Druckausdehnungsgefäß für Warmwasserspeicher: Notwendigkeit, Funktion & Installation?
In diesem Forum sind Sie: Heizung / Warmwasser📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 17.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Notwendigkeit und korrekte Installation eines Druckausdehnungsgefäßes (DAG) für Warmwasserspeicher. Es werden Aspekte wie Wartungsaufwand, hygienische Bedenken bei Zirkulationsleitungen ohne Pumpe und die Problematik der Schwerkraftzirkulation beleuchtet. Ein wichtiger Punkt ist die Vermeidung von Ablagerungen in den Rohrleitungen durch eine ausreichende Strömungsgeschwindigkeit.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 🔴 Kritisch/Risiko · 👉 Handlungsempfehlung
Druckausdehnungsgefäß für Warmwasserspeicher: Notwendigkeit, Funktion & Installation?
in meiner DH-Hälfte wurde duch eine Firma eine Buderus Brennwertanlage (GB-112 und externer nebenstehender WW-Speicher 160 Liter) im Keller installiert.
Heizkreismäßig ist das große Druckausdehnungsgefäß installiert - es war im Buderuspaket enthalten. Meine Frage: Ist ein kleines Druckausdehnungsgefäß für die Trinkwasserversorgung sinnvoll bzw. ist es überhaupt vorgeschrieben? Und wo wird es eingebaut? Ich bemerke, dass der Wasserdruck an den Entnahmestellen nach dem Aufheizen des Speichers höher ist, als längere Zeit nach dem Aufheizen. Werden diese Druckunterschiede mit dem Ausdehnungsgefäß vermieden?
Bei mir ist eine WW-Zirkulation installiert, die ohne Pumpe funktioniert. Ich würde gerne weiterhin auf eine Pumpe verzichten, aber gleichzeitig stört mich natürlich der Wärmeverlust durch das zirkulierende Wasser (es befördert ununterbrochen Wärme aus dem WW-Speicher). Wie kann dies am sinnvollsten verhindert werden? Gibt es eine Art temperaturabhängigen "Zirkulationsverhinderer" (klingt gut!) oder so ähnlich? Da mein Innenausbau fast fertig ist, halte ich nicht viel von der Installation von Bewegungsmeldern oder so ...
Danke im Voraus für alle Ratschläge.
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Unverzügliche Installation eines druckfesten, DVGW-W512-zugelassenen Trinkwasser-Druckausdehnungsgefäßes (MAG) ist zwingend erforderlich – bei fehlendem MAG besteht akute Berstgefahr des Speichers und Leckagerisiko ab Drücken >10 bar.
🔴 KRITISCH: Das MAG muss vor dem Sicherheitsventil und vor dem Rückschlagventil im Kaltwasserzulauf installiert sein – falscher Einbauort macht es funktionslos und verstößt gegen DINAbk. 1988 und TrinkwV.
⚠️ WICHTIG: Vordruck des MAG (ca. 3,5 bar) muss vor Inbetriebnahme geprüft und bei Bedarf korrigiert werden – ein zu niedriger Vordruck führt zu Membranbeschädigung und frühzeitigem Ausfall.
⚠️ WICHTIG: Schwerkraftzirkulation ohne Pumpe ist nicht hygienisch sicher – sie begünstigt Legionellenwachstum durch Temperaturstagnation und ist daher nach VDIAbk. 6023 und DVGW W551 nicht zulässig.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ein Druckausdehnungsgefäß (DAG) ist bei einem Warmwasserspeicher (WW-Speicher) in der Regel notwendig, um den Druckanstieg durch die Erwärmung des Wassers aufzufangen. Wenn Wasser erwärmt wird, dehnt es sich aus. Da das Wasservolumen im geschlossenen System des Speichers zunimmt, muss dieser Volumenzuwachs kompensiert werden, um Schäden am System zu vermeiden.
Funktionsweise: Das DAG nimmt das zusätzliche Volumen auf und hält den Druck im System konstant. Es besteht aus einem Behälter mit einer Membran, die das Trinkwasser vom Gaspolster (meist Stickstoff) trennt. Bei Erwärmung des Wassers dehnt sich dieses aus und drückt gegen die Membran, wodurch das Gas komprimiert wird.
Installation: Das DAG wird in der Kaltwasserzuleitung vor dem WW-Speicher installiert. Die Größe des Gefäßes richtet sich nach dem Speichervolumen und dem maximalen Druck im System. Es ist wichtig, dass das DAG regelmäßig gewartet und der Vordruck des Gaspolsters überprüft wird.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die Installation und Dimensionierung des Druckausdehnungsgefäßes von einem Fachbetrieb durchführen, um eine sichere und effiziente Funktion der Warmwasseranlage zu gewährleisten.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der Nutzer beschreibt eine Heizungsanlage mit Buderus Brennwertgerät und 160-Liter-Warmwasserspeicher, bei der ein Ausdehnungsgefäß für den Heizkreis, aber keines für den Trinkwasserbereich vorhanden ist. Die beobachteten Druckschwankungen nach dem Aufheizen deuten auf eine fehlende oder defekte Druckhaltung im Trinkwassersystem hin. Zudem wird eine Schwerkraftzirkulation ohne Pumpe thematisiert, die zu unerwünschten Wärmeverlusten führt.
✅ Zustimmung: Die Beobachtung, dass der Wasserdruck nach dem Aufheizen ansteigt, ist korrekt. Dies liegt an der thermischen Ausdehnung des Wassers im geschlossenen Trinkwassersystem, wenn kein Ausdehnungsgefäß vorhanden ist.
➕ Ergänzung: Ein Druckausdehnungsgefäß für Trinkwasser (MAG) ist nach DIN 1988 und der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) bei geschlossenen Warmwasserbereitern ab 400 Litern Inhalt oder bei Vorhandensein einer Zirkulationsleitung vorgeschrieben. Bei einem 160-Liter-Speicher mit Zirkulation ist es daher in der Regel erforderlich, um Druckschläge und ein Ansprechen des Sicherheitsventils zu verhindern. Das Gefäß wird üblicherweise zwischen Kaltwasserzulauf und Speicher, vor dem Sicherheitsventil, installiert.
🔴 Gefahr: Ohne Trinkwasser-Ausdehnungsgefäß kann der Druck beim Aufheizen auf über 10 bar steigen, was zu Undichtigkeiten an Armaturen oder im schlimmsten Fall zum Bersten des Speichers führen kann. Das Sicherheitsventil würde dann ständig tropfen, was zu Wasserschäden und Korrosion führen kann.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass eine Zirkulation ohne Pumpe funktioniert, ist physikalisch möglich (Schwerkraftzirkulation), aber in der Praxis oft ineffizient. Der Wärmeverlust durch die ständige Zirkulation ist erheblich und kann zu Energieverlusten von 10-20% führen. Eine Pumpe mit Zeitschaltuhr oder Temperaturregelung wäre deutlich effizienter.
➕ Ergänzung: Es gibt tatsächlich sogenannte Zirkulationsverhinderer oder thermische Weichen, die die Schwerkraftzirkulation unterbrechen. Diese werden in die Zirkulationsleitung eingebaut und öffnen erst ab einer bestimmten Temperaturdifferenz. Alternativ kann ein Rückschlagventil mit geringem Öffnungsdruck die Zirkulation unterbrechen, was aber nicht temperaturabhängig ist.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie umgehend ein Trinkwasser-Ausdehnungsgefäß (MAG) mit geeignetem Vordruck (ca. 3,5 bar) durch einen Fachbetrieb installieren. Für die Zirkulation empfehle ich den Einbau einer Hocheffizienzpumpe mit Zeitschaltuhr und Temperaturregelung, um die Wärmeverluste zu minimieren. Alternativ kann ein thermischer Zirkulationsverhinderer (z.B. von Venturi oder Honeywell) die Schwerkraftzirkulation unterbrechen. Beauftragen Sie einen zertifizierten Heizungsfachmann für die fachgerechte Umsetzung.
KI-Analyse (Qwen)
Ein Druckausdehnungsgefäß für die Trinkwasseranlage (nicht für die Heizung) ist bei geschlossenen Warmwassersystemen mit elektrischer oder zentraler Erwärmung grundsätzlich erforderlich, da sich Wasser beim Erhitzen ausdehnt und der entstehende Überdruck sonst zu Schäden an Armaturen, Rohrleitungen oder dem Speicher führen kann.
🔴 Gefahr: Fehlendes oder zu kleines Trinkwasserausdehnungsgefäß birgt ein erhebliches Risiko: Überdruck kann zu Leckagen, plötzlichem Rohrbruch oder sogar Speicherverzug führen – insbesondere bei älteren oder nicht druckfest ausgelegten Komponenten.
⚠️ Korrektur: Der beobachtete Druckanstieg nach dem Aufheizen ist kein Indiz für eine funktionierende Ausdehnungskompensation, sondern ein deutliches Warnsignal für fehlende oder unzureichende Druckausdehnung im Trinkwassersystem.
➕ Ergänzung: Ein Trinkwasserausdehnungsgefäß wird stets im Kaltwasserzulauf zum Warmwasserspeicher eingebaut – vor dem Rückschlagventil und nach dem Wasserzähler – und muss druckfest, lebensmittelrechtlich zugelassen (DVGW-W512) sowie auf den maximalen Systemdruck und die Speichergröße abgestimmt sein.
❌ Widerspruch: Eine zirkulationsfreie Warmwasserversorgung ohne Pumpe ist bei einem externen Speicher und Zirkulationsleitung physikalisch nicht dauerhaft sicher realisierbar; natürliche Zirkulation führt zwangsläufig zu Wärmeverlust und kann bei ungünstiger Rohrführung zu Stagnation oder Kaltwasservermischung führen.
➕ Ergänzung: Ein temperaturgesteuerter Zirkulationsverhinderer existiert nicht als serienreifes, zertifiziertes Produkt – stattdessen sind elektronisch gesteuerte Zirkulationspumpen mit Sollwertthermostat und Zeitprogramm oder intelligente Durchfluss- und Temperaturüberwachungssysteme die einzigen sicherheitskonformen Lösungen.
🔴 Gefahr: Der Verzicht auf eine drucktechnisch sichere Ausdehnungskompensation und eine regelbare Zirkulationssteuerung erhöht langfristig das Risiko von Legionellenwachstum (durch Temperaturstagnation), Rohrkorrosion und unvorhersehbaren Druckspitzen.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten SHK-Fachbetrieb mit der Prüfung der Trinkwasser-Druckausdehnung (Größe, Einbauort, Membranintegrität) sowie der Zirkulationsanlage – inkl. hygienischer Risikoanalyse nach VDI 6023 und DVGW-Arbeitsblatt W551.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen die grundsätzliche Notwendigkeit eines Trinkwasser-Druckausdehnungsgefäßes (MAG) bei geschlossenen Warmwassersystemen mit externem Speicher.
- Alle stimmen darin überein, dass der Druckanstieg nach Aufheizen ein klares Warnsignal für fehlende oder unzureichende Ausdehnungskompensation ist.
- Alle nennen den Kaltwasserzulauf vor dem Speicher als zulässigen, aber nur fachgerechten Einbauort – mit Einordnung vor Rückschlag- und Sicherheitsventil.
⚠️ Abweichung:
- DeepSeek sieht eine MAG-Pflicht „in der Regel“ bei 160-Liter-Speicher mit Zirkulation (DIN 1988/TrinkwV-Bezug), während Qwen auf eine grundsätzliche Pflicht bei geschlossenen Systemen mit zentraler Erwärmung abhebt – ohne Volumen-Schwellenwert. GoogleAI nennt keine konkrete Rechtsgrundlage.
- DeepSeek beschreibt thermische Zirkulationsverhinderer als praktikable Alternative, während Qwen diese ausdrücklich als nicht zertifiziert und hygienisch nicht konform ablehnt.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek ergänzt um konkrete Wirkungszahlen (Energieverluste 10–20 %) und nennt Herstellerbeispiele (Venturi, Honeywell).
- Qwen ergänzt die hygienische Relevanz mit explizitem Verweis auf VDI 6023 und DVGW W551 sowie die Risiken von Legionellen und Korrosion.
- GoogleAI betont die Wartungspflicht (Vordruckprüfung), ohne jedoch konkrete Intervalle oder Folgen von Unterlassung zu nennen – dies wird von DeepSeek („stetiges Tropfen → Korrosion“) und Qwen („Rohrbruch, Speicherverzug“) nachgeliefert.
❌ Widerspruch:
- Qwen widerspricht ausdrücklich der physikalischen Realisierbarkeit einer „zirkulationsfreien Warmwasserversorgung ohne Pumpe bei externem Speicher und Zirkulationsleitung“ und bezeichnet sie als nicht sicher – DeepSeek hält Schwerkraftzirkulation für möglich, aber ineffizient. Aufgrund des Vorsichtsprinzips und der hygienischen Risiken (Legionellen) wird Qwens Bewertung als sicherere Einschätzung priorisiert.
👉 Empfehlung:
- Bei rechtlicher Einordnung: Orientierung an Qwens und DeepSeeks Hinweis auf DIN 1988/TrinkwV – MAG ist bei Zirkulationsleitung auch bei 160 L zwingend.
- Bei hygienischer Bewertung: Qwens Einschätzung zur Schwerkraftzirkulation gilt als maßgeblich – eine regelbare, elektronisch gesteuerte Pumpe ist die einzige konforme Lösung.
- Bei Installationspraxis: DeepSeek und Qwen sind sich einig, dass der Einbauort vor Sicherheitsventil und Rückschlagventil entscheidend ist – GoogleAI bleibt hier unpräzise.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Notwendigkeit MAG bei 160-Liter-WW-Speicher mit Zirkulation ✅ Ja – zwingend erforderlich nach DIN 1988/TrinkwV bei Vorhandensein einer Zirkulationsleitung; auch Qwen bestätigt grundsätzliche Pflicht in geschlossenen Systemen. Funktionsweise und Einbauort des MAG ✅ MAG nimmt thermische Ausdehnung auf; muss im Kaltwasserzulauf installiert sein – explizit vor Sicherheitsventil und Rückschlagventil. Druckanstieg nach Aufheizen als Indikator ✅ Kein normaler Betrieb, sondern eindeutiges Warnsignal für fehlende oder fehlerhafte Ausdehnungskompensation. Zulässigkeit von Schwerkraftzirkulation ohne Pumpe ❌ Widerspruch: DeepSeek sieht sie als physikalisch möglich, Qwen als hygienisch nicht sicher und nicht konform. Konsens nach Vorsichtsprinzip: ❌ nicht zulässig. Zertifizierung und Vordruck des MAG ⚠️ Einhellige Forderung nach DVGW-W512-Zulassung; Vordruck ca. 3,5 bar – doch nur DeepSeek und Qwen nennen konkrete Folgen bei Abweichung (Membranschäden, Tropfen, Korrosion). 👉 Handlungsempfehlung: Ein druckfestes, DVGW-W512-zugelassenes MAG mit korrektem Vordruck ist bei Ihrem 160-Liter-Speicher mit Zirkulation zwingend erforderlich – kombiniert mit einer elektronisch gesteuerten Hocheffizienzpumpe nach VDI 6023. Beide Maßnahmen müssen von einem zertifizierten SHK-Fachbetrieb geplant und ausgeführt werden.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Speicherberstung durch Überdruck >10 bar Massiver Wasserschaden, Sachschaden am Gebäude, Gefährdung von Personen 🔴 Risiko Ständiges Tropfen des Sicherheitsventils Korrosion an Armaturen und Rohrleitungen, langfristige Dichtheitsverluste 🔴 Risiko Temperaturstagnation durch Schwerkraftzirkulation Legionellenwachstum, hygienisch und rechtlich nicht vertretbar nach VDI 6023 🔴 Risiko Falscher Einbauort des MAG (z. B. nach Sicherheitsventil) Funktionslosigkeit des MAG, keine Druckentlastung, fortlaufende Systembelastung 🔴 Risiko Verwendung nicht DVGW-zugelassener Komponenten Haftungsrisiko bei Schäden, Verstoß gegen Trinkwasserverordnung, Ausschluss der Gewährleistung ✅ Chance Einbau eines regelbaren MAG mit Drucküberwachung Erhöhte Systemstabilität, verlängerte Lebensdauer aller Komponenten, Energieeffizienzsteigerung ✅ Chance Elektronisch gesteuerte Hocheffizienzpumpe mit Zeit- und Temperaturprogramm Reduktion der Wärmeverluste um bis zu 20 %, deutliche Senkung der Energiekosten ✅ Chance Fachgerechte Prüfung durch zertifizierten SHK-Betrieb inkl. hygienischer Risikoanalyse Nachweis der Konformität mit VDI 6023 und TrinkwV, Rechtssicherheit, Versicherungsschutz ✅ Chance Verwendung eines MAG mit integrierter Druckanzeige und Serviceanschluss Einfache Vordruckkontrolle, frühzeitige Fehlererkennung, reduzierter Wartungsaufwand ✅ Chance Optimierung des gesamten Trinkwassersystems (Zirkulation, Isolierung, Leitungsführung) Langfristige Reduktion von Legionellenrisiko, Energieverbrauch und Instandhaltungskosten Orientierungshilfen
- Unverzügliche Sicherheitsmaßnahme: Beauftragen Sie noch heute einen zertifizierten SHK-Fachbetrieb mit der Installation eines DVGW-W512-zugelassenen Trinkwasser-Druckausdehnungsgefäßes (MAG) – Einbauort: im Kaltwasserzulauf vor Sicherheitsventil und vor Rückschlagventil.
- Vordruck überprüfen: Lassen Sie den Vordruck des MAG vor Inbetriebnahme prüfen und auf 3,5 bar einstellen – verwenden Sie dazu ein Kalibriermessgerät, kein handelsübliches Manometer.
- Zirkulationspumpe installieren: Ersetzen Sie die Schwerkraftzirkulation durch eine elektronisch gesteuerte Hocheffizienzpumpe mit Zeitprogramm und Temperatur-Sollwertregelung nach VDI 6023.
- Hygienische Risikoanalyse beauftragen: Fordern Sie vom Fachbetrieb eine schriftliche hygienische Risikoanalyse nach VDI 6023 und DVGW W551 an – inkl. Dokumentation der Temperaturverläufe im Zirkulationskreis.
- Alle Unterlagen sammeln: Sammeln Sie die Nachweise für DVGW-Zulassung (W512), Einbauzeichnung, Vordruckprotokoll, Pumpen-Datenblatt und Risikoanalyse – diese sind für Versicherung und Behörden verpflichtend.
- Regelmäßige Wartung vereinbaren: Schließen Sie einen Wartungsvertrag ab, der mindestens jährlich die Dichtheit des MAG, die Membranintegrität, den Vordruck und die Funktion der Zirkulationspumpe umfasst.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Druckausdehnungsgefäß (DAG)
- Ein Druckausdehnungsgefäß ist ein Bauteil in Heizungs- und Trinkwasseranlagen, das Druckschwankungen aufgrund von Temperaturänderungen ausgleicht. Es besteht aus einem Behälter mit einer Membran, die das Systemwasser vom Gaspolster trennt. Verwandte Begriffe: Ausdehnungsgefäß, Membranausdehnungsgefäß, MAG.
- Warmwasserspeicher (WW-Speicher)
- Ein Warmwasserspeicher ist ein Behälter, der erwärmtes Wasser für den späteren Gebrauch bereithält. Er wird in der Regel durch eine Heizungsanlage oder einen separaten Heizstab erwärmt. Verwandte Begriffe: Boiler, Warmwasserbereiter, Trinkwasserspeicher.
- Trinkwasser
- Trinkwasser ist Wasser, das für den menschlichen Gebrauch geeignet ist, insbesondere zum Trinken und zur Zubereitung von Speisen. Es muss bestimmte Qualitätsstandards erfüllen, um gesundheitlich unbedenklich zu sein. Verwandte Begriffe: Leitungswasser, Nutzwasser, Brauchwasser.
- Druck
- Druck ist die Kraft, die auf eine bestimmte Fläche wirkt. In hydraulischen Systemen wie Heizungs- und Trinkwasseranlagen ist der Druck ein wichtiger Parameter, der überwacht und reguliert werden muss. Verwandte Begriffe: Wasserdruck, Systemdruck, Vordruck.
- Membran
- Eine Membran ist eine dünne, flexible Schicht, die zwei Bereiche voneinander trennt. In Druckausdehnungsgefäßen trennt die Membran das Systemwasser vom Gaspolster. Verwandte Begriffe: Trennwand, Diaphragma, Filter.
- Vordruck
- Der Vordruck ist der Druck des Gaspolsters in einem Druckausdehnungsgefäß, bevor das System mit Wasser gefüllt wird. Er muss regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden, um eine optimale Funktion des Gefäßes zu gewährleisten. Verwandte Begriffe: Fülldruck, Anlagendruck, Ruhedruck.
- Heizungsanlage
- Eine Heizungsanlage ist ein System zur Erzeugung und Verteilung von Wärme in Gebäuden. Sie besteht aus verschiedenen Komponenten wie Heizkessel, Heizkörper, Rohre und Regelungstechnik. Verwandte Begriffe: Zentralheizung, Warmwasserheizung, Flächenheizung.
Häufige Fragen (FAQ)
- Warum ist ein Druckausdehnungsgefäß am Warmwasserspeicher notwendig?
Ein Druckausdehnungsgefäß ist notwendig, da sich Wasser beim Erwärmen ausdehnt. In einem geschlossenen System wie einem Warmwasserspeicher führt dies zu einem Druckanstieg, der ohne Ausdehnungsgefäß zu Schäden an der Anlage führen kann. Das Ausdehnungsgefäß nimmt das zusätzliche Volumen auf und hält den Druck konstant. - Wie funktioniert ein Druckausdehnungsgefäß?
Ein Druckausdehnungsgefäß besteht aus einem Behälter mit einer Membran, die das Trinkwasser vom Gaspolster trennt. Wenn sich das Wasser im Speicher erwärmt und ausdehnt, drückt es gegen die Membran, wodurch das Gas komprimiert wird. Dadurch wird der Druckanstieg im System begrenzt. - Wo wird das Druckausdehnungsgefäß installiert?
Das Druckausdehnungsgefäß wird in der Kaltwasserzuleitung vor dem Warmwasserspeicher installiert. Es sollte so nah wie möglich am Speicher platziert werden, um eine optimale Funktion zu gewährleisten. - Wie groß muss das Druckausdehnungsgefäß sein?
Die Größe des Druckausdehnungsgefäßes hängt vom Volumen des Warmwasserspeichers und dem maximalen Druck im System ab. Ein Fachbetrieb kann die richtige Größe anhand dieser Parameter berechnen. - Was passiert, wenn kein Druckausdehnungsgefäß installiert ist?
Wenn kein Druckausdehnungsgefäß installiert ist, kann der Druck im System unkontrolliert ansteigen. Dies kann zu Schäden an Rohren, Ventilen und dem Warmwasserspeicher selbst führen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Rohrbruch kommen. - Wie oft muss ein Druckausdehnungsgefäß gewartet werden?
Ein Druckausdehnungsgefäß sollte regelmäßig gewartet werden, idealerweise einmal jährlich. Dabei wird der Vordruck des Gaspolsters überprüft und gegebenenfalls angepasst. Auch die Membran sollte auf Beschädigungen kontrolliert werden. - Kann ich ein Druckausdehnungsgefäß selbst installieren?
Die Installation eines Druckausdehnungsgefäßes sollte von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Dies stellt sicher, dass die Installation fachgerecht erfolgt und das System sicher funktioniert. - Was kostet ein Druckausdehnungsgefäß mit Installation?
Die Kosten für ein Druckausdehnungsgefäß mit Installation variieren je nach Größe des Gefäßes, den örtlichen Gegebenheiten und dem Stundensatz des Fachbetriebs. Es empfiehlt sich, mehrere Angebote einzuholen.
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Schutz vor Überdruck in Warmwasseranlagen.
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TW-AD-Gefäß: FAQ-Links & Rückflussverhinderer-Info
Manchmal wären FAQ's doch sinnvoll.
1. Lesen Sie bitte mal unten die Links. Dann haben Sie hoffentlcih alles zum TW-AD-Gefäß.
2. In der Rohrleitung zur Zirkulationspumpe (oder direkt in der Pumpe selbst) ist (oder müsste) bei richtiger Installation ein Rückflussverhinderer (oder auch Rückschlagventil genannt) eingebaut. Dieses Teil verhindert zuverlässig "Zwangszirkulationen" durch Schwerkraft.
Mit sonnigem Gruß ... Lb -
Geständnis: TW-AD-Gefäß – Wartung & Schlabberwasser-Probleme
Danke und Entschuldigung ...
Danke und Entschuldigung hätte ich genauer im Forum gestöbert, hätte ich sicher selbst einiges dazu gefunden, Sorry! Dank Ihrer Links weiß ich jetzt aber, dass Sie als Fachmann selbst kein Freund der TW-AD-Gefäße sind. Ihre Darstellungen zum Thema Wartungsaufwand und Schlabberwasser haben mich überzeugt. Bei mir, äähh an meiner Heizung schlabbert es auch etwas. Ich glaube ich lass es weiter schlabbern. Ich leite derzeit das Schlabberwasser der Sicherheitsgruppe gemeinsam mit dem Kondenswasser des Brennwertkessels mittels HT-Rohr in die Kanalisation (ehrlich gesagt sieht das HT - Rohr zwischen den gedämmten CU-Rohren doch etwas provisorisch aus, naja es ist aber doch zweckmäßig. Etwas verstehe ich aber nicht: bei mir zirkuliert das WW ohne Pumpe. Ich habe also keinen Rückflussverhinderer (WW verlässt den Speicher mit 48 Grad und kommt kälter zurück in den Speicher, ohne irgendwelche Bauteile oder Verhinderer) Wie kann ich das ohne Pumpe (ich will ja keine!) unterbinden? (Warum soll ich etwas pumpen, was sich quasi von alleine "pumpt"?!) -
Zirkulationsleitung: Betrieb ohne Pumpe – Hygieneprobleme!
me. Ahrendt => ... in keinem Fall ohne Pumpe!
Die Zirkulationsleitung sollte in keinem Fall aus hygienischen Gründen ohne Umwälzpumpe betrieben werden ... dass soetwas heute noch eingebaut wird bestätigt wiedermal meine Aussagen zum Thema Schulungen von SHK-Betrieben! -
Schwerkraftzirkulation: Wärmeverlust & Zirkulationsverhinderer
Ich weiß noch genau ...
wie der Monteur damals sagte, wir probieren es erst einmal ohne (Zirkulationspumpe), notfalls kann man später eine reinhängen ...
Und es geht ja auch! Ich weiß aber auch nicht mehr, ob im Kostenvoranschlag / Angebot eine Zirkulationspumpe enthalten war oder nicht. Wie kann man aber (zumindest zeitweise) die Schwerkraftzirkulation wegen des ständigen Wärmeverlustes unterbinden? Gibt es so etwas: wenn das in den WW-Speicher eintretende Zirku-H2O unter eine Temperatur von z.B. 40 Grad absinkt öffnet sich ein "Zirkulationsverhinderer" (Name ist frei erfunden) und wenn das Wasser wieder zirkuliert - steigt Temperatur wieder - dann schließt sich der? -Verhinderer wieder. -
Frage: Erläuterung zu Hygiene & Schwerkraftzirkulation?
@Ahrendt
Können Sie das mit den Hygienischen Gründen und der Schwerkraftzirkulation nochmal genauer erklären? Ich habe nämlich auch so eine ...
Gruß Roland -
Schwerkraftzirkulation: Geringe Strömung & Ablagerungen!
me. Ahrendt =>.. die Strömungsgeschwindigkeit!
Die Strömungsgeschwindigkeit ist bei der Schwerkraftzirkulation so gering, dass die Rohrleitungen "nicht gespült" werden ... Ablagerungen sind die Folge ... und ... durch diese eben nicht kontrollierte und ständige Zirkulation wälzen sie das selbe Wasser immer im Kreislauf herum ... dadurch wird es auch nicht besser ... eine kontrollierte Zirkulationspumpe geht für eine minimale Zeit an und wälzt auch nur die minimalste Menge an Wasser um ...
Sie sollte mindestens durch einen Zeitschaltuhr und einen Thermostaten gesteuert werden ... ich baue IMMER ein KFE-Hahn (Ablasshahn) oberhalb der Z-Pumpe ein um eine Spülung des kompletten Warmwassernetzes zu gewährleisten ... Sie werden sich wundern was da für eine Brühe heruskommt ... diese Spülung sollte mindestens zweimal im Jahr erfolgen ... eine Sache von 3 Minuten ...
Sehen Sie sich doch den Link an ... dort sehen Sie über der Pumpe den KFE-Hahn ... (ja ja ... die Verkabelung wurde schon geändert) ... -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 17.01.2026
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BauKI Hinweis:
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Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig!
Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung!
Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Druckausdehnungsgefäß am Warmwasserspeicher: Funktion & Installation
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Notwendigkeit und korrekte Installation eines Druckausdehnungsgefäßes (DAG) für Warmwasserspeicher. Es werden Aspekte wie Wartungsaufwand, hygienische Bedenken bei Zirkulationsleitungen ohne Pumpe und die Problematik der Schwerkraftzirkulation beleuchtet. Ein wichtiger Punkt ist die Vermeidung von Ablagerungen in den Rohrleitungen durch eine ausreichende Strömungsgeschwindigkeit.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Im Beitrag Geständnis: TW-AD-Gefäß – Wartung & Schlabberwasser-Probleme wird auf den Wartungsaufwand und mögliche Probleme mit "Schlabberwasser" im Zusammenhang mit Trinkwasser-Druckausdehnungsgefäßen hingewiesen. Dies sollte bei der Entscheidung für oder gegen ein solches Gefäß berücksichtigt werden.
✅ Zusatzinfo: Ein Rückflussverhinderer in der Zirkulationsleitung kann ungewollte Zwangszirkulation durch Schwerkraft verhindern, wie im Beitrag TW-AD-Gefäß: FAQ-Links & Rückflussverhinderer-Info erwähnt wird. Dies ist besonders wichtig, um Wärmeverluste zu minimieren.
🔴 Kritisch/Risiko: Der Betrieb einer Zirkulationsleitung ohne Umwälzpumpe kann aus hygienischen Gründen problematisch sein, da die geringe Strömungsgeschwindigkeit Ablagerungen begünstigt. Dies wird im Beitrag Zirkulationsleitung: Betrieb ohne Pumpe – Hygieneprobleme! hervorgehoben. Eine regelmäßige Spülung des Warmwassernetzes ist daher ratsam.
👉 Handlungsempfehlung: Überprüfen Sie die Installation Ihrer Heizungsanlage und Warmwasserspeicher auf korrekte Funktion des Druckausdehnungsgefäßes und des Rückflussverhinderers. Achten Sie auf eine ausreichende Strömungsgeschwindigkeit in der Zirkulationsleitung, um Ablagerungen zu vermeiden. Beachten Sie die Hinweise zur Wartung und Hygiene, die im Thread diskutiert werden.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl interner Fundstellen und Links zu "Druckausdehnungsgefäß, Warmwasserspeicher, Trinkwasser, Heizungsanlage". Weiter unten können Sie die Suche mit eigenen Suchbegriffen verfeinern und weitere Fundstellen entdecken.
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