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  • 13307: Keller extrem feucht - Altbau von 1925 - was sind sinnvolle Maßnahmen?

Keller

Keller extrem feucht - Altbau von 1925 - was sind sinnvolle Maßnahmen?

Hallo, wir überlegen aktuell ein Haus aus dem Jahre 1925 zu kaufen. Dabei hat sich herausgestellt, dass der Keller extrem feucht ist.

Der Grundwasserspiegel liegt lediglich bei ca. 3m unter Bodenniveau. Die Feuchtigkeit in den Wänden ist nicht nur oberflächlich, sondern auch durchgehend. Daher wird vermutet, dass es keine Außenabdichtung in Form einer Vertikalsperre gibt. Auch eine Horizontalsperre ist nicht vorhanden. Die BoPla ist wohl einmal in den 60'er Jahren erneuert worden, jedoch ist auch hier keine wasserdichte Schicht vorhanden, so dass die BoPla aktuell sehr feucht ist. Bei sonniger Wetterlage sind die BoPla und die Außenwände extrem feucht. Bei schlechtem Wetter verschlimmert sich das ganze, wobei es wohl noch keinen 'fließenden' Wassereintritt gibt. Eine Drainung / Drainage ist nicht vorhanden. Der Putz auf den Außenwänden bröckelt an vielen Stellen. Siehe Bilder.

Wir fragen uns folgendes?

  • der Mörtel an den Außenwänden ist teilweise wie Sand und feucht, so dass man hier mit einem Stift einfach durchstechen kann wie durch Sand. Ist das Mauerwerk noch zu retten, oder müsste man hier die Mauer Meter für Meter austauschen?
  • welche Art einer Horizontalsperre ist sinnvoll?
  • welche Art einer Vertikalsperre ist sinnvoll? (schwarze oder grüne Wanne?)
  • wie sollte man die BoPla abdichten und aufbauen, so dass diese möglichst dicht ist?

Wie / aus was ist der Keller aufgebaut:

  • Wände aus Bruchsteinen, teils aus gebrannten Vollziegeln.
  • Kellerdecke aus Beton (von 1925)
  • BoPla Material ist ein Beton, welcher genau ist unbekannt

Anhang:

Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

Name:

  • Dennis
  1. ja

    deswegen wurden früher, die Erdgeschossetagen, 1.20m ca.
    über der Bodenhöhe... Das die Aufsteigende Feuchtigkeit in diesem Mauerbereich herrauskommt... Wenn man die Wände, jetzt von Aussen und oder innen zumacht... falsche Farbe - Sockel usw.... Dann Funktioniert das nicht mehr... Ging fast 100 Jahre gut..... warum ändern

  2. diese Keller..

    sind schon noch zu "retten" indem man den Keller frei schachtet, alten Putz entfernt und die Wände erst mal trocknen lässt und gleichzeitig die Stabilität der Fundamente prüft und evtl erneuert/verstärkt. Die Arbeiten benötigen eine gewisse Kenntnis und daher ist ein fachlich kompetente Person gefragt.
    übrigens nur mal nebenbei bemerkt, die Baugruben wurden früher mit der Hand, sprich Hacke ,Schaufel ausgeschachtet und bei schwierigen Böden verzichtete man tiefer zu graben, weil es zu mühselig war.und evtl. in eine Grundwasserebene kommen konnte.
    die Keller waren ja auch nur als "Kühlschrank" gedacht der auch entspr. belüftet wurde.

  3. oh toll - Teilunterkellerung

    Sie kommen also an einen Teil der erdberührten Kellerwände nicht von außen heran für eine nachträgliche Abdichtung (Vertikalsperre)

    Grundwasser bei 3m? Ist das der HGW oder sind höhere Wasserstände möglich? Ist ja nicht grad viel Sicherhgeitsabstand zum Kellerboden!

    Maßnahmen:
    Alle von außen erreichbaren Kelleraußenwände freigraben. Einbau einer Horizontalsperre (Sägeverfahren oder Injektion). Anschließend von außen vertikal abdichten (mineralische Dichtschlämme auftragen und zusätzlich PMBC (früher KMB genannt). Als Verfüllschutz empfiehlt sich die Anbringung einer Perimeterdämmung. Die von außen nicht erreichbaren Kellerwände können Sie vermutlich nur mit einer Innenabdichtung, Flächeninjektage und/oder Schleierinjektion abdichten. Das sind alles Arbeiten für echte Profis. Das geht ins Geld und sie brauchen unbedingt einen wirklich erfahrenen Planer (nicht nur eine Abdichtungsfirma - die Ihnen ihr Lieblings-Abdichtungsprodukt aufschwatzt)
    Bodenplatte könnten Sie dann oberseitig abdichten und darüber einen Fußbodenaufbau herstellen - aber da bleibt nicht viel Potential bei nur 2m lichter Raumhöhe.

    Der Teufel liegt im Detail: Durchdringungen, Anschlüsse und Übergänge - Einen anspruchsvollen Wohnkeller werden Sie mit vertretbarem Aufwand aus diesem Keller nicht herstellen.

    Es ist also zu überlegen, ob Sie zwischen Kellerdecke und Mauerwerk (irgendwo oberhalb des außen anstehnen Erdreichs bereits eine alte Horizontalabdichtung haben oder nachträglich eine einbauen können, dann lassen Sie das darunter liegende Kellermauerwerk einfach feucht und bringen nur innen eine Innenabdichtung an. Dann können Sie im Keller vielleicht eine Waschküche und einen Abstellraum für feuchteunempfindliche Dinge einrichten.
    Über eine elektronisch gesteuerte Kellerlüftung wäre nachzudenken.

  4. Antwort

    Danke schonmal für die Einschätzungen.

    Eine Injektion wurde bereits in der Vergangenheit augenscheinlich vergeblich versucht. Hierbei wurde dem Vorbesitzer wohl ein Produkt aufgeschwatzt.

    Macht es wirklich Sinn, dass man die BoPla ausschachtet und eine neue einbringt die wasserdicht abschließt zu einer Horizontalsperre innerhalb der Außenwände? Zusätzlich eine Vertikalsperre als schwarze Wanne von außen da wo möglich?

    Oder kann man auch einfach auf der alten, nassen BoPla aufsetzen mit der Abdichtung und entsprechend darauf aufbauen?

    Aktuell wird die Feuchtigkeit durch die durchgehende Betonkellerdecke an den Wänden gebrochen. Die Wände im EGA sind trocken.

    Eine Kellersanierung ist notwendig, da sich hier schon einige Schimmelpilze gebildet haben. Daher stellt sich für mich nicht die Frage ob der Keller saniert werden sollte, sondern eher die Frage 'wie'. :)

    Kann jemand eine Einschätzung - grobe Hausnummer - geben, wie viel die Einzelmaßnahmen kosten sollten. Natürlich basierend auf Annahmen und Erfahrungswerten.

  5. nur der Keller?

    Das Haus ist ein Fass ohne Boden, die Außenwände sind schlecht gedämmt, das Dach ist marode, die Haustechnik schlecht und die Heizung alt. Überall das Werk von Heimwerkern und Pfuschern. Der Verkauf des Hauses ist Immobilienbetrug. Also bleibt nur abreissen und neu bauen, oder Sie lassen die Finger davon.

    Name:

    • Klaus Kirschner
  6. Oh

    Herr Kirschner war schon vor Ort und kennt das Haus?

    Naja. Für Kellertrockenlegung in einem alten Einfamilienhaus kann man schnell mal 25.000 - 35.000 Eur ausgeben.

  7. Es ist sicher sinnlos einen Maßkrug ...

    ... innen abzudichten, nur weil aussen im Sommer das Wasser runterläuft. Ich frage mich warum diese Meinung oft empfohlen wird: "da hilft nur aussen aufgraben und abdichten". Dabei ist es einfach nur logisch, dass wenn kein Wasser in den Keller eindringt, ausschlieslich Tauwasser ist!
    Der Boden/Wandbereich ist kalt und die Luft warm und feucht und somit "schwitzt die Oberfläche. Weitere Infos dazu auf meiner Homepage unter "Aktuell" nachzulesen. Klar ist auch bei Regen sinkt die Temperatur und die Luftfeuchte steigt an.

    Anhang:

    Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.
  8. Messmethoden

    @Bromm
    Diese Aussage ist grundsätzlich richtig. Welche spezielle Messmethode empfehlen Sie um nachzuweisen, ob es sich um Kondensation oder äußeren Feuchtigkeitseintrag handelt. Bitte auch Angabe, warum Sie diese Methode auswählen - danke!

  9. Nun Wiki hat sicher meine Seite besucht

    Welche Frage dazu ist denn dann noch offen?


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