Eigenheimzulage abgelehnt trotz Bausparvertrag: Was tun? Anspruch prüfen & Alternativen
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Eigenheimzulage abgelehnt trotz Bausparvertrag: Was tun? Anspruch prüfen & Alternativen
ich habe eine Frage zu folgender Situation:
Seit 1999 ist mein Mann (und nur er) Eigentümer einer ETW und erhält dafür Eigenheimzulage. Ende 2002 haben wir eine nebenliegende Kleinwohnung hinzugekauft. Wir wollten diese Wohnung gemeinsam erwerben und hätten uns die Finanzierung dieser Wohnung so gewünscht, dass die beiden bei der Hausbank meines Mannes für die erste Wohnung bestehenden Kredite (bzw. einer davon) und der schon vorhandene Bausparvertrag entsprechend aufgestockt würden.
Der Bankberater empfahl uns damals allerdings, dass ich diese Kleinwohnung allein erwerben solle, da ich noch Anspruch auf Eigenheimzulage hätte, während bei gemeinsamem Erwerb der Wohnung die Eigenheimzulage abgelehnt werden würde, weil mein Mann für die erste Wohnung bereits Eigenheimzulage erhält.
Auf ausdrückliche Empfehlung des Bankberaters habe ich also ein eigenes Konto bei der Hausbank meines Mannes "erworben" (es handelt sich um eine Bank, bei der man Anteile erwerben muss, um ein Konto eröffnen zu können), einen auf meinen Namen laufenden Kredit aufgenommen und einen zusätzlichen Bausparvertrag abgeschlossen - der durch den Bankberater so berechnet wurde, dass er mittels meiner Zahlungen UND der Eigenheimzulage zum Ablauf des Kredites zuteilungsreif sein sollte.
Nun habe ich - immerhin fast 1 Jahr nach Antragstellung - inzwischen jedoch eine Ablehnung der für die Kleinwohnung beantragten Eigenheimzulage erhalten mit der Begründung: "Gemäß § 6 Absatz 1 Satz 2 Eigenheimzulagengesetz kann für zwei in räumlichem Zusammenhang belegene Objekte nicht gleichzeitig Eigenheimzulage gewährt werden".
Wir haben die Bausparkasse über die Ablehnung der Eigenheimzulage informiert und nun fordert die Bausparkasse von uns, dass wir sowohl für 2002 wie auch für 2003 den (vom Bankberater) errechneten Eigenheimzulage-Betrag nachzahlen und zukünftig durch höhere monatliche Zahlungen (bisher 125? - zukünftig sollen es 200? sein) die fehlende Eigenheimzulage ausgleichen. Außerdem sollen wir eine Sonderzahlung auf den Bausparvertrag leisten, da sich der Zeitpunkt der Zuteilungsreife bereits um mehrere Monate nach hinten verschoben hat.
Für uns entstehen dadurch also weit über 7.000? an Mehrkosten.
Ich habe mich inzwischen über den in der Ablehnung genannten Paragraphen informiert und festgestellt, dass er zum Zeitpunkt der Beratung durch den Banksachbearbeiter gültig war. Also hat uns der Banksachbearbeiter (ob nun absichtlich oder unabsichtlich) falsch beraten. Eigentlich hätte er über diesen Paragraphen doch Bescheid wissen müssen, denke ich. Und das es sich um nebeneinander liegende Wohnungen handelt, haben wir ihm von Anfang an gesagt!
Welche Möglichkeiten habe ich jetzt? Ich meine, für falsche Beratung müsste doch eigentlich der Bankberater bzw. die Bausparkasse haften, oder nicht?
Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Hilfe.
MfG
Ulli J.
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Ich verstehe, dass die Ablehnung der Eigenheimzulage trotz eines darauf ausgelegten Bausparvertrags frustrierend ist. Da Ihr Mann bereits seit 1999 Eigenheimzulage für eine Eigentumswohnung erhält, könnte die Ablehnung für die zweite, später erworbene Wohnung damit zusammenhängen, dass die Eigenheimzulage nur für eine selbstgenutzte Immobilie gewährt wird. Der Zeitpunkt des Erwerbs (Ende 2002) könnte ebenfalls eine Rolle spielen, da sich die Gesetzeslage zur Eigenheimzulage im Laufe der Zeit geändert hat.
Ich empfehle Ihnen, den Ablehnungsbescheid genau zu prüfen und die dort genannte Begründung zu analysieren. Achten Sie besonders auf die genannten Paragraphen des Eigenheimzulagengesetzes. Es ist möglich, dass die Sonderzahlung in den Bausparvertrag oder der Zeitpunkt der Zuteilungsreife eine Rolle spielen.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie den Sachverhalt von einem Steuerberater oder einem Fachanwalt für Steuerrecht prüfen. Diese können die spezifischen Umstände Ihres Falls beurteilen und Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen geben.
📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Eigenheimzulage
- Die Eigenheimzulage war eine staatliche Förderung für den Bau oder Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum in Deutschland. Sie wurde bis Ende 2005 gewährt und sollte den Erwerb von Wohneigentum erleichtern.
Verwandte Begriffe: Wohnungsbauprämie, KfW-Förderung, Bausparvertrag. - Bausparvertrag
- Ein Bausparvertrag ist ein Vertrag zwischen einer Bausparkasse und einem Bausparer, der dem Ansparen von Eigenkapital für den Bau oder Kauf einer Immobilie dient. Nach einer Ansparphase kann der Bausparer ein zinsgünstiges Bauspardarlehen in Anspruch nehmen.
Verwandte Begriffe: Bauspardarlehen, Zuteilungsreife, Ansparphase. - Zuteilungsreife
- Die Zuteilungsreife bezeichnet den Zeitpunkt, an dem ein Bausparvertrag die vereinbarten Bedingungen erfüllt hat und der Bausparer Anspruch auf das Bauspardarlehen hat. Die Bedingungen umfassen in der Regel eine bestimmte Ansparsumme und eine bestimmte Sparzeit.
Verwandte Begriffe: Bausparvertrag, Bauspardarlehen, Ansparphase. - Sonderzahlung
- Eine Sonderzahlung ist eine zusätzliche Einzahlung in einen Bausparvertrag, die über die regulären Sparraten hinausgeht. Sonderzahlungen können dazu beitragen, die Zuteilungsreife schneller zu erreichen.
Verwandte Begriffe: Bausparvertrag, Ansparphase, Sparrate. - Immobilienerwerb
- Der Immobilienerwerb bezeichnet den Kauf oder Bau einer Immobilie. Dabei können verschiedene Kosten und Gebühren anfallen, wie beispielsweise Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklerprovision.
Verwandte Begriffe: Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Finanzierung. - Kredit
- Ein Kredit ist eine Geldsumme, die von einem Kreditgeber (z.B. einer Bank) an einen Kreditnehmer verliehen wird. Der Kreditnehmer verpflichtet sich, die Geldsumme zuzüglich Zinsen und Gebühren innerhalb einer bestimmten Frist zurückzuzahlen.
Verwandte Begriffe: Zinsen, Tilgung, Darlehen. - Finanzierung
- Die Finanzierung bezeichnet die Bereitstellung von Kapital für ein bestimmtes Vorhaben, beispielsweise den Kauf einer Immobilie. Es gibt verschiedene Finanzierungsformen, wie beispielsweise Kredite, Bausparverträge oder Eigenkapital.
Verwandte Begriffe: Kredit, Bausparvertrag, Eigenkapital.
❓ Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist die Eigenheimzulage?
Die Eigenheimzulage war eine staatliche Förderung für den Bau oder Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum. Sie wurde in Deutschland bis Ende 2005 gewährt. Ziel war es, den Erwerb von Wohneigentum zu erleichtern. - Warum wurde meine Eigenheimzulage abgelehnt?
Es gibt verschiedene Gründe für eine Ablehnung. Häufige Ursachen sind, dass die Immobilie nicht selbst genutzt wird, die Einkommensgrenzen überschritten wurden oder die Antragsfristen versäumt wurden. Auch Änderungen in der Gesetzgebung können eine Rolle spielen. - Kann ich gegen die Ablehnung der Eigenheimzulage vorgehen?
Ja, Sie haben die Möglichkeit, innerhalb einer bestimmten Frist Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid einzulegen. Es ist ratsam, sich dabei von einem Steuerberater oder Anwalt beraten zu lassen, um die Erfolgsaussichten zu prüfen. - Welche Alternativen zur Eigenheimzulage gibt es?
Auch wenn die Eigenheimzulage nicht mehr existiert, gibt es andere Fördermöglichkeiten für den Erwerb von Wohneigentum. Dazu gehören beispielsweise die Wohnungsbauprämie, KfW-Förderprogramme oder regionale Förderprogramme der Bundesländer. - Was ist ein Bausparvertrag?
Ein Bausparvertrag ist ein Vertrag zwischen einer Bausparkasse und einem Bausparer. Er dient dem Ansparen von Eigenkapital für den Bau oder Kauf einer Immobilie. Nach einer Ansparphase kann der Bausparer ein zinsgünstiges Bauspardarlehen in Anspruch nehmen. - Was bedeutet Zuteilungsreife bei einem Bausparvertrag?
Die Zuteilungsreife bedeutet, dass der Bausparvertrag die vereinbarten Bedingungen erfüllt hat und der Bausparer Anspruch auf das Bauspardarlehen hat. Die Bedingungen umfassen in der Regel eine bestimmte Ansparsumme und eine bestimmte Sparzeit. - Was ist eine Sonderzahlung in einen Bausparvertrag?
Eine Sonderzahlung ist eine zusätzliche Einzahlung in den Bausparvertrag, die über die regulären Sparraten hinausgeht. Sonderzahlungen können dazu beitragen, die Zuteilungsreife schneller zu erreichen. - Welche Rolle spielt der Zeitpunkt des Erwerbs der Immobilie?
Der Zeitpunkt des Erwerbs ist entscheidend, da die Eigenheimzulage nur für einen bestimmten Zeitraum und unter bestimmten Bedingungen gewährt wurde. Spätere Änderungen in der Gesetzgebung können den Anspruch beeinflussen.
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Überblick über die zinsgünstigen Kredite und Zuschüsse der KfW-Bank. - Grunderwerbsteuer
Informationen zur Höhe und Fälligkeit der Grunderwerbsteuer beim Immobilienkauf. - Finanzierungsplanung für den Immobilienkauf
Tipps zur Erstellung eines soliden Finanzierungsplans. - Rechte und Pflichten von Wohnungseigentümern
Überblick über die wichtigsten Aspekte des Wohnungseigentumsgesetzes.
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