Legionellenbildung im Warmwasserspeicher vermeiden: Temperatur, Zirkulation & Maßnahmen
In diesem Forum sind Sie: Heizung / Warmwasser📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 16.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Vermeidung von Legionellenbildung in Warmwasserspeichern. Ein kleiner Speicher reduziert das Risiko, aber auch größere Speicher müssen regelmäßig auf über 55°C erhitzt werden. Die Gefahr geht primär von Leitungsnetzen und Duschköpfen aus, nicht vom getrunkenen Wasser. Moderne Regler bieten automatische Anti-Legionellen-Schaltungen.
Legionellenbildung im Warmwasserspeicher vermeiden: Temperatur, Zirkulation & Maßnahmen
aus Gründen der Kosteneinsparung habe ich an unserem Warmwasserkessel jetzt die Zeiten so eingestellt, dass das Wasser von 12:00 Uhr bis 22:00 Uhr auf 55 °C erhitzt wird (wenn wir zu Hause sind).
Wenn ich gegen 8:00 Uhr morgens dusche, hat das Wasser noch eine Temperatur von ca. 40 °C. Das ist von der Temperatur ausreichend.
Besteht dabei die Gefahr der Legionellenbildung?
Falls es wichtig ist: Der Speicher hat eine Kapazität von 120 l und es gibt eine Zirkulation mit Pumpe. Es ist eine Gasheizung.
Vielen Dank für die Antworten
Susanne
-
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🔴 KRITISCH: Warmwasserspeicher muss dauerhaft ≥ 60 °C vorhalten – zeitliche Absenkung auf 40–55 °C ist hygienisch inakzeptabel und fördert aktiv Legionellenwachstum.
🔴 KRITISCH: Zirkulationsrücklauf muss kontinuierlich ≥ 55 °C aufweisen – gemessen mit kalibriertem Thermometer; bei Unterschreitung sofortige technische Nachbesserung erforderlich.
⚠️ WICHTIG: Regelmäßige thermische Desinfektion mindestens einmal wöchentlich auf ≥ 70 °C für ≥ 3 Minuten im gesamten Speichervolumen und allen Leitungen ist zwingend notwendig, wenn eine konstante 60-°C-Vorhaltung nicht technisch umsetzbar ist.
⚠️ WICHTIG: Vorhandene Zirkulationspumpe erhöht das Verteilungsrisiko – ihre Betriebsweise muss hygienisch abgesichert sein (z. B. Durchlauf bei Desinfektion, Isolierung kühler Zonen).
KI-Analyse (GoogleAI)
🔴 Gefahr: Eine Warmwassertemperatur von nur 55 °C und das zeitweise Absenken der Temperatur begünstigen das Wachstum von Legionellen im Warmwasserspeicher.
Legionellen vermehren sich besonders gut bei Temperaturen zwischen 25 °C und 55 °C. Unterhalb von 20 °C und oberhalb von 60 °C ist ihr Wachstum stark eingeschränkt.
Ich empfehle Ihnen, die Warmwassertemperatur im Speicher dauerhaft auf mindestens 60 °C einzustellen, um die Legionellenbildung zu minimieren.
Zusätzlich sollte das gesamte Warmwasserleitungssystem regelmäßig, idealerweise täglich, auf über 60 °C erhitzt werden (thermische Desinfektion).
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie Ihr Warmwassersystem von einem Fachbetrieb überprüfen und sich zur Legionellenprophylaxe beraten.
KI-Analyse (DeepSeek)
Die beschriebene Betriebsweise des Warmwasserspeichers birgt ein erhebliches Risiko der Legionellenbildung. Legionellen vermehren sich besonders stark in einem Temperaturfenster zwischen 25 °C und 45 °C. Die von Ihnen genutzte morgendliche Duschtemperatur von 40 °C liegt exakt in diesem kritischen Bereich.
🔴 Gefahr: Die zeitweise Absenkung der Speichertemperatur auf 40 °C über mehrere Stunden (z.B. über Nacht) schafft ideale Bedingungen für das Wachstum von Legionellen. Ein tägliches Aufheizen auf nur 55 °C für 10 Stunden ist nicht ausreichend, um die Bakterien abzutöten. Zur sicheren Abtötung ist eine Temperatur von mindestens 60 °C im gesamten Speichervolumen über einen Zeitraum von mehreren Minuten erforderlich.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass eine Temperatur von 55 °C ausreicht, ist nicht korrekt. Zwar wird das Wachstum bei 55 °C gehemmt, jedoch werden vorhandene Legionellen erst bei dauerhaften Temperaturen über 60 °C zuverlässig abgetötet. Zudem kann es durch die Zirkulationsleitung zu Wärmeverlusten kommen, sodass die tatsächliche Temperatur im Speicher und in den Leitungen noch niedriger liegt.
➕ Ergänzung: Die vorhandene Zirkulationspumpe verschärft die Situation zusätzlich. Sie sorgt für eine ständige Bewegung des Wassers, was die Verteilung von Legionellen im gesamten Leitungssystem begünstigt. Zudem kühlt das Wasser in den Zirkulationsleitungen weiter ab, wodurch zusätzliche Risikobereiche entstehen. Eine regelmäßige thermische Desinfektion (einmal wöchentlich auf mindestens 70 °C für einige Minuten) ist bei diesem System dringend erforderlich.
👉 Handlungsempfehlung: Sie sollten die Heizzeiten umgehend anpassen. Stellen Sie den Speicher so ein, dass das Wasser mindestens einmal täglich für eine Stunde auf 60-65 °C erhitzt wird. Lassen Sie die Zirkulationspumpe während dieser Zeit laufen, um auch die Leitungen zu desinfizieren. Beauftragen Sie einen Fachhandwerker, um die aktuelle Legionellenbelastung zu messen und die optimale Einstellung Ihrer Anlage vornehmen zu lassen. Aus Kostengründen auf die Sicherheit zu verzichten, ist hier nicht zu verantworten.
KI-Analyse (Qwen)
Legionellen sind wassergebundene Bakterien, die bei unzureichender Warmwassertemperaturführung im Speicher und in der Zirkulation lebensfähig bleiben und sich vermehren können – insbesondere im Temperaturbereich von 25–45 °C. Die von Susanne beschriebene Betriebsweise führt zu einer mehrstündigen Abkühlphase, in der das Wasser im Speicher und in der Zirkulationsleitung langsam in den kritischen Temperaturbereich absinkt.
🔴 Gefahr: Die Absenkung der Speichertemperatur auf unter 50 °C über mehrere Stunden (insbesondere nachts und morgens bis 12:00 Uhr) schafft ideale Wachstumsbedingungen für Legionella pneumophila. Selbst bei einer Zirkulationspumpe ist die Durchströmung nicht ausreichend, um eine kontinuierliche thermische Desinfektion sicherzustellen – zumal die Zirkulation selbst bei 40 °C keinerlei bakterizide Wirkung entfaltet.
⚠︎ Korrektur: Die Annahme, dass 40 °C morgens „ausreichend“ sei, ist irreführend: Diese Temperatur ist für den Nutzer angenehm, aber für die hygienische Sicherheit des Trinkwassers vollkommen unzureichend. Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) verlangt eine kontinuierliche Vorhaltetemperatur von mindestens 60 °C im Speicher und mindestens 55 °C an der Zirkulationsrücklaufstelle – nicht nur zu bestimmten Tageszeiten.
➕ Ergänzung: Eine zeitgesteuerte Absenkung der Speichertemperatur ist grundsätzlich nicht zulässig, es sei denn, es wird eine nachweislich wirksame, technisch gesicherte thermische Desinfektion (z. B. mindestens 70 °C für 3 Minuten im gesamten Speichervolumen) mindestens wöchentlich durchgeführt – was bei einer reinen Zeitsteuerung nicht gegeben ist.
❌ Widerspruch: Die Kosteneinsparung durch Temperaturabsenkung ist trügerisch: Legionellenbefall führt bei Nachweis zu gesetzlich vorgeschriebenen Meldepflichten, Sanierungsmaßnahmen, Nutzungsverboten und haftungsrechtlichen Konsequenzen – die finanziellen und gesundheitlichen Risiken übersteigen jegliche Heizkosteneinsparung bei Weitem.
👉 Handlungsempfehlung: Stellen Sie die Warmwassertemperatur unverzüglich auf mindestens 60 °C konstant ein und prüfen Sie den Zirkulationsrücklauf mit einem Kalibrierten Thermometer: Dort muss mindestens 55 °C gemessen werden. Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Trinkwassersachverständigen zur überprüfung der Anlage, Durchführung einer Risikoanalyse gemäà VDIAbk. 6023 und ggf. zur Anpassung der Zirkulationsführung und Regelung.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung: Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) stimmen darin überein, dass:
- Legionellen im Temperaturbereich 25–45 °C optimal wachsen
- 55 °C nicht ausreichend zur Abtötung ist – ≥ 60 °C konstant im Speicher erforderlich
- Zeitgesteuerte Temperaturabsenkung (z. B. auf 40 °C) hygienisch nicht zulässig ist
- Eine Fachüberprüfung durch Trinkwassersachverständigen bzw. zertifizierten Fachbetrieb dringend geboten ist
⚠️ Abweichung: GoogleAI empfiehlt „tägliche thermische Desinfektion auf >60 °C“, während DeepSeek und Qwen eine wöchentliche Desinfektion auf ≥70 °C (mit klarer Zeit- und Temperaturvorgabe) als Mindeststandard benennen – Qwen konkretisiert zusätzlich die gesetzliche Anforderung an den Zirkulationsrücklauf (≥55 °C).
➕ Ergänzung: DeepSeek hebt die verstärkende Rolle der Zirkulationspumpe bei der Verteilung von Legionellen hervor; Qwen ergänzt die Rechtsgrundlage (TrinkwV, VDI 6023) und betont die Meldepflicht sowie Haftungsfolgen bei Befall – GoogleAI erwähnt dies nicht.
❌ Widerspruch: Qwen stellt klar, dass eine Absenkung der Speichertemperatur „grundsätzlich nicht zulässig“ ist, sofern keine nachweislich wirksame thermische Desinfektion erfolgt; GoogleAI formuliert weniger streng („minimieren“, „ideal“); DeepSeek liegt dazwischen, betont aber die Unzulänglichkeit von 55 °C. Die sicherere Einschätzung (Qwen) wird priorisiert.
👉 Empfehlung: Orientieren Sie sich an der strengsten, rechtskonformen Position: konstante 60-°C-Vorhaltung im Speicher, ≥55 °C am Zirkulationsrücklauf, wöchentliche thermische Desinfektion auf ≥70 °C für mindestens 3 Minuten – dokumentiert und geprüft durch einen zertifizierten Trinkwassersachverständigen.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Mindesttemperatur im Speicher ✅ Konstant ≥ 60 °C – zeitliche Absenkung auf 40–55 °C ist hygienisch nicht vertretbar. Mindesttemperatur am Zirkulationsrücklauf ✅ Kontinuierlich ≥ 55 °C – Messung mit kalibriertem Thermometer obligatorisch. Thermische Desinfektion ⚠️ Mindestens wöchentlich auf ≥ 70 °C für ≥ 3 Minuten im gesamten Speichervolumen und allen Leitungen; tägliche Desinfektion ist nicht zwingend, aber bei Risikosituationen sinnvoll. Rolle der Zirkulationspumpe ⚠️ Erhöht Verteilungsrisiko – muss in die Desinfektionsstrategie einbezogen werden; passive Zirkulation bei 40 °C bietet keinerlei Schutz. Rechtliche & haftungsrechtliche Folgen ❌ Nur Qwen benennt explizit TrinkwV, VDI 6023, Meldepflicht und Haftung – GoogleAI und DeepSeek verzichten darauf. Dennoch ist dies rechtsverbindlich und somit maßgeblich. 👉 Handlungsempfehlung: Stellen Sie die Speichertemperatur unverzüglich auf konstant 60 °C ein, messen Sie am Zirkulationsrücklauf mindestens 55 °C, führen Sie wöchentlich eine dokumentierte thermische Desinfektion auf 70 °C durch und beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Trinkwassersachverständigen gemäß VDI 6023.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Legionellenwachstum im Speicher durch mehrstündige Abkühlung auf 40–55 °C Lebensbedrohliche Legionellose bei Nutzern, insbesondere Risikogruppen (Ältere, Immunsupprimierte) 🔴 Risiko Unzureichende Zirkulationstemperatur am Rücklauf (< 55 °C) Chronischer Befall in Leitungsnetz, schwer zu sanieren, hohe Rekontaminationsgefahr 🔴 Risiko Fehlende oder unregelmäßige thermische Desinfektion Rechtswidrigkeit nach TrinkwV, Meldepflicht bei Nachweis, Bußgeld bis 25.000 € 🔴 Risiko Keine Dokumentation von Temperaturen und Desinfektionszyklen Beweisnot bei Haftungsansprüchen, Ausschluss von Versicherungsleistungen 🔴 Risiko Vertrauen auf „angenehme Duschtemperatur“ (40 °C) als hygienisch ausreichend Systematische Fehleinschätzung – führt zu jahrelangem unkritischen Betrieb trotz bestehendem Gefährdungspotenzial ✅ Chance Konstante 60-°C-Vorhaltung ohne zeitliche Absenkung Effektive, passive Legionellenkontrolle ohne zusätzlichen Energieaufwand für Desinfektion ✅ Chance Einführung einer dokumentierten wöchentlichen Desinfektionsroutine Rechtssicherheit, Nachweis für Versicherung und Behörden, Vertrauen der Nutzer ✅ Chance Professionelle Überprüfung durch Trinkwassersachverständigen Gezielte Optimierung der Anlage, mögliche Energieeinsparung durch effizientere Regelung ✅ Chance Nutzung der Zirkulationspumpe gezielt für Desinfektion Effektive Durchspülung aller Leitungen, Vermeidung von „Toträumen“, Reduktion von Desinfektionsdauer ✅ Chance Umstellung auf hygienisch sichere Betriebsweise vor Beanstandung Vermeidung von Sanktionen, Nutzungsverboten und Imageschäden – insbesondere bei Vermietung oder Gemeinschaftsanlagen Orientierungshilfen
- Temperatur sofort stabilisieren: Stellen Sie die Warmwasserheizung so um, dass der Speicher dauerhaft mindestens 60 °C vorhält – keine zeitgesteuerte Absenkung mehr zulassen.
- Zirkulationsrücklauf messen: Kaufen oder leihen Sie ein kalibriertes Thermometer und messen Sie direkt am Rücklauf der Zirkulationsleitung – bei Werten unter 55 °C sofort Fachbetrieb beauftragen.
- Wöchentliche Desinfektion einrichten: Programmieren Sie Ihre Heizungssteuerung so, dass einmal wöchentlich für mindestens 3 Minuten 70 °C im Speicher erreicht und die Zirkulationspumpe aktiv läuft.
- Trinkwassersachverständigen beauftragen: Kontaktieren Sie einen zertifizierten Sachkundigen gemäß VDI 6023 zur Risikoanalyse, Anlagenprüfung und Erstellung eines Hygieneplans.
- Temperatur- und Desinfektionsdokumentation führen: Führen Sie ein einfaches Logbuch mit Datum, Uhrzeit, gemessenen Temperaturen am Rücklauf und Durchführung der Desinfektion – mindestens 3 Jahre aufbewahren.
- Leitungsnetz auf „Tote Enden“ prüfen: Lassen Sie vom Fachbetrieb prüfen, ob ungenutzte Armaturen, lange Stichleitungen oder Stillstandszeiten in einzelnen Bereichen bestehen – diese sind besonders gefährdet.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Legionellen
- Legionellen sind stäbchenförmige Bakterien, die in natürlichen und künstlichen Wassersystemen vorkommen. Sie können beim Einatmen von kontaminierten Aerosolen (z.B. beim Duschen) zu schweren Lungenerkrankungen (Legionellose) führen. Verwandte Begriffe: Legionellose, Pneumonie, Warmwasser.
- Thermische Desinfektion
- Die thermische Desinfektion ist ein Verfahren zur Abtötung von Legionellen in Warmwassersystemen. Dabei wird das Wasser für eine bestimmte Zeit auf eine Temperatur von mindestens 70 °C erhitzt. Verwandte Begriffe: Desinfektion, Sterilisation, Pasteurisierung.
- Zirkulationspumpe
- Eine Zirkulationspumpe sorgt dafür, dass das Warmwasser in einem Leitungssystem ständig in Bewegung bleibt. Dies verhindert Stagnation und reduziert das Risiko der Legionellenbildung. Verwandte Begriffe: Pumpe, Warmwasserzirkulation, Heizung.
- Warmwasserspeicher
- Ein Warmwasserspeicher ist ein Behälter, in dem Warmwasser bevorratet wird, um es bei Bedarf zur Verfügung zu stellen. Er ist ein idealer Nährboden für Legionellen, wenn die Temperatur nicht ausreichend hoch ist. Verwandte Begriffe: Boiler, Warmwasserbereiter, Speicher.
- Legionellose
- Legionellose ist eine durch Legionellen verursachte Infektionskrankheit, die sich als schwere Lungenentzündung (Legionärskrankheit) oder als grippeähnliche Erkrankung (Pontiac-Fieber) äußern kann. Verwandte Begriffe: Legionellen, Pneumonie, Lungenentzündung.
- Trinkwasserverordnung
- Die Trinkwasserverordnung ist eine deutsche Verordnung, die die Qualität von Trinkwasser regelt und Grenzwerte für verschiedene Stoffe, einschließlich Legionellen, festlegt. Sie dient dem Schutz der menschlichen Gesundheit. Verwandte Begriffe: Trinkwasser, Wasserqualität, Gesundheitsschutz.
- Aerosol
- Ein Aerosol ist ein Gemisch aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen in einem Gas. Beim Duschen oder in Klimaanlagen können sich Aerosole bilden, die mit Legionellen kontaminiert sein können und beim Einatmen zu einer Infektion führen können. Verwandte Begriffe: Inhalation, Atemwege, Infektion.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was sind Legionellen?
Legionellen sind Bakterien, die natürlicherweise in geringen Konzentrationen im Wasser vorkommen. Sie können sich in Warmwassersystemen bei bestimmten Temperaturen stark vermehren und beim Einatmen zu gesundheitlichen Problemen führen. - Bei welchen Temperaturen vermehren sich Legionellen am besten?
Legionellen vermehren sich optimal bei Temperaturen zwischen 25 °C und 55 °C. Temperaturen über 60 °C hemmen ihr Wachstum, und bei über 70 °C werden sie abgetötet. - Wie kann man Legionellenbildung im Warmwasserspeicher verhindern?
Die wichtigste Maßnahme ist, die Warmwassertemperatur im Speicher dauerhaft auf mindestens 60 °C zu halten. Zusätzlich sollte das gesamte Warmwasserleitungssystem regelmäßig thermisch desinfiziert werden. - Was ist eine thermische Desinfektion?
Eine thermische Desinfektion ist ein Verfahren, bei dem das gesamte Warmwasserleitungssystem für eine bestimmte Zeit (z.B. 3 Minuten) auf über 70 °C erhitzt wird, um Legionellen abzutöten. - Ist eine Zirkulationspumpe wichtig zur Vermeidung von Legionellen?
Ja, eine Zirkulationspumpe sorgt dafür, dass das Warmwasser ständig in Bewegung bleibt und somit keine Stagnationsbereiche entstehen, in denen sich Legionellen vermehren könnten. Die Zirkulation sollte idealerweise 24 Stunden am Tag laufen. - Wie oft sollte eine Legionellenprüfung durchgeführt werden?
Die Häufigkeit der Legionellenprüfung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Größe des Warmwassersystems und der Nutzung. In der Regel ist eine jährliche Prüfung empfehlenswert, in bestimmten Fällen auch häufiger. - Was tun, wenn Legionellen im Warmwasser gefunden werden?
Wenn Legionellen im Warmwasser gefunden werden, sollte umgehend ein Fachbetrieb kontaktiert werden, um die Ursache zu ermitteln und geeignete Maßnahmen zur Sanierung einzuleiten. Dies kann z.B. eine chemische Desinfektion oder eine Erhöhung der Warmwassertemperatur sein. - Kann man Legionellen auch im Kaltwasser finden?
Legionellen vermehren sich hauptsächlich im Warmwasser, können aber auch im Kaltwasser überleben, insbesondere wenn dieses sich erwärmt (z.B. durch Sonneneinstrahlung auf Leitungen).
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Beschreibung der Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der Legionellose.
-
Legionellen: Kleiner Speicher – Geringe Gefahr der Bildung
Nein, keine Gefahr.
Weil der Speicher relativ klein (für Legionellenbildung) ist und somit genug Wasseraustausch da ist. -
Legionellenrisiko: Warmwasserspeicher mit 290 Litern kritisch?
Wie sieht's bei 290 Litern aus?
Kann sich da was bilden?
Gruß -
Legionellen: Speicher regelmäßig über 55°C erhitzen – Wie oft?
Wie oft muss das Wasser denn über 55 ° geheizt werden?
Hi,
ich habe einen 80 Liter Speicher, den ich auf Stufe I betreibe (keine Ahnung wieviel Grad, aber grad so, dass man sich auch bei nur Heißwasser nicht verbrüht), weil die Menge dann zum Duschen reicht, und ich weniger Kalkprobleme habe.
Ich Stelle den Speicher alle paar (3-6) Tage mal über Nacht auf III, um ihn zu "desinfizieren".
Reicht das denn, wenn ich das einmal pro Woche mache? Am Tag danach merkt man schon deutlich mehr "Kalkeffekt", wie trockene Haut nach dem Duschen und strohige Haare ...
Gruß
Roland -
Legionellen: Gefahr durch Leitungsnetz & Duschköpfe minimieren
Die üblichen Anti-Legionellen-Schaltungen
moderner Regler machen sowas einmal wöchentlich.
Nicht dass das was nutzen tät'- die (relativ gesehen) eigentliche Gefahr geht vem Leitungsnetz/Stichleitungen aus, und (relativ gesehen) erhebliche Gefahr wiederum stellen Duschköpfe dar (denn nur eingeatmete Legionellen stellen eine Gefahr dar - getrunken sind sie absolut ungefährlich): Also diese bittschön wöchentlich auskochen, und nach dem Hochheizen sämtliche Zapfstellen 3 Minuten laufen lassen 😉
Unser 130 l-Speicher kommt den ganzen Sommer über nicht über 55 °. Und der hat schon 35 Jahre auf'm Buckel. -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 16.01.2026
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Legionellenbildung im Warmwasserspeicher vermeiden: Temperatur & Maßnahmen
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Vermeidung von Legionellenbildung in Warmwasserspeichern. Ein kleiner Speicher reduziert das Risiko, aber auch größere Speicher müssen regelmäßig auf über 55°C erhitzt werden. Die Gefahr geht primär von Leitungsnetzen und Duschköpfen aus, nicht vom getrunkenen Wasser. Moderne Regler bieten automatische Anti-Legionellen-Schaltungen.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut Legionellen: Gefahr durch Leitungsnetz & Duschköpfe minimieren stellen Duschköpfe eine erhebliche Gefahr dar, da eingeatmete Legionellen gesundheitsschädlich sind. Daher sollten diese wöchentlich ausgekocht werden.
📊 Zusatzinfo: Die Größe des Warmwasserspeichers spielt eine Rolle beim Legionellenrisiko. Während Legionellen: Kleiner Speicher – Geringe Gefahr der Bildung das Risiko bei kleinen Speichern als gering einschätzt, wird in Legionellenrisiko: Warmwasserspeicher mit 290 Litern kritisch? die Situation bei größeren Speichern hinterfragt.
👉 Handlungsempfehlung: Um Legionellenbildung zu vermeiden, sollte der Warmwasserspeicher regelmäßig auf über 55°C erhitzt werden. Beachten Sie die Hinweise zur Reinigung von Duschköpfen im Beitrag Legionellen: Gefahr durch Leitungsnetz & Duschköpfe minimieren. Prüfen Sie, ob Ihr Regler eine automatische Anti-Legionellen-Schaltung besitzt.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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Externe Fundstellen und weiterführende Recherchen
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