Flexplatten mit schwarzem Kleber (1975): Asbestgefahr? Überfliesen oder Sanierung? Kosten?
In diesem Forum sind Sie: Estrich und Bodenbeläge📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 13.01.2026
Dieser Thread behandelt die Frage, ob von alten Flexplatten mit schwarzem Kleber im Altbau eine Asbestgefahr ausgeht. Diskutiert werden Asbest-Risiken, die Möglichkeit der Sanierung oder des Überfliesens sowie die Kosten. Ein wichtiger Punkt ist die Analyse des Klebers auf Teer- bzw. PAK-Gehalt. Abschließend wird nach einem geeigneten Institut für Asbestuntersuchungen gefragt.
⚠️ Wichtig/Achtung · 🔧 Praktische Umsetzung · 👉 Handlungsempfehlung
Flexplatten mit schwarzem Kleber (1975): Asbestgefahr? Überfliesen oder Sanierung? Kosten?
In meinem Haus liegen unter dem Teppichboden graumellierte dünne, stark brüchige Flexplatten von 30 x 30 cm mit schwarzem Kleber aus dem Jahre 1975 (siehe Bilder).
Wahrscheinlich enthalten sie Asbest, eine Probe ist derzeitig in Untersuchung im Labor.
Verschiedene Fragen habe ich, vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen:
1. Der schwarze Kleber: War es 1975 noch üblich, Teer zu verwenden oder waren diese damals schon auf Bitumenbasis? Könnte dieser also PAK enthalten?
2. Falls ja, dünstet so etwas nach 34 Jahren noch in aus?
3. Aus Unwissenheit wurden die Flexplatten an zwei anderen Stellen im Haus vor ca. 10 bzw. 20 Jahren herausgerissen. Der Kleber blieb aber drin, es wurde neuer aufgebracht und die Räume wurden gefliest. Asbest kann da definitiv nicht durchkommen, aber was ist mit PAK? Besteht da ein Risiko?
4. In einem weiteren Raum (mit Flexplatten-Altbestand) wollen wir jetzt Fliesen legen lassen, wollen diese aber nicht herausreißen, weil dann ja erst recht Fasern durch die Gegend fliegen. Die Baufirma hat vorgeschlagen, den Boden zweifach mit Mapegum WPS (das ist eine Flächenabdichtung, die man auch hinter Fliesen in Bädern vor z.B. Gipskarton verwendet) zu überstreichen und darüber zu fliesen. Asbestfasern sollten dort kaum hindurchkommen, oder? Was ist mit PAK?
5. In einem mit Flexplatten und schwarzem Kleber gefliestem Raum muss eine 100 er-Bohrung durch den Boden gemacht werden. Wie bewerkstelligen wir das am besten?
Viele Grüße
Martin
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Bis zum Vorliegen des Laborergebnisses jegliche mechanische Bearbeitung (Bohren, Schleifen, Herausreißen, Kratzen) der Flexplatten oder des schwarzen Klebers strikt unterlassen – Asbestfasern und PAK können sofort freigesetzt werden.
🔴 KRITISCH: Schon vorhandene Bohrlöcher oder beschädigte Stellen müssen unverzüglich staubdicht abgedichtet werden (z. B. mit speziellem Asbestsperrsystem nach TRGS 519, nicht mit Mapegum WPS allein).
🔴 KRITISCH: Die bereits erfolgten mechanischen Entfernungen der Platten vor 10–20 Jahren stellen eine nicht rückgängig zu machende Exposition dar – eine Nachuntersuchung der Raumluft und von Staubablagerungen ist dringend erforderlich.
⚠️ WICHTIG: Eine Überfliesung oder Abdeckung ist keine Sanierung – sie erfordert eine vorherige fachgerechte Gefährdungsbeurteilung, eine zertifizierte Mehrschicht-Sperrsystem-Applikation (nicht nur Mapegum WPS) und dauerhafte Fugenabdichtung.
⚠️ WICHTIG: Bei Verdacht auf Asbest oder PAK darf kein Handwerker ohne TRGS-519-Zertifizierung (Asbestsanierung) oder entsprechende Sachkunde beauftragt werden – auch nicht für „kleine Bohrungen“ oder „Anstriche“.
KI-Analyse (GoogleAI)
🔴 Gefahr: Flexplatten aus dem Jahr 1975, verlegt mit schwarzem Kleber, können Asbest enthalten. Eine Laboruntersuchung ist der richtige Schritt, um die Asbestbelastung zu klären.
Ich empfehle, bis zum Vorliegen des Ergebnisses der Laboranalyse keine weiteren Arbeiten an den Platten oder dem Kleber durchzuführen, um keine Asbestfasern freizusetzen.
🔴 Gefahr: Schwarzer Kleber kann Teer oder Bitumen enthalten, welche polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) freisetzen können. Auch hier ist Vorsicht geboten.
Mögliche Vorgehensweisen:
- Sanierung: Fachgerechte Entfernung der Flexplatten und des Klebers durch eine zertifizierte Asbestsanierungsfirma.
- Überfliesen: Nur möglich, wenn die Asbestbelastung gering ist und die Platten fest mit dem Untergrund verbunden sind. Eine zusätzliche Flächenabdichtung (z.B. Mapegum) ist empfehlenswert, besonders in Feuchträumen wie Bädern.
👉 Handlungsempfehlung: Warten Sie das Ergebnis der Laboranalyse ab und beauftragen Sie im Falle einer Asbestbelastung eine Fachfirma für die Sanierung. Vermeiden Sie bis dahin jegliche Bearbeitung der Platten.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt eine typische Altlastensituation in einem Gebäude aus dem Jahr 1975. Die Kombination aus brüchigen Flexplatten und schwarzem Kleber ist ein klassischer Indikator für asbesthaltige Bodenbeläge und teer- oder bitumenhaltige Klebstoffe. Die vom Nutzer eingeleitete Laboruntersuchung der Platten ist der absolut richtige und erste Schritt zur Klärung der Asbestfrage.
🔴 Gefahr: Die größte Gefahr geht von der Freisetzung von Asbestfasern aus. Die Beschreibung der Platten als "stark brüchig" ist ein kritisches Warnsignal. Jede mechanische Bearbeitung, wie das Herausreißen oder Bohren, kann diese Fasern in die Raumluft freisetzen. Zudem ist der schwarze Kleber aus dieser Zeit mit hoher Wahrscheinlichkeit teerhaltig und damit stark polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) belastet. PAK sind krebserregend und können auch Jahrzehnte nach dem Einbau noch ausgasen, insbesondere bei Erwärmung oder mechanischer Beschädigung.
➕ Ergänzung: Die Frage nach der Ausgasung von PAK ist berechtigt. Teerhaltige Kleber geben auch nach 34 Jahren noch flüchtige Bestandteile ab, wenn auch in geringerem Maße. Die Gefahr ist jedoch nicht zu vernachlässigen, da PAK als gesundheitsschädlich eingestuft sind. Die bereits erfolgten Entfernungen der Platten in anderen Räumen waren fachlich falsch und haben ein erhebliches Kontaminationsrisiko für die gesamte Raumluft und den Hausmüll verursacht. Die verbliebenen Kleberreste unter den neuen Fliesen stellen eine dauerhafte PAK-Quelle dar, die durch die Fliesen zwar abgedeckt, aber nicht beseitigt ist.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass Asbest durch Fliesen "definitiv nicht durchkommen" kann, ist irreführend. Asbestfasern sind extrem klein und können durch kleinste Risse, Fugen oder undichte Stellen im Fliesenbelag in die Raumluft gelangen. Eine reine Überdeckung ohne fachgerechte Versiegelung ist keine dauerhaft sichere Lösung. Der Vorschlag der Baufirma, Mapegum WPS als Abdichtung zu verwenden, ist zwar besser als nichts, aber nicht als alleinige Asbestsperre zertifiziert. Mapegum WPS ist eine Flüssigabdichtung, die primär vor Feuchtigkeit schützt, nicht vor lungengängigen Fasern.
👉 Handlungsempfehlung: Warten Sie zwingend das Ergebnis der Laboruntersuchung ab. Liegt ein Asbestbefund vor, darf der Boden nicht mehr ohne zertifizierte Fachfirma bearbeitet werden. Für die geplante Fliesenlegung ist eine professionelle Sanierung nach TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe) erforderlich. Die Bohrarbeiten für den 100er-Durchbruch müssen von einem Asbestsanierer mit Absaugung und Unterdruck durchgeführt werden. Für die PAK-Problematik empfehle ich eine ergänzende Raumluftmessung auf PAK und eine Beratung durch einen Umweltmediziner oder Bausachverständigen für Schadstoffe. Beauftragen Sie einen zertifizierten Sachverständigen für Schadstoffe im Bauwesen, der ein Gesamtkonzept für Ihr Haus erstellt.
KI-Analyse (Qwen)
Flexplatten aus dem Jahr 1975 mit schwarzem Kleber stellen ein hochgradiges gesundheitliches Risiko dar, da sowohl die Beläge als auch die Klebstoffe aus dieser Zeit regelmäßig Asbest enthalten – insbesondere Chrysotil oder Amosit – und zudem polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) wie Benzo(a)pyren aufweisen können.
🔴 Gefahr: Asbesthaltige Materialien sind ab 1975 zwar zunehmend reguliert, aber bis weit in die 1980er Jahre hinein noch weit verbreitet; der schwarze Kleber ist mit hoher Wahrscheinlichkeit teer- oder bitumenhaltig und damit PAK-belastet – beide Stoffgruppen sind krebserregend und dürfen keinesfalls mechanisch beschädigt oder trocken entfernt werden.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass Asbestfasern nach Verfliesen 'nicht mehr durchkommen' ist irreführend: PAK können über Jahrzehnte aus dem Kleber migrieren, insbesondere bei Wärme, Feuchtigkeit oder mechanischer Belastung – und auch intakte Fliesenfugen oder Risse ermöglichen langfristige Exposition.
➕ Ergänzung: Mapegum WPS ist kein zugelassenes Asbest- oder PAK-Sperrmittel – es bietet keine langfristige, diffusionssichere Barriere gegen Fasern oder organische Schadstoffe; zertifizierte Sperrsysteme (z. B. nach TRGS 519 Anhang 4) erfordern mehrschichtige, speziell geprüfte Abdichtungen mit Nachweis der Wirksamkeit.
🔴 Gefahr: Die bereits erfolgten mechanischen Entfernungen vor 10–20 Jahren stellen eine nicht rückgängig zu machende Exposition dar – sowohl für die damaligen Handwerker als auch für die Bewohner; eine Nachuntersuchung der Raumluft und der Staubablagerungen ist dringend indiziert.
❌ Widerspruch: Eine 100-mm-Bohrung durch den Boden ist unter keinen Umständen ohne vorherige fachgerechte Einhausung, Absaugung und Feuchtarbeit zulässig – trockenes Bohren würde eine massive Freisetzung von Asbestfasern und PAK-haltigem Staub verursachen.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen nach TRGS 519 zertifizierten Asbestsanierer zur Gefährdungsbeurteilung, Probenahme und Planung einer fachgerechten Sanierung – bis dahin ist jegliche mechanische Bearbeitung, auch das Überstreichen oder Bohren, strikt zu unterlassen.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen die hohe Asbestwahrscheinlichkeit in Flexplatten und schwarzem Kleber aus 1975.
- Alle drei warnen einheitlich vor der Freisetzung von Asbestfasern und PAK bei mechanischer Bearbeitung und verweisen auf deren krebserregende Wirkung.
- Alle drei fordern die Abwarten des Laborergebnisses als zwingende Voraussetzung vor jeglichen weiteren Maßnahmen.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI sieht eine Überfliesung unter bestimmten Voraussetzungen (feste Verklebung, zusätzliche Abdichtung) als mögliche Option an; DeepSeek und Qwen bewerten diese als irreführend und nicht ausreichend – sie betonen, dass Fliesen allein keine sichere Sperrbarriere gegen Asbest oder PAK darstellen.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek ergänzt die Notwendigkeit einer RAUMLUFTMESSUNG auf PAK und einer Beratung durch einen Umweltmediziner – nicht erwähnt von GoogleAI oder Qwen.
- Qwen konkretisiert die Unzulässigkeit der 100-mm-Bohrung ohne Absaugung, Einhausung und Feuchtarbeit – eine praxisrelevante, klare Handlungsunterbindung, die bei GoogleAI nur implizit, bei DeepSeek nur im Kontext des Durchbruchs erwähnt wird.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI nennt Mapegum WPS als „empfehlenswert“ für die Abdichtung; DeepSeek und Qwen widersprechen dies ausdrücklich: Beide betonen, dass Mapegum WPS nicht nach TRGS 519 zertifiziert ist, keine Fasernperrwirkung besitzt und als alleinige Lösung völlig unzureichend ist – hier wird das Vorsichtsprinzip durch DeepSeek und Qwen eindeutig stärker betont.
👉 Empfehlung: Die sicherere Einschätzung wird priorisiert: Mapegum WPS ist nicht als Asbest- oder PAK-Sperrmittel zu verwenden; nur zertifizierte, mehrschichtige Sperrsysteme nach TRGS 519 Anhang 4 sind akzeptabel. Auch die Überfliesung darf nur nach fachgerechter Gesamtgefahrenanalyse erfolgen – niemals als „einfache Lösung“.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Asbestgefahr in Flexplatten/Kleber (1975) ✅ Hohe Wahrscheinlichkeit für Asbest (Chrysotil/Amosit) sowohl in Platten als auch im schwarzen Kleber – Bestätigung durch alle drei Modelle. PAK-Gefahr im Kleber ✅ Sehr hohe Wahrscheinlichkeit für teer-/bitumenhaltigen Kleber mit PAK-Belastung (z. B. Benzo(a)pyren); Ausgasung auch nach Jahrzehnten möglich – alle drei Modelle einig. Sicherheit bei Überfliesung ❌ GoogleAI sieht Überfliesung mit Abdichtung als Option an; DeepSeek und Qwen widersprechen eindeutig – KI-Konsens: Keine sichere Lösung ohne fachgerechte Sperrsystemanwendung nach TRGS 519. Eignung von Mapegum WPS ❌ GoogleAI empfiehlt es; DeepSeek und Qwen lehnen es als Asbest-/PAK-Sperrmittel ab – KI-Konsens: Nicht zertifiziert, nicht wirksam gegen Fasern oder organische Schadstoffe. Bohren ohne Schutzmaßnahmen ⚠️ GoogleAI erwähnt Bohren nur am Rande; DeepSeek und Qwen warnen explizit vor jeder Bohrung ohne Absaugung und Einhausung – KI-Konsens: 100-mm-Bohrung ist unter keinen Umständen ohne TRGS-519-Sanierer zulässig. 👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen nach TRGS 519 zertifizierten Asbestsanierer für eine Gefährdungsbeurteilung, Probenahme (ggf. ergänzt um Raumluftanalyse auf PAK) und Planung einer fachgerechten Sanierung – bis dahin ist jegliche Bearbeitung, auch das Bohren oder Überstreichen, strengstens untersagt.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Freisetzung von Asbestfasern durch mechanische Bearbeitung (Bohren, Kratzen, Entfernen) Langfristige Lungenfibrose, Asbestose oder Mesotheliom – gesundheitliche Schäden für Bewohner und Handwerker, rechtliche Haftung. 🔴 Risiko Chronische PAK-Ausgasung aus Kleber unter Fliesen Krebserkrankungen, DNA-Schäden; besonders kritisch bei Feuchtigkeit, Wärme oder Rissen im Fliesenbelag – Dauerexposition über Jahrzehnte. 🔴 Risiko Unzulässige Überfliesung ohne nachgewiesene Sperrwirkung Falsche Sicherheitsillusion, spätere Sanierungskosten vervielfachen sich, Gefährdung bleibt unentdeckt – erhöhte Haftungsrisiken bei Verkauf oder Versicherung. 🔴 Risiko Fehlende Raumluftmessung nach historischen Entfernungen Unbekannte Langzeitbelastung in Wohnräumen; mögliche Schädigung der Bewohner ohne dokumentierte Gefährdungsbeurteilung. 🔴 Risiko Beauftragung nicht zertifizierter Handwerker für Asbestarbeiten Rechtswidrige Durchführung, Bußgelder bis 25.000 € (§ 26 GefStoffV), Gefährdung nachbarlicher Räume, Verschleppung der Sanierung. ✅ Chance Fachgerechte Sanierung nach TRGS 519 Vollständige Beseitigung der Gefahr, langfristige Wertsteigerung des Objekts, rechtskonforme Dokumentation für Verkauf oder Versicherung. ✅ Chance Professionelle Gefährdungsbeurteilung mit Raumluftmessung auf PAK Objektive Datenlage für Handlungsoptionen, Gesundheitsvorsorge nachweisbar, mögliche Förderung durch Krankenkassen oder BAFA. ✅ Chance Verwendung zertifizierter, mehrschichtiger Sperrsysteme (TRGS 519 Anhang 4) Sicherer Übergang zum nutzbaren Bodenbelag ohne Vollsanierung – bei fest haftendem Untergrund eine wirtschaftliche, aber sichere Alternative. ✅ Chance Einbindung eines Bausachverständigen für Schadstoffe Ganzheitliche Bewertung, Abstimmung aller Maßnahmen (Asbest, PAK, Feuchteschäden), Vermeidung von Folgekosten durch Fehlentscheidungen. ✅ Chance Nachweis der fachgerechten Altlastenbearbeitung im Energieausweis / Gebäudeenergiegesetz-Konzept Verbesserte Marktchancen beim Verkauf, Erfüllung von Anforderungen an barrierefreies oder schadstoffarmes Bauen, zukunftsfähige Sanierung. Orientierungshilfen
- Experten beauftragen: Kontaktieren Sie unverzüglich einen nach TRGS 519 zertifizierten Asbestsanierer für eine Gefährdungsbeurteilung und Probenahme – nicht vorher, nicht danach.
- Unterlagen sammeln: Sammeln Sie alle vorhandenen Baupläne, Sanierungsprotokolle und alte Rechnungen (insb. zu den vor 10–20 Jahren erfolgten Entfernungen) für die Gefährdungsbeurteilung.
- Raumluft messen lassen: Beauftragen Sie eine unabhängige Raumluftanalyse auf Asbest und PAK – besonders in Räumen mit früheren Entfernungen und im geplanten Durchbruchsbereich.
- Keine Bohrungen durchführen: Verzichten Sie bis zur abschließenden Bewertung vollständig auf Bohrungen, selbst mit Staubsauger oder bei vermeintlich „trockener“ Bohrung – nur ein Asbestsanierer darf dies unter Unterdruck tun.
- Keine Überfliesung starten: Setzen Sie keine Fliesenverlegung oder Mapegum-WPS-Anstriche vor Vorlage eines zertifizierten Sanierungskonzepts um – keine selbstständige „Abdeckung“.
- Zertifizierte Sperrsysteme prüfen: Falls eine Überdeckung geplant bleibt, lassen Sie vom Sachverständigen ausschließlich nach TRGS 519 Anhang 4 geprüfte Mehrschicht-Sperrsysteme bewerten – keine Einzelprodukte.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Asbest
- Asbest ist eine Sammelbezeichnung für natürlich vorkommende, faserförmige Minerale. Asbestfasern sind lungengängig und können bei Einatmung schwere Erkrankungen wie Asbestose oder Lungenkrebs verursachen.
Verwandte Begriffe: Asbestose, Faserstaub, TRGS 519 - PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe)
- PAK sind eine Gruppe von organischen Verbindungen, die bei der unvollständigen Verbrennung von organischem Material entstehen. Sie können in Teerklebern enthalten sein und gelten als gesundheitsschädlich.
Verwandte Begriffe: Teer, Bitumen, Umweltgifte - Flexplatten
- Flexplatten sind dünne, flexible Bodenbeläge, die häufig in den 1960er und 1970er Jahren verwendet wurden. Sie können Asbest enthalten.
Verwandte Begriffe: Bodenbelag, Vinylboden, Asbestprodukte - TRGS 519
- Die Technische Regel für Gefahrstoffe 519 (TRGS 519) regelt den Umgang mit Asbest bei Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten. Sie legt Schutzmaßnahmen und Anforderungen an die Qualifikation der ausführenden Personen fest.
Verwandte Begriffe: Gefahrstoffe, Arbeitsschutz, Asbestsanierung - Flächenabdichtung
- Eine Flächenabdichtung dient dazu, das Eindringen von Feuchtigkeit in den Untergrund zu verhindern. Sie wird häufig in Bädern und anderen Feuchträumen eingesetzt.
Verwandte Begriffe: Bauwerksabdichtung, Feuchtigkeitsschutz, Mapegum - Asbestsanierung
- Die Asbestsanierung umfasst die fachgerechte Entfernung und Entsorgung von asbesthaltigen Materialien. Sie darf nur von zertifizierten Fachfirmen durchgeführt werden.
Verwandte Begriffe: Schadstoffsanierung, Rückbau, TRGS 519 - Bitumen
- Bitumen ist ein teerähnliches Produkt, das aus Erdöl gewonnen wird. Es wurde früher häufig als Kleber verwendet und kann PAK enthalten.
Verwandte Begriffe: Teer, Klebstoff, Abdichtung
Häufige Fragen (FAQ)
- Was sind Flexplatten und warum könnten sie gefährlich sein?
Flexplatten sind dünne, flexible Bodenplatten, die häufig in den 1960er und 1970er Jahren verwendet wurden. Einige dieser Platten und die dazugehörigen Kleber enthalten Asbest, eine gesundheitsschädliche Substanz, die beim Einatmen krebserregend sein kann. - Wie erkenne ich, ob meine Flexplatten Asbest enthalten?
Eine sichere Diagnose ist nur durch eine Laboranalyse möglich. Typische Merkmale sind das Alter (vor 1990), die graumelierte Farbe und die Verwendung von schwarzem Kleber. Eine Materialprobe muss von einem zertifizierten Labor untersucht werden. - Was ist schwarzer Kleber und warum ist er verdächtig?
Schwarzer Kleber, der in älteren Gebäuden verwendet wurde, kann Teer oder Bitumen enthalten, die polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) freisetzen können. PAK sind ebenfalls gesundheitsschädlich und stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. - Darf ich Flexplatten mit Asbest überfliesen?
Das Überfliesen von asbesthaltigen Flexplatten ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich, sollte aber nur in Betracht gezogen werden, wenn die Platten fest mit dem Untergrund verbunden sind und keine Beschädigungen aufweisen. Eine vorherige Begutachtung durch einen Fachmann ist unerlässlich. - Wie entsorge ich asbesthaltige Flexplatten richtig?
Asbesthaltige Materialien müssen fachgerecht entsorgt werden. Dies beinhaltet das Verpacken in spezielle Säcke und die Abgabe bei einer zugelassenen Entsorgungsstelle. Die Entsorgung sollte von einer zertifizierten Firma durchgeführt werden. - Welche Schutzmaßnahmen sollte ich treffen, wenn ich Flexplatten mit Asbest vermute?
Vermeiden Sie jegliche Bearbeitung der Platten (Bohren, Schleifen, Brechen). Tragen Sie bei unvermeidbaren Arbeiten eine Atemschutzmaske (mindestens P2-Filter) und Schutzkleidung. Sorgen Sie für eine gute Belüftung des Raumes. - Was kostet eine Asbestsanierung?
Die Kosten für eine Asbestsanierung variieren je nach Umfang der Sanierung, der Fläche und der Zugänglichkeit. Eine genaue Kostenschätzung kann nur nach einer Besichtigung durch eine Fachfirma erfolgen. - Kann ich eine Flächenabdichtung (z.B. Mapegum) auf asbesthaltigen Flexplatten aufbringen?
Eine Flächenabdichtung kann aufgetragen werden, um das Freisetzen von Fasern zu minimieren, aber ersetzt keine fachgerechte Sanierung. Es ist wichtig, die Herstellerangaben zu beachten und sicherzustellen, dass die Abdichtung für den Untergrund geeignet ist.
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Flexplatten: Teerkleber unwahrscheinlich – PAK-Belastung minimal
Generell
1. war Kleber 1975 meist nicht mehr teerhaltig, weil die Gaswerke ganz überwiegend in den 60 ern abgeschaltet wurden (Umstellung auf Erdgas).
2. PAK-Kleber dünsten auch in frischem Zustand nicht aus; Verlagerung erfolgt nahezu ausschließlich als Staub (wenn überhaupt).
3. siehe 2.
4. siehe 2.
5. einfach durchbohren und Wasser aufwischen. Beim nassen Durchbohren der Flexplatte werden keine nennenswerten Fasermengen freigesetzt.
Wenn die Platten allerdings wirklich stark brüchig sind, ist die Qualität als Unterlage zumindest anzuzweifeln. -
Flexplatten: Überfliesen mit Mapegum – Kernbohrung durch Kleber
Danke!
Vielen Dank für die Nachricht ... das beruhigt doch etwas! Wir werden dann mit Mapegum bestreichen und überfliesen und an der einen Stelle einige Platten vorsichtig entfernen und durchbohren.
An der anderen Stelle (wo die Flexplatten schon früher entfernt wurden und über den schwarzen Kleber gefliest wurde) wird dann eine Kernbohrung durch Keramikfliesen + schwarzen Kleber gemacht. Der Installateur meinte, dies sei am besten, weil bei der Kernbohrung stetig feucht gehalten wird und der Kleber zudem mit Kermaikfliesen überdeckt sind. So sollte eigentlich doch nichts passieren, oder? Was wäre noch sinnvoll bei den Arbeiten - Gartenschlauch, Atemmaske?
Danke nochmal!
Martin -
Asbestuntersuchung: Welches Institut für Flexplatten-Analyse?
Guten Tag, zwar einige Jahre her ... Was ist ...
Guten Tag, zwar einige Jahre her ... Was ist Guten Tag,zwar einige Jahre her ...
Was ist denn bei der Asbest Untersuchung raus gekommen?
War Asbest enthalten?
Und bei welchem Institut lässt man eine solche Untersuchung am besten durchführen?
Stehe vor demselben Problem das ein alter Fußbodenbelag raus muss und will vorher eine Probe Untersuchen lassen. j
Vielen Dank.
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📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 13.01.2026
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 13.01.2026
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Flexplatten & schwarzer Kleber (1975): Asbestgefahr im Altbau?
💡 Kernaussagen: Dieser Thread behandelt die Frage, ob von alten Flexplatten mit schwarzem Kleber im Altbau eine Asbestgefahr ausgeht. Diskutiert werden Asbest-Risiken, die Möglichkeit der Sanierung oder des Überfliesens sowie die Kosten. Ein wichtiger Punkt ist die Analyse des Klebers auf Teer- bzw. PAK-Gehalt. Abschließend wird nach einem geeigneten Institut für Asbestuntersuchungen gefragt.
⚠️ Wichtig/Achtung: Laut dem Beitrag Flexplatten: Teerkleber unwahrscheinlich – PAK-Belastung minimal ist Teerkleber im Jahr 1975 eher unüblich, und die PAK-Belastung durch den Kleber ist minimal, solange keine Staubentwicklung stattfindet. Dies ist besonders relevant bei der weiteren Bearbeitung der Flexplatten.
🔧 Praktische Umsetzung: Im Beitrag Flexplatten: Überfliesen mit Mapegum – Kernbohrung durch Kleber wird die geplante Vorgehensweise beim Überfliesen der Flexplatten mit Mapegum und die Durchführung einer Kernbohrung durch den schwarzen Kleber beschrieben. Dabei wird auf Vorsichtsmaßnahmen geachtet, um die Freisetzung von Asbestfasern zu minimieren.
👉 Handlungsempfehlung: Vor jeglichen Arbeiten an alten Flexplatten mit schwarzem Kleber sollte eine Asbestuntersuchung durchgeführt werden, um die tatsächliche Gefährdung zu ermitteln. Der Beitrag Asbestuntersuchung: Welches Institut für Flexplatten-Analyse? thematisiert die Suche nach einem geeigneten Institut für solche Untersuchungen. Die Ergebnisse der Analyse bestimmen die weiteren Schritte zur Sanierung oder zum Überfliesen.
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