im letzten Jahr wurde auf unser Haus eine Wärmedämmfassade aufgebracht.
Die Platten (Stärke 80 mm, k=0.32) wurden verklebt und gedübelt (8 Dübel/m²).
Die Fläche wurde verspachtelt und Gewebe armiert. Danach wurde ein mineralischer Edelkratzputz (ca. 10 mm) aufgebracht. Um die Fenster und Türöffnungen wurden 5 cm breite Faschen angelegt. Danach wurde auf die Flächen ein mineralischer Edelkratzputz (ca. 10 mm) aufgebracht.
Bereits jetzt sind an allen Ecken Risse aufgetreten. Diese Risse beginnen in der Laibung und ziehen sich dann - meist diagonal - aus den Ecken heraus bis in den Putz.
Der Stuckateur (er war selten selber auf der Baustelle) behauptet, das zusätzliches Gewebe in die Laibungsecken gelegt wurde und über die Ecken auch das vorgeschriebene Diagonalgewebe eingebaut wurde. Er meint, dass die Risse normal wären und nur oberflächlich und nicht wasserführend seien.
Das Gebäude ist 80 Jahre alt und in den letzten 25 Jahren (sagt die Ruhrkohle) waren in der Siedlung keine Bergschäden mehr.
Meine Fragen ...
- sind solche Risse bei Edelkratzputzen auf Wärmedämmsystemen normal?
- zeigen diese Risse eine eindeutiges Schadensbild?
- gibt es ein zerstörungsfreies Verfahren um zu überprüfen, ob Diagonalarmierung eingebaut wurde?
Gruß