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Fenster und Außentüren

Wand aus Glasbausteinen durch großes Fenster ersetzen?

Älteres Haus, ungedämmt, hat im Eingangsbereich/Flurbereich eine Aussenwand aus Glasbausteinen. Guter Zustand. Maße der GBS-Wand BxH 1470 x 2100

Soweit ich es überall gelesen habe, haben Glasbausteine annähernd die gleichen energetischen Daten wie Wandvorhänge. Merkt man aber auch selbst jetzt wieder.

Also Wand raus, aber was wie rein?

Deshalb eine Frage vorab. Inwieweit ist es überhaupt sinnvoll über eine 3-fach Verglasung nachzudenken wenn der Rest ungedämmt ist?

Von den Kosten mal abgesehen die ich, bis auf das eigentliche Fenster, nicht abschätzen kann, sehe ich aktuell drei Möglichkeiten.

1) Immer - GBS-Wand raus

A) aufmauern, dann Standardfenster 2-teilig rein - Links Festverglasung - Rechts Dreh-Kipp

B) anstatt mauern, einen Rahmen aus Holz, Dämmen, Verkleiden Innen/Aussen -
Standardfenster 2-teilig rein - Links Festverglasung - Rechts Dreh-Kipp

C) ein großes Fenster mit Unterlicht 1m Höhe, wie oben 2-teilig rein - Links Festverglasung - Rechts Dreh-Kipp

D) zwei Fenster - also separates Unterlicht/Festverglasung im Rahmen ein- oder zweiteilig in gesamter Breite/Höhe 1200

  • darauf über Koppelung dann das 2-teilige - Links Festverglasung - Rechts Dreh-Kipp

Welche Möglichkeit würde dann ein Fensterbauer aus optischer und/oder Montagesicht empfehlen?

Welche der beiden obigen Möglichkeiten ist aufwendiger?
Ich denke eigentlich A und B. Zumal ich da zwei beteiligte Gewerke hätte.

Was wäre in dem obigen Fall die sinnvollste Ausführung?

Und zu guter letzt eine Frage dessen Suche auf Antwort mich schier in den Wahnsinn treibt.

Gibt es Fenster mit Unterlicht wo im Unterlicht anstatt der Verglasung ein
Wärmepannel/Dämmelement/Isolierelement verbaut ist?
Also Aussen/Innenseite Metall und Innen mit Dämmung versehen.

Wenn ja, wie nennt sich so etwas?

Danke und Grüße

Name:

  • Rainer
  1. Grundsatzüberlegung

    Ist die Not tatsächlich so groß, dass diese architektonischen Highlights der 60er und 70er Jahre verschwinden müssen? Zugerscheinungen (kalte Fallluft an den Glasflächen) und Kondensat?

    Machen können Sie alles was Sie gelistet haben. Es ist in erster Linie eine Frage der Gestaltung für innen und außen. Natürlich geht 1.D). Solche Paneellösungen bietet Ihnen jeder Fensterbauer. Viel wichtiger ist, dass Sie beim Einbau von modernen wärmegedämmten Fenstern in eine so alte dämmtechnisch schwache Außenwand unbedingt die Innenleibungen dämmen müssen, um Tauwasser und Schimmelpilzansiedlung neben der Montagefuge des Fensters zu vermeiden.

    Wenn Ihre Außenwand aus 24er oder 36,5er Hbl-Wand sowieso nur einen U-Wert von rd. 0,9...1,2 W/m²K hat, was bringt da ein 3fach-verglastes Fenster mit U-Wert von 0,9 oder weniger?
    Da kondensiert die Raumluftfeuchte zuerst auf der Wand bevor sie die Feuchte am Fenster wahrnehmen können. (Eigentlich soll das Fenster immer etwas schwächer sein als die Wand, damit zuerst auf dem Glas Kondensat sichtbar wird, bevor es auf der Wand anfällt und dort unbemerkt Schimmelpilzbefall ermöglicht. Aber natürlich können Sie auch ein sehr gutes 3fach-verglastes Fenster einbauen, WENN Sie durch Begleitmaßnahmen (Leibungsdämmung und Lüftungs-Check nach DINA 19546-6) Schimmelschutz sicherstellen.

  2. Sie haben ja recht

    Hallo Herr Tilgner.

    Danke für ihre Antwort. Sie sprechen da was an...

    Nein, die Not ist nicht so groß. Probleme gibt es auch nicht. Es ist nur kalt im im unbeheizten Flur. Das kommt nicht nur durch die GSB Wand sondern auch noch durch eine sehr alte Haustür.

    Beides zusammen sorgt für einen kalten Flurbereich und die Kälte zieht dann auch noch über die Treppe ins türlose OGA.

    Da wir in 2018 die Haustür erneuern lassen wollen, kam halb der Gedanke auch die GSB-Wand ihrem Nutzungsende zuzuführen.

  3. Ehrlich?

    Das Treppenhaus wird auch mit neuer Tür und neuem Fenster kalt bleiben. Die Installation eines Heizkörpers im EGA ist sicher billiger als Haustür und Glaswand zu erneuern, Mehrverbrauch bei den Heizkosten der nächsten 10-20 Jahre mit einberechnet.

  4. Erklärung

    Das Treppenhaus würde ohne Beheizung nur dann wärmer werden, wenn nicht nur die Haustür und die Glasbausteinwand ersetzt werden würde, sondern auch alle Außenwände deutlich bessere Wärmedämmung erhielten. Nur dann bestünde die Chance, dass durch zeitweise offene Innentüren oder durch Transmissionswärme durch die Innenwänden Wärme aus den benachbarten Räumen ins Treppenhaus gelangt und dieses erwärmt, ohne dass diese Wärme gleich durch die lausig gedämmten Außenwände wieder verschwindet.


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