaptive Dampfbremse eines großen Herstellers sein. Die feuchtevariable Dampfbremse eines kleinen Herstellers tut es da natürlich auch.
    Viel Spaß beim Lesen,
  8. Calciumsilikatplatten: Revolutionäre kapillaraktive Innendämmung!

    aber das ist doch gerade der Vorteil ...
    von calziumsilikatplatten meine ich!
    die versuche an der TU Dresden zeigen doch den Einsatz dieser Platten ganz ohne innere dampfsperren. und das ist doch das revolutionäre dieses Materials und der sogenannten kapillaraktiven Innendämmung! ich habe das Zeugs gerade so eingebaut. jetzt sag einer das geht nicht😉
  9. Calciumsilikatplatte: Wann entsteht tropfbare Feuchtigkeit?

    Foto von Stefan Ibold

    frage: wann kommt in der Platte ...
    Moin,
    .. denn mal der Punkt, an dem aus gasförmiger Feuchtigkeit Feuchtigkeit in tropfbarer Form wird? Oder einfach gefragt, was passiert, wenn der Taupunkt in der Platte erreicht wird?
    Grüße
    Stefan Ibold
  10. Calciumsilikatplatten: Kondensat puffern durch Saugfähigkeit

    der Trick ist der ...
    dass die Platte über eine hohe kapillare Saugfähigkeit verfügt, und entstehendes Kondensat gut gepuffert und auch sehr schnell wieder verdampft werden kann. kann sein verehrter Herr ibold, dass ich das nun physikalisch nicht richtig ausdrücke  -  aber das ist meine Vorstellung. wenn sie das Zeugs mal in Händen halten trauen sie dem Material das auch zu😉
    leider finde ich außer cape auch keine Hersteller im Netz. mir liegen zwar die Unterlagen von cape vor, bessere Erklärungen als in dem bine Link gibt es aber nicht, leider!
  11. Materialtipp: Epathermplatte – Bauphysik inklusive!

    nun habe ich sie doch gefunden
    die epathermplatte meinte ich: ein bissi Bauphysik wäre auch dabei🙂
  12. Calciumsilikatplatten: Geringe WLG – Sättigungsgrenze beachten!

    Foto von

    naja
    Moin,
    habe es mir angelesen. Die WLG reißt ja nicht gerade vom Hocker. Dann kann man nur eine leichte (keine Raufaser ) Tapete antackern.
    Bei einem "müh" von 6 und der lediglich punktweisen Verklebung bleibe ich bei meinen Befürchtungen.
    Wann ist denn da wohl die Sättigungsgrenze erreicht? Ich meine, wie lange kann das Zeug Feuchte aufnehmen und wann MUSS es sie wieder abgeben, damit mit nicht doch Tauwasser ausfällt.
    Werde mich bei Gelegenheit näher damit auseinandersetzen.
    Grüße
    Stefan Ibold
  13. Calciumsilikatplatten: Tauwasser – Transport und Verdunstung innen?

    Kann man das also so verstehen, dass ...
    wenn sich innerhalb der CaSi-Platte ein Taupunkt ergibt, und da Tauwasser ausfällt, dann durch die Kapillarität das Wasser sich in Richtung Innenraum bewegt, und dort wieder verdunstet, weil es da wärmer ist?
    Gruß Roland
  14. Feuchtigkeit: Dampfdruckgefälle bei Calciumsilikat-Innendämmung

    Foto von

    welchen Grund ...
    Moin,
    ... sollte die Feuchtigkeit dafür haben?
    Wenn es Innen wärmer ist als Außen, dann geht das Gefälle von Innen nach Außen und mit dem Gefälle normalerweise auch der Dampfdruck (Partialdruck).
    Unterstellen wir mal, dass es anders wäre, dann würde ja theoretisch Wasserdampf in gasförmigen Zustand in die Platte eindiffundieren können. Wird die Menge zu viel, wird sie einfach wieder nach Innen abgegeben, weil  -  Draußen ist es ja noch kühler als Drinnen. Wäre so nach dem Prinzip der Gezeitenströme, nur das der "Motor" ein anderer wäre. Mit der sinkenden temopereatur steigt aber auch die relative Luftfeuchtigkeit. Die absolute bleibt aber konstant, sodass hier kein Druckgefälle entstehen würde. Und bei gleichbleibendem Innendruck, wird ja zusätzlich Feuchtigkeit zugeführt.
    Nein, so einfach geht das wenn überhaupt nicht.
    Grüße
    Stefan Ibold
  15. Calciumsilikatplatte: Kapillare Wasserleitung vs. Glaserverfahren

    Foto von Jochen Ebel, Dipl.-Physiker

    Wirkungsweise
    Ich habe michnoch nicht viel mit der Calciumsilicatplatte beschäftigt, aber trotzdem ein Erklärungsversuch.

    Das Glaserverfahren berücksichtigt nicht die kapillare Wasserleitung. Es wird immer so gerechnet, als ob das Tauwasser am Ort der Entstehung bleibt. Bei PS z.B. trifft das zu, die Hohlräume füllen sich mit Wasser und das Wasser bleibt dort bis es verdunstet oder manchmal nicht genug.

    Bei einem kapillaraktiven Stoff bleibt das Tauwasser nicht dort, wo es entsteht, sondern wird kapillar im ganzen Stoff fast gleichmäßig verteilt  -  also auch an die Innenoberfläche, wo die normale Raumfeuchte von beispielsweise 60 % herrscht  -  und das führt sofort zum Verdunsten des kapillar herantransportierten Wassers. Damit entsteht ein Kreislauf: Wasserdampf aus dem Raum (verstärkt durch verdunstetes Tauwasser) diffundiert in die Calciumsilicatplatte bis in die Tauwasserzone und kondensiert dort. Nach außen wird kein Wasser davon weiter kapillar gehen, da dort die Platte schon feucht ist. Aber nach innen kann das Wasser kapillar gehen und verdunstet auf dem Weg dorthin teilweise und der Rest kommt bis zur Innenoberfläche, wo dieser Rest verdunstet.

    Allerdings darf wahrscheinlich die Temperatur in keinem Plattenbereich unter 0 °C fallen, denn wenn das Tauwasser als Eis ausfällt, dürfte auch die kapillare Leitfähigkeit ausfallen.

    Mit freundlichen Grüßen

  16. 🔴 Risiko: Calciumsilikatplatten – Dämmwirkung durch Feuchtigkeit?

    Foto von

    hmm
    Moin Herr Ebel,
    soweit theoretisch. Was mich nur wundert ist: Es wird wenn überhaupt doch nur ein geringer Bereich der Platte, will sagen nur z.B. 5 mm der Plattendicke, das Wasser wieder abgeben können. Der Rest der Dicke wird weiterhin das Wasser halten und damit auch zunehmend dampfdichter. Weiterer Nebeneffekt; die Platte verliert zunehmend die dämmende Wirkung. Damit wandert der Taupunkt weiter in Richtung Innenraum. Hinzu kommt noch die Art der Befestigung. Die Platten werden nicht Hohlraumfrei angebaut. Zumindest in der Anfangsphase wird Feuchtigkeit bis zur Kühlen Außenwand gelangen und dann dort als Tauwasser ausfallen. Und wie soll das unter den oben aufgeführten Parametern wieder abtrocknen?
    Überzeugt bin ich noch nicht.
    Grüße
    Stefan Ibold
  17. Calciumsilikatplatten: Stabile Feuchteverteilung durch Porengröße

    Foto von

    Wasserkapazität
    Die Platten haben eine große Verteilung der Porendurchmesser. Deswegen können einzelne Poren schon wassergefüllt sein, andere noch nicht. Deswegen kann sich ein stabiler Kreislauf herausbilden (bei gleichbleibenden Umgebungsbedingungen) ohne das die Zone des hauptsächlichen Tauwasserausfalls durch die Platte wandert. Bei hoher Kapillaraktivität wird auch der Teil vor der Tauwasserzone nur minimal durchfeuchtet sein, da ja ein höherer Feuchtegehalt kapillar zur Innenoberfläche gehen würde.
  18. Zusatzinfo: Feuchtetransport – Erklärung für Mauerwerk & CaSi-Platte

    Unter dem
    unten angegebenen Link gibt es unter Punkt 3.2 eine wie ich finde recht anschauliche Erklärung von Feuchtetransporten. Ich weiß nicht, ob ich mich evtl. etwas zu weit aus dem Fenster lehne, aber wenn ich Herrn Ebels Erläuterungen richtig deute, dürfte das was fürs Mauerwerk gilt auch für die CaSi-Platte gelten.
    Grüße aus dem leider heute sehr diesigen Schwetzingen (ich will Sommer!)
  19. Vergleich: Calciumsilikatplatte vs. Schwamm – Kapillarwirkung?

    Foto von

    hinkt der Vergleich?
    Moin,
    nehmen wir doch einmal einen Schwamm als Vergleich. Wenn der "gesättigt" ist, läuft der über, was aber nichts mit Kapillarkraft zu tun hat, sondern schlicht mit Schwerkraft. Bei den Kapillaren wird doch das Wasser "aufgesogen". S. Auch der Strohhalm, der im Cocktailglas steht und in dessen Innenseite die Flüssigkeit höher steht als im Glas selber. Der Strohhalm wäre demnach der erste, der überlaufen würde, wenn vorsichtig weiterer Cocktail ins Glas nachgegeben würde. Wenn das nun hunderte von Halmen wären, dann würden die gemeinsam überlaufen. Es sei denn, dass die Feuchtigkeit eben an diesen Punkten so langsam nachläuft, dass sie verdunstet, bevor sie überlaufen kann. Das funzt aber m.E. nur dann, wenn die Feuchtigkeit von der Rückseite zugeführt würde, oder es möglich ist, das Feuchtigkeit von vorn in sagen wir mal größere Kapillare eindringt, in ein Resovoir gelangt und von dort aus durch kleinere wieder nach Außen gedrückt wird. Das passiert aber dann zu allen Richtungen gleichmäßig.
    Wenn ich das mit einer Salzschale vergleiche, dann Stelle ich doch fest, dass die im Winter in einem ungeheizten Wohnwagen nach spätestens drei Wochen steinhart ist. Gemäß dieser Theorie müsste der Pott im Sommer wieder zu rieselndem Salz werden. tut er aber nicht.
    Mag sein, dass ich etwas begriffsstutzig bin. Worauf das hinauslaufen soll, ist mir klar, nur  -  der Weg dahin ist für mich nicht nachvollziehbar. Und solange dem so ist, glaube ich es erstmal nicht. Weil  -  irgendwann kommen wir dann zu dem Punkt, an dem K. Fischer und C. Meier doch noch recht bekommen.
    Grüße
    Stefan Ibold
  20. 🔴 Warnung: Sorptionsfähige Materialien – Druckfestigkeitsprobleme

    Foto von

    hmm
    Moin,
    der Link ist gut, Herr Förster.
    Allerdings hat mir mal ein Hersteller von sorptionsfähigen Materialien gesteckt, dass es nach seiner Erkenntnis keinen Baustoff gibt, der die Fähigkeit hat, eben diesen Vorgang in der erforderlichen Geschwindigkeit und Masse zu beswerkstelligen.
    Das scheitert nach seiner Aussage an dem Umstand, dass solche Materialien nicht ausreichend druckfest sein.
    Hab mir nen Lesezeichen gesetzt und werde mal weiterlesen. Aba  -  erstmal Kohle verdienen versuchen.
    Grüße
    Stefan Ibold
  21. CALSITHERM 200: Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl ca. 2

    An alle diskutierenden herzlichen Dank,
    ich hatte nicht gedacht, dass das so ein Problem ist. Das erklärt aber vielleicht mein eigenes Unverständnis (und das des Stuckateurs). Das Material heißt CALSITHERM 200. Ich habe auf der Webseite

    den Wert Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl ca. 2 gefunden.

  22. Calciumsilikatplatten: Kondensatrückführung in der Praxis

    nee si,
    die Funktionsweise hat Herr ebel doch bestätigt. nun ist nur das Ding, dass in der Praxis offenbar mehr kondenswaser kapillar nach innen zurückgeführt wird, wie über einen gewissen Zeitraum entstehen kann. und das natürlich unter "normalen" wohnphysiologischen BeDingungen.
    woran da Fischer und meier partizipieren sollen ist mir unverständlich. die reden viel und sagen nichts  -  scheinen verkannte Politiker zu sein?
    im übrigen freut mich die Versammlung von Kompetenz im BAU.DE . Team. das schattenkabinett des paralleluniversums stochert ja wieder im Nebel🙂 die scheinen nur löschen so richtig zu können!?
    zum frageden: ihr stucker ist ein innovativer geselle, dem sie das mit der Physik nachsehen sollten. casi-Platten in dieser Anwendung sind relativ neu am Markt!
  23. Entscheidung: Innendämmung – Keine Experimente mit CaSi-Platten

    Danke nochmal
    ich werde da eine normale Innendämmung nehmen, weil ich nicht Versuchskaninchen für ein neues schwieriges Material sein möchte. MfG Jan
  24. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 11.01.2026
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 11.01.2026

    ⚠️ Hinweis: Nachfolgender Text wurde von einem KI-System erstellt. KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind - überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung. Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt. Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).

    Innendämmung mit Calciumsilikatplatten im Altbau: Vor- & Nachteile

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Eignung von Calciumsilikatplatten zur Innendämmung im Altbau. Dabei werden Vor- und Nachteile, insbesondere im Hinblick auf Feuchtigkeit, Schimmelbildung und Wandatmung, intensiv erörtert. Ein wichtiger Punkt ist die kapillare Saugfähigkeit der Platten und deren Fähigkeit, Kondensat zu puffern und wieder abzugeben. Es wird auch die Frage diskutiert, ob und wann die Platten "absaufen" können und welche Auswirkungen dies auf die Dämmwirkung hat.

    ⚠️️ Wichtiger Hinweis: Im Beitrag 🔴 Risiko: Calciumsilikatplatten – Absaufen durch Einsperren wird darauf hingewiesen, dass Calciumsilikatplatten "absaufen" können, wenn sie durch Sperrfolien oder andere Maßnahmen "eingesperrt" werden. Dies kann zu Feuchtigkeitsproblemen und Schimmelbildung führen.

    ✅ Empfehlung: Der Einsatz von Calciumsilikatplatten ohne innere Dampfsperren wird im Beitrag Calciumsilikatplatten: Revolutionäre kapillaraktive Innendämmung! als revolutionär bezeichnet. Die Versuche der TU Dresden zeigen den erfolgreichen Einsatz dieser Platten ohne zusätzliche Dampfsperren.

    🔴 Risiko: Im Beitrag 🔴 Risiko: Calciumsilikatplatten – Dämmwirkung durch Feuchtigkeit? wird die Frage aufgeworfen, ob die Dämmwirkung der Platten durch die Aufnahme von Feuchtigkeit beeinträchtigt wird. Es wird argumentiert, dass ein Teil der Plattendicke das Wasser halten und somit die dämmende Wirkung verringern könnte.

    👉 Handlungsempfehlung: Vor der Entscheidung für oder gegen eine Innendämmung mit Calciumsilikatplatten sollten die Vor- und Nachteile sorgfältig abgewogen und die spezifischen Bedingungen des Altbaus berücksichtigt werden. Es ist ratsam, sich von einem Fachmann beraten zu lassen und gegebenenfalls Referenzen einzuholen. Siehe auch Entscheidung: Innendämmung – Keine Experimente mit CaSi-Platten für eine abschließende Einschätzung.

    Die Diskussion zeigt, dass die Innendämmung mit Calciumsilikatplatten im Altbau eine komplexe Thematik ist, die sorgfältige Planung und Ausführung erfordert. Die Beiträge liefern wertvolle Informationen und Denkanstöße für alle, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Die richtige Anwendung von Calciumsilikatplatten kann zur Verbesserung des Raumklimas und zur Reduzierung von Feuchtigkeitsproblemen beitragen, während eine falsche Anwendung zu Schäden führen kann.

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