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Fundamenterder: Funktion, Korrosion & Potentialausgleich – Risiken bei fehlerhafter Installation?
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Fundamenterder: Funktion, Korrosion & Potentialausgleich – Risiken bei fehlerhafter Installation?

Foto von Jochen Ebel, Dipl.-Physiker

Wieviel Elektroinstallateure haben schon ihren Potentialausgleich an einen Witz angeschlossen, genannt Fundamenterder? Wobei die Betonung auf Erder liegt, denn die Anschlussfahne kommt aus der Bodenplatte. Aber gedacht ist, dass die Bodenplatte direkt mit dem Erdstoff leitfähig verbunden ist. Die Bodenfeuchtigkeit sollte auch in der Betonbodenplatte sein, dann ist die Leitfähigkeit des Betons ähnlich der des Erdstoff und der Fundamenterder hat seine beabsichtigte Wirkung.
Bei vielen Neubauten sieht man eine eklatanten Verstoß gegen die DINAbk. 18014 und die TA der E-Unternehmen (Technische Anschlussbedingungen), indem in die Bodenplatte ein "Fundamenterder" mit eingegossen wird und vorher die Bodenplatte mit Folie und/oder Dämmplatten sorgfältig vom Erdstoff isoliert wird.
Bei einer derartigen Konstruktion muss der Erder zuvor in den Boden eingelegt werden. Aus Korrosionsschutzgründen am Besten auch in Beton und alles was aus dem Beton kommt muss dauerhaft gegen den Erdstoff isoliert sein, sonst wird im Laufe von Jahren bis Jahrzehnten der Erder von Korrosion zerfressen.
Wer hat sich schon mal geweigert, so eine unvorschriftsmäßige Installation in Betrieb zu setzen?
Die Diskussion war schon mal (siehe Link 1), aber nicht ausreichend. Ich kenne die Überlegungen, für die Vorschriften nicht, versuche sie aber mal nachzuvollziehen:
Die geringe Elektrounfallhäufigkeit resultiert aus der Forderung des doppelten Schutzes. Eigentlich kann bei vorschriftsmäßiger Installation kein Unfall passieren, aber man installiert doch einen FI-Schutzschalter. Wenn irgendeine Schutzmaßnahme versagt (z.B. der Föhn in der Badewanne), ist dann der FI-Schutzschalter die letzte Rettung.
Und ob eine Erde vom E-Unternehmen mitgeliefert wird, ist deshalb ohne Belang. Wenn z.B. bei Erdarbeiten versehentlich bei einem Kabel der Erdleiter (evtl. auch der Nullleiter) beschädigt wird, dann steht ohne Erder das ganze Haus unter Spannung. Das ist aber überhaupt nicht zu merken (Faradayscher Käfig). Aber  -  ein Schritt aus dem Haus kann den Tod bedeuten.
Entsprechend diesem Grund ist für den Fundamenterder kein Widerstand vorgeschrieben, sondern nur eine Bauweise. Die 2 Ohm sind für Blitzschutz vorgeschrieben. Wenn der Erdstoff sehr hochohmig ist, reicht auch ein hochohmiger Erder um Lebensgefahr zu verhindern.
Mit freundlichen Grüßen
  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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    Sicherheitshinweise

    🔴 Kritisch: Bei sichtbarer Korrosion am Fundamenterder muss umgehend ein Elektrofachmann hinzugezogen werden.

    🔴 Kritisch: Beschädigungen am Fundamenterder durch Bauarbeiten können die Schutzfunktion aufheben. Sofortige Prüfung durch Fachkraft erforderlich.

    GoogleAI-Analyse

    Ein Fundamenterder ist ein wichtiger Bestandteil des Potentialausgleichs in Neubauten. Er soll eine großflächige Erdverbindung herstellen und somit die Sicherheit erhöhen. Die Anschlussfahne des Fundamenterders wird in der Bodenplatte eingebettet.

    🔴 Gefahr: Eine fehlerhafte Installation oder Korrosion des Fundamenterders kann die Schutzwirkung erheblich beeinträchtigen. Dies kann im Fehlerfall zu gefährlichen Berührungsspannungen führen.

    Wichtige Aspekte sind:

    • Korrosionsschutz: Der Beton muss den Erder ausreichend vor Korrosion schützen.
    • Leitfähigkeit: Die Verbindung zwischen Erder und Erdreich muss dauerhaft leitfähig sein.
    • Technische Anschlussbedingungen (TAB): Die TAB des Netzbetreibers sind unbedingt einzuhalten.

    🔴 Gefahr: Beschädigungen am Fundamenterder, beispielsweise durch Erdarbeiten, können die Schutzfunktion beeinträchtigen und Lebensgefahr bedeuten.

    👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die Installation und den Zustand des Fundamenterders regelmäßig von einem qualifizierten Elektrofachbetrieb überprüfen. Bei Zweifeln an der Wirksamkeit ist eine Messung des Erdungswiderstands erforderlich.

    📖 Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Fundamenterder
    Ein in der Bodenplatte eines Gebäudes eingebetteter Erder, der zur Erdung elektrischer Anlagen und zum Potentialausgleich dient. Er besteht meist aus verzinktem Stahlband oder -draht und wird während des Betonierens der Bodenplatte eingebracht.
    Verwandte Begriffe: Potentialausgleich, Erdung, Tiefenerder.
    Potentialausgleich
    Maßnahmen zur Vermeidung von Potentialunterschieden zwischen leitfähigen Teilen, um Berührungsspannungen zu reduzieren. Dies geschieht durch die Verbindung aller leitfähigen Teile mit einem Potentialausgleichsleiter.
    Verwandte Begriffe: Erdung, Schutzleiter, Potentialausgleichsschiene.
    Erdung
    Die Herstellung einer elektrisch leitfähigen Verbindung zwischen einem Gerät oder Anlagenteil und der Erde. Dies dient dem Schutz von Personen und Sachwerten im Fehlerfall.
    Verwandte Begriffe: Fundamenterder, Tiefenerder, Schutzleiter.
    Korrosion
    Die Zerstörung eines Materials durch chemische oder elektrochemische Reaktionen mit seiner Umgebung. Bei Fundamenterdern kann Korrosion die Leitfähigkeit beeinträchtigen und die Schutzwirkung reduzieren.
    Verwandte Begriffe: Rost, Oxidation, Korrosionsschutz.
    DIN 18014
    Eine deutsche Norm, die die Anforderungen an Erdungsanlagen für Gebäude festlegt. Sie beschreibt die Planung, Ausführung und Prüfung von Erdungsanlagen, einschließlich Fundamenterdern.
    Verwandte Begriffe: VDE, Norm, Erdungsanlage.
    Technische Anschlussbedingungen (TAB)
    Die Bedingungen, die ein Netzbetreiber für den Anschluss von elektrischen Anlagen an sein Netz festlegt. Sie enthalten unter anderem Anforderungen an die Erdungsanlage und den Potentialausgleich.
    Verwandte Begriffe: Netzbetreiber, Anschluss, Vorschriften.
    Schutzschalter (RCD)
    Ein Fehlerstrom-Schutzschalter, der bei Auftreten eines Fehlerstroms den Stromkreis schnell unterbricht und somit Personen vor gefährlichen Berührungsspannungen schützt.
    Verwandte Begriffe: FI-Schalter, Fehlerstrom, Personenschutz.

    ❓ Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was ist ein Fundamenterder?
      Ein Fundamenterder ist ein in der Bodenplatte eines Gebäudes eingebetteter Erder, der dazu dient, elektrische Anlagen zu erden und Potentialunterschiede auszugleichen. Er besteht meist aus verzinktem Stahlband oder -draht und wird während des Betonierens der Bodenplatte eingebracht. Der Fundamenterder bildet eine großflächige Verbindung zur Erde und trägt zur Sicherheit elektrischer Anlagen bei.
    2. Warum ist ein Fundamenterder wichtig?
      Der Fundamenterder dient dem Schutz von Personen und Sachwerten, indem er im Fehlerfall einen sicheren Ableitpfad für Fehlerströme bietet. Er reduziert die Berührungsspannung und trägt dazu bei, dass Schutzschalter (RCDs) schnell auslösen. Zudem schützt er elektronische Geräte vor Überspannungen und Blitzeinschlägen. Ein korrekt installierter Fundamenterder ist ein wichtiger Bestandteil des Potentialausgleichs.
    3. Wie wird ein Fundamenterder installiert?
      Der Fundamenterder wird in der Regel als geschlossener Ring im Fundament der Bodenplatte verlegt. Er muss allseitig von mindestens 5 cm Beton umschlossen sein. Die Enden des Erders werden mit einer Anschlussfahne versehen, die aus dem Beton herausragt und zum Potentialausgleich verwendet wird. Die Installation muss gemäß DINAbk. 18014 erfolgen.
    4. Was ist bei der Auswahl des Materials für den Fundamenterder zu beachten?
      Für Fundamenterder werden in der Regel verzinkter Stahl oder Edelstahl verwendet. Verzinkter Stahl ist kostengünstiger, kann aber im Laufe der Zeit korrodieren. Edelstahl ist korrosionsbeständiger, aber auch teurer. Die Auswahl des Materials hängt von den Umgebungsbedingungen und den Anforderungen an die Lebensdauer ab.
    5. Wie oft muss ein Fundamenterder überprüft werden?
      Ein Fundamenterder sollte regelmäßig, idealerweise alle 5 bis 10 Jahre, von einem Elektrofachbetrieb überprüft werden. Dabei wird der Zustand des Erders, die Verbindung zur Anschlussfahne und der Erdungswiderstand gemessen. Beschädigungen oder Korrosion müssen umgehend behoben werden.
    6. Was passiert, wenn der Fundamenterder korrodiert?
      Korrosion des Fundamenterders kann die Leitfähigkeit beeinträchtigen und somit die Schutzwirkung reduzieren. Im schlimmsten Fall kann der Erder vollständig durchrosten und seine Funktion verlieren. Daher ist ein regelmäßiger Korrosionsschutz und eine Überprüfung des Zustands wichtig.
    7. Kann ein Fundamenterder nachträglich eingebaut werden?
      Ein nachträglicher Einbau eines Fundamenterders ist aufwendig und in der Regel nur im Rahmen von größeren Umbauarbeiten möglich. Alternativ kann ein Tiefenerder oder ein Oberflächenerder eingesetzt werden. Diese sind jedoch weniger effektiv als ein Fundamenterder.
    8. Welche Vorschriften gelten für Fundamenterder?
      Die Installation von Fundamenterdern ist in der DIN 18014 (Erdungsanlagen für Gebäude) geregelt. Zudem sind die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) des jeweiligen Netzbetreibers zu beachten. Die Einhaltung dieser Vorschriften ist wichtig, um die Sicherheit und Wirksamkeit der Erdungsanlage zu gewährleisten.

    🔗 Verwandte Themen

    • Potentialausgleichsschiene
      Zentrale Sammelschiene für den Potentialausgleich im Gebäude.
    • Tiefenerder
      Alternative zur Erdung, wenn kein Fundamenterder vorhanden ist.
    • Korrosionsschutzmaßnahmen für Erder
      Methoden zur Verlängerung der Lebensdauer von Erdungsanlagen.
    • Erdungswiderstand messen
      Prüfung der Wirksamkeit der Erdungsanlage.
    • Blitzschutzanlage
      Schutz des Gebäudes vor direkten Blitzeinschlägen.
  2. FI-Schutzschalter: Erdung & korrekte Ausführung – Wichtig!

    @ Herr ebel
    sie schreiben vom fi-Schutzschalter, der den Menschen beim Sturz des föns in die Badewanne vor dem sicheren Tod rettet. leider werden die fi-Schaltungen in den allerwenigsten fällen richtig ausgeführt, denn diese benötigen eine direkte erde, die dann auch durch Messungen individuell nachgewiesen werden muss. ein einbetonieren des erders in die Bodenplatte macht in der Tat wenig Sinn. ihre Theorie mit dem abgeschnittenen pe-Leiter bzw. neutralLeiter kann ich allerdings nicht nachvollziehen. warum steht das Haus unter Spannung?
    für den Erder des fi-Schutzschalters sind maximale übergangswiderstände festgeschrieben. auch der auslösestrom muss vor inbetriebnahme getestet werden. das betätigen des knopfes simuliert nämlich lediglich einen erdschluss (fast) ohne widerstand.
    schöne Grüße
    • Name:
    • Herr Rossi
  3. FI-Schutzschalter: Funktionsweise ohne explizite Erdung erklärt

    Foto von

    Funktionsweisen
    Vom Prinzip her, braucht der FI-Schutzschalter im Gegensatz zum veralteten FU-Schutzschalter nicht explizit eine Erde. Um das zu verstehen, muss man allerdings das Funktionsprinzip des FI-Schutzschalters verstehen: Im FI-Schutzschalter ist ein Elektromagnet eingebaut. Wenn das Feld des Elektromagneten genügend stark ist, wird der Schutzschalter ausgelöst, d.h. er trennt alle Verbindungen vom Eingang zum Ausgang auf und schaltet damit die Verbraucher stromlos. Das Geheimnis des FI-Schutzschalters ist nun die spezielle Wicklung des Elektromagneten. Für jeden Leiter (Null und Leiter 1 und ggf. Leiter 2 und 3) sind auf dem Elektromagneten gleichviel Windungen in gleicher Wickelrichtung. Das hat zur Folge das sich die Magnetfelder aufheben, wenn der Strom aus dem Leiter durch den Nullleiter zurückfließt, d.h. der FI-Schutzschalter löst nicht aus. Wenn durch einen Fehler zumindest ein Teil des Stroms, der aus dem Leiter fließt einen anderen Rückweg findet, z.B. über Wasser- oder Abwasserleitung (Wasserleitung, Abwasserleitung), Heizung, Erdung, Gasleitung usw. heben sich die Magnetfelder nicht mehr auf und der FI-Schutzschalter löst aus. Eine explizite Erde brauche man eigentlich nur zum Testen: über einen Widerstand wird ein Fehler simuliert, der einen zum Auslösen ausreichenden Fehlerstrom (oft 30 mA) erzeugt.
    Zum Haus unter Spannung. Wenn alles ideal wäre, würde das Haus nicht unter Spannung stehen. Aber selbst einige Geräte lassen zulässig Strom auf die Hauserde fließen  -  z.B. Störschutzkondensatoren. Auch lassen sehr viele Isolierungen mit der Zeit nach  -  wer kennt nicht Omas alte Messingstehlampe, bei der ein leichtes Kribbeln beim Anfassen auftritt usw. Bei den umfangreichen Installationen und Geräten fließt über den Schukoleiter oft relativ viel Strom, der bei intakter Erde gefahrlos abfließt. Wenn aber die Erde nicht intakt ist, wird er durch den Potentialausgleich in die Bodenplatte und damit das ganze Haus geleitet und je nach Feuchtesituation usw. kann die Gefahr eintreten.
    Mit freundlichen Grüßen
  4. Fundamenterder DIN 18014: Erdungsmaßnahmen & Körperspannungen

    Fundamenterder
    Moin Herr Ebel,
    doch der Thread war erledigt. Fundamenterder laut DINAbk. 18014 als Nachfolger der VDEW-Richtlinien wurden eingeführt, da früher Erdungsmaßnahmen nicht dauerhaft und mit zunehmender Besiedelung immer schwerer herzustellen waren. Die geforderten 2Ohm mit Ausnahmen beruhen aber nun mal, in dem von Ihnen genannten Thread schon erwähnten, gefählichen Berührungs- und Körperspannungen (Berührungsspannungen, Körperspannungen). Bei einer FI-Schutzmaßnahem liegt der Erdungswiederstand dann bei
  5. Fundamenterder: DIN 18014, Erdungswiderstand & Körperspannungen

    *grummel*
    Moin Herr Ebel,
    doch der Thread war erledigt. Fundamenterder laut DINAbk. 18014 als Nachfolger der VDEW-Richtlinien wurden eingeführt, da früher Erdungsmaßnahmen nicht dauerhaft und mit zunehmender Besiedelung immer schwerer herzustellen waren. Die geforderten 2Ohm mit Ausnahmen beruhen aber nun mal, in dem von Ihnen genannten Thread schon erwähnten, gefählichen Berührungs- und Körperspannungen (Berührungsspannungen, Körperspannungen). Bei einer FI-Schutzmaßnahem liegt der Erdungswiederstand dann bei größergleich (dann klappt es auch mit der Formatierung) 1,6 kOhm statt 2 Ohm. Diesen Wert bekommen man nun immer hin.
    Wenn wir mal ein idealisiertes System annhehmen bei dem wirklich der Schutzleiter nicht vorhanden ist, und der Fundamenterder nicht funktioniert, dann hätten wir eine Schutztrennung, da passiert dann solange nichts bis ich zwischen zwei Phasen gerate. Da gehört dann aber schon was zu.
    Grüße
  6. Forum-Rekord: Vierfache Beitragseinstellung – Goldene Tastatur!

    Bevor es (berechtigt) gelöscht wird 🙂
    War wohl neuer Rekord, einen Beitrag gleich viermal einzustellen unter zwei verschiedenen Titeln 🙂
    Das gibt die goldene Tstsatur für tervipper 🙂
    • Name:
    • Martin Beisse
  7. Nullleitung: Künstliche Erzeugung durch Dreieck-Stern-Transformation

    Künstlich kreierter Nullleitung
    Auf einen "echten" Null-Leitung vom Energielieferant würde ich mich keinenfalls verlassen. Die Nullleitung wird nämlich künstlich kreiert durch eine sogenannte Dreieck-Stern-Transformation. Diese wird geliefert durch einen Transformator, die den 3 Phasen auf 3 x 230 Volt transformiert. Dabei Sind die 3 Phasen primair mittels Spulen verbunden. (Dreieck). Sekundair sind 3 Spulen Sternförmig angeschlossen, wobei die Außenseiten des Sterns die 230 Volt liefern und die Mitte des Sterns die Künstlich kreierte Null.
    Diese Null hat keinenfalls garantiert 0 Volt. (Aber irgendetwas in der Nähe). Herr Ebel ist also richtig mit seine Behauptung, dass das Haus ggf. unter Spannung stehen kann. Allerdings sind die Potentialunterschiede im einem "ungefährlichen" Bereich.
    MfG
  8. DIN 18015-1: Fundamenterder Pflicht bei Neubauten – Potentialausgleich

    Foto von

    Ergänzungen
    Ich möchte auch noch auf die DINAbk. 18015-1 aufmerksam machen: Punkt 7 Fundameenterder (1): Bei jedem Neubau ist ein Fundamenterder für das Gebäude und seine Installationen vorzusehen; er ist an die Potentialausgleichsschiene anzuschließen.
    Eine Literaturstelle zu Fundamenterdern: Hering, E. : Anforderungen an Fundamenterder. Bauzeitung 53 (1999) H. 6, S. 40  -  43.
    Bei einem typischen FI-Schutzschalter für den Personenschutz ist der maximal zulässige Fehlerstrom 30 mA (es gibt auch 10 mA-FI-Schutzschalter). Bei 230 V muss er dann bei einem maximalen Widerstand von 230 V / 30 mA = 7,7 kOhm auslösen. Dabei kann der Erdwiderstand 1,6 kOhm sein, der Körperwiderstand ggf. 6,1 kOhm.
    Ob bei sorgfältiger Ausführung von Dämmung usw. die 1,6 kOhm immer unterschritten werden, bezweifle ich. Wenn der Fundamenterder existiert, sind die 1,6 kOhm tatsächlich kein Problem. Für die Prüfung der Funktion wird der Erdanschluss benutzt, wenn der beschädigt wird (z.B. bei den erwähnten Erdarbeiten), dann wird der Erdwiderstand groß. Außerdem ist der FI-Schutzschalter mit 30 mA für ein Gebäude nicht zwingend vorgeschrieben (nur für das Bad). Also sollte der Erdwiderstand doch besser geringer sein. Dazu kommt noch, dass die Wenigsten die vorgeschriebene regelmäßige Prüfung des FI-Schutzschalters machen. Zuverlässigkeitsuntersuchungen haben ergeben, dass nach 10 Jahren ca. 5 % der FI-Schutzschalter nicht funktionieren. Ein weiteres Risiko, das mit Fundamenterder verringert wird!
    Ein System mit Schutztrennung kann installiert werden, das bedeutet aber dass das System nirgends eine Erdverbindung hat und 1! Erdverbindung nur durch den Fehler entsteht. Aber ein System, bei dem die Erde fehlerhaft durchtrennt wurde, ist i.a. noch vor der Fehlertrennung geerdet, d.h. es liegen schon eine oder mehrere Erdverbindungen vor. Das bedeutet, das trotz Beschädigung des Erdleiters keine Schutztrennung vorliegt und der geschilderte Fall möglich ist.
    Zum Geraten zwischen 2 Phasen: Wenn die Wanne sehr gut isoliert wäre, könnte der Föhn auch ins Wasser fallen, ohne das der FI-Schutzschalter anspricht. (Übrigens eine Phase darf auch der Nullleiter sein.) Um den Föhn bildet sich dann ein Spannungstrichter  -  wenn der Föhn im Bereich der Füße hereinfällt könnte man trotzdem Glück haben, da die Herzdurchströmung gering ist.
    Das das Haus gefährlich werden kann, Herr Türlings, ist zwar wenig wahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.
    Mit freundlichen Grüßen
  9. TN-Netze & Fundamenterder: Erdungswiderstand in Feuchträumen

    grr 🙂
    Moin Zusammen,
    weiß auch nicht was gestern wieder los war, kann aber nur am Server gelegen haben MB 🙂
    Um die Sache hier mal zum Abschluss zu bringen, da ich bei diesem Thema nun doch keine bauphysikalische Diskussion mag. Erst einmal muss man wissen welche Netzform vorliegt. Bei TN-Netzen wird die "Erde" mitgeliefert, da gibbet nun nichts dran zu deuteln. Damit diese Erde dann auch garantiert unter 2Ohm liegt, wird unter anderem in jedem Haushalt zusätzlich der Fundamenterder gelegt. Je mehr Fundamenterder parallel liegen desto besser (geringer) wird der Erdungswiderstand. Bei TN-Netzen müssen dann auch nur die Feuchträume über einen FI-Schutzschalter abgesichert werden. Wenn tatsächlich einmal durch Erdarbeiten oder was auch immer der Schutzleiter abgetrennt wird, dann gehen im Hause alle Lichter aus, da dann der Nullleiter auch automatisch durchtrennt wurde, da Schutzleiter und Nullleiter als gemeinsamer sogenannter PEN-Leiter geliefert werden.
    Bei TT-Netzen ist zwingend und zwar im ganzen Haus die Schutzmaßnahme FI-Schutzschaltung vorgeschrieben. Anhand der schon genannten Berechnung ergibt sich ein mindestens einzuhaltener Erdungswiderstand von 1,6 kOhm das ist Fakt oder anders gesagt, hier brauche ich keine 2Ohm! Auch wenn ich mein Haus mit Perimeterdämmung und Folien umwickele bekomme ich meine geforderten Werte (Stichwort Kondensator).
    Wenn Herr Tuerling von künstlich kreierter Null spricht hat er Recht. Aber, künstlich ist die sowohl im TN als auch im TT-Netz oder anders gesagt IMMER. Beim TT-Netzt wird die über den Fundamenterder und beim TN-Netz eben über die Zuleitung der Energieversorger geliefert  -  mehr nicht. Die Erde (der Dreck ums Haus) hat, ohne dass der Sternpunkt des Generators geerdet wird von Hause aus kein Potential (auch nicht Null). Das heißt wenn Sie z.B. auf einer weit entfernten Insel sind und Sie bekommen nur Phasen und Null geliefert dann können Sie so viele Erden und Fundamenterder legen wie sie wollen, eine Schutzerde bekommen Sie dann tortzdem nie.
    Grüße
  10. PEN-Leiter: Durchtrennen & Spannung im Haus – Gefahrenszenarien

    Foto von

    Natürlich geht das Licht aus
    Aber dass das Licht ausgeht, bedeutet doch nicht, dass das Haus nicht unter Spannung steht  -  sondern gerade stark. In der Regel werden 4-Leiterkabel verwendet, PEN und 3 Leiter. Bei der Hauseinführung wird dann der Nullleiter und die Potentialausgleichsschiene (PAS) auf den PEN-Leiter geklemmt. Wird jetzt der PEN-Leiter durchtrennt, ist eine niederohmige Verbindung zwischen Leitern (Phase) und PAS über die eingeschalteten Geräte und die Spannungsspule des Zählers gegeben, d.h. die Lichter gehen evtl. aus und die PAS geht auf Leiterspannung (230 V). Es gibt noch andere Szenarien  -  aber an der Gefahr ändert das nicht viel. z.B. an den 3 Leitern hängen fast gleiche Belastungen. Bei exakt gleichen Belastungen wäre sogar die Spannung an der PAS gleich 0 und die Lampen gehen nicht aus  -  d.h. das Durchtrennen des PEN-Leiters wird nicht bemerkt. Wird aber in einem Zweig geschaltet, so steht sofort auf der PAS und damit dem Haus Spannung.
    Dieses Szenario ist ähnlich einem falsch eingebauten Schalter. Vorschriftsmäßig ist der Schalter in den Leiter einzubauen. Wird die Lampe ausgeschaltet, erhält die abgeschaltete Leitung einschließlich Lampe über die Lampe Nullpotential. Wird der Schalter fälschlich in den Nullleiter eingebaut, geht beim Abschalten auch die Lampe aus  -  aber Lampe und Leitung zum Schalter erhalten über die Lampe Leiterspannung. Wenn man sich darauf verlässt, dass bei nichtleuchtender Lampe die Fassung spannungsfrei ist, kann man durch einen Schlag leicht eines Besseren belehrt werden. Und wenn ein Laie sogar die Sicherungen falsch eingebaut hat, dann hilft noch nicht mal Sicherung rausdrehen.
    Nun noch ein Wort zum Kondensator: Damit der kapazitive Widerstand 1,6 kOhm beträgt, muss die Kapazität 2 uF betragen. Nehmen wir eine Perimeter-Dämmung von 100 m² mit einer Stärke von 1 cm, so ergibt sich eine Kapazität von 0,08 uF. Nun ist die Dämmung dicker, zwar auch die relative Dielektrizitätskonstante etwas größer als 1, aber die Kapazität ist auf jeden Fall zu klein.
    Mit der Insel: Es geht ja darum, dass die ganze Umgebung, die keine Spannung haben soll, das gleiche Potential hat. Wenn man ein TN-Netz auf die einsame Insel bekommen würde und der Nullleiter hätte beispielsweise 40 V gegenüber dem Festland merkt man davon nichts  -  vorausgesetzt es wurde vorschriftsmäßig gebaut!
    Mit freundlichen Grüßen
  11. Fundamenterder: Maximaler Widerstand 1,6 kOhm bei FI-Absicherung

    Weiter geht es
    Hallo Herr Ebel,
    dieses Thema könnte man jetzt schnell abschließen und auf die DINAbk.-Normen verweisen. Da steht nun mal geschrieben, dass der mittels Fundamenterder einen maximaler Widerstand von 1,6 kOhm erlaubt ist, wenn die Anlage über FI abgesichert wird. So einfach ist das. Uups, wo habe ich das nicht kürzlich erst gehört.
    Tu ich aber nicht, da ich schon glaube, dass hier doch noch mal ein paar Punkte gesammelt werden können.
    Also, was Sie in Ihrem Beispiele machen ist aus einer ordnungsgemäß funktionierenden Anlage eine nicht ordnungsgemäße (bitte nicht an dem Wort stören). Was ich sagen möchte, die Schutzmaßnahme kann natürlich nur dann greifen, wenn das System ordnungsgemäß ist. Wenn ich den Sicherheitsgurt abschnalle, dann funktioniert der auch nicht mehr. Also nachfolgende Überlegungen unter uns der Bauphysik wegen.
    Das von Ihnen beschrieben Szenario des Schutzleiterbruchs ist leider schon möglich. Weniger durch Abriss bei Erdarbeiten, da bei fachgerechter Installation der Schutzleiter IMMER die längste Ader ist und somit als letztes abreißen wird. Eher schon durch Muffenbrand in der Zuleitungen der Energieversorger was nun nicht gerade selten vorkommt.
    In einem solchen Fall müssen wir jetzt unterscheiden in welchem Netz wir uns befinden. Ich gehe davon aus, dass Sie sich in der Drehstromtechnik auskennen.
    a: TT-Netz und Nullleiter unterbrochen: Da Schutzleiter und Nullleiter in der Hausverteilung nicht gebrückt sind, ändert sich an der Schutzmaßnahme nichts. Über die Nullleiterschiene hängen jetzt die Teilstränge der drei Phasen in Sternschaltung zusammen. Da früher oder später die Gesamtwiderstände der Teilstränge ungleich werden, wird sich hier eine ungleich belastete Sternschaltung ergeben, bei der im Mittepunktleiter Ströme fließen. An den Teilsträngen liegen dann unterschiedlich hohe Spannungen an, was der Bauherr auch subjektiv wahrnehmen wird und dann fachlich geschultes Personal mit der Behebung dieses Zustandes beauftragen wird.
    B: TN-Netzt und PEN-Leiter unterbrochen: Schutzleiter und Nullleiter sind gebrückt. Der Mittelpunktleiter umfasst jetzt auch die PAS mit allen daran befindlichen Körpern. Da wir aber über den Erdausbreitungswiederstand den Mittelpunktleiter jetzt wieder mit der Null verbunden haben wird der Strom im Mittelpunktleiter teilweise abgeführt. Je Niederohmiger der Widerstand ist desto eher bekommen wir wieder eine symmetrische Belastung. Sobald der Teilstrom über 30 mA ansteigt löst der FI aus.
    In beiden Fällen wird sich der Fehler aber bemerkbar machen. Der Vorteil des TT-Netzes dürfte hier darin bestehen, dass die Geräte nicht kaputt gehen können.
    Weitere Fehler wären aber auch denkbar. So könnte beispielsweise jemand die Verbindung zwischen PAS und Schutzleiter trennen. Dann nützt mir mein schönster niederohmiger Fundamenterder überhaupt nichts mehr.
    Grüße
  12. TN-Netz Vorteil: Geräte geschützt, aber FI-Schutz notwendig

    ups
    ... es muss natürlich heißen: Der Vorteil des TN-Netzes dürfte hier darin bestehen, dass die Geräte nicht kaputt gehen können. Da hier aber nicht unbedingt ein FI vorhanden ist, bringt uns das dann auch nichts.
    Grüße
  13. Fundamenterder: Vorschriftsmäßige Installation für Anlagensicherheit

    Foto von

    Fundamenterder
    Damit es nicht aus den Augen kommt erst noch mal: Es geht darum, dass ein vorschriftsmäßiger Fundamenterder erforderlich ist und man nicht jemanden folgen darf " ... der und der hat gesagt, ein Fundamenterder ist nicht erforderlich" (wie z.B. in einem Link). Die Szenarien dienen ja nur zur Beschreibung der möglichen Folgen bei einer nicht vorschriftsmäßigen Anlage, damit ein bisher unkundiger Bauherr sich nichts einreden lässt.
    A: TT-Netz Wenn kein richtiger Fundamenterder vorhanden ist, sind auch die 1,6 kOhm nicht gesichert. Wenn schon Gas, Wasser und vielleicht Fernwärme an die PAS angeschlossen ist, und dann gemessen wird, werden möglicherweise die 1,6 kOhm unterschritten und keiner merkt, wenn bei Reparaturen ein bisheriges Metallrohr durch ein Kunststoffrohr ersetzt wird. Danach funktioniert der FI-Schalter genauso wie bei einem Defekt nicht mehr. Wieviel Nutzer kontrollieren die Funktionsfähigkeit ihres FI-Schutzschalters regelmäßig? Damit fällt eine Sicherheit weg  -  eine andere Störung (z.B. Schluss in einem Gerät  -  z.B. Wasserkocher) führt dann zu Lebensgefahr, da der vorgesehene Schutz nicht anspricht.
    B: TN-Netz, kein Fundamenterder, . Bei Trennung des PEN-Leiters steht die PAS und damit das ganze Haus auch ohne Gerätefehler je nach ungleicher Belastung der 3 Phasen unter Spannung und selbst ein FI-Schutzschalter wird nicht ausgelöst.
    Bei Fehlen eines (nicht vorgeschriebenen) FI-Schutzschalters bei einem Fehler steht dann das Gebäude zusätzlich niederohmig an einer gefährlich hohen Spannung.
    Mit freundlichen Grüßen
  14. TN-Netze & Fundamenterder: Erdungswiderstand in Feuchträumen

    grr 🙂
    Moin Zusammen,
    weiß auch nicht was gestern wieder los war, kann aber nur am Server gelegen haben MB 🙂
    Um die Sache hier mal zum Abschluss zu bringen, da ich bei diesem Thema nun doch keine bauphysikalische Diskussion mag. Erst einmal muss man wissen welche Netzform vorliegt. Bei TN-Netzen wird die "Erde" mitgeliefert, da gibbet nun nichts dran zu deuteln. Damit diese Erde dann auch garantiert unter 2Ohm liegt, wird unter anderem in jedem Haushalt zusätzlich der Fundamenterder gelegt. Je mehr Fundamenterder parallel liegen desto besser (geringer) wird der Erdungswiderstand. Bei TN-Netzen müssen dann auch nur die Feuchträume über einen FI-Schutzschalter abgesichert werden. Wenn tatsächlich einmal durch Erdarbeiten oder was auch immer der Schutzleiter abgetrennt wird, dann gehen im Hause alle Lichter aus, da dann der Nullleiter auch automatisch durchtrennt wurde, da Schutzleiter und Nullleiter als gemeinsamer sogenannter PEN-Leiter geliefert werden.
    Bei TT-Netzen ist zwingend und zwar im ganzen Haus die Schutzmaßnahme FI-Schutzschaltung vorgeschrieben. Anhand der schon genannten Berechnung ergibt sich ein mindestens einzuhaltener Erdungswiderstand von 1,6 kOhm das ist Fakt oder anders gesagt, hier brauche ich keine 2Ohm! Auch wenn ich mein Haus mit Perimeterdämmung und Folien umwickele bekomme ich meine geforderten Werte (Stichwort Kondensator).
    Wenn Herr Tuerling von künstlich kreierter Null spricht hat er Recht. Aber, künstlich ist die sowohl im TN als auch im TT-Netz oder anders gesagt IMMER. Beim TT-Netzt wird die über den Fundamenterder und beim TN-Netz eben über die Zuleitung der Energieversorger geliefert  -  mehr nicht. Die Erde (der Dreck ums Haus) hat, ohne dass der Sternpunkt des Generators geerdet wird von Hause aus kein Potential (auch nicht Null). Das heißt wenn Sie z.B. auf einer weit entfernten Insel sind und Sie bekommen nur Phasen und Null geliefert dann können Sie so viele Erden und Fundamenterder legen wie sie wollen, eine Schutzerde bekommen Sie dann tortzdem nie.
    Grüße
  15. PEN-Leiter: Durchtrennen & Spannung im Haus – Gefahrenszenarien

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    Natürlich geht das Licht aus
    Aber dass das Licht ausgeht, bedeutet doch nicht, dass das Haus nicht unter Spannung steht  -  sondern gerade stark. In der Regel werden 4-Leiterkabel verwendet, PEN und 3 Leiter. Bei der Hauseinführung wird dann der Nullleiter und die Potentialausgleichsschiene (PAS) auf den PEN-Leiter geklemmt. Wird jetzt der PEN-Leiter durchtrennt, ist eine niederohmige Verbindung zwischen Leitern (Phase) und PAS über die eingeschalteten Geräte und die Spannungsspule des Zählers gegeben, d.h. die Lichter gehen evtl. aus und die PAS geht auf Leiterspannung (230 V). Es gibt noch andere Szenarien  -  aber an der Gefahr ändert das nicht viel. z.B. an den 3 Leitern hängen fast gleiche Belastungen. Bei exakt gleichen Belastungen wäre sogar die Spannung an der PAS gleich 0 und die Lampen gehen nicht aus  -  d.h. das Durchtrennen des PEN-Leiters wird nicht bemerkt. Wird aber in einem Zweig geschaltet, so steht sofort auf der PAS und damit dem Haus Spannung.
    Dieses Szenario ist ähnlich einem falsch eingebauten Schalter. Vorschriftsmäßig ist der Schalter in den Leiter einzubauen. Wird die Lampe ausgeschaltet, erhält die abgeschaltete Leitung einschließlich Lampe über die Lampe Nullpotential. Wird der Schalter fälschlich in den Nullleiter eingebaut, geht beim Abschalten auch die Lampe aus  -  aber Lampe und Leitung zum Schalter erhalten über die Lampe Leiterspannung. Wenn man sich darauf verlässt, dass bei nichtleuchtender Lampe die Fassung spannungsfrei ist, kann man durch einen Schlag leicht eines Besseren belehrt werden. Und wenn ein Laie sogar die Sicherungen falsch eingebaut hat, dann hilft noch nicht mal Sicherung rausdrehen.
    Nun noch ein Wort zum Kondensator: Damit der kapazitive Widerstand 1,6 kOhm beträgt, muss die Kapazität 2 uF betragen. Nehmen wir eine Perimeter-Dämmung von 100 m² mit einer Stärke von 1 cm, so ergibt sich eine Kapazität von 0,08 uF. Nun ist die Dämmung dicker, zwar auch die relative Dielektrizitätskonstante etwas größer als 1, aber die Kapazität ist auf jeden Fall zu klein.
    Mit der Insel: Es geht ja darum, dass die ganze Umgebung, die keine Spannung haben soll, das gleiche Potential hat. Wenn man ein TN-Netz auf die einsame Insel bekommen würde und der Nullleiter hätte beispielsweise 40 V gegenüber dem Festland merkt man davon nichts  -  vorausgesetzt es wurde vorschriftsmäßig gebaut!
    Mit freundlichen Grüßen
  16. Fundamenterder: Maximaler Widerstand 1,6 kOhm bei FI-Absicherung

    Weiter geht es
    Hallo Herr Ebel,
    dieses Thema könnte man jetzt schnell abschließen und auf die DINAbk.-Normen verweisen. Da steht nun mal geschrieben, dass der mittels Fundamenterder einen maximaler Widerstand von 1,6 kOhm erlaubt ist, wenn die Anlage über FI abgesichert wird. So einfach ist das. Uups, wo habe ich das nicht kürzlich erst gehört.
    Tu ich aber nicht, da ich schon glaube, dass hier doch noch mal ein paar Punkte gesammelt werden können.
    Also, was Sie in Ihrem Beispiele machen ist aus einer ordnungsgemäß funktionierenden Anlage eine nicht ordnungsgemäße (bitte nicht an dem Wort stören). Was ich sagen möchte, die Schutzmaßnahme kann natürlich nur dann greifen, wenn das System ordnungsgemäß ist. Wenn ich den Sicherheitsgurt abschnalle, dann funktioniert der auch nicht mehr. Also nachfolgende Überlegungen unter uns der Bauphysik wegen.
    Das von Ihnen beschrieben Szenario des Schutzleiterbruchs ist leider schon möglich. Weniger durch Abriss bei Erdarbeiten, da bei fachgerechter Installation der Schutzleiter IMMER die längste Ader ist und somit als letztes abreißen wird. Eher schon durch Muffenbrand in der Zuleitungen der Energieversorger was nun nicht gerade selten vorkommt.
    In einem solchen Fall müssen wir jetzt unterscheiden in welchem Netz wir uns befinden. Ich gehe davon aus, dass Sie sich in der Drehstromtechnik auskennen.
    a: TT-Netz und Nullleiter unterbrochen: Da Schutzleiter und Nullleiter in der Hausverteilung nicht gebrückt sind, ändert sich an der Schutzmaßnahme nichts. Über die Nullleiterschiene hängen jetzt die Teilstränge der drei Phasen in Sternschaltung zusammen. Da früher oder später die Gesamtwiderstände der Teilstränge ungleich werden, wird sich hier eine ungleich belastete Sternschaltung ergeben, bei der im Mittepunktleiter Ströme fließen. An den Teilsträngen liegen dann unterschiedlich hohe Spannungen an, was der Bauherr auch subjektiv wahrnehmen wird und dann fachlich geschultes Personal mit der Behebung dieses Zustandes beauftragen wird.
    B: TN-Netzt und PEN-Leiter unterbrochen: Schutzleiter und Nullleiter sind gebrückt. Der Mittelpunktleiter umfasst jetzt auch die PAS mit allen daran befindlichen Körpern. Da wir aber über den Erdausbreitungswiederstand den Mittelpunktleiter jetzt wieder mit der Null verbunden haben wird der Strom im Mittelpunktleiter teilweise abgeführt. Je Niederohmiger der Widerstand ist desto eher bekommen wir wieder eine symmetrische Belastung. Sobald der Teilstrom über 30 mA ansteigt löst der FI aus.
    In beiden Fällen wird sich der Fehler aber bemerkbar machen. Der Vorteil des TT-Netzes dürfte hier darin bestehen, dass die Geräte nicht kaputt gehen können.
    Weitere Fehler wären aber auch denkbar. So könnte beispielsweise jemand die Verbindung zwischen PAS und Schutzleiter trennen. Dann nützt mir mein schönster niederohmiger Fundamenterder überhaupt nichts mehr.
    Grüße
  17. TN-Netz Vorteil: Geräte geschützt, aber FI-Schutz notwendig

    ups
    ... es muss natürlich heißen: Der Vorteil des TN-Netzes dürfte hier darin bestehen, dass die Geräte nicht kaputt gehen können. Da hier aber nicht unbedingt ein FI vorhanden ist, bringt uns das dann auch nichts.
    Grüße
  18. Fundamenterder: Vorschriftsmäßige Installation für Anlagensicherheit

    Foto von

    Fundamenterder
    Damit es nicht aus den Augen kommt erst noch mal: Es geht darum, dass ein vorschriftsmäßiger Fundamenterder erforderlich ist und man nicht jemanden folgen darf " ... der und der hat gesagt, ein Fundamenterder ist nicht erforderlich" (wie z.B. in einem Link). Die Szenarien dienen ja nur zur Beschreibung der möglichen Folgen bei einer nicht vorschriftsmäßigen Anlage, damit ein bisher unkundiger Bauherr sich nichts einreden lässt.
    A: TT-Netz Wenn kein richtiger Fundamenterder vorhanden ist, sind auch die 1,6 kOhm nicht gesichert. Wenn schon Gas, Wasser und vielleicht Fernwärme an die PAS angeschlossen ist, und dann gemessen wird, werden möglicherweise die 1,6 kOhm unterschritten und keiner merkt, wenn bei Reparaturen ein bisheriges Metallrohr durch ein Kunststoffrohr ersetzt wird. Danach funktioniert der FI-Schalter genauso wie bei einem Defekt nicht mehr. Wieviel Nutzer kontrollieren die Funktionsfähigkeit ihres FI-Schutzschalters regelmäßig? Damit fällt eine Sicherheit weg  -  eine andere Störung (z.B. Schluss in einem Gerät  -  z.B. Wasserkocher) führt dann zu Lebensgefahr, da der vorgesehene Schutz nicht anspricht.
    B: TN-Netz, kein Fundamenterder, . Bei Trennung des PEN-Leiters steht die PAS und damit das ganze Haus auch ohne Gerätefehler je nach ungleicher Belastung der 3 Phasen unter Spannung und selbst ein FI-Schutzschalter wird nicht ausgelöst.
    Bei Fehlen eines (nicht vorgeschriebenen) FI-Schutzschalters bei einem Fehler steht dann das Gebäude zusätzlich niederohmig an einer gefährlich hohen Spannung.
    Mit freundlichen Grüßen
  19. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 13.01.2026
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 13.01.2026

    Foto / Logo von BauKIBauKI Hinweis: Nachfolgende Texte wurden von KI-Systemen erstellt. KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung! Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt. Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).

    Fundamenterder: Funktion, Korrosion, Potentialausgleich & Risiken

    💡 Kernaussagen: Der Fundamenterder ist bei Neubauten gemäß DINAbk. 18015-1 Pflicht und muss an die Potentialausgleichsschiene angeschlossen werden. Ein korrekter Erdungswiderstand ist entscheidend für die Sicherheit. Bei TN-Netzen wird die Erde mitgeliefert, während bei anderen Netzformen besondere Schutzmaßnahmen erforderlich sind. Die korrekte Ausführung von FI-Schutzschaltungen ist essenziell, da diese oft fehlerhaft installiert werden.

    ⚠️️ Wichtiger Hinweis: Das Durchtrennen des PEN-Leiters kann zu gefährlichen Spannungen im Haus führen, wie im Beitrag PEN-Leiter: Durchtrennen & Spannung im Haus – Gefahrenszenarien beschrieben.

    ✅ Zusatzinfo: Bei Anlagen mit FI-Schutzschaltung ist ein maximaler Widerstand von 1,6 kOhm beim Fundamenterder erlaubt, wie im Beitrag Fundamenterder: Maximaler Widerstand 1,6 kOhm bei FI-Absicherung erläutert wird.

    🔧 Praktische Umsetzung: Es ist wichtig, die Funktionsweise des FI-Schutzschalters zu verstehen, um die korrekte Installation sicherzustellen. Beachten Sie die Hinweise zur Erdung und zum Potentialausgleich, um Risiken durch Korrosion und fehlerhafte Installation zu minimieren. Die korrekte Ausführung von Erdungsmaßnahmen gemäß DIN 18014 ist entscheidend, um gefährliche Berührungs- und Körperspannungen zu vermeiden.

    👉 Handlungsempfehlung: Überprüfen Sie die Erdung und den Potentialausgleich regelmäßig, um die Sicherheit der Elektroinstallation zu gewährleisten. Konsultieren Sie einen Fachmann, um die korrekte Installation und Funktion des Fundamenterders und der FI-Schutzschalter sicherzustellen. Weitere Informationen zur korrekten Ausführung finden Sie im Beitrag FI-Schutzschalter: Erdung & korrekte Ausführung – Wichtig!.

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