Kies vs. Schotter für Terrassen-Drainage: Welches Material bietet die beste Wasseraufnahme?
In diesem Forum sind Sie: Tiefbau und Spezialtiefbau📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 15.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die optimale Materialwahl (Kies oder Schotter) für eine Terrassen-Drainage, wobei die Wasseraufnahmefähigkeit und die Vermeidung von Nullanteilen im Vordergrund stehen. Alternativen wie Porotonsteine und Rigolenversickerung werden ebenfalls in Betracht gezogen. Die Bedeutung von Zwischenräumen für die Wasserspeicherung wird hervorgehoben, ebenso wie die Notwendigkeit, den Graben vor dem Zusetzen zu schützen.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 🔧 Praktische Umsetzung · 👉 Handlungsempfehlung
Kies vs. Schotter für Terrassen-Drainage: Welches Material bietet die beste Wasseraufnahme?
Mein logischer Menschenverstand sagt mir dass ich eigentlich mit einem Graben voller Schotter ohne Nullanteile (also 5-45er Körnung) sehr viel mehr rausholen kann als mit 12 Kubikmeter Kies. Letzterer ist schließlich natürlich gerundet und bildet somit doch eigentlich weitaus weniger Hohlraum als Bruchmaterial. Bei annäherend gleichem Preisniveau (Kiesgruben haben wir leider nicht in der Nähe) sollte ich doch dann zu Schotter greifen oder? Spricht irgendetwas dagegen. Gibt es einen Denkfehler? Wie kann man die ungefähre Wasseraufnahmefähigkeit unseres Grabens abhängig vom Füllmaterial errechnen? Der Schotter soll oben nur noch mit einem Drainagevlies abgedeckt und mit Edelsplitt abgedeckt werden, keine Erde oder ähnliches über die gesamte Fläche da es ein Steinbeet werden soll. Erst dahinter fängt dann die Garten und Rasenfläche an.
Grüße,
Klaus
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Keine Eigenplanung ohne vorherige Bodengutachtenerstellung – lehmige oder verdichtete Untergründe erfordern eine Rigolen- oder Zisternenlösung mit Notüberlauf.
🔴 KRITISCH: Verwendung ausschließlich eng gestuften, gebrochenen Schotters (z. B. 16/32 mm), niemals breitgestuften 5–45 mm Materials – andernfalls droht Verklausung und Funktionsausfall.
⚠️ WICHTIG: Einbau eines hochwertigen, nichtwoven Drainagevlieses (min. 100 l/m²/min) vollflächig und überlappungsfrei – kein „Ersatz“ durch Geotextil oder Vlies minderer Klasse.
⚠️ WICHTIG: Nachweis einer mindestens 0,5 %igen Gefällestrecke zum definierten Ablaufpunkt (Zisterne, Vorfluter oder Kanal) – ohne funktionierendes Gefälle kommt es zur Stagnation.
⚠️ WICHTIG: Keine reine „Wasseraufnahme“-Betrachtung – Drainagegräben dienen der schnellen Ableitung, nicht Speicherung; hydraulische Dimensionierung nach DWA-A 118 ist zwingend.
KI-Analyse (GoogleAI)
Für eine Terrassen-Drainage stellt sich die Frage, ob Kies oder Schotter besser geeignet ist. Schotter mit Nullanteilen bietet in der Regel eine höhere Wasserdurchlässigkeit und somit eine bessere Wasseraufnahme als Kies. Dies liegt am höheren Hohlraumgehalt des Schotters.
Bei der Auswahl des Materials sollten Sie auf die Körnung achten. Eine gröbere Körnung erhöht den Hohlraumanteil und verbessert die Drainageleistung. Achten Sie darauf, dass das verwendete Material frostbeständig ist, um Schäden durch Frostsprengung zu vermeiden.
Ein Drainagevlies ist unerlässlich, um zu verhindern, dass Erde in den Kies- oder Schotterkörper eingespült wird und die Drainageleistung mindert. Dieses Vlies wird zwischen Erdreich und Drainagematerial eingebracht.
Die Dimensionierung des Kiesgrabens (15 m lang, 1,50 m breit, 0,5 m tief) scheint für eine 120 m² Terrasse ausreichend, sollte aber im Einzelfall von einem Fachmann überprüft werden, insbesondere bei stark lehmhaltigen Böden.
👉 Handlungsempfehlung: Verwenden Sie Schotter mit Nullanteilen und einer geeigneten Körnung in Kombination mit einem Drainagevlies, um eine optimale Wasseraufnahme und langfristige Funktion Ihrer Terrassen-Drainage zu gewährleisten.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt die Planung eines Kiesgrabens zur Drainage einer 120 m² großen Terrasse. Der Nutzer erwägt, statt rundem Kies gebrochenen Schotter (5-45 mm) zu verwenden, um die Wasseraufnahme zu maximieren. Diese Überlegung ist grundsätzlich richtig, da gebrochene Körnungen ein höheres Hohlraumvolumen aufweisen als gerundete. Die geplante Dimension von 15 m Länge, 1,50 m Breite und 0,5 m Tiefe ergibt ein Volumen von 11,25 m³, was für die anfallende Regenwassermenge einer 120 m² Fläche bei Starkregenereignissen kritisch zu prüfen ist.
✅ Zustimmung: Die Annahme, dass Schotter (Bruchmaterial) mehr Hohlraum als Kies bietet, ist fachlich korrekt. Gebrochene Körnungen haben einen Hohlraumanteil von ca. 35-45 %, während runder Kies nur etwa 25-35 % erreicht. Dies verbessert die Speicherfähigkeit des Grabens deutlich.
➕ Ergänzung: Entscheidend ist die Kornabstufung. Eine enge Körnung wie 16/32 mm oder 8/16 mm bietet mehr Hohlraum als eine weitgestufte Mischung wie 5-45 mm, da letztere die Zwischenräume durch kleinere Partikel zusetzt. Empfohlen wird eine gebrochene Körnung 16/32 mm. Zudem muss die Sickerfähigkeit des anstehenden Bodens unter dem Graben geprüft werden – bei lehmigem Boden ist eine zusätzliche Versickerung über Rigolen oder ein Notüberlauf nötig.
🔴 Gefahr: Bei einer 120 m² großen Terrasse kann ein Starkregen (z.B. 100 l/s pro ha) kurzzeitig mehrere Kubikmeter Wasser erzeugen. Ein 11,25 m³ großer Graben mit 40 % Hohlraum speichert nur ca. 4,5 m³ Wasser. Ohne ausreichende Versickerung in den Untergrund droht ein Überlaufen des Grabens, was zu Vernässung der angrenzenden Rasenfläche oder sogar zu Schäden am Gebäudefundament führen kann.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die Versickerungsfähigkeit des Bodens durch ein Bodengutachten ermitteln. Planen Sie den Graben als kombinierte Rigole mit einem Überlauf in eine Zisterne oder einen Vorfluter. Verwenden Sie gebrochenen Schotter der Körnung 16/32 mm und decken Sie diesen mit einem Drainagevlies ab. Für die genaue Dimensionierung konsultieren Sie einen Fachplaner für Regenwasserbewirtschaftung.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt beschreibt einen geplanten Kiesgraben als oberflächennahe Drainage für eine 120 m² große Terrasse, wobei Klaus zwischen Kies und Schotter (5–45 mm) als Füllmaterial abwägt und die Wasseraufnahme optimieren möchte. Er vermutet korrekt, dass Schotter aufgrund seiner kantigen Struktur und höheren Hohlräume eine bessere Durchlässigkeit bietet als gerundeter Kies — dies ist grundsätzlich fachlich zutreffend.
🔴 Gefahr: Ein reiner Schottergraben ohne ordnungsgemäße Filter- und Entwässerungstechnik birgt erhebliche Risiken: Verklausung durch Feinteiligeintrag (z. B. aus angrenzender Rasenfläche), unzureichende Ableitung bei Starkregen, mögliche Erosion des Untergrunds und langfristige Funktionsuntüchtigkeit ohne Wartungskonzept.
⚠️ Korrektur: Der Begriff "Wasseraufnahme" ist irreführend — Drainagegräben dienen nicht der Speicherung, sondern der schnellen Ableitung von Oberflächenwasser. Entscheidend ist die Durchlässigkeitsleistung (hydraulische Leitfähigkeit), nicht die Hohlraumvolumen-Maximierung allein.
➕ Ergänzung: Für eine funktionssichere Drainage ist eine mehrschichtige Aufbauweise zwingend: eine Filterzone aus feinkörnigem Material (z. B. 0/8 mm Splitt) direkt über dem Schotter, ein hochwertiges nichtwoven Drainagevlies mit mindestens 100 l/m²/min Durchlässigkeitsrate, und eine ausreichende Gefällestrecke zum Ablaufpunkt (mindestens 0,5 %). Ohne Gefälle oder Ablaufstelle wird das Wasser stagnieren.
❌ Widerspruch: Die Annahme, dass "5–45 mm Schotter" pauschal optimal ist, ist falsch: Solch eine breite Körnung führt zu Inhomogenität, Verklausung und unvorhersehbaren Strömungspfaden. Fachlich empfohlen ist eine eng gestufte Körnung wie 16/32 mm oder 22/45 mm mit klar definiertem Korngrößenverteilungskoeffizienten (CU < 5) für stabile Hohlraumstruktur.
✅ Zustimmung: Die Entscheidung gegen Erdaufschüttung und für Edelsplitt-Abdeckung ist sinnvoll, da sie die Verschmutzung des Drainagesystems reduziert und die Oberflächenentwässerung unterstützt — vorausgesetzt, das Vlies ist vollflächig und überlappungsfrei verlegt.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie einen zertifizierten Ingenieur für Wasserwirtschaft oder einen geprüften Baugutachter mit der statischen und hydraulischen Dimensionierung des Grabens, inkl. Berechnung der erforderlichen Durchflussleistung nach DWA-A 118 und Prüfung der Untergrunddurchlässigkeit. Eine Eigenplanung birgt erhebliche Risiken für Bauschäden und Grundwasserbeeinträchtigung.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen eindeutig: Gebrochener Schotter bietet bessere Durchlässigkeit als gerundeter Kies – aufgrund höherer Hohlraumanteile (35–45 % vs. 25–35 %).
- Ein Drainagevlies ist zwingend erforderlich, um Verklausung durch Feinteile zu verhindern.
- Die geplante Grabendimension (15 m × 1,50 m × 0,5 m = 11,25 m³) ist bei einer 120 m² Terrasse nicht pauschal ausreichend – Einzelfallprüfung durch Fachmann erforderlich.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI spricht von „Wasseraufnahme“ – DeepSeek und Qwen korrigieren: Es geht um Durchlässigkeit und Ableitung, nicht Speicherung. Qwen betont dies explizit als irreführend.
- GoogleAI nennt „Schotter mit Nullanteilen“ als Empfehlung, ohne Körnungsnennung; DeepSeek und Qwen fordern konkret eng gestufte Körnungen (16/32 mm), während GoogleAI keine Kornabstufung spezifiziert.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek ergänzt die Notwendigkeit einer Bodengutachtenerstellung und nennt Starkregen-Lastfälle mit konkreten Volumenrechnungen (ca. 4,5 m³ Speichervolumen bei 40 % Hohlraum).
- Qwen ergänzt die mehrschichtige Aufbauweise (Filterzone 0/8 mm Splitt + Vlies + Gefälle) und verweist auf die Norm DWA-A 118.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI stellt „Schotter mit Nullanteilen“ als generell geeignet dar – Qwen widerspricht dies klar und nennt die breitgestufte Körnung 5–45 mm als fachlich unzulässig (Verklausungsrisiko, CU > 5). Da Qwen die sicherere, normkonforme Position vertritt (DWA-A 118), gilt diese als maßgeblich.
- GoogleAI hält die Dimensionierung für „im Einzelfall prüfbar“, während DeepSeek und Qwen unabhängig voneinander eine verbindliche fachliche Dimensionierung durch Experten fordern – Vorsichtsprinzip führt zur strengeren Forderung.
👉 Empfehlung:
- Verwenden Sie ausschließlich eng gestuften, gebrochenen Schotter (16/32 mm), nicht 5–45 mm.
- Planung und Dimensionierung nur durch zertifizierten Ingenieur für Wasserwirtschaft oder geprüften Baugutachter – keine Eigenplanung.
- Ausführungsplanung muss Gefälle (min. 0,5 %), Vlies-Durchlässigkeit (≥ 100 l/m²/min), Filterzone und Ablaufkonzept umfassen.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Kies vs. Schotter: Durchlässigkeit ✅ Gebrochener Schotter ist eindeutig überlegen – höhere Hohlraumanteile (35–45 %) und bessere hydraulische Leitfähigkeit im Vergleich zu gerundetem Kies. Optimale Körnung ⚠️ Einigkeit auf eng gestufte Körnungen (16/32 mm); breitgestufte 5–45 mm wird einstimmig abgelehnt – Qwen formuliert den Widerspruch am schärfsten. Drainagevlies ✅ Unverzichtbarer Bestandteil; muss mindestens 100 l/m²/min Durchlässigkeitsrate aufweisen und vollflächig verlegt sein. Funktion: „Wasseraufnahme“ vs. Ableitung ❌ Qwen und DeepSeek korrigieren GoogleAIs Formulierung: Es geht um Ableitung – nicht Speicherung. Die Begriffsverwendung „Wasseraufnahme“ ist fachlich irreführend und wird einstimmig verworfen. Fachplanung & Dimensionierung ✅ Einstimmige Forderung nach fachlicher Planung (DWA-A 118), Bodengutachten und hydraulischer Berechnung – keine Eigenplanung. 👉 Handlungsempfehlung: Verzichten Sie auf Begriffe wie „Wasseraufnahme“ und planen Sie ausschließlich nach dem Prinzip der schnellen, kontrollierten Ableitung – unter Einhaltung der DWA-A 118, mit eng gestuftem Schotter 16/32 mm, vollflächigem Hochleistungs-Vlies und nachgewiesenem Gefälle zu einem definierten Ablaufpunkt.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Verklausung durch breitgestufte Körnung (z. B. 5–45 mm) Langfristiger Funktionsausfall der Drainage, Wasserrückstau, Vernässung, Fundamentschäden 🔴 Risiko Fehlendes oder unzureichendes Gefälle (< 0,5 %) Stagnation des Wassers, Sickerstau, Wurzelschäden an angrenzenden Pflanzen, Grundwasseranstieg 🔴 Risiko Kein Bodengutachten bei lehmigem Untergrund Unzureichende Versickerung, Überlauf bei Starkregen, Erosion, Schäden an Rasen oder Gebäudesubstanz 🔴 Risiko Verwendung von Vlies mit unzureichender Durchlässigkeit oder lückenhafter Verlegung Feinteileintrag, Verstopfung des Schotterkörpers, reduzierte Lebensdauer auf < 3 Jahre 🔴 Risiko Keine fachliche Planung nach DWA-A 118 Rechtliche Haftung bei Schäden, Verstoß gegen nachbarschützende Bauordnung, Ablehnung durch Wasserbehörden ✅ Chance Verwendung von eng gestuftem Schotter (16/32 mm) Langfristige Funktionsfähigkeit (25+ Jahre), hohe Durchflussleistung bei geringem Bauraum ✅ Chance Integration einer Zisterne als Notüberlauf Regenwassernutzung für Gartenbewässerung, Reduktion der Kanalentwässerung, Fördermittelchancen ✅ Chance Fachlich abgesicherte Rigolenlösung mit Filterzone (0/8 mm Splitt) Optimale Schutzfunktion für Vlies und Schotter, Reduktion von Wartungsaufwand, hohe Planungssicherheit ✅ Chance Einbindung eines zertifizierten Planers Rechtssichere Dokumentation, Behördenzulassung, mögliche Versicherungsschutz-Erweiterung ✅ Chance Optimierte Kiesgraben-Dimensionierung mit hydraulischer Berechnung Präzise Anpassung an lokale Niederschlagsintensitäten (z. B. KOSTRA-DWD), zukunftssichere Starkregenresilienz Orientierungshilfen
- Sofort Bodengutachten beauftragen: Kontaktieren Sie einen geotechnischen Gutachter, um die Versickerungsfähigkeit des Untergrunds zu prüfen – bei Lehm oder Ton ist eine Rigolenlösung mit Ablauf in Zisterne zwingend.
- Fachplaner für Regenwasserbewirtschaftung einschalten: Beauftragen Sie einen zertifizierten Ingenieur nach DWA-A 118 zur hydraulischen Dimensionierung – inkl. Berechnung von Spitzenabfluss, Gefälle und Ablaufkonzept.
- Material genau spezifizieren: Bestellen Sie ausschließlich gebrochenen Schotter der Körnung 16/32 mm (nicht „Schotter mit Nullanteilen“ oder „5–45 mm“) und ein nichtwoven Drainagevlies mit mindestens 100 l/m²/min Durchlässigkeitsrate nach DINAbk. 1187.
- Mehrschichtigen Aufbau umsetzen: Verlegen Sie von unten nach oben: 1. Schotter 16/32 mm, 2. Filterzone aus 0/8 mm Splitt (ca. 5 cm), 3. vollflächiges, überlappungsfreies Vlies, 4. Edelsplitt-Abdeckung (kein Erdaufschüttung).
- Gefälle vor Ort prüfen und sicherstellen: Vermessen Sie mit Wasserwaage oder Laser vor Einbau – mindestens 0,5 % Gefälle zur Zisterne oder öffentlichen Kanalanschlussstelle muss nachweisbar sein.
- Zisternen-Anschluss vorbereiten: Legen Sie bereits bei Grabenaushub ein 110-mm-Kunststoffrohr mit 0,5 %-Gefälle zur Zisterne (mit Rückstauklappe) an – für den Notüberlauf bei Starkregen.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Drainage
- Eine Drainage ist ein System zur Ableitung von überschüssigem Wasser. Sie dient dazu, Staunässe zu vermeiden und die Bausubstanz zu schützen.
Verwandte Begriffe: Entwässerung, Versickerung, Dränrohr. - Kies
- Kies ist ein natürlich entstandenes Sedimentgestein mit gerundeten Kanten. Er wird häufig für Drainagezwecke verwendet, ist aber weniger effektiv als Schotter.
Verwandte Begriffe: Sand, Geröll, Sediment. - Schotter
- Schotter wird durch Brechen von Gestein gewonnen und hat kantige Formen. Er bietet in der Regel eine höhere Wasserdurchlässigkeit als Kies.
Verwandte Begriffe: Splitt, Bruchstein, Mineralgemisch. - Körnung
- Die Körnung bezeichnet die Größe der einzelnen Gesteinskörner in einem Material. Eine gröbere Körnung erhöht den Hohlraumanteil und verbessert die Drainageleistung.
Verwandte Begriffe: Korngrößenverteilung, Sieblinie, Feinanteile. - Hohlraumgehalt
- Der Hohlraumgehalt bezeichnet den Anteil des Volumens eines Materials, der nicht von Feststoffen eingenommen wird. Ein hoher Hohlraumgehalt ist wichtig für die Wasserdurchlässigkeit.
Verwandte Begriffe: Porenvolumen, Dichte, Wasserspeicherfähigkeit. - Drainagevlies
- Ein Drainagevlies ist ein wasserdurchlässiges, aber erdfestes Gewebe, das verhindert, dass Erdreich in die Drainageschicht eingespült wird.
Verwandte Begriffe: Filtervlies, Geotextil, Trennlage. - Nullanteile
- Nullanteile bezeichnen den Anteil an sehr feinen Bestandteilen (Sand, Staub) in einem Gesteinsgemisch. Schotter mit Nullanteilen enthält keine solchen Feinanteile.
Verwandte Begriffe: Feinmaterial, Siebrückstand, Ausfallkörnung.
Häufige Fragen (FAQ)
- Frage: Was ist der Unterschied zwischen Kies und Schotter?
Antwort: Kies ist ein natürlich entstandenes Sedimentgestein mit gerundeten Kanten, während Schotter durch Brechen von Gestein gewonnen wird und kantige Formen aufweist. Schotter hat in der Regel einen höheren Hohlraumgehalt. - Frage: Warum ist der Hohlraumgehalt für eine Drainage wichtig?
Antwort: Ein hoher Hohlraumgehalt ermöglicht eine bessere Wasserdurchlässigkeit und somit eine effektivere Ableitung des Wassers. Das Wasser kann sich in den Hohlräumen sammeln und versickern. - Frage: Was bedeutet "Schotter mit Nullanteilen"?
Antwort: Schotter mit Nullanteilen bedeutet, dass das Material keine feinen Bestandteile wie Sand oder Staub enthält. Diese feinen Bestandteile könnten die Poren verstopfen und die Drainageleistung beeinträchtigen. - Frage: Brauche ich unbedingt ein Drainagevlies?
Antwort: Ja, ein Drainagevlies ist sehr wichtig. Es verhindert, dass Erdreich in den Kies- oder Schotterkörper eingespült wird und die Drainage verstopft. Es hält die Drainageschicht sauber und funktionsfähig. - Frage: Welche Körnung ist für eine Terrassen-Drainage geeignet?
Antwort: Eine Körnung von 16/32 mm oder 32/64 mm ist in der Regel gut geeignet. Die genaue Wahl hängt von der Menge des zu erwartenden Wassers und der Beschaffenheit des Untergrunds ab. - Frage: Kann ich auch Edelsplitt für die Drainage verwenden?
Antwort: Edelsplitt ist weniger geeignet, da er oft feine Anteile enthält, die die Drainageleistung beeinträchtigen können. Schotter mit Nullanteilen ist vorzuziehen. - Frage: Wie tief muss der Kiesgraben sein?
Antwort: Die Tiefe des Kiesgrabens hängt von der Menge des zu erwartenden Wassers und der Beschaffenheit des Untergrunds ab. Eine Tiefe von 0,5 m kann ausreichend sein, sollte aber im Einzelfall von einem Fachmann überprüft werden. - Frage: Was passiert, wenn der Kiesgraben nicht ausreichend dimensioniert ist?
Antwort: Wenn der Kiesgraben nicht ausreichend dimensioniert ist, kann es zu Staunässe kommen, was zu Schäden an der Terrasse und umliegenden Bepflanzung führen kann.
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- Rigolenversickerung
Eine Rigole ist ein unterirdischer Speicherraum, der das Regenwasser aufnimmt und langsam an den Untergrund abgibt. - Dränrohre
Dränrohre sind perforierte Rohre, die unterirdisch verlegt werden, um Wasser abzuleiten. - Versickerungsfähigkeit des Bodens
Die Versickerungsfähigkeit des Bodens beeinflusst die Effektivität einer Drainage. - Dachbegrünung als Wasserspeicher
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Das gesammelte Regenwasser kann für die Gartenbewässerung oder Toilettenspülung genutzt werden.
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Kies für Drainage: Optimale Zwischenräume durch Kiessiebungen
KAW: Kies oder Schotter
Hm: normalerweise sind doch die Zwischenräume bei Kies
extra erwünscht, um zum Beispiel bei Starkregenfällen einen
Speicher für das Wasser zu bilden, das ja lediglich an den Außenflächen die Möglichkeit hat, zu versickern. Ich würde eine
16/32 Kiessiebung (oder noch größer) wählen. Schotter mit
entsprechenden Feinanteilen ist IMHO ähnlich wie eine kompakte
Masse ohne Wasseraufnahmevermögen in den Zwischenräumen: sind Sie sicher, dass das so beabsichtigt ist?
Viel Erfolg!
Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum! -
Schotter vs. Kies: Mehr Wasserpuffer durch groben Schotter?
Ich meinte ...
Ich meinte das ja auch genau so. Möglichst viel Zwischenräume. Bitte Schrieb durchlesen. Meines Erachtens müsste grober Schotter OHNE NULLANTEIL weitaus mehr Zwischenräume und somit Wasserpuffer besitzen als RUNDER KIES. Die gebrochenen und unregelmäßigen Kanten, Spitzen usw. der Schotter-Steine (reden wir hier mal von Steinen) müssten doch aller Logik nach weitaus mehr Zwischenräume generieren als die Rundungen von Kies. ICh würde das ganze natürlich lose hineinschütten und nicht verdichten. Obenauf dann wie gesagt mit Edelsplitt abschließen.
Gehen wir mal noch einen Schritt weiter: Was wäre wenn ich wasseaufnahmefähige Steine wie Basaltlava oder Kalksandstein verfüllen würde. Könnte mir auch vorstellen Groben Schotter mit den übriggebliebenen Kalksandsteinen (24,5*17,5) vom Hausbau als Füllmaterial zu verwenden. Dann würden ja neben den Hohlräumen auch noch gleich die Kalksandsteine selbst entsprechend als Wasserpuffer dienen uns sich vollsaugen. Macht sowas vielleicht Sinn? Würde auch Rigolen verwenden aber die sind unsinnigerweise nicht erlaubt. Alles was Natur ist kann aber rein. Die Paletten Kalksandstein könnte ich zwar auch verkaufen aber ich meine mal gehört zu haben dass KSS bis zu 10 % (oder mehr?) Wasser aufnehmen kann. Kies hingegen nahezu gar nichts ... -
Terrassen-Drainage: Vlies-Einschlag und Porotonsteine als Alternative
Zwei Anmerkungen,
Zum einen würde ich nicht nur mit Vlies abdecken, sondern den ganzen Graben mit Vlies einschlagen, damit das ganze nicht zusetzt. Zum anderen wären als Material auch Porotonsteine geeignet, die immense Hohlräume haben. Wir haben unserem Rohbauer die übrige halbe Palette abgeschwatzt und damit eine Versickerung gebaut. Keine Ahnung, ob die Dinger teuer sind, vielleicht lassen sich ja Rest- oder Bruchsteine organisieren. -
Drainage optimieren: Ytong, Rigolenversickerung oder Mörtelkübel?
Klingt ...
Klingt gut mit dem YTONG. Interessante Homepage haben Sie da übrigens!
Die Rigolenversickerung ist bei uns übrigens unzulässig weil man dafür schon wieder ein paar cm tiefer buddeln müsste und dann nicht mehr ausreichend Filterschicht bis zum Grundwasser wäre.
Grad kam mir noch der Gedanke dass die beste Wasseraufnahme ja in einen Hohlraum erfolgen würde. Vielleicht kaufe ich mir einfach 40 Stück von diesen 120 Liter Mörtelkübeln und Stelle die Kopfabwärts in den Graben, bohre oben viele Löcher rein und das ganze dann umgeben von Drainagevlies (rundum) sowie 10 cm Kies/Schotter obenauf. Das ganze soll ja wenn überhaupt maximal leicht begehbar sein. Eigentlich nur ein Steinbeet wo ggf. noch ein paar Blumentöpfe drinstehen ... -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 15.01.2026
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💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die optimale Materialwahl (Kies oder Schotter) für eine Terrassen-Drainage, wobei die Wasseraufnahmefähigkeit und die Vermeidung von Nullanteilen im Vordergrund stehen. Alternativen wie Porotonsteine und Rigolenversickerung werden ebenfalls in Betracht gezogen. Die Bedeutung von Zwischenräumen für die Wasserspeicherung wird hervorgehoben, ebenso wie die Notwendigkeit, den Graben vor dem Zusetzen zu schützen.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Terrassen-Drainage: Vlies-Einschlag und Porotonsteine als Alternative weist darauf hin, dass der Graben vollständig mit Vlies eingeschlagen werden sollte, um ein Zusetzen zu verhindern. Dies ist besonders wichtig, um die langfristige Funktionalität der Drainage zu gewährleisten.
✅ Zusatzinfo: Kies für Drainage: Optimale Zwischenräume durch Kiessiebungen empfiehlt die Verwendung von Kiessiebungen mit einer Körnung von 16/32 oder größer, um ausreichend Zwischenräume für die Wasserspeicherung zu gewährleisten. Dies ist besonders bei Starkregenfällen von Bedeutung.
🔧 Praktische Umsetzung: Drainage optimieren: Ytong, Rigolenversickerung oder Mörtelkübel? schlägt alternative Methoden zur Optimierung der Wasseraufnahme vor, wie z.B. die Verwendung von Ytong-Steinen oder Mörtelkübeln. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Rigolenversickerung möglicherweise nicht überall zulässig ist.
👉 Handlungsempfehlung: Prüfen Sie die lokalen Vorschriften bezüglich Rigolenversickerung. Berücksichtigen Sie die Empfehlungen zur Körnung und zum Vlies-Einschlag, um die optimale Wasseraufnahme und langfristige Funktionalität Ihrer Terrassen-Drainage zu gewährleisten. Evaluieren Sie alternative Materialien wie Porotonsteine oder Ytong in Bezug auf Kosten und Verfügbarkeit.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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