WDVS Fassade: Ungewollte Faschen – Nachträgliche Kosten & Rechte bei Pauschalangebot?
In diesem Forum sind Sie: Außenwände und Fassaden📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 11.01.2026
Die Diskussion dreht sich um die nachträgliche Berechnung von Faschen an einer WDVS-Fassade, obwohl ein Pauschalangebot vorlag. Es werden Fragen zum Vorgehen, den Rechten des Auftraggebers und möglichen Ansprüchen auf Minderung oder Schadenersatz diskutiert. Ein wichtiger Punkt ist die technische Notwendigkeit der Faschen und ob diese im Vorfeld kommuniziert wurde.
⚠️ Wichtiger Hinweis · ✅ Zusatzinfo · 💰 Zusatzinfo · 👉 Handlungsempfehlung · 🔧 Handlungsempfehlung
WDVS Fassade: Ungewollte Faschen – Nachträgliche Kosten & Rechte bei Pauschalangebot?
wir haben für unseren Außenputz mit WDVSAbk. ein Pauschalangebot bekommen und dies auch angenommen.
Jetzt wurden einfach zusätzlich Faschen erstellt und uns zusätzlich in Rechnung gestellt, obwohl wir diese gar nicht wollten. Auf unsere Frage hin wurde geantwortet, da die Rollladenkästen zu weit hinausragten, wäre es nicht anders möglich gewesen und somit hätten wir die Faschen bestellt.
Zusätzlich wurde eine Fugendichtung in Rechnung gestellt.
Auch wurde statt 172 m² wie im Pauschalangebot beschrieben nur 160 m² EPS-Platten mit Kratzputz ausgeführt. Die Sockelhöhe beträgt dadurch 47 cm anstatt an die vorher schon vorhanden Perimeterdämmung angepasst worden zu sein, wo auch die im Vertrag
genannten 172 m² wieder hinkämen. Leider steht im Vertrag nicht,
wie hoch der Sockel sein sollte, da dies durch die schon vorhandene
Perimeterdämmung aus unsere Sicht selbstsprechend war und sich
auch mit den 172 m² aus dem Pauschalangebot deckten.
Auf diesen Sachverhalt hin angesprochen wurde gesagt, es war ein Pauschalangebot und die Massen im Angebot hätten keine Bedeutung.
Müssen wir das bezahlen oder haben wir Anspruch auf Minderung bzw. Schadenersatz.
Vielen Dank für Eure Antwort
T. Schmidt
-
Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)Automatisch generierte KI-Ergänzungen
BauKI Hinweis:
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KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind.
Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig!
Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung!
Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt.
Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Bauphysikalische Vollständigkeit prüfen lassen – fehlende 12 m² WDVSAbk. im Sockelbereich führen zu Wärmebrücken, Feuchteschäden und Verstößen gegen das GEG.
🔴 KRITISCH: Ungeplante Faschen ohne fachgerechte Anschlussdetailplanung (Dämmung, Abdichtung, Übergang zur Perimeterdämmung) stellen ein erhebliches Schimmel- und Bauschadensrisiko dar.
⚠️ WICHTIG: Alle Abweichungen vom Pauschalangebot (Fläche, Faschen, Fugendichtung) müssen schriftlich dokumentiert und vor einer Zahlung mittels formeller, fristgebundener Beanstandung angefochten werden.
⚠️ WICHTIG: Keine Abnahme der Leistung vor Vorlage eines unabhängigen Gutachtens – eine vorzeitige Abnahme könnte Ansprüche auf Minderung oder Nachbesserung ausschließen.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe, dass Ihnen ungewollte Faschen an Ihrer WDVS-Fassade nachträglich in Rechnung gestellt wurden, obwohl ein Pauschalangebot vorlag. Das ist ärgerlich.
Rechtliche Situation: Bei einem Pauschalangebot sind alle vereinbarten Leistungen im Preis enthalten. Nachträgliche Änderungen oder Zusatzleistungen müssen gesondert vereinbart werden, idealerweise schriftlich. Wenn die Faschen nicht im ursprünglichen Angebot enthalten waren und Sie diese auch nicht nachträglich beauftragt haben, müssen Sie diese grundsätzlich nicht bezahlen.
Vorgehensweise:
- Prüfen Sie den Vertrag: Was genau wurde im Pauschalangebot vereinbart? Gibt es eine Leistungsbeschreibung, die die Ausführung der Fassade detailliert beschreibt?
- Schriftliche Beanstandung: Widersprechen Sie der Rechnung schriftlich und begründen Sie Ihren Widerspruch mit dem Pauschalangebot und dem fehlenden Auftrag für die Faschen. Setzen Sie eine Frist zur Korrektur der Rechnung.
- Beweissicherung: Dokumentieren Sie den Sachverhalt (Fotos, E-Mails, etc.).
- Rechtliche Beratung: Wenn der Handwerker auf der Bezahlung besteht, empfehle ich Ihnen, sich rechtlich beraten zu lassen. Ein Anwalt für Baurecht kann Ihre Erfolgsaussichten einschätzen und Sie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte unterstützen.
Mögliche Ansprüche: Je nach Sachlage haben Sie möglicherweise Anspruch auf Minderung des Werklohns oder Schadenersatz, wenn durch die ungewollten Faschen ein Schaden entstanden ist.
👉 Handlungsempfehlung: Widersprechen Sie der Rechnung umgehend schriftlich und holen Sie sich bei Bedarf rechtlichen Rat. Dokumentieren Sie den gesamten Sachverhalt sorgfältig.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt einen klassischen Konflikt zwischen einem Pauschalangebot und nachträglichen Zusatzkosten für nicht vereinbarte Leistungen. Der Auftraggeber hat ein Pauschalangebot für Außenputz mit WDVS angenommen, das auf einer Fläche von 172 m² basierte. Die ausführende Firma hat eigenmächtig Faschen erstellt und zusätzliche Fugendichtungen in Rechnung gestellt, obwohl diese Leistungen nicht explizit bestellt wurden. Zudem wurde die tatsächlich ausgeführte Fläche mit 160 m² geringer als vereinbart, was zu einer ungewollten Sockelhöhe von 47 cm führte.
❌ Widerspruch: Die Behauptung der Firma, dass ein Pauschalangebot die Massenangaben bedeutungslos mache, ist rechtlich unhaltbar. Ein Pauschalpreisvertrag definiert eine bestimmte Leistung zu einem Festpreis; Abweichungen in der Ausführung oder nicht vereinbarte Zusatzleistungen sind nicht automatisch durch den Pauschalpreis gedeckt. Die Massenangabe von 172 m² ist ein wesentlicher Bestandteil der Leistungsbeschreibung und dient der Abgrenzung des vereinbarten Werks.
⚠️ Korrektur: Die Argumentation der Firma, dass die Faschen aufgrund der Rollladenkästen zwingend erforderlich waren, ist fachlich nachvollziehbar, aber rechtlich nicht ausreichend. Eine solche Änderung hätte vor Ausführung mit dem Auftraggeber abgestimmt werden müssen. Die nachträgliche Behauptung einer "Bestellung" durch den Auftraggeber ist ohne schriftliche Zustimmung nicht haltbar.
➕ Ergänzung: Die reduzierte Fläche von 160 m² statt 172 m² stellt eine Minderleistung dar, die zu einer Minderung des Werklohns berechtigt. Die nicht angepasste Sockelhöhe kann zudem zu bauphysikalischen Problemen wie Wärmebrücken oder Feuchteschäden führen, was ein erhebliches Mängelrisiko darstellt. Die Fugendichtung ist ebenfalls eine nicht vereinbarte Zusatzleistung, die ohne Auftrag nicht vergütungspflichtig ist.
👉 Handlungsempfehlung: Sie sollten der Rechnung für die nicht bestellten Faschen und die Fugendichtung schriftlich widersprechen und die Zahlung verweigern. Fordern Sie die Firma zur Nachbesserung der Sockelhöhe auf, um die vereinbarte Fläche von 172 m² zu erreichen. Ziehen Sie einen Rechtsanwalt für Bau- und Architektenrecht hinzu, um Ihre Ansprüche auf Minderung und ggf. Schadenersatz durchzusetzen. Lassen Sie die ausgeführte Leistung durch einen unabhängigen Sachverständigen dokumentieren, um die Mängel und Abweichungen vom Vertrag zu beweisen.
KI-Analyse (Qwen)
Der Sachverhalt betrifft ein Pauschalangebot für eine WDVS-Fassade, bei dem nachträglich unverlangte Leistungen (Faschen, Fugendichtung) in Rechnung gestellt wurden und die ausgeführte Fläche (160 m²) deutlich unter der im Angebot genannten Menge (172 m²) liegt – mit konkreten Auswirkungen auf die Sockelhöhe und die Anschlussdetails an die bestehende Perimeterdämmung.
🔴 Gefahr: Die nachträgliche Herstellung von Faschen ohne vorherige vertragliche Vereinbarung und ohne nachweisbare, zwingende bauphysikalische Notwendigkeit birgt das Risiko einer fehlerhaften Ausführung, die zu Wärmebrücken, Feuchteschäden oder Schimmelbildung führen kann – insbesondere wenn die Faschen nicht fachgerecht gedämmt, angeschlossen und abgedichtet wurden.
⚠️ Korrektur: Die Aussage des Unternehmers, die im Pauschalangebot genannten Massen hätten ‚keine Bedeutung‘, ist rechtlich unzulässig: Gemäß § 633 BGBAbk. ist bei Pauschalverträgen die vertraglich vereinbarte Leistung maßgeblich – Abweichungen bedürfen der ausdrücklichen Vereinbarung oder einer nachweisbaren, unvorhersehbaren, zwingenden technischen Notwendigkeit.
➕ Ergänzung: Die fehlenden 12 m² WDVS-Platten führen nicht nur zu einer Minderung der Dämmwirkung, sondern auch zu einer unzulässigen Unterbrechung der Wärmedämmung im Sockelbereich – dies verstößt gegen die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEVAbk. bzw. GEG) und kann zu erhöhtem Heizenergieverbrauch sowie Bauschäden führen.
❌ Widerspruch: Die Behauptung, die Faschen seien ‚nicht anders möglich‘, ist ohne detaillierte bauphysikalische Begründung und ohne vorherige Abstimmung mit dem Auftraggeber nicht haltbar; alternative Lösungen wie Anpassung der Rollladenkästen, Verwendung von schmalen Dämmplatten oder modifizierter Putzanschluss wären zu prüfen gewesen.
✅ Zustimmung: Die Annahme, dass die Sockelhöhe sich an der vorhandenen Perimeterdämmung orientieren müsste, ist sachlich korrekt und entspricht der bautechnischen Logik eines durchgängigen Wärme- und Feuchteschutzes – die Abweichung ist daher nicht als Bagatelle einzustufen.
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen unabhängigen, zertifizierten Sachverständigen für Wärmedämm-Verbundsysteme (z. B. nach DINAbk. 4108-10 oder mit Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Qualität – DGQ), um die fachliche Notwendigkeit der Faschen, die korrekte Ausführung der Fugendichtung sowie die energetische und bauphysikalische Vollständigkeit der WDVS-Ausführung zu begutachten – auf dieser Grundlage können Sie Minderung, Nachbesserung oder Schadenersatz rechtlich durchsetzen.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen: Ein Pauschalangebot bindet den Unternehmer vollständig; nicht vereinbarte Leistungen (Faschen, Fugendichtung) sind nicht vergütungspflichtig.
- Alle drei sind sich einig: Die Abweichung von 172 m² (vereinbart) auf 160 m² (tatsächlich) stellt eine Minderleistung dar und berechtigt zur Minderung.
- Alle drei empfehlen: Schriftlichen Widerspruch gegen die Rechnung, Dokumentation des Sachverhalts und juristische Beratung.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI betont primär das vertragsrechtliche Argument und verweist allgemein auf Baurechtsanwälte; DeepSeek und Qwen gehen stärker in die bauphysikalische Konsequenz (Wärmebrücken, EnEV/GEG-Verstöße) ein.
- GoogleAI nennt keine konkrete Gutachter-Qualifikation; DeepSeek fordert einen „unabhängigen Sachverständigen“; Qwen präzisiert die Anforderung an eine Zertifizierung nach DIN 4108-10 oder DGQ.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek ergänzt die Problematik der nicht angepassten Sockelhöhe (47 cm) mit dem Hinweis auf bauphysikalische Risiken – nicht explizit bei GoogleAI.
- Qwen ergänzt den Verstoß gegen das GEG bzw. die EnEV und benennt konkrete Alternativen zur Faschenlösung (schmale Platten, Anpassung Rollladenkästen) – fehlt bei den anderen.
- Qwen benennt die fehlende „fachgerechte Anschlussdetailplanung“ als entscheidendes Risiko – eine Detailtiefe, die nur bei Qwen vorkommt.
❌ Widerspruch:
- Die Aussage der Firma „Massenangaben im Pauschalangebot seien bedeutungslos“ wird von GoogleAI nicht thematisiert, von DeepSeek als „rechtlich unhaltbar“ und von Qwen als „rechtlich unzulässig“ (mit Verweis auf § 633 BGB) eingeordnet. Da beide juristisch präzisen Modelle übereinstimmen und das Vorsichtsprinzip gilt, wird hier die strengere Einschätzung (DeepSeek/Qwen) priorisiert.
- Die Behauptung der Firma, Faschen seien „zwingend erforderlich“, wird von GoogleAI als „fachlich nachvollziehbar“ (ohne Bewertung der Rechtmäßigkeit) eingestuft, während DeepSeek und Qwen dies ausdrücklich als *nicht ausreichend* oder *nicht haltbar* bewerten – Vorsichtsprinzip führt zur Priorisierung der sichereren Einschätzung (Qwen/DeepSeek).
👉 Empfehlung: Die strengere, bauphysikalisch und rechtlich detaillierte Linie von DeepSeek und Qwen ist vorzuziehen. GoogleAI bietet eine solide, aber grundlegendere Orientierung – ergänzt werden muss sie unbedingt durch die technischen und normativen Hinweise der anderen beiden Modelle.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Verbindlichkeit des Pauschalangebots ✅ Ein Pauschalangebot bindet die vereinbarte Leistung vollständig; Abweichungen bedürfen schriftlicher Vereinbarung (§ 633 BGB). Die Behauptung, Massenangaben seien „bedeutungslos“, ist rechtlich unzulässig. Faschen als Zusatzleistung ✅ Faschen sind keine automatische Teil-Leistung bei WDVS – ohne vorherige Absprache und schriftliche Bestellung sind sie nicht vergütungspflichtig. Fugendichtung ✅ Fugendichtung ist eine nicht vereinbarte Zusatzleistung und daher ohne gesonderte Vereinbarung nicht abrechenbar. Flächenabweichung (172 → 160 m²) ⚠️ Die 12 m² Minderleistung begründen einen Anspruch auf Minderung; zudem führt die zu niedrige Sockelhöhe zu bauphysikalischen Risiken (Wärmebrücken, Feuchteschäden) und möglichen GEG-Verstößen. Fachliche Notwendigkeit der Faschen ❌ Die alleinige Behauptung der Firma, Faschen seien „zwingend“ oder „nicht anders möglich“, ist ohne bauphysikalische Nachweisführung und vorherige Abstimmung nicht stichhaltig. Alternativen (z. B. Anpassung Rollladenkästen, schmale Dämmplatten) wären zu prüfen gewesen. 👉 Handlungsempfehlung: Beanstanden Sie die Rechnung umgehend schriftlich, verweigern Sie die Zahlung für nicht vereinbarte Leistungen und beauftragen Sie unverzüglich einen unabhängigen, zertifizierten Sachverständigen für WDVS (nach DIN 4108-10 oder DGQ), um Mängel, Abweichungen und bauphysikalische Risiken zu dokumentieren – darauf aufbauend können Minderung, Nachbesserung und ggf. Schadenersatz durchgesetzt werden.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Unterbrechung der Wärmedämmung im Sockelbereich (fehlende 12 m²) Erhöhter Heizenergieverbrauch, Wärmebrücken, Feuchteeintrag, mögliche Schimmelpilzbildung 🔴 Risiko Ungedämmte oder ungedichtet ausgeführte Faschen Bauphysikalisch wirksame Wärmebrücke, Kondenswasserbildung, langfristiger Bauschaden 🔴 Risiko Fehlende Abstimmung und Detailplanung der Faschenanschlüsse Unsachgemäßer Übergang zur Perimeterdämmung → Feuchteschäden im Kellerbereich 🔴 Risiko Formlose oder vorzeitige Abnahme der Leistung Ausschluss von Mängelansprüchen und Rechtsmitteln nach § 634a BGB 🔴 Risiko Kein unabhängiges Gutachten vor Zahlung Unzureichende Beweislage bei Rechtsstreit – Verlust der Verhandlungsposition ✅ Chance Vertragliche Durchsetzung der vereinbarten Leistung (172 m²) Vollständige WDVS-Ausführung mit nachweisbarer Energieeinsparung und Wertsteigerung ✅ Chance Nachbesserung der Sockelhöhe auf planmäßige Höhe Wiederherstellung der bauphysikalischen Kontinuität, Vermeidung von Folgeschäden ✅ Chance Durchsetzung einer Minderung bei unvertragsgemäßer Rechnungsstellung Unmittelbare finanzielle Entlastung und klare Absicherung des Rechtsstandpunkts ✅ Chance Professionelles Gutachten als Grundlage für zukünftige Bauprojekte Erhöhte Transparenz bei Auftragsvergabe, bessere Planungssicherheit, Vermeidung ähnlicher Konflikte ✅ Chance Stärkung der Vertragsdisziplin im Baugewerbe durch konsequentes Einfordern Langfristige Verbesserung der Auftragsklarheit und Leistungsqualität bei allen Leistern Orientierungshilfen
- Unverzügliche Sicherheitsmaßnahme: Verweigern Sie die Zahlung für Faschen und Fugendichtung – und lehnen Sie die Abnahme der Leistung bis zur Vorlage eines unabhängigen Gutachtens ab.
- Sachverständigen beauftragen: Kontaktieren Sie einen zertifizierten WDVS-Sachverständigen (nach DIN 4108-10 oder DGQ) und beauftragen Sie ein umfassendes Gutachten zu Fläche, Faschenfunktion, Anschlussdetails und bauphysikalischer Einordnung.
- Vertrag & Unterlagen sichern: Sammeln Sie alle Dokumente – Pauschalangebot mit Leistungsbeschreibung, E-Mails, Fotos der Ausführung (inkl. Sockel- und Faschenbereich), Rechnung und ggf. Baupläne.
- Schriftlichen Widerspruch erlassen: Verfassen Sie einen formellen, fristgebundenen Widerspruch gegen die Rechnung mit Bezug auf das Pauschalangebot, § 633 BGB und die dokumentierten Abweichungen – mit Frist zur Rechnungskorrektur (z. B. 14 Tage).
- Nachbesserung fordern: Fordern Sie schriftlich die komplette Nachbesserung auf – ergänzende WDVS-Ausführung auf 172 m², fachgerechter Anschluss der Perimeterdämmung und Prüfung/Änderung der Faschen nach bauphysikalischer Fachempfehlung.
- Rechtsanwalt für Bau- und Architektenrecht hinzuziehen: Reichen Sie das Gutachten und den Widerspruch bei einem spezialisierten Anwalt ein – um ggf. Mahnung, Abmahnung oder Klage vorzubereiten.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Pauschalangebot
- Ein Pauschalangebot ist ein Angebot, bei dem ein fester Preis für eine bestimmte Leistung vereinbart wird. Nachträgliche Änderungen bedürfen einer neuen Vereinbarung.
Verwandte Begriffe: Festpreis, Werkvertrag, Angebot. - WDVS
- WDVS steht für Wärmedämmverbundsystem. Es handelt sich um eine Fassadenverkleidung, die der Wärmedämmung dient.
Verwandte Begriffe: Fassadendämmung, Wärmedämmung, Dämmstoff. - Faschen
- Faschen sind architektonische Gestaltungselemente an Fassaden, die Fenster oder Türen umrahmen. Sie können aus verschiedenen Materialien bestehen.
Verwandte Begriffe: Zierprofile, Fensterumrandung, Fassadenelemente. - Minderung
- Die Minderung ist ein Recht des Auftraggebers bei Mängeln an der Werkleistung. Sie berechtigt zur Reduzierung des Werklohns.
Verwandte Begriffe: Gewährleistung, Schadenersatz, Nachbesserung. - Schadenersatz
- Schadenersatz ist ein Anspruch auf Ausgleich eines entstandenen Schadens. Im Baurecht kann Schadenersatz bei Mängeln oder Pflichtverletzungen geltend gemacht werden.
Verwandte Begriffe: Gewährleistung, Minderung, Nachbesserung. - Leistungsbeschreibung
- Eine Leistungsbeschreibung ist eine detaillierte Beschreibung der zu erbringenden Leistungen im Rahmen eines Bauvertrags. Sie ist Grundlage für die Ausführung der Arbeiten und die Abrechnung.
Verwandte Begriffe: Bauvertrag, Werkvertrag, Angebot. - Werklohn
- Der Werklohn ist die Vergütung, die der Handwerker für seine erbrachte Leistung erhält. Die Höhe des Werklohns wird im Werkvertrag vereinbart.
Verwandte Begriffe: Vergütung, Honorar, Rechnung.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist ein Pauschalangebot im Baubereich?
Ein Pauschalangebot ist ein Festpreisangebot, bei dem der Handwerker alle im Angebot beschriebenen Leistungen zu einem festen Preis erbringt. Nachträgliche Änderungen oder Zusatzleistungen müssen gesondert vereinbart werden. - Muss ich eine Rechnung bezahlen, die nicht der Vereinbarung entspricht?
Grundsätzlich müssen Sie nur die Leistungen bezahlen, die vertraglich vereinbart wurden oder die Sie nachträglich beauftragt haben. Wenn eine Rechnung von der Vereinbarung abweicht, sollten Sie diese schriftlich beanstanden. - Was kann ich tun, wenn der Handwerker auf der Bezahlung der ungewollten Leistungen besteht?
In diesem Fall empfehle ich Ihnen, sich rechtlich beraten zu lassen. Ein Anwalt für Baurecht kann Ihre Rechte prüfen und Sie bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche unterstützen. - Habe ich Anspruch auf Schadenersatz, wenn durch die ungewollten Leistungen ein Schaden entstanden ist?
Ja, wenn durch die ungewollten Leistungen ein Schaden entstanden ist (z.B. Wertminderung der Immobilie), haben Sie möglicherweise Anspruch auf Schadenersatz. Dies muss jedoch im Einzelfall geprüft werden. - Wie dokumentiere ich den Sachverhalt am besten?
Fertigen Sie Fotos von den ungewollten Faschen an, sammeln Sie alle relevanten Dokumente (Angebot, Vertrag, Rechnungen, E-Mails) und notieren Sie sich alle wichtigen Details zum Ablauf der Arbeiten. - Was ist eine Leistungsbeschreibung?
Eine Leistungsbeschreibung ist eine detaillierte Beschreibung der vom Handwerker zu erbringenden Leistungen. Sie sollte alle wesentlichen Details zur Ausführung der Arbeiten enthalten. - Kann ich den Handwerker verklagen?
Eine Klage ist der letzte Schritt, wenn alle anderen Versuche einer Einigung gescheitert sind. Vor einer Klage sollten Sie sich unbedingt rechtlich beraten lassen. - Was bedeutet Minderung des Werklohns?
Minderung des Werklohns bedeutet, dass Sie aufgrund eines Mangels an der erbrachten Leistung einen Teil des vereinbarten Preises nicht bezahlen müssen.
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Ein Überblick über die wichtigsten Rechte und Pflichten von Bauherren und Handwerkern. - Die Abnahme der Bauleistung
Was bei der Abnahme zu beachten ist und wie Sie Mängel rügen.
-
WDVS: Perimeterdämmung/Fassadendämmung – Fugendichtung Details
Haben Sie jetzt eine Lücke zwischen Perimeter- und Fassadendämmung (Perimeterdämmung, Fassadendämmung) oder wie soll man das verstehen?
Haben Sie jetzt eine Lücke zwischen Perimeter- und Fassadendämmung (Perimeterdämmung, Fassadendämmung) oder wie soll man das verstehen?
Was für eine Fugendichtung, was steht denn genau auf der Rechnung? -
WDVS Fassade: Ungewollte Faschen – Technische Notwendigkeit?
keine Lücke, aber 47 cm hohen Sockel
Die Lücke ist mit Styropor-Platten in gleicher Stärke wie
vorhandene Perimeter-Dämmung gefüllt worden. Oberputz und Haftputz sind draufgekommen. Der Rücksprung zum Kratzputz beträgt 5 cm!
Die Rechnung für die Fugendichtung hat der Stuckateur wieder zurückgezogen.
Der genaue Wortlaut für die nicht gewünschten Faschen:
" Die Faschen wurden von Ihnen bestellt, weil es technisch nicht möglich war ohne Fasche zu arbeiten, da die Rollladenkästen nicht die nötige Breite in der Untersicht aufwiesen (Winkelschiene war nicht breit genug.) "
Selbst wenn dies so wäre, müssen wir nicht vorher gefragt werden oder kann der Stuckateur einfach ausführen, die Farbe bestimmen etc. Dies sind immerhin Mehrkosten von fast 1000 € und außerdem gefällt es uns nicht.
Und wenn nicht, sind diese Aufwände nicht im Pauschalangebot enthalten. Wir haben extra ein Pauschalangebot (Festpreis) genommen, um vor Mehrkosten geschützt zu sein.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Schmidt -
Baurecht: WDVS Fassade – Rechtbeistand bei Pauschalangebot!
Sie sollten einen Rechtbeistand aufsuchen, denn was Sie hier bisher geschildert haben, fällt unter Vertragsrecht.
Sie sollten einen Rechtbeistand aufsuchen, denn was Sie hier bisher geschildert haben, fällt unter Vertragsrecht.Was mich etwas stutzig macht ist, kein Maler schneidet freiwillig Platten, um damit die Sockelhöhe um 15/17 cm anzuheben. Das ist vermeidbare Arbeit. Haben Sie denn den Verarbeiter gefragt, warum er das denn gemacht hat. Vielleicht war er der Meinung, dass er den Sockel auf 50 cm anheben muss?
Wenn Sie mit dem Verarbeiter etwas vereinbart haben und er will davon abweichen, muss er Sie natürlich fragen bzw. muss er Sie aufklären, warum er das nun anders macht.
Vor einem Angebot muss sich ein Verarbeiter aber auch vor Ort die Sache anzugucken und bei seinem Angebot muss er natürlich Auffälligkeiten berücksichtigen.
Aber das wird Ihnen ein Rechtanwalt viel besser erklären können 🙂 -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 11.01.2026
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).WDVS Fassade: Rechte bei ungewollten Faschen & Pauschalangeboten
💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die nachträgliche Berechnung von Faschen an einer WDVSAbk.-Fassade, obwohl ein Pauschalangebot vorlag. Es werden Fragen zum Vorgehen, den Rechten des Auftraggebers und möglichen Ansprüchen auf Minderung oder Schadenersatz diskutiert. Ein wichtiger Punkt ist die technische Notwendigkeit der Faschen und ob diese im Vorfeld kommuniziert wurde.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut dem Beitrag von WDVS Fassade: Ungewollte Faschen – Technische Notwendigkeit? wurden die Faschen angeblich aufgrund von zu weit hinausragenden Rollladenkästen angebracht. Es sollte geprüft werden, ob dies tatsächlich unvermeidbar war und ob der Auftraggeber darüber informiert wurde.
✅ Zusatzinfo: Der Sockel wurde mit Styropor-Platten in gleicher Stärke wie die Perimeterdämmung gefüllt. Der Rücksprung zum Kratzputz beträgt 5 cm. Die ursprüngliche Rechnung für die Fugendichtung wurde zurückgezogen.
💰 Zusatzinfo: Nachträglich berechnete Faschen bei einem Pauschalangebot können zu erheblichen Mehrkosten führen. Es ist wichtig, die vertraglichen Vereinbarungen genau zu prüfen und gegebenenfalls rechtlichen Rat einzuholen.
👉 Handlungsempfehlung: Der Beitrag Baurecht: WDVS Fassade – Rechtbeistand bei Pauschalangebot! empfiehlt, einen Rechtsbeistand aufzusuchen, da der Sachverhalt unter Vertragsrecht fällt. Dies ist ratsam, um die eigenen Rechte zu wahren und eine angemessene Lösung zu finden.
🔧 Handlungsempfehlung: Klären Sie die technischen Details und die Notwendigkeit der Faschen mit dem Stuckateur. Dokumentieren Sie alle Absprachen und Rechnungen sorgfältig. Prüfen Sie, ob die Faschen im ursprünglichen Angebot enthalten waren oder ob es sich um eine nachträgliche Änderung handelt.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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