bitte entschuldigt den langen Text für zwei einfache Fragen.
Unser Flachdach-Balkon (ca. 9 m² über unbeheiztem Wintergarten) ist neu abgedichtet worden und hätte anschließend vom ausführenden Betrieb Holzdielen als Belag erhalten sollen. Da wir mit der Arbeit des Betriebs unzufrieden waren, wollen wir uns nun selber um den Belag kümmern.
Um (natürlich berechtigten) Antworten der Art "suchen sie sich einen anständigen Fachbetrieb und lassen sie es von Grund auf vernünftig neu machen" vorzubeugen: wir wohnen unentgeltlich im Familieneigentum und hatten keinen Einfluss auf die Planung und Auftragsvergabe, wollen jetzt aber beim Belag möglichst substanzerhaltend arbeiten.
Was gemacht wurde: Alte Balkonbeläge entfernt, alte Abdichtung blieb drin, drauf kamen zwei Lagen Bitumenbahnen, die obere sieht mir beschiefert aus. Es gibt kein Gesamtgefälle, allerdings entlang der Hauswand einen ca. 20 cm breiten Streifen mit etwas Gefälle von der Hauswand weg. Unser Balkon hat ringsum eine gemauerte Brüstung, hauswandseits und leider direkt neben der Balkontür, einen Abfluss von 5 cm Durchmesser. Mittig verbleibt uns eine Aufbauhöhe von 5 cm (bis Unterkante Holz (!) Tür), entlang der Hauswand 1 cm. Der DD (wenn es denn einer war) wollte Unterkonstruktion direkt auf die Bitumenbahnen legen, drauf die Holzdielen und beten (er nannte es "garantieren"), dass uns das Ganze in den nächsten zwei Jahren nicht absäuft.
Das kann ich für 800 € auch selbst!
Mein Problem: Um mit dem Aufbau überhaupt unterhalb der Balkontür zu bleiben, bleiben max. 3 cm für die Unterkonstruktion. Die steht dann allerdings im hinteren Balkonbereich (siehe Skizze "Hauptnutzungsbereich"), wo sich der Regen an den Schweißnähten staut, im Wasser. Außerdem sehe ich nicht, wie auf der Abdichtung stehendes Wasser bei der geringen Aufbauhöhe anständig verdunsten soll, womit der Sinn und Zweck eines Holzdielenbelags wohl verfehlt ist, oder?
Meine ästhetischen Ansprüche an die sichtbare Oberfläche gehen gegen Null, wichtig ist mir, dass die nächsten zwei Jahre die Balkontür nicht (wieder) im Nassen steht.
Meine Idee: nur der Hauptnuntzungsbereich erhält einen Holzbelag mit hinreichend Luft darunter, der Rest bekommt eine reine "Abdichtungsschutzoberfläche". D.h. Bautenschutzmatten auslegen, Holzpodest zum Sitzen und Schlafen drauf und gut.
Zwei Fragen: 1) ist meine Idee aus Sicht der Abdichtung vernünftig (und könnt ich auf die Bautenschutzmatten Blumenkübel für meine Tomaten stellen)?
2) Wenn doch Holzbelag (mit Holz arbeiten können wir, drum wollten wir es auch nicht billigmöglichst hinpfuschen lassen), was wäre bei unseren Gegebenheiten der beste Kompromiss? (Größere Abstände zwischen den Dielen? , Sonderlösung für den kritischen Bereich Balkontür/ Abfluss?)
Ich danke für jeden noch so kleinen Ratschlag, auch Hinweise auf andere, vielleicht geeignetere Beläge!
Karla M.
