Fassadendämmung Altbau: Polystyrolplatten auf Putz schäumen? Kosten, Risiken, Alternativen
In diesem Forum sind Sie: Außenwände und Fassaden📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 10.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die Fassadendämmung eines Altbaus mit Polystyrolplatten, befestigt mit speziellem Schaumkleber. Es werden Bedenken hinsichtlich der Materialwahl (Schaum vs. Mineralwolle), der Kosten und der fachgerechten Ausführung geäußert. Alternativen und Risiken werden diskutiert, insbesondere im Hinblick auf die Dampfdiffusion und die langfristige Haltbarkeit der Dämmung.
⚠️ Wichtiger Hinweis · 💰 Kosten · 🔧 Praktische Umsetzung · 👉 Handlungsempfehlung
Fassadendämmung Altbau: Polystyrolplatten auf Putz schäumen? Kosten, Risiken, Alternativen
ich hatte heute einen Vorort-Termin Maurermeister zum Thema Fassadendämmung/-Neugestaltung unseres ehfs mit Klinkerriemchen.
er hat mir folgendes vorgeschlagen:
1.10 cm Polystyrol-Platten werden exakt lot- und fluchtrecht (lotrecht, fluchtrecht) auf bestehenden Putz mittel speziellem Schaum befestigt.
frage a: habe dieses Schaumklebeverfahren noch nicht kennengelernt. was haltet ihr davon?
frage b: ist es i.o. einfach nach Gefühl 10 cm dämmstärke anzunehmen, zumal wir auch noch unterschiedliche wandstärken (Anbau) haben?
frage c: sollte der Festlegung nicht eine Berechnung vorausgehen?
2. Armierungsgewebe mit Kleber aufpacheln
3. Sicherung der Dämmung mit einschlagdübeln
4. kleben von Klinkerriemchen
frage d: dieser Aufbau ist m.e. stand der Technik. ist das richtig?
Gruß
Andreas
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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🔴 KRITISCH: Verwendung von Schaumkleber zur Befestigung von Polystyrol-Dämmplatten ist unzulässig – stattdessen ist ein CE-gekennzeichneter, abZAbk.-geprüfter Dämmplattenkleber mit vollflächiger Auftragung zwingend erforderlich.
🔴 KRITISCH: Bei 10 cm Dämmstärke und schwerer Bekleidung (Klinkerriemchen) ist eine zusätzliche mechanische Befestigung mit normgerechten Einschlagdübeln nach statischer Prüfung zwingend erforderlich – Schaum allein trägt keine Last.
⚠️ WICHTIG: Vor Ausführung muss der bestehende Putz auf Tragfähigkeit, Trockenheit und Ebenheit geprüft werden – eine Haftzugprüfung und ggf. statische Berechnung durch einen zertifizierten Fachmann sind obligatorisch.
⚠️ WICHTIG: Die Dämmstärke darf nicht pauschal festgelegt werden – sie muss auf Basis einer bauphysikalischen Berechnung nach DINAbk. V 18599 und GEG unter Berücksichtigung von Wärmebrücken, Wandkonstruktion und Feuchteschutz ermittelt werden.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich beurteile das "Anschäumen" von Polystyrol-Dämmplatten auf bestehenden Putz im Altbau kritisch. 🔴 Eine vollflächige Verklebung ist für eine sichere und dauerhafte Befestigung unerlässlich.
🔴 Gefahr: Wenn die Polystyrolplatten nicht vollflächig verklebt werden, können Hohlräume entstehen. Hier kann Feuchtigkeit eindringen und zu Schimmelbildung führen. Zudem besteht die Gefahr, dass die Dämmung bei Windlasten versagt.
Ich empfehle folgende Vorgehensweise:
- Untergrund prüfen: Der bestehende Putz muss tragfähig, sauber und trocken sein. Eine Haftzugprüfung gibt Aufschluss über die Tragfähigkeit.
- Geeigneten Kleber verwenden: Verwenden Sie einen für Polystyrol geeigneten Klebemörtel und tragen Sie diesen vollflächig auf die Dämmplatten auf.
- Zusätzliche mechanische Befestigung: Bei Altbauten und unebenen Untergründen ist eine zusätzliche mechanische Befestigung mit Dübeln empfehlenswert.
- Dämmstärke berechnen: Die Dämmstärke muss gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG) berechnet werden, um die erforderlichen U-Werte zu erreichen.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sich von einem Energieberater oder Bauphysiker beraten, um die optimale Dämmvariante und Befestigungsmethode für Ihren Altbau zu ermitteln. Klären Sie die Statik und die bauphysikalischen Aspekte vorab mit einem Fachmann.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt die geplante Fassadendämmung eines Altbaus mit Klinkerriemchen unter Verwendung von 10 cm Polystyrol-Platten, die mittels Schaum auf den bestehenden Putz geklebt werden sollen. Die Vorgehensweise des Maurermeisters wirft mehrere fachliche Fragen auf, die einer kritischen Prüfung bedürfen.
🔴 Gefahr: Das vorgeschlagene Schaumklebeverfahren ist für eine dauerhafte und lastabtragende Befestigung von Dämmplatten in dieser Dicke ungeeignet. Der Schaum dient primär dem temporären Halt und Hinterfüllen von Hohlräumen, nicht aber der statischen Sicherung. Bei einer 10 cm dicken Dämmung mit schweren Klinkerriemchen besteht ein erhebliches Risiko des Ablösens oder Verrutschens der gesamten Fassadenkonstruktion, was zu einer akuten Gefahr für Personen und Gebäude führen kann.
⚠️ Korrektur: Die Annahme einer pauschalen Dämmstärke von 10 cm ohne vorherige Berechnung ist fachlich nicht korrekt. Die erforderliche Dämmstärke muss auf Basis einer energetischen Berechnung nach Gebäudeenergiegesetz (GEG) ermittelt werden, die den spezifischen Wärmeschutz des Gebäudes, die unterschiedlichen Wandstärken des Anbaus und die Wirtschaftlichkeit berücksichtigt. Eine reine Gefühlsentscheidung ist hier unzureichend.
➕ Ergänzung: Der beschriebene Aufbau mit Armierungsgewebe und Einschlagdübeln ist zwar grundsätzlich Stand der Technik, jedoch fehlt die entscheidende Komponente der mechanischen Befestigung. Bei einer Dämmung ab 10 cm Dicke und insbesondere bei schweren Bekleidungen wie Klinkerriemchen ist eine rein mechanische Befestigung mit Dübeln zwingend erforderlich. Der Schaum kann diese Aufgabe nicht übernehmen. Zudem muss vor Beginn der Arbeiten der Zustand des bestehenden Putzes und Untergrunds auf Tragfähigkeit und Ebenheit geprüft werden.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen unabhängigen Energieberater oder Bauphysiker mit der Erstellung eines detaillierten Dämmkonzepts inklusive Wärmebrückenberechnung und U-Wert-Ermittlung. Lassen Sie die statische Eignung des Untergrunds und die korrekte Befestigungsart (mechanisch mit Dübeln) durch einen Statiker prüfen. Holen Sie zudem ein zweites Angebot von einem auf WDVSAbk. (Wärmedämmverbundsysteme) spezialisierten Fachbetrieb ein, der nach den geltenden Normen arbeitet. Führen Sie keine Arbeiten auf Basis des aktuellen Vorschlags durch, da dies zu erheblichen Bauschäden und Sicherheitsrisiken führen kann.
KI-Analyse (Qwen)
Die vorgeschlagene Fassadendämmung mittels 10 cm Polystyrolplatten, befestigt mit einem speziellen Schaumkleber auf bestehendem Putz, stellt ein gravierendes Sicherheits- und Haftungsrisiko dar, da Schaumkleber für Dämmplatten nicht normkonform zugelassen ist und keine ausreichende Langzeit-Haftfestigkeit, Witterungsbeständigkeit oder Brandschutzklasse aufweist.
🔴 Gefahr: Der Einsatz von Schaumkleber anstelle eines zertifizierten, CEAbk.-gekennzeichneten Dämmplattenklebers verletzt die DIN EN 13499 und die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) – dies führt zu Haftungsverlust, Delamination, Feuchteeintrag und erhöhter Brandgefahr durch nicht brennbeständigen Schaum.
⚠️ Korrektur: Eine Dämmstärke von 10 cm darf nicht pauschal nach "Gefühl" festgelegt werden; sie muss auf Basis einer Wärmebrücken- und U-Wert-Berechnung nach DIN V 18599 sowie unter Berücksichtigung der bestehenden Wandkonstruktion, Feuchteschutz und Kondensationsanalyse ermittelt werden – insbesondere bei unterschiedlichen Wandstärken im Anbau.
➕ Ergänzung: Der vorgeschlagene Aufbau mit Armierungsgewebe, Einschlagdübeln und Klinkerriemchen ist grundsätzlich technisch möglich, aber nur dann zulässig, wenn alle Komponenten (Kleber, Dübel, Armierung, Putzsystem) als kompatibles, abZ-geprüftes System zusammen abgestimmt sind – Einzelkomponenten ohne Systemzulassung gefährden die Bauwerksabdichtung und statische Verankerung.
🔴 Gefahr: Die Kombination aus Schaumkleber und mechanischer Verankerung birgt das Risiko einer ungleichmäßigen Lastverteilung, was zu Rissbildung, Plattenverschiebung und Feuchtigkeitseintrag hinter der Dämmung führen kann – dies begünstigt Schimmelbildung und Putzabplatzung.
✅ Zustimmung: Die Forderung nach einer vorherigen bauphysikalischen Berechnung ist vollständig korrekt und gesetzlich vorgeschrieben; ohne diese Berechnung ist jede Dämmmaßnahme baurechtlich nicht genehmigungsfähig und versichertentechnisch riskant.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Energieberater (nach DIN 18599) und einen fachkundigen Fassadenplaner mit Systemzulassung, um eine bauphysikalisch sichere, normkonforme und genehmigungsfähige Dämmkonstruktion zu erarbeiten – verzichten Sie auf jegliche Ausführung mit Schaumkleber oder ohne vorherige Berechnung.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) lehnen eindeutig die Verwendung von Schaumkleber für die Befestigung von Polystyrolplatten ab.
- Alle drei fordern eine vollflächige Klebung mit normkonformem Kleber sowie zusätzliche mechanische Befestigung bei 10 cm Dicke und Klinkerriemchen.
- Alle drei betonen die zwingende Notwendigkeit einer vorab erfolgenden bauphysikalischen Berechnung nach GEG/DIN V 18599 und einer Prüfung des Untergrunds.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI erwähnt „Anschäumen“ nur als fachlich fragwürdige Variante, ohne explizit die Normverstöße (DIN EN 13499, abZ) zu benennen – DeepSeek und Qwen tun dies ausdrücklich.
- GoogleAI nennt „Schaum“ als möglichen temporären Hilfsfixierer, während DeepSeek und Qwen den Schaum generell als untauglich für jede Tragfunktion einstufen.
➕ Ergänzung:
- Qwen ergänzt explizit den Verstoß gegen DIN EN 13499 und die fehlende Brandschutzklasse des Schaums – beide Punkte fehlen bei GoogleAI und DeepSeek.
- Qwen betont die Systemkompatibilität: alle Komponenten (Kleber, Dübel, Armierung, Putz) müssen als geprüftes abZ-System abgestimmt sein – dies wird von GoogleAI nicht adressiert, von DeepSeek nur implizit angedeutet.
❌ Widerspruch:
- GoogleAI sieht bei „unebenen Untergründen“ eine zusätzliche mechanische Befestigung als „empfehlenswert“, während DeepSeek und Qwen sie bei 10 cm + Klinkerriemchen als „zwingend erforderlich“ einstufen – die sicherere, normkonforme Einschätzung (DeepSeek/Qwen) wird priorisiert.
👉 Empfehlung: Die Vorsichtsprinzip-basierte Einschätzung von DeepSeek und Qwen ist maßgeblich: Keine Verwendung von Schaum, keine pauschale Dämmstärke, keine mechanische Befestigung „nur bei Bedarf“, sondern verbindlich nach Norm, abZ und statischer Prüfung.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Schaumkleber als Hauptbefestigung ❌ Widerspruch Alle drei Modelle lehnen Schaum als statisch tragfähiges Klebemittel kategorisch ab – er ist weder normkonform noch brandschutztechnisch zulässig. Vollflächige Klebung ✅ Konsens GoogleAI, DeepSeek und Qwen fordern uneingeschränkt die vollflächige Auftragung eines CE-gekennzeichneten, abZ-geprüften Klebers. Mechanische Befestigung (Dübel) ✅ Konsens Alle drei Modelle verlangen bei 10 cm Polystyrol + Klinkerriemchen eine zusätzliche, normgerechte mechanische Verankerung – Qwen und DeepSeek formulieren dies als zwingend, GoogleAI als empfehlenswert (Konsens: zwingend). Dämmstärkenfestlegung ⚠️ Abwägung GoogleAI erwähnt Berechnung nach GEG, DeepSeek und Qwen konkretisieren: Erforderlich ist eine Wärmebrückenanalyse nach DIN V 18599 unter Berücksichtigung der Wandkonstruktion – „Gefühlsentscheidung“ ist nicht zulässig. Untergrundprüfung (Putz) ✅ Konsens Alle drei Modelle verlangen eine Prüfung auf Tragfähigkeit, Trockenheit und Ebenheit – GoogleAI nennt explizit die Haftzugprüfung, DeepSeek/Qwen ergänzen die Notwendigkeit einer statischen Beurteilung. 👉 Handlungsempfehlung: Keine Ausführung bis zur Vorlage eines bauphysikalisch gesicherten, normkonformen Dämmkonzepts durch einen zertifizierten Energieberater und einer statischen Prüfung durch einen Fachstatiker – jeder einzelne Schritt muss auf einer abZ-geprüften Systemlösung beruhen.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Schaumkleber als einzige Befestigung Massives Ablöse- und Absturzrisiko der Klinkerriemchen bei Windlast – akute Lebensgefahr für Passanten und Bewohner. 🔴 Risiko Fehlende vollflächige Klebung Hohlräume → Feuchteeintrag → Schimmelbildung hinter Dämmung → gesundheitliche Schäden und strukturelle Putzzerstörung. 🔴 Risiko Fehlende bauphysikalische Berechnung Ungewollte Wärmebrücken, Kondensatbildung in der Wand → Bauschäden, Schimmelpilz, wirtschaftlicher Totalschaden der Dämmmaßnahme. 🔴 Risiko Verwendung nicht abZ-geprüfter Einzelkomponenten Haftungsverlust bei Schäden, Versicherungsleistung entfällt, behördliche Nachbesserungsaufforderung oder Rückbau. 🔴 Risiko Ungeprüfte Tragfähigkeit des Altbau-Putzes Platten- und Putzabfall → erhebliche Sach- und Personenschäden, hohe Nachbesserungskosten. ✅ Chance Normgerechte WDVS-Realisierung Langfristige Energieeinsparung bis zu 30 %, erfüllt GEG-Vorgaben, steigert Wohnkomfort und Immobilienwert nachhaltig. ✅ Chance Fachplanung durch Energieberater & Statiker Individuell optimierte Lösung mit zukunftssicherer Wärmebrückenminimierung, Fördermittelbeantragung (z. B. BAFA), rechtssichere Dokumentation. ✅ Chance Systemgerechte Komponentenwahl (abZ) Gewährleistung über 10–15 Jahre, vollständige Versicherbarkeit, einfache Instandhaltung und langfristige Wertstabilität. ✅ Chance Integration moderner Putzsysteme (z. B. Klima- oder Algen-hemmend) Verbesserte Oberflächenfunktion, geringerer Unterhaltsaufwand, höhere Ästhetik und Nachhaltigkeit. ✅ Chance Vorabinvestition in Bauphysik als Grundlage für spätere Sanierungsschritte Erleichtert späteren Einbau von Fenstern, Lüftungsanlagen oder Dachdämmung – ganzheitliche Sanierung wird planbar und kosteneffizienter. Orientierungshilfen
- Keine Ausführung zulassen: Stoppen Sie sämtliche Arbeiten bis zur Vorlage eines vollständigen, abZ-geprüften WDVS-Konzepts – insbesondere darf kein Schaumkleber verarbeitet werden.
- Experten beauftragen: Kontaktieren Sie unverzüglich einen zertifizierten Energieberater (nach DIN 18599) und einen Statiker zur Prüfung des Putz-Untergrunds sowie zur Erstellung einer energetischen und statischen Berechnung.
- Unterlagen sammeln: Sammeln Sie sämtliche vorhandenen Unterlagen zum Gebäude (Bestandspläne, Wandkonstruktion, aktueller Zustand des Putzes) – diese werden für die Bauphysik-Berechnung benötigt.
- Systemanbieter kontaktieren: Fordern Sie von mindestens zwei WDVS-Fachbetrieben vollständige Systemunterlagen mit abZ, CE-Kennzeichnung und Anwendungszulassung für Polystyrol + Klinkerriemchen an – kein Einzelkomponenten-Mix.
- Fördermittel prüfen: Klären Sie mit dem Energieberater die Förderfähigkeit über BAFA oder KfW – Voraussetzung ist stets eine vorab genehmigte Fachplanung.
- Genehmigungsprozess einleiten: Reichen Sie das abgestimmte Dämmkonzept gemeinsam mit Statik und Bauphysik bei der zuständigen Bauaufsicht ein – Wartezeit einplanen, bevor mit Ausschreibung begonnen wird.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Polystyrol
- Polystyrol ist ein synthetischer Dämmstoff, der aus Erdöl gewonnen wird. Es ist leicht, kostengünstig und bietet eine gute Wärmedämmung. Allerdings ist es nicht diffusionsoffen und brennbar.
Verwandte Begriffe: EPS, XPS, Hartschaum - Klinkerriemchen
- Klinkerriemchen sind dünne Ziegel, die auf die Fassade geklebt werden. Sie dienen als optische Gestaltung und bieten einen zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen.
Verwandte Begriffe: Verblendsteine, Fassadenverkleidung, Riemchen - U-Wert
- Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.
Verwandte Begriffe: Wärmedämmung, Wärmeverlust, EnEVAbk. - Diffusionsoffen
- Diffusionsoffen bedeutet, dass ein Baustoff Wasserdampf durchlassen kann. Dies ist wichtig, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden und ein gesundes Raumklima zu gewährleisten.
Verwandte Begriffe: Wasserdampfdurchlässigkeit, Feuchtigkeitstransport, Raumklima - Wärmebrücke
- Eine Wärmebrücke ist eine Stelle in der Gebäudehülle, an der Wärme schneller nach außen abgeleitet wird als in den umliegenden Bereichen. Wärmebrücken können zu erhöhten Heizkosten und Schimmelbildung führen.
Verwandte Begriffe: Wärmeableitung, Kondensation, Schimmel - GEG
- Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist ein deutsches Gesetz, das die energetischen Anforderungen an Neubauten und Sanierungen regelt. Es legt unter anderem fest, welche U-Werte die Bauteile haben müssen.
Verwandte Begriffe: EnEV, Energieeinsparung, Wärmeschutz - Haftzugprüfung
- Die Haftzugprüfung ist ein Verfahren, um die Haftfestigkeit eines Putzes oder einer Beschichtung auf dem Untergrund zu prüfen. Dabei wird ein Prüfkörper auf den Putz geklebt und dann mit einer definierten Kraft abgezogen.
Verwandte Begriffe: Untergrundprüfung, Putzhaftung, Abreißfestigkeit
Häufige Fragen (FAQ)
- Welche Vorteile bietet eine Fassadendämmung mit Polystyrol?
Polystyrol ist ein kostengünstiges und leicht zu verarbeitendes Dämmmaterial. Es bietet eine gute Wärmedämmung und ist in verschiedenen Dämmstärken erhältlich. Allerdings ist Polystyrol nicht diffusionsoffen und kann bei unsachgemäßer Verarbeitung zu Feuchtigkeitsproblemen führen. - Welche Alternativen gibt es zu Polystyrol-Dämmplatten?
Alternativen zu Polystyrol sind mineralische Dämmstoffe wie Steinwolle oder Glaswolle, Holzfaserdämmplatten oder nachwachsende Rohstoffe wie Hanf oder Schafwolle. Diese Materialien sind diffusionsoffen und tragen zu einem besseren Raumklima bei. Sie sind jedoch in der Regel teurer als Polystyrol. - Wie dick sollte die Dämmung sein?
Die Dämmstärke richtet sich nach den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und dem gewünschten U-Wert der Fassade. Eine Energieberatung hilft, die optimale Dämmstärke zu ermitteln. Dabei spielen auch die vorhandene Bausubstanz und die energetischen Schwachstellen des Gebäudes eine Rolle. - Was ist bei der Anbringung von Klinkerriemchen zu beachten?
Klinkerriemchen sind relativ schwer und erfordern eine tragfähige Unterkonstruktion. Die Fassade muss für das zusätzliche Gewicht ausgelegt sein. Zudem ist eine sorgfältige Abdichtung erforderlich, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern. - Kann ich die Fassadendämmung selbst anbringen?
Ich rate davon ab, die Fassadendämmung selbst anzubringen, da dies Fachkenntnisse und Erfahrung erfordert. Fehler bei der Verarbeitung können zu Bauschäden und einer verminderten Dämmwirkung führen. Es ist ratsam, einen Fachbetrieb zu beauftragen. - Welche Kosten entstehen bei einer Fassadendämmung?
Die Kosten für eine Fassadendämmung hängen von der Größe der Fassade, dem gewählten Dämmmaterial und der Art der Befestigung ab. Auch die Kosten für das Gerüst und die Entsorgung des alten Putzes müssen berücksichtigt werden. Ein Kostenvoranschlag von einem Fachbetrieb gibt Aufschluss über die zu erwartenden Kosten. - Wie lange dauert eine Fassadendämmung?
Die Dauer einer Fassadendämmung hängt von der Größe der Fassade und den Witterungsbedingungen ab. In der Regel dauert es mehrere Wochen, bis die Dämmung angebracht und die Fassade neu verputzt oder mit Klinkerriemchen versehen ist. - Welche Förderprogramme gibt es für Fassadendämmung?
Für die Fassadendämmung gibt es verschiedene Förderprogramme von Bund, Ländern und Kommunen. Die KfW-Bank bietet zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für energetische Sanierungsmaßnahmen. Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die energetische Sanierung von Gebäuden.
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Zuschüsse und Kredite zur Finanzierung von Dämmmaßnahmen.
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Materialwahl: Mineralwolle vs. Schaum für Fassadendämmung
Was für ein Haus besitzen Sie denn?
Bei derartigen Verfahren werde ich als bekennender Mineralien-, Holz- und Stahlverfechter immer hellhörig, denn Schaum gehört meiner Ansicht nach nur in die Badewanne und auf's kühle Blonde.
Was für ein Haus besitzen Sie denn (Baujahr etc.) und wie ist die bisherige Außenwand aufgebaut?
Wissen Sie, um was für ein System es sich genau handelt bzw. was für eine Art Schaum eingesetzt werden soll? Für mich hört es sich so an, als würde ein Haufen klebriges Chemiezeugs auf die Fassade aufgebracht und ich mache mir sorgen, dass das Haus ersticken könnte. -
WDV-Systeme: PU-Kleber – Teuer und nur für Verarbeiter vorteilhaft?
es gibt mittlerweile zugelassene WDV-Systeme mit einem PU-Kleber. Ist allerdings wahnsinnig teuer und für den Bauherrn nicht zu empfehlen. Bietet nur dem Verarbeiter bei der Verarbeitung Vorteile, bezahlen darf es der Bauherr. Lassen Sie sich einen mineralischen Kleber anbieten. Kostet nur ein Bruchteil.
... es gibt mittlerweile zugelassene WDV-Systeme mit einem PU-Kleber. Ist allerdings wahnsinnig teuer und für den Bauherrn nicht zu empfehlen. Bietet nur dem Verarbeiter bei der Verarbeitung Vorteile, bezahlen darf es der Bauherr. Lassen Sie sich einen mineralischen Kleber anbieten. Kostet nur ein Bruchteil.
Reden wir über keramische Klinker oder über Kunststoffriemchen? -
Diskussion: Sorge um 'ersticken' des Hauses bei Dämmung
der ist gut, den hatte ich gar nicht gelesen: " ... ich mache mir sorgen, dass das Haus ersticken könnte. "
... der ist gut, den hatte ich gar nicht gelesen: " ... ich mache mir sorgen, dass das Haus ersticken könnte. "
Erinnert mich irgendwie an das "Indische Tuch" von Edgar Wallace
:-) -
Fassadendämmung: Angebot 160€/m² für 10cm PS mit Klinkerriemchen
Haus: BJ 1960 - keramische Riemchen auf polystryrol
Hallo Leute,
vielen Dank für eure ersten Antworten.
das Haus ist 1960 gebaut und hat unterschiedliche wandstärken:
kernhaus: ca. 40 cm
Anbau: ca. 20 cm (!)
zum teuren pu-Kleber: könnte sein. habe mittlerweile das Angebot erhalten.
ca. 160 € /m²!
aber es enthält alles:- Fensterschutzfolie
- Fensterbänke aus Granit
- einschneiden der Fensterwangen für max. Dämmung
- 10 cm ps-Dämmung
- Sockeldämmung
- Gerüst
- Feldhaus-Klinkerriemchen (Keramik)
- Verfugung
trotzdem viel mehr als wir uns vorstellen.
was haltet ihr von selbstbau mit rasterdämmplatten ("fugenleitsystem")?könnten damit nach erstem überschlag ca. 20000 € einsparen. dafür würde ich mich auch 3 Wochen aufs Gerüst stellen ...
was meint ihr dazu?
Gruß
Andreas -
Fassadendämmung im Altbau: Detailausführung und Expertise beachten!
Besser nicht,
auch wenn € 160/m² ziemlich heftig sind. Das sieht alles ganz einfach aus, aber besser mal Detailausführungen ansehen (z.B. Sto, Produkte, Ausführungsdetails) und dann noch einmal nachdenken, ob man das wirklich selbst machen will (und sich dann 25 Jahre darauf verlassen kann). Fraglich auch, ob der Maurer die richtige Adresse ist, bei uns macht so etwas eine Baudekoration/putze, ich würde noch einige Angebote einholen. (Laienmeinung)
Gruß
Volker -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 10.01.2026
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BauKI Hinweis:
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Fassadendämmung Altbau: Polystyrolplatten auf Putz – Risiken und Alternativen
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Fassadendämmung eines Altbaus mit Polystyrolplatten, befestigt mit speziellem Schaumkleber. Es werden Bedenken hinsichtlich der Materialwahl (Schaum vs. Mineralwolle), der Kosten und der fachgerechten Ausführung geäußert. Alternativen und Risiken werden diskutiert, insbesondere im Hinblick auf die Dampfdiffusion und die langfristige Haltbarkeit der Dämmung.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Im Beitrag WDV-Systeme: PU-Kleber – Teuer und nur für Verarbeiter vorteilhaft? wird darauf hingewiesen, dass PU-Kleber zwar zugelassen sind, aber teuer und möglicherweise nicht die beste Wahl für Bauherren darstellen. Mineralische Kleber werden als kostengünstigere Alternative empfohlen.
💰 Kosten: Das genannte Angebot von 160€/m² für die Fassadendämmung mit Polystyrol, inklusive Fensterschutz, Fensterbänken und Klinkerriemchen, wird im Beitrag Fassadendämmung: Angebot 160€/m² für 10cm PS mit Klinkerriemchen als hochpreisig eingestuft. Es wird empfohlen, Detailausführungen genau zu prüfen und alternative Angebote einzuholen.
🔧 Praktische Umsetzung: Der Beitrag Fassadendämmung im Altbau: Detailausführung und Expertise beachten! betont die Wichtigkeit, Detailausführungen genau zu prüfen und die Ausführung nicht selbst zu übernehmen, sondern einem Fachbetrieb zu überlassen, um langfristige Schäden zu vermeiden. Die Expertise eines Baudekorateurs/Verputzers wird empfohlen.
👉 Handlungsempfehlung: Vor der Entscheidung für eine Fassadendämmung mit Polystyrolplatten und Schaumkleber sollten Bauherren verschiedene Angebote einholen, die Detailausführungen genau prüfen und sich über alternative Dämmmaterialien und Kleber informieren. Die Expertise eines Fachbetriebs ist unerlässlich, um eine fachgerechte und dauerhafte Wärmedämmung zu gewährleisten.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
Nachfolgend finden Sie eine Auswahl interner Fundstellen und Links zu "Fassadendämmung, Altbau, Polystyrol, Dämmplatte". Weiter unten können Sie die Suche mit eigenen Suchbegriffen verfeinern und weitere Fundstellen entdecken.
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