Wir haben ein mittelschweres Problem in einer unserer sanierten Mietwohnungen.
Folgende Situation:
1) Feuchteschaden an Decke im Bereich Trennwand Bad/KÜ EGAbk.-Wohnung, Schaden an Küchenwand ca. 20x10 cm (Decke kaum btroffen), an Baddecke ca. 1,50x0,50 m (hier jedoch Wand kaum betroffen)
2) Decke KÜ-abgehangen, Decke Bad Bestandsputz (auf Rohschilfputzträger), Holzbalkendecke
3) Teil der Trennwand ist ein stillgelegter 3 zugiger Schornsteinschlot, in dessen Verlängerung badseitig der Installationsschacht sowie die Nassstrecke angeordnet wurde
4.) die unter 3 benannten Bereiche wurden durch Trockenputz fluchtig verkleidet
5.) I-Schacht ist trocken, Rohrisolierungen ebenfalls trocken
6.) alle in Frage kommenden Anschlüsse (KÜ+Bad) der Wohnungen 1. /2. OGAbk. sind einwandfrei und dicht
7.) Schornstein wurde während Sanierung (vor ca. 2 Jahren) bis unter die Dachhaut abgebrochen, mit Beton verschlossen, entlüftet in den Dachraum über ein Edelstahlrohrstück, welches Beton durchdringt
8.) seit ca. 8 Wochen küchenseitig sichtbarer Feuchteschaden an Bestandswand im Deckenbereich, badseitig bereits Schimmelbildung (ca. 1,5 m²) an der Bestandsputzdecke, jedoch kaum an der Wand
Nach der intensiven und aufwendigen Fehlersuche im Bereich der Haustechnik stehen wir nun da wie Dilettanten, da wir den Mietern weiterhin mitteilen müssen, dass die Ursache nicht gefunden wurde.
Heute stellten wir im Keller fest, das der betreffende Schornsteinschlot keinerlei Zuluftöffnung aufweist.
Hier die Fragen:
1.) ist es möglich, dass Kondenswasser vom Edelstahlrohr im kalten Dachraum herabtropft, und die Schäden verursacht (jedoch 1. Auftreten im Hochsommer), wenn ja, warum tritt das Wasser nicht im Keller in Form von braunlichen Wasserrändern zutage, sondern im Deckenbereich zw. EG/1. OG?
2.) kann eine solche Durchfeuchtung mit der fehlenden Zuluftöffnung im Keller im Zusammenhang stehen? mit welchen Kondensatmengen kann im Sommer gerechnet werden (Raumtemperatur Bad/KÜ bei ca. 20-22 °C, Keller bei 16-18 °C, Dachraum wesentlich wärmer)
3.) müssen wir mit Verstärkung rechnen, wenn die Kalte Jahreszeit beginnt, der Dachraum vielleicht auf bis +5 ° abkühlt?
4.) Wer kann Hilfe geben? Ist eine Kamerabefahrung des Schlotes ratsam?
5.) das Freilegen der Schlotwand von badseite her ist Aufgrund des verfliesten Trockenputzes sehr aufwendig, zumal dabei auch die Wanne ausgebaut werden muss
Schadensbilder in digitaler Form vorhanden.
Hilfe!