Drainage beim Hausbau ohne Keller: Notwendigkeit, Alternativen & Kosten?
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Drainage beim Hausbau ohne Keller: Notwendigkeit, Alternativen & Kosten?
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Ich habe gerade in 871 gelesen, dass eine Drainage nicht unbedingt erforderlich ist.
Wir bauen auch ohne Keller und unsere Baubeschreibung der Entwässerung "endet" mit: "Dachrinne und Fallrohre aus Titan-Zinkblech, Standrohre aus LORO-x-Stahlabflussrohr mit Reinigungsöffnung. Traufausbildung mit Traufen-Montageband auf Kunststoffbasis"
Unter Standrohren wird man ja bestimmt die Rohre verstehen, die im Erdreich verschwinden (oder?)
Unser Boden ist Sandboden. Um unsere Erdgeschosssohle zu setzen wird ca. 20 cm Kies aufgeschüttet. Ich hat mir dann überlegt, da dann gleich die Drainage mit einbauen zu lassen.
Wenn man aber eine Drainage nicht braucht, um so besser.
Spühlt mir das Regenwasser am Endpunkt der Standrohre nicht Hohlräume ins Erdreich (mal laienhaft gefragt 🙂, da kommt ja doch ganz schön was an.
Tom
-
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Ich verstehe, dass Sie sich fragen, ob eine Drainage beim Hausbau ohne Keller notwendig ist. Die Notwendigkeit einer Drainage hängt stark vom Baugrund und der zu erwartenden Wassermenge ab.
Bei einem Sandboden, wie Sie ihn beschreiben, versickert Wasser in der Regel gut. Dennoch sollte man prüfen, ob Regenwasser, das von Dachrinnen und Fallrohren abgeleitet wird, sich möglicherweise an der Erdgeschosssohle staut oder in Hohlräume eindringt.
Eine Drainage kann sinnvoll sein, wenn:
- Der Boden trotz Sandanteils schlecht wasserdurchlässig ist.
- Das Gelände ein Gefälle zum Haus hin aufweist.
- Eine hohe Grundwasserbelastung vorliegt.
Alternativ zur klassischen Drainage können Sie auch über eine gute Traufausbildung und die Ableitung des Regenwassers über Fallrohre in ein Stahlabflussrohr mit Reinigungsöffnung nachdenken. Wichtig ist, dass das Wasser vom Haus weggeleitet wird.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie den Baugrund von einem Bodengutachter prüfen, um die Notwendigkeit einer Drainage zu beurteilen.
📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Drainage
- Eine Drainage ist ein System zur Ableitung von Wasser im Erdreich. Sie besteht in der Regel aus Rohren, die in einer Kiesschicht verlegt werden. Die Drainage soll verhindern, dass sich Wasser am Haus staut und Feuchtigkeitsschäden verursacht.
Verwandte Begriffe: Dränrohr, Sickerschacht, Entwässerung. - Traufausbildung
- Die Traufausbildung bezeichnet die Gestaltung des Dachrandes, der das Regenwasser auffängt und ableitet. Eine gute Traufausbildung sorgt dafür, dass das Wasser nicht an der Hauswand herunterläuft, sondern gezielt abgeleitet wird.
Verwandte Begriffe: Dachrinne, Fallrohr, Dachüberstand. - Fallrohr
- Ein Fallrohr ist ein Rohr, das das Regenwasser von der Dachrinne ableitet. Es ist in der Regel senkrecht an der Hauswand befestigt und leitet das Wasser in die Kanalisation oder eine andere Entwässerungseinrichtung.
Verwandte Begriffe: Dachrinne, Ablaufrohr, Regenwasserableitung. - Baugrund
- Der Baugrund ist der Boden, auf dem ein Haus gebaut wird. Seine Beschaffenheit ist entscheidend für die Stabilität des Hauses und die Notwendigkeit von Entwässerungsmaßnahmen. Ein Bodengutachten gibt Auskunft über die Eigenschaften des Baugrunds.
Verwandte Begriffe: Bodenbeschaffenheit, Tragfähigkeit, Bodengutachten. - Erdgeschosssohle
- Die Erdgeschosssohle ist die unterste Ebene des Erdgeschosses eines Gebäudes. Sie bildet den Übergang zum Baugrund und muss vor Feuchtigkeit geschützt werden.
Verwandte Begriffe: Bodenplatte, Fundament, Kellerdecke. - Sandboden
- Ein Sandboden ist ein Boden, der hauptsächlich aus Sand besteht. Er ist in der Regel gut wasserdurchlässig, kann aber auch wenig Nährstoffe speichern.
Verwandte Begriffe: Lehmboden, Tonboden, Bodenart. - Reinigungsöffnung
- Eine Reinigungsöffnung ist eine Öffnung in einem Rohrleitungssystem, die es ermöglicht, das Rohr bei Verstopfungen zu reinigen. Sie ist besonders wichtig bei Abwasserleitungen und Regenwasserableitungen.
Verwandte Begriffe: Revisionsschacht, Inspektionsöffnung, Rohrreinigung.
❓ Häufige Fragen (FAQ)
- Ist eine Drainage beim Hausbau ohne Keller immer notwendig?
Nein, eine Drainage ist nicht immer notwendig. Es hängt von der Beschaffenheit des Baugrunds, der Menge des anfallenden Regenwassers und der Art der Bebauung ab. Bei gut durchlässigen Böden und einer effektiven Ableitung des Regenwassers kann oft darauf verzichtet werden. - Welche Alternativen gibt es zur klassischen Drainage?
Alternativ zur klassischen Drainage können Sie eine gute Traufausbildung wählen, die das Wasser vom Haus wegleitet. Auch die Verwendung von Kies um das Haus herum kann helfen, das Wasser abzuleiten. Wichtig ist, dass das Wasser nicht direkt an der Hauswand versickert. - Was kostet eine Drainage?
Die Kosten für eine Drainage variieren je nach Umfang der Arbeiten und den verwendeten Materialien. Eine grobe Schätzung liegt zwischen 50 und 150 Euro pro laufendem Meter. Es ist ratsam, mehrere Angebote von Fachfirmen einzuholen. - Wie finde ich heraus, ob mein Baugrund eine Drainage benötigt?
Am besten lassen Sie ein Bodengutachten erstellen. Ein Bodengutachter kann die Wasserdurchlässigkeit des Bodens prüfen und Empfehlungen für oder gegen eine Drainage geben. Dies ist eine sinnvolle Investition, um spätere Bauschäden zu vermeiden. - Was passiert, wenn ich auf eine Drainage verzichte, obwohl sie notwendig wäre?
Wenn Sie auf eine Drainage verzichten, obwohl sie notwendig wäre, kann es zu Feuchtigkeitsschäden im Haus kommen. Dies kann zu Schimmelbildung, Schäden an der Bausubstanz und einem unangenehmen Raumklima führen. - Welche Rolle spielt die Traufausbildung bei der Entwässerung?
Die Traufausbildung spielt eine wichtige Rolle bei der Entwässerung, da sie das Regenwasser vom Dach auffängt und über Fallrohre ableitet. Eine gute Traufausbildung verhindert, dass das Wasser direkt an der Hauswand herunterläuft und dort versickert. - Was ist ein Stahlabflussrohr mit Reinigungsöffnung?
Ein Stahlabflussrohr mit Reinigungsöffnung ist ein Rohr, das das Regenwasser von den Fallrohren ableitet. Die Reinigungsöffnung ermöglicht es, das Rohr bei Verstopfungen zu reinigen. Dies ist wichtig, um einen reibungslosen Abfluss des Wassers zu gewährleisten. - Kann ich eine Drainage auch nachträglich einbauen?
Ja, eine Drainage kann auch nachträglich eingebaut werden. Dies ist jedoch in der Regel aufwendiger und teurer als der Einbau während des Hausbaus. Es ist wichtig, die Gegebenheiten vor Ort genau zu prüfen und gegebenenfalls einen Fachmann hinzuzuziehen.
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@Tom
Hallo!
Zum Procedere selbst:
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Sie haben das also durchaus richtig gemacht!
;-)) )
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-
Drainage Hausbau: Fachmann-Rat zu Standrohren gesucht!
:-)
Ich hoffe nicht, der Beitrag von Frau Tussing hat eventuelle Antworter verschreckt 🙂
Scherz beiseite, es würde mich wirklich freuen, wenn mal ein Fachmann einen Beitrag zu nichtunterkellerten Häusern, Drainage und Standrohren abgeben würde 🙂, da die Suchfunktion und Google auch nicht gerade viel bringen.
Besten Dank im Voraus! -
Regenentwässerung: Standrohr-Ende & Grundstücksentwässerung
Regenentwässerung
Die Standrohre enden doch nicht einfach im Erdreich - oder? Was steht denn im Grundstücksentwässerungsantrag? Anschluss an RW-Siel oder Versickerung auf dem Grundstück geplant? Wie groß ist die Versickerungsfähigkeit des Bodens? Wenn es damit keine Probleme gibt sollte die Versickerung jedenfalls ein Stück vom Haus entfernt erfolgen.
Freundliche Grüße -
Regenwasser versickern: Ableitung zu Sammler/Mulde
verschwinden
ist schön ausgedrückt. Ein Standrohr verschwindet im Erdreich und kommt an einem Abwassersammler oder Versickerungsschacht an. Oder es verschwindet eben nicht und endet in einer Versickerungsmulde (siehe Link).
Natürlich kann man das Regenwasser nicht einfach in die Erde leiten. Fragen Sie mal Ihren Architekt oder wer auch immer geplant hat wo das Regenwasser hingeht. -
Flächenentwässerung: Dachentwässerung ohne Kanalanschluss
Flächenentwässerung
Hallo,
erst einmal vielen Dank für die Antworten.
Ein Anschluss der Dachentwässerung an die Kanalisation ist nicht möglich, daher habe ich an eine Flächenentwässerung/Verrieselung gedacht.
Der Bau wird durch die Hausfirma geplant, deren Verantwortung aber an den Standrohren endet, heißt um den Rest muss ich mich selbst kümmern. Wenn man will, macht das die Hausfirma natürlich mit, aus Erfahrung weiß ich aber, dass derartige Arbeiten mit übermäßigem Aufschlag belegt sind 🙂
Daher dachte ich an "Selbstmachen". Bagger brauche ich sowieso für die Versorgungsleitungen.
Um das Dach zu entwässern, muss ich es ja irgendwie vom Haus weg bekommen. Versickerungsmulde ist wahrscheinlich die einfachste und billigste Variante, allerdings möchte ich es doch lieber unterirdisch 🙂
Das heißt, ich müsste hinter meinem Haus einen Versicherungsschacht oder Versickerungsbrunnen anlegen. Unser Grundwasser liegt bei ca. 6 bis 7 Meter und wir haben Sandboden.
Wie macht man so etwas am einfachsten? Wie groß muss die Versickerungsfläche sein (Da gibt es bestimmt Formeln, die Dachfläche und Boden berücksichtigen)? Oder bewegt sich die Summe für derartige Sachen noch in überschaubaren Rahmen, sodass man ein Tiefbau-Unternehmen (ich geh davon aus, dass das in diesen Bereich fällt) beauftragen sollte. Was kommt denn da so zirka zusammen?
Tom -
Anleitung zur Regenwasserversickerung: Linktipp!
hamsema
den Link oben genau durchgelesen und sich weitergeklickt?
Da ist Ihre Frage ziemlich genau beantwortet inkl. guter Anleitung zum Selber machen. -
Regenwasser versickern: Genehmigung der Gemeinde prüfen!
Hallo Tom
ist es in eurer Gemeinde überhaupt erlaubt, Regenwasser versickern zu lassen?
In deiner Baugenehmigung müsste doch was stehen, wie das geplant war. -
Drainage: Tipps zur Selbstbau-Mulde & Rigole – Danke!
Danke
Danke für die Tipps.
Im Bauantrag steht, dass das Regenwasser auf dem Grundstück versickert.
Den Selberbau-Mulden-Link 🙂 habe ich mir nochmal genau angeguckt und auch einiges zur Selbstbau-Rigole gefunden. Danke!
Tom -
Rigolenversickerung: Genehmigungsfähigkeit & Oberbodenschicht!
nochmal: Genehmigungsfähig?
Ich insistiere nochmal auf der Genehmigungsfähigkeit: Auch wenn die Versickerung auf dem Grundstück vorgeschrieben ist, heißt das noch nicht, dass die unterirdische Versickerung in Rigole oder Brunnen allein genehmigungsfähig wäre - gelegentlich muss das Wasser vorher eine belebte Oberbodenschicht durchsickern (z.B. Mulde, Mulde-Rigole etc. ...).
Diese Regelung macht eigentlich auch Sinn (nicht immer aber manchmal), weil in gut durchlässigen Böden keine ausreichende mechanische Filterleistung stattfindet, d.h. das Wasser landet aus der Rigole evtl. direkt im Grundwasser - mitsamt dem Dreck, der eingeschwemmt wird. Bei uns hier im Karst ist das Wasser oft schon nach Stunden an der nächsten Wasserfassung ... Im belebten Oberboden wird Wasser nicht nur länger zurückgehalten, sondern auch Schadstoffe abgebaut oder gebunden.
Kurioserweise hängt die Genehmigungsfähigkeit einer reinen Rigolenversickerung nicht von natürlichen, sondern von politischen Gegebenheiten ab. Unbedingt vorher nachfragen! -
Selbstbau-Rigole: Bezugsquellen für Geotextilvlies?
Geotextilvlies
So, ich beschäftige mich immer noch mit meiner Selbstbau-Rigole.
Boden ausheben, Rohre, 16/32-er Kies - alles ja nicht die Welt.
Zum Selbstbau benötigt man ja so ein Geotextilvlies, wo kann man denn sowas beziehen (Baumarkt, Direktanbieter, Raiffeisen?)
Gibt es das noch unter anderen Handelsbezeichnungen (Filtervlies vielleicht). Und ist Vlies gleich Vlies? 🙂
Für Tipps wäre ich dankbar. -
Alternative: Regenwasserversickerung mit Brunnenringen
Moin ich bin bei mir etwas anders vorgegangen ...
Moin,
ich bin bei mir etwas anders vorgegangen. Es galt von rund 300 m² Dachfläche das Regenwasser versickern zu lassen, sonst muss man bei uns dafür löhnen. Also habe ich mir 4 Brunnenringe a 25 cm hoch besorgt, eingraben, Deckel drauf, natürlich vorher die Zuleitungen angeschlossen, und fertig. Kostet nicht wirklich viel. Ach ja, einen Überlauf habe ich auch, der führt in den Teich, gleich daneben, umgekehrt genauso.
Getestet bei starkem Regen und zusätzlich Brunnenwasser eingeleitet, ca. 1500 ltr je Stunde. hat etwas 2 Stunden gedauert bis sich da mal Wasser aufstaute bzw. zu langsam versickerte. -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 16.01.2026
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Drainage beim Hausbau ohne Keller: Entwässerung & Versickerung
💡 Kernaussagen: Bei einem Hausbau ohne Keller ist die korrekte Entwässerung des Regenwassers entscheidend. Die Versickerung auf dem Grundstück ist oft vorgeschrieben, aber die Art der Versickerung (Rigole, Mulde, Brunnen) muss genehmigungsfähig sein. Die Versickerungsfähigkeit des Bodens (Sandboden) spielt eine wichtige Rolle. Alternativ zur Flächenentwässerung kann eine Rigole oder ein Versickerungsbrunnen gebaut werden.
⚠️️ Wichtiger Hinweis: Laut Rigolenversickerung: Genehmigungsfähigkeit & Oberbodenschicht! ist die unterirdische Versickerung in Rigole oder Brunnen nicht immer genehmigungsfähig. Oft ist eine belebte Oberbodenschicht (z.B. Mulde) erforderlich, um das Wasser vor der Versickerung zu filtern.
✅ Zusatzinfo: Der Beitrag Alternative: Regenwasserversickerung mit Brunnenringen beschreibt eine kostengünstige Alternative zur klassischen Rigole: die Versickerung mit Brunnenringen. Diese Methode kann besonders bei größeren Dachflächen (300 m²) interessant sein.
🔧 Praktische Umsetzung: Für den Selbstbau einer Rigole wird Geotextilvlies benötigt, um den Kies vor dem Verschlammen zu schützen. Bezugsquellen sind Baumärkte, Direktanbieter oder Raiffeisen (siehe Selbstbau-Rigole: Bezugsquellen für Geotextilvlies?). Es ist wichtig, die Genehmigungsfähigkeit der gewählten Methode vor Baubeginn zu klären (Regenwasser versickern: Genehmigung der Gemeinde prüfen!).
👉 Handlungsempfehlung: Klären Sie zunächst mit Ihrer Gemeinde, ob die Versickerung von Regenwasser überhaupt erlaubt ist und welche Anforderungen an die Versickerung gestellt werden. Fragen Sie Ihren Architekten oder die Hausfirma nach dem geplanten Ablauf der Regenentwässerung und holen Sie gegebenenfalls Angebote für die Umsetzung ein. Beachten Sie die Hinweise zur Genehmigungsfähigkeit der Versickerungsmethode (Rigolenversickerung: Genehmigungsfähigkeit & Oberbodenschicht!).
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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