Sachverständigenkosten bei Baumängeln: Wer zahlt bei VOB-Vertrag?
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Sachverständigenkosten bei Baumängeln: Wer zahlt bei VOB-Vertrag?

Foto von Helmuth Plecker

Habe folgenden Fall, den ich hier zur Diskussion Stelle: Grundlage (VOBAbk.-Vertrag, Generalübernehmer errichtet Leistung durch Erfüllungsgehilfen Subunternehmer).
Bauherr rügt vor Abnahme einen Mangel an den Generalübernehmer. Generalübernehmer führt diesen Mangel ins Protokoll der Abnahme mit dem Sub (Bau) Unternehmer auf. Beide (Generalübernehmer und BU) erkennen Mangel an. Es kommt zu einem Ortstermin bei dem alle Parteien zugegen sind. Bauherr bestellt einen SV hinzu, der damit beauftragt wurde, festzustellen, dass es sich um einen Mangel handelt und welche Minderung hieraus zu ermitteln sei. Man kommt zur Einigung, dass keine Minderung durchgesetzt wird, sondern eine Mängelbeseitigung durch Wandlung. Der SV sagt selbst, dass er hierzu nichts beitragen könne, sondern diese Einigung durch die Parteien selbst herbeigeführt werden müssen. Nun fordert Bauherrn vom Generalübernehmer die Übernahme des Honorars des von ihm bestellten SV. Wie seht Ihr das?
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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    Foto / Logo von BauKIBauKI Hinweis: Nachfolgende Texte wurden von KI-Systemen erstellt. KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung! Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt. Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).

    Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme

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    Die Frage der Kostenübernahme für einen Sachverständigen (SV) bei Baumängeln im Rahmen eines VOBAbk.-Vertrags ist komplex und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ich empfehle, folgende Aspekte zu berücksichtigen:

    • Beweissicherung: Wenn der Bauherr einen Mangel rügt und zur Beweissicherung einen SV beauftragt, können die Kosten zunächst vom Bauherrn zu tragen sein.
    • Verursacherprinzip: Grundsätzlich ist der Verursacher des Mangels (in diesem Fall der Generalübernehmer oder Subunternehmer) verpflichtet, den Mangel zu beseitigen und die damit verbundenen Kosten zu tragen.
    • Einigung: Wenn sich die Parteien (Bauherr, Generalübernehmer, Subunternehmer) über die Mängelbeseitigung und die Kostenübernahme einigen, ist dies die einfachste Lösung.
    • Gerichtliche Klärung: Wenn keine Einigung erzielt werden kann, muss die Frage der Kostenübernahme gegebenenfalls gerichtlich geklärt werden.

    👉 Handlungsempfehlung: Ich empfehle, die vertraglichen Vereinbarungen (VOB-Vertrag) genau zu prüfen und gegebenenfalls rechtlichen Rat einzuholen, um die Erfolgsaussichten einer Kostenübernahme durch den Generalübernehmer oder Subunternehmer zu beurteilen.

    📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt

    VOB-Vertrag
    Die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) ist ein Regelwerk, das die Vertragsbedingungen für Bauleistungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer festlegt. Sie besteht aus den Teilen A, B und C. Die VOB/B wird häufig als allgemeine Geschäftsbedingung in Bauverträgen verwendet.
    Verwandte Begriffe: Bauvertrag, Werkvertrag, BGBAbk.-Vertrag
    Baumangel
    Ein Baumangel ist eine Abweichung vom Soll-Zustand eines Bauwerks, die dessen Wert oder Gebrauchstauglichkeit beeinträchtigt. Er kann durch fehlerhafte Planung, Ausführung oder Material verursacht werden.
    Verwandte Begriffe: Sachmangel, Gewährleistung, Mängelbeseitigung
    Sachverständiger (SV)
    Ein Sachverständiger ist eine Person mit besonderer Fachkenntnis, die zur Begutachtung von Sachverhalten herangezogen wird. Im Baubereich beurteilen SV Baumängel und erstellen Gutachten.
    Verwandte Begriffe: Gutachter, Bausachverständiger, Schadensgutachter
    Generalübernehmer
    Ein Generalübernehmer (GÜ) übernimmt die Gesamtverantwortung für die Errichtung eines Bauwerks, einschließlich Planung und Ausführung. Er beauftragt in der Regel Subunternehmer mit der Ausführung einzelner Gewerke.
    Verwandte Begriffe: Generalunternehmer, Bauunternehmer, Totalunternehmer
    Subunternehmer
    Ein Subunternehmer ist ein Unternehmen, das von einem Hauptunternehmer (z.B. Generalübernehmer) mit der Ausführung von Teilleistungen beauftragt wird. Er ist dem Hauptunternehmer gegenüber verantwortlich.
    Verwandte Begriffe: Nachunternehmer, Zulieferer, Handwerker
    Mängelbeseitigung
    Die Mängelbeseitigung umfasst alle Maßnahmen, die erforderlich sind, um einen Baumangel zu beheben und den Soll-Zustand des Bauwerks wiederherzustellen. Sie ist die Pflicht des Auftragnehmers im Rahmen der Gewährleistung.
    Verwandte Begriffe: Nachbesserung, Reparatur, Instandsetzung
    Beweissicherung
    Die Beweissicherung dient dazu, den Zustand eines Bauwerks oder Bauteils zu einem bestimmten Zeitpunkt zu dokumentieren, um spätere Streitigkeiten über Mängel oder Schäden zu vermeiden. Sie kann durch Gutachten, Fotos oder Videos erfolgen.
    Verwandte Begriffe: Zustandsfeststellung, Dokumentation, Beweisverfahren

    ❓ Häufige Fragen (FAQ)

    1. Wer trägt die Kosten für einen Sachverständigen, wenn ein Baumangel vorliegt?
      Die Kostenübernahme hängt von der Verantwortlichkeit für den Mangel und den vertraglichen Vereinbarungen ab. Oft trägt der Verursacher die Kosten, aber der Bauherr muss eventuell vorab investieren.
    2. Was ist ein VOB-Vertrag und welche Bedeutung hat er bei Baumängeln?
      Ein VOB-Vertrag (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) regelt die Rechte und Pflichten von Bauherr und Auftragnehmer. Er ist relevant für die Haftung bei Mängeln und die Gewährleistung.
    3. Kann der Bauherr die Kosten für den Sachverständigen vom Generalübernehmer zurückfordern?
      Ja, wenn der Generalübernehmer für den Mangel verantwortlich ist und dies nachgewiesen werden kann, kann der Bauherr die Kosten für den Sachverständigen zurückfordern.
    4. Was passiert, wenn sich die Parteien nicht über die Mängelbeseitigung einigen können?
      Wenn keine Einigung erzielt wird, kann der Bauherr den Mangel gerichtlich feststellen lassen und den Generalübernehmer zur Mängelbeseitigung und Kostenerstattung verklagen.
    5. Welche Rolle spielt das Abnahmeprotokoll bei der Kostenübernahme für einen Sachverständigen?
      Das Abnahmeprotokoll dokumentiert vorhandene Mängel und kann als Beweismittel dienen. Es ist wichtig, Mängel im Protokoll festzuhalten, um spätere Ansprüche geltend machen zu können.
    6. Was bedeutet Minderung im Zusammenhang mit Baumängeln?
      Minderung bedeutet eine Reduzierung des Werklohns aufgrund eines Mangels. Der Bauherr kann eine Minderung verlangen, wenn der Mangel den Wert des Bauwerks mindert.
    7. Was ist ein Erfüllungsgehilfe und welche Haftung hat er?
      Ein Erfüllungsgehilfe ist eine Person, die vom Auftragnehmer (z.B. Generalübernehmer) zur Erfüllung seiner Pflichten eingesetzt wird. Der Auftragnehmer haftet für das Verschulden seines Erfüllungsgehilfen.
    8. Welche Bedeutung hat ein Ortstermin mit allen Parteien bei Baumängeln?
      Ein Ortstermin dient dazu, den Mangel zu begutachten und eine gemeinsame Lösung zu finden. Er kann helfen, Streitigkeiten zu vermeiden und die Mängelbeseitigung zu beschleunigen.

    🔗 Verwandte Themen

    • Gewährleistung bei Bauleistungen
      Rechte und Pflichten von Bauherr und Auftragnehmer bei Mängeln nach der Abnahme.
    • Beweislast bei Baumängeln
      Wer muss was beweisen, wenn ein Mangel auftritt?
    • Selbstständiges Beweisverfahren
      Gerichtliches Verfahren zur Klärung von Tatsachen vor einem eigentlichen Rechtsstreit.
    • Die Rolle des Architekten bei Baumängeln
      Haftung und Verantwortlichkeiten des Architekten bei Planungs- und Ausführungsfehlern.
    • Bauzeitverlängerung durch Mängel
      Ansprüche des Auftragnehmers bei Verzögerungen durch Mängelbeseitigung.
  2. Sachverständigenkosten: Auftraggeber zahlt Parteiengutachten

    Foto von Lieselotte Tussing

    Parteiengutachten
    und folglich vom Auftraggeber zu bezahlen.
    Würde ich auf Anhieb sagen.

    Allerdings: was steht denn bezüglich Einschaltung SV im Vertrag zwischen Generalübernehmer und Bauherrn?

    • Name:
  3. VOB-Vertrag: Keine Vereinbarung zu Sachverständigenkosten

    Foto von

    Nichts ...
    Nichts außer das freiwillige Beweissicherungsverfahren meinerseits auch von mir zu bezahlen sind. Ansonsten VOBAbk.!
  4. Sachverständigenkosten: Wer zahlt bei fehlender Vereinbarung?

    Wenn es vorab keine Vereinbarung gibt
    dann zahlt jeder seinen mitgebtrachten Sachverständigen. Grundsatz: jeder Partei ist es gestattete (Bauherr und Firmen) Sonderfachleute hinzuzuziehen, natürlich erfolgt dies jeweils auf eigene Rechnung. Ausnahme: Sonderregelungen im Bauvertrag über die Hinzuziehung von Sachverständigen im Streitfall.
    Bei Ihnen scheint aber gar kein Streitfall vorzuliegen, da die Ausführenden den Mangel widerspruchslos anerkannt haben. Somit zahlt der Bauherr den von ihm hinzugeholten Sachverständigen selbst.
    Gruß aus Berlin
  5. VOB §4 & §13: Bauherr argumentiert mit Rechtsprechung

    Foto von

    Sehe ich auch so, aber Bauherr ...
    Sehe ich auch so, aber Bauherr argumentiert so:
    § 4 Abs. 7 S. 2 bzw. § 13 Abs. 7 VOBAbk.
    Hierzu auch höchstrichterliche Rechtsprechung:
    BGH, VII ZR 392/00 v. 13.09.01, BGH, VII ZR 71/69 v. 22.10.70, BGHZ 54,352, 358)
    ... obwohl das Haus noch nicht abgenommen ist!
  6. Sachverständiger: Einsatz bei Abnahme entscheidend?

    Foto von

    bezüglich der
    Literaturstellen verstehe ich den Zusammenhang nicht (nochmal nachgucken bitte).
    Ich würde ihm § 12 Abnahme Nr. 4. (1) ... Jede Partei kann auf ihre Kosten einen Sachverständigen zuziehen ... entgegen halten.

    Übrigens: Abnahme ist doch erfolgt, der Sachverständige war doch im Rahmen der Abnahme da. Deshalb auch meine Frage, ob diesbezüglich was im Vertrag enthalten war (Einsatz des SV zur Abnahme trägt der AN ... oder so).
    Was steht denn im Urteil?

    • Name:
  7. Sachverständiger: Wandlung wegen optischem Mangel möglich?

    Foto von

    Nein, TU!
    Der SV war nicht wegen der Abnahme da, sondern nur, weil der Mangel da ist. Der Bauherr wollte lediglich wissen, ob eine Wandlung des Mangels möglich ist, da es sich um eine optischen Mangel handelt, mit dem er nicht leben kann  -  zur Ehrenrettung des Bauherren: Der Mangel ist in der Tat nicht schön (Flecken im Sichtbeton).
  8. Baumängel: Berücksichtigung verlängerter Nutzungsdauer?

    Foto von

    Urteile
    habe mal nachgesehen:
    zum ersten:
    Werden Bauwerksmängel auf Kosten des dafür verantwortlichen Unternehmers beseitigt, stellt sich immer wieder die Frage nach der Berücksichtigung einer verlängerten Nutzungsdauer des Werkes. Jeder Eigentümer muss sich darauf einstellen, nach einem gewissen Zeitraum bestimmte Bauteile ohnehin erneuern zu lassen. Wird nun, was keine Seltenheit ist, 10 oder gar 15 Jahre nach der Erstellung des Gebäudes ein Bauteil wegen Mängeln auf Kosten des Unternehmers oder Planers vollständig erneuert, fließt dem Eigentümer des Bauwerks ein Vorteil zu. Das Bauteil ist nun wieder neuwertig und der Bauherr muss nun die Erneuerung erst wesentlich später vornehmen. Der Bundesgerichtshof hatte sich kürzlich im Zusammenhang mit der mangelbedingten Neuherstellung eines Hallendaches mit dieser Frage zu befassen. Verlängerte Nutzungsdauer ist danach dann zu berücksichtigen, wenn sich der Mangel erst verhältnismäßig spät auswirkt und der Auftraggeber bis dahin keine Gebrauchsnachteile hinnehmen musste (BGH, Urteil vom 13.09.01, VII ZR 392/00).
    zum zweiten:

    da geht es um die Beteiligung des Auftraggebers an den Mängelbeseitigungskosten.
    Außerdem ist es ein Uralt-Urteil, das sicher längst überholt ist.
    Ich glaube, der will dich aufs Glatteis führen, Helmuth!
    Keine Rechtsberatung ...!

    • Name:
  9. Kostenübernahme: VOB vor Abnahme entscheidend!

    Foto von

    Glatteis?  -  mich?
    Hallo TU!
    Mich führt man so schnell nicht auf Glatteis. Die VOBAbk. kenne ich sehr gut und außerdem bin ich sowie ein "kleiner Hobbyjurist". *grins*
    Außerdem gibt es doch BAU.DE *breitgrins*
    Ich sehe das auch so. Das Urteil, dass hier zitiert wird, regelt die Kostenübernahme NACH Abnahme. Das habe ich dem Bauherren auch erklärt. In diesem Fall geht es jedoch um einen Sachverhalt VOR Abnahme. Und der Mangel wurde anerkannt und ist nicht streitig.
  10. Mangelkosten: Verursacher muss Kosten mittragen!

    Foto von Stefan Ibold

    ich weiß ja nicht
    Moin,
    irgendwie liegt mir an, dass wenn Mängel vorhanden sind, die Kosten, die entstanden sind, um diesen Mangel zu erkennen, vom Verursacher mit übernommen werden müssten.
    Dabei scheint es egal, ob vor oder nach einer Abnahme. Die bringt doch lediglich die Umkehr der Beweislast.
    Grüße
    Stefan Ibold
  11. Sachverständigenkosten: Anerkannter Mangel – Wer zahlt?

    Nein, sehe ich nicht so ...
    GÜ und Bauunternehmer haben doch im Grunde den Mangel anerkannt. Bauherr hat nun ein SV hinzugezogen, der ihm bestätigt dass es ein Mangel ist. Wozu, wenn der Mangel schon anerkannt war?
    Die Minderung oder Wandlung hätte man mit Sicherheit auch ohne SV bewerkstelligen können. Deshalb sehe ich die Kosten beim Besteller. Anders wäre es wahrscheinlich, wenn Mängel abgestritten worden wären. Wurden sie aber nicht.
    Eines der Urteile ist in unserer Datenbank, Link folgend.
    Gruß
  12. VOB §4 & §13: Sachverständigenkosten als Schadenersatz?

    Nachgrübel ... ja aber:
    § 4 Abs. 7 schreibt vor, dass der Unternehmer den von ihm verursachten Schaden zu beseitigen hat. Die Beauftragung eines Sachverständigen durch den Bauherrn dürfte wohl nicht unter den Begriff "Schadensersatz" fallen.
    § 13 Abs. 7 heißt: " ... so ist der Auftragnehmer außerdem verpflichtet, dem Auftraggeber den Schaden an der baulichen Anlage zu ersetzen, ... "
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Sachverständige sich gern als "Schaden an der baulichen Anlage" versteht!
    Davon unabhängig gibt es natürlich Rechtsprechungen, die für den Nichtljuristen nur schwerlich nachvollziehbar sind. Kann sein, dass der Sachverständige im Einzelfall doch als erforderliche Nebenkosten gerechnet wird, wenn es sich bei dem Bauherrn um einen Nicht-Baufachmann handelt. In slchen Fällen entscheiden Richter häufiger, dass die Rechnung des SV auch vom Ausführenden zu übernehmen ist, der Regelfall ist dies jedoch nicht.
    Nun kenne ich Ihren Speziellen Fall natürlich nicht und kann deshalb recht wenig sagen über die rechtliche Durchsetzbarkeit derartiger Forderungen. Die Begründugn mit der VOBAbk. scheint mir jedenfalls erst mal nicht vordringlich geeignet. Aber Achtung: Ich bin kein Jurist, habe also sowieso keine Ahnung.
  13. Sachverständigengutachten: Prozessbezogenheit entscheidend

    Foto von Bruno Stubenrauch, Dipl.-Ing. univ.

    Prozessbezogenheit
    In mehreren Quellen finde ich den Hinweis auf die Prozessbezogenheit des Gutachtens. Auch das Verhalten der Gegenpartei spielt eine Rolle (z.B. Abstreiten des Mangels). Beide Voraussetzungen zur Kostenerstattung sehe ich nicht.
  14. Sachverständigenkosten: Interessanter Link zum Schmökern

    Helmuth, nochmal was zum Schmökern ...
    Anbei noch ein weiterer Link, der interessant sein dürfte ...
    MfG
  15. Bauherr: Kosten für SV sind selbst zu tragen

    Bauherren-Kommentar
    Stehe momentan in der gleichen Situation. SV beauftragt, um die Arbeit eines Gewerkes zu beurteilen (nicht: abzunehmen), Mängel unstrittig. ABER: Ich käme nie auf die Idee, die Kosten für den SV beim Handwerker einzutreiben! Wenn ich Hilfe zum Erkennen bzw. Bestätigen von Murks brauche, dann habe ich dafür die Kosten zu tragen. Das sagt schon mein (hoffentlich noch) eigenermaßen intakte Menschenverstand.
  16. Bauherr: Argumentation zu VOB §4 Abs. 7

    Foto von

    Bauherr argumentiert nun so:
    "Hinsichtlich Deiner Ausführungen zum § 13 VOBAbk. und der von mir zitierten
    Rechtsprechung hierfür könntest Du insoweit Recht haben, als dass es sich
    nicht um eine Feststellung eines Mangels nach Abnahme handelt.
    Was Deine Argumentation zu § 4 Abs. 7 betrifft, kann ich dem jedoch aus
    folgenden Gründen nicht zustimmen.
    1. Es handelt sich hier unstreitig um Leistungen, die schon während der
    Ausführung als mangelhaft o. vertragswidrig erkannt werden.
    2. Der Auftragnehmer ersetzt die bemängelten Leistungen durch mangelfreie
    (auf eigene Kosten).
    3. Hast Du als Auftragnehmer für uns den Mangel zu vertreten und demzufolge
    4. den daraus entstandenen Schaden zu ersetzen.
    Als Schaden sind hier die Kosten des Sachverständigen zu verstehen. Die
    Hinzuziehung des Sachverständigen war u.E. sehr wohl erforderlich, da der
    Mangel ja seit Anfang Januar nicht beseitigt wurde  -  trotz Aufforderung. "
    So, nun meine Stellungnahme: Eine Aufforderung zur Beseitigung wurde nicht ausgesprochen. Lediglich zur schriftlichen Stellungnahme zum Mangel. Diese schriftliche Stellungnahme wurde meinerseits noch am gleichen Tag ausgestellt mit dem Inhalt, dass der Mangel anerkannt wird. Zudem wurde ein Verfahren anheim gestellt, wie der Mangel beseitigt werden kann. Eine Frist oder ein Termin wurde meinerseits nicht fixiert.
    Nachdem nun herauskam, dass das vom Subunternehmer geplante Verfahren nicht möglich war, habe ich auf einen gemeinsamen Ortstermin hingearbeitet  -  immer die Prämisse vor Augen, dass der Mangel anerkannt wurde. Der Bauherr hat sodann einen SV bestellt, mit der einzigen Maßgabe, eine Minderung zu ermitteln und ihm zu bestätigen, dass es sich um einen Mangel handelt. Bei dem erreichten Termin wurde ein anderes Verfahren vereinbart, wie der Mangel beseitigt wird  -  also eine Wandlung. Der SV betone in diesem Termin selbst, dass er nun keine Ausarbeitungen mehr machen brauche, weil eine Einigung, die Sache der Parteien sei, ohne ihn zustande gekommen war. Die Bestätigung eines bereits anerkannten Mangels darf dem AN doch wohl nichts kosten, oder?
  17. Sachverständigenhonorar: Kein Anspruch bei Anerkennung

    Ganz Ihrer Meinung Herr Plecker
    Sie haben den Mangel anerkannt und standen einer Klärung anscheinend zu keinem Zeitpunkt im Wege. Wenn der Bauherr nicht allein in der Lage ist einen Minderwert auszuhandeln (der immer in erster Linie Verhandlungssache zwischen den Parteien ist und nur in Streitfällen sachverständig zu ermitteln ist z.B. nach Aurnhammer), so ist dies Problem des Auftraggebers und nicht das Ihre. Warum soll der Auftragnehmer denn die Kosten für die Unfähigkeit des Bauherrn tragen. Schließlich zahlt ja auch der Auftragnehmer nicht den Rechtsanwalt des Bauherrn, wenn dieser einen solchen mit der Prüfung des abzuschließenden Bauvertrages beauftragt.
    Meines Erachtens zählt das Sachverständigenhonorar nicht zur Schadenssumme VOBAbk. § 4 Nr. 7, da der Sachverständige nicht erforderlich war (wie dieser auch selbst feststellte).
    Es sollte hier also adäquat zu § 12 Nr. 4 VOB/B gehandelt werden, auch wenn es sich nicht um eine Abnahme, sondern um eine Mängelaufnahme vor Abnahme handelte.
    Da fällt mir gleich noch eine Argumentation ein: Wenn der Bauherr feststellt, dass er mit der Überwachung der Bauabläufe eines Generalunternehmers überfordert ist, dessen Abläufe vielleicht etwas unübersichlich stattfinden (ohne Auswirkung auf den Fertigstellungstermin), wäre es dann gerechtfertigt das Honorar eines Bauherrenseitig eingestellten Projektsteurer dem Generalunternehmer überzuhelfen?! Sicher auch nicht.
    Fakt ist doch, soweit ich das gelesen habe, dass sie auch ohne den Gutachter zu dem erzielten Ergebnis gekommen wären. Also waren es vermeidbare Kosten, die nicht in die Schadenssumme eingehen.
  18. Rechtsprechung: Pflichten des Auftraggebers bei Mängeln

    Also die bisherige Rechtsprechung ist eindeutig ...
    Der Auftraggeber wahrt alle seine Rechte, wenn er lediglich die Mängelsymptome schildert.
    Der Bauherr ist nicht verpflichtet, vorprozessual Mängelbeseitigungskosten zu ermitteln.
    Es genügt, wenn er die Kosten schätzt und für den Fall, dass der Schuldner
    die Kosten bestreitet, ein Sachverständigengutachten als Beweismittel anbietet.
    Siehe:

    Aufgabe und Pflicht des Unternehmers ist es, die Mangelursachen zu untersuchen.
    Dann aber besteht für den Besteller kein Anlass, vor einer Mängelanzeige bereits einen Gutachter einzuschalten.
    In einem anderen Fall lehnt der BGH den Anspruch ab, weil der Auftraggeber es versäumt hatte, eine Frist zur Mangelbeseitigung zu setzen und die Leistungsablehnung bei Fristablauf anzudrohen. Eine Entbehrlichkeit der Fristsetzung liegt nicht vor, weil der Auftragnehmer zur Mangelbeseitigung Bereitschaft erklärt hatte. Die Voraussetzungen für den geltend gemachten Schadensersatzanspruch liegen deshalb nicht vor.
    Siehe:

    Siehe auch Praxistipp dieses Beitrages und die weitere Möglichkeit zu diesem Thema Fragen zu stellen.
    Die vorstehenden Beiträge sollen lediglich Ähnlichkeiten aufzeigen und stellen keine individuelle Rechtsberatung dar. Vielleicht hilft es ein bisschen weiter.
    MfG

  19. Kostenübernahme: Gutachter zur Mängelerkennung notwendig?

    auch von mir ein Kommentar
    Meines Wissens ist eine Kostenübernahme des Gutachters durch den AN sehr wohl angesagt, und zwar dann, wenn der Gutachter zur Erkennung und Definierung der Mängel oder/und zur Durchsetzung der Behebung der Mängel notwendig war. Ich kenne das aus eigener Erfahrung: Als ich meinem Bauträger diverse Mängel genannt hatte, hat er dies mit blödsinnigen Erklärungsversuchen abgetan. Erst bei Einschaltung eines Gutachters hat er mich überhaupt erst ernst genommen (dies trifft aber wohl auf den vorliegenden Fall nicht unbedingt zu ...).
    Habe bezüglich der Kostenübernahme auch einige Urteile gelesen, die das im Prinzip bestätigen. Kommt aber wohl immer auf den Einzelfall an.
  20. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 16.01.2026
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 16.01.2026

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    Sachverständigenkosten bei Baumängeln: Kostenübernahme im VOBAbk.-Vertrag

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Frage, wer die Sachverständigenkosten bei Baumängeln im Rahmen eines VOB-Vertrags trägt. Entscheidend sind Vereinbarungen im Bauvertrag, der Zeitpunkt der Mangelrüge (vor oder nach Abnahme) und ob der Mangel vom Auftragnehmer anerkannt wurde. Die Prozessbezogenheit des Gutachtens spielt ebenfalls eine Rolle. Bauherren tragen oft die Kosten, wenn der Mangel unstrittig ist oder der SV zur reinen Meinungsfindung hinzugezogen wird.

    ⚠️️ Wichtiger Hinweis: Laut Sachverständigenkosten: Wer zahlt bei fehlender Vereinbarung? zahlt jede Partei ihren Sachverständigen, wenn keine Sonderregelungen im Bauvertrag bestehen. Dies gilt besonders, wenn kein Streitfall vorliegt.

    ✅ Zusatzinfo: Im Beitrag Baumängel: Berücksichtigung verlängerter Nutzungsdauer? wird die Frage aufgeworfen, ob bei Mängelbeseitigung die verlängerte Nutzungsdauer des Werkes berücksichtigt werden muss, was Auswirkungen auf die Kosten haben kann.

    💰 Zusatzinfo: Die Frage der Kostenerstattung hängt oft davon ab, ob der Sachverständige zur Erkennung und Definierung der Mängel oder zur Durchsetzung der Mängelbeseitigung notwendig war, wie in Kostenübernahme: Gutachter zur Mängelerkennung notwendig? diskutiert wird.

    👉 Handlungsempfehlung: Bauherren sollten vor der Beauftragung eines Sachverständigen die vertraglichen Vereinbarungen prüfen und klären, ob der Mangel vom Auftragnehmer anerkannt wird. Bei unklaren Fällen empfiehlt sich eine rechtliche Beratung, um die Chancen einer Kostenübernahme abzuklären. Siehe auch Sachverständigengutachten: Prozessbezogenheit entscheidend.

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