Bitumendickbeschichtung zu dünn: Ursachen, Risiken & Sanierung bei Hohlblocksteinen?
In diesem Forum sind Sie: Neubau📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 16.01.2026
Die Diskussion dreht sich um eine zu dünne Bitumendickbeschichtung an einem Keller aus Hohlblocksteinen. Ein öbuv SV (öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger) hat die Schichtdicke gemessen, jedoch Mangelbeseitigung und Kosten nicht im Gutachten aufgeführt. Die Notwendigkeit einer detaillierten Mangelbeschreibung und Kostenschätzung durch den Sachverständigen wird betont.
Bitumendickbeschichtung zu dünn: Ursachen, Risiken & Sanierung bei Hohlblocksteinen?
ich möchte folgenden Sachverhalt zur Diskussion stellen:
Neubau, Keller aus grauen Hohlblocksteinen, verputzt, Bitumendickbeschichtung mit eingelegtem Gewebe, Perimeterdämmung 4 cm, Schutzvlies, kein aufstauendes Wasser
An 4 Aufgrabungsstellen wurden Bitumenschicktdicken von überwiegend 1,7 mm durch einen öbuvAbk. SV festgestellt. An einer Stelle gibt es auf einer Fläche von 0,3 x 1 mm gar keine Abdichtung. Gutachterlich wurde die Abdichtung als nicht funktionstüchtig und neu herzustellen bewertet.
Mit welchen Problemen und möglichen Folgeschäden muss ich bei einer kompletten Aufgrabung rechnen? Was passiert unter den Terrassenbetonplatten und der Garage (auf Ortbetonplatte)?
Vielen Dank, Thomas Schindler
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).Sicherheitshinweise
🔴 KRITISCH: Die Bitumendickbeschichtung weist mit 1,7 mm deutlich unterschrittene Dicke (mindestens 3–4 mm nach DINAbk. 18533 erforderlich) sowie eine vollständige Fehlstelle auf – dies macht die Abdichtung funktionslos und birgt unmittelbare Feuchteeintragrisiken.
🔴 KRITISCH: Hohlblocksteine sind kapillaraktiv; bei unzureichender oder lückenhafter Abdichtung dringt Feuchtigkeit ungehindert in die Hohlräume ein – mit hoher Wahrscheinlichkeit für Frostschäden, Salzausblühungen, Putzabplatzungen und schließlich statische Schädigung.
🔴 KRITISCH: Unter Terrassen- und Garagenplatten fehlt die erforderliche Perimeterabdichtung bis zur Unterkante der Bodenplatte – dies führt zu Feuchteanreicherung im Untergrund und erhöht das Risiko für Rissbildung, Schimmel in angrenzenden Räumen und Verankerungsschäden.
⚠️ WICHTIG: Die 4 cm Perimeterdämmung ist bei fehlender Abdichtung wirkungslos und kann bei Feuchteeintrag zur Schimmelbildung im Dämmstoff führen.
⚠️ WICHTIG: Die Annahme „kein aufstauendes Wasser“ ist irreführend – kapillare Feuchteaufnahme aus dem Erdreich reicht bereits aus, um massive Schäden an Hohlblocksteinen zu verursachen.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich beurteile die Situation wie folgt: Eine zu dünne Bitumendickbeschichtung auf Hohlblocksteinen im Kellerbereich stellt ein Risiko für Feuchtigkeitsschäden dar. Die Dicke der Beschichtung ist entscheidend für die dauerhafte Abdichtung gegen Erdfeuchte und Sickerwasser.
🔴 Gefahr: Eine unzureichende Abdichtung kann zu Feuchtigkeitseintritt in die Hohlblocksteine führen, was langfristig die Bausubstanz schädigen und Schimmelbildung begünstigen kann.
Ich empfehle folgende Maßnahmen:
- Prüfung der Schichtdicke: Eine genaue Messung der Bitumendickbeschichtung an verschiedenen Stellen ist erforderlich, um die tatsächliche Dicke festzustellen.
- Ursachenforschung: Ermitteln Sie, warum die Beschichtung zu dünn aufgetragen wurde (z.B. Materialfehler, Ausführungsfehler).
- Sanierungskonzept: Erstellen Sie ein Sanierungskonzept, das auf die spezifische Situation abgestimmt ist. Dies kann eine zusätzliche Abdichtungsschicht oder eine komplette Erneuerung der Abdichtung umfassen.
- Beachten Sie: Die DIN 18533 regelt die Anforderungen an die Abdichtung von erdberührten Bauteilen.
👉 Handlungsempfehlung: Ziehen Sie einen Bausachverständigen oder eine Fachfirma für Kellerabdichtungen hinzu, um die Situation zu beurteilen und ein geeignetes Sanierungskonzept zu erstellen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der vorliegende Sachverhalt beschreibt einen Neubau mit einer Kellerabdichtung aus Bitumendickbeschichtung auf Hohlblocksteinen, bei dem die Schichtdicke mit durchschnittlich 1,7 mm deutlich unter dem erforderlichen Wert liegt. Zudem wurde eine Fehlstelle ohne Abdichtung festgestellt. Die gutachterliche Bewertung, dass die Abdichtung nicht funktionstüchtig ist, ist fachlich korrekt und nachvollziehbar.
🔴 Gefahr: Die zu geringe Schichtdicke von 1,7 mm (erforderlich sind mindestens 3-4 mm) und die Fehlstelle führen zu einem unzureichenden Schutz gegen Bodenfeuchte und nicht aufstauendes Wasser. Bei Hohlblocksteinen besteht zudem das Risiko, dass Feuchtigkeit durch die offenen Hohlräume kapillar in das Mauerwerk eindringt und zu Durchfeuchtung, Frostschäden oder Schimmelbildung führt.
➕ Ergänzung: Die Bitumendickbeschichtung muss nach DIN 18533 in der Regel eine Trockenschichtdicke von mindestens 3 mm aufweisen. Bei Hohlblocksteinen ist eine besonders sorgfältige Vorbereitung des Untergrunds (z.B. Grundierung) erforderlich, um eine ausreichende Haftung und Dichtigkeit zu gewährleisten. Die festgestellte Fehlstelle ist ein kritisches Mangelmerkmal.
👉 Handlungsempfehlung: Die gesamte Kellerabdichtung muss fachgerecht auf einer Länge von mindestens 1,5 m unterhalb der Geländeoberkante freigelegt und nach den Vorgaben der DIN 18533 saniert werden. Unter Terrassen und Garagenplatten ist eine Abdichtung bis zur Unterkante der Bodenplatte erforderlich. Beauftragen Sie einen zertifizierten Sachverständigen für Bauwerksabdichtung, der die Sanierung plant und überwacht. Lassen Sie vor der Verfüllung eine Dichtigkeitsprüfung (z.B. Wasserfüllversuch) durchführen.
KI-Analyse (Qwen)
Die beschriebene Bitumendickbeschichtung an einem Keller aus grauen Hohlblocksteinen weist gravierende Mängel auf: an vier Stellen nur 1,7 mm Dicke – deutlich unter der nach DIN 18195-5 geforderten Mindestdicke von 3,0 mm für hochwertige Abdichtungen – und an einer Stelle vollständiger Ausfall der Abdichtung über 0,3 × 1 mm. Hohlblocksteine sind per se kapillaraktiv und nicht wasserdicht; sie sind daher auf eine vollständige, fehlerfreie, mindestens 3 mm dicke Bitumendickbeschichtung mit Gewebeeinlage angewiesen, um Feuchtigkeit langfristig abzuhalten.
🔴 Gefahr: Eine zu dünne oder lückenhafte Bitumendickbeschichtung führt bereits bei geringem Bodenfeuchtedruck zu kapillarem Wassertransport in die Hohlblocksteine, was zu Aufquellung, Frostschäden, Salzausblühungen, Putzabplatzungen und langfristig zu statisch relevanten Schäden an den Steinen führen kann. Der komplette Abdichtungsausfall an einer Stelle stellt eine direkte Eintrittspforte für Feuchtigkeit dar – insbesondere bei wechselnden Wasserständen oder Sickerwasser.
🔴 Gefahr: Unter Terrassenbetonplatten und der Garage auf Ortbetonplatte besteht bei fehlender oder unzureichender Perimeterabdichtung die hohe Wahrscheinlichkeit einer Feuchteanreicherung im Untergrund – mit Folgen wie Aufquellung des Unterbaus, Rissbildung im Beton, Schimmelbildung in angrenzenden Räumen und möglicherweise Schäden an der statischen Verankerung der Platten.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass "kein aufstauendes Wasser" vorliegt, ist irreführend: Auch bei fehlendem Oberflächenwasser kann kapillare Feuchtigkeit aus dem Erdreich in die Baukonstruktion eindringen – gerade bei Hohlblocksteinen mit unzureichender Abdichtung ist dies die häufigste Ursache für Feuchteschäden.
➕ Ergänzung: Die 4 cm Perimeterdämmung ist bei fehlender Abdichtung wirkungslos – Dämmung schützt nicht vor Feuchtigkeit; sie kann bei Feuchteeintrag sogar zur Schimmelbildung im Dämmstoff führen. Zudem ist die Kombination aus Bitumenbeschichtung und Perimeterdämmung nur dann zulässig, wenn die Abdichtung vollständig, dicht und mechanisch geschützt ist – was hier nicht gegeben ist.
✅ Zustimmung: Die fachliche Bewertung des öbuvAbk.-Sachverständigen, die Abdichtung als nicht funktionstüchtig einzustufen und eine komplette Neuanfertigung zu fordern, ist vollständig sachgerecht und entspricht den anerkannten Regeln der Technik (DIN 18195, DIN 18533).
👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Sachverständigen für Bauwerksabdichtung (z. B. nach DIN 18069 oder mit Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Zertifizierung von Abdichtungssystemen – DGZ) zur detaillierten Bestandsaufnahme, Planung der Sanierung und Überwachung der Ausführung – insbesondere unter Berücksichtigung der statischen Verankerung der Terrassen- und Garagenplatten sowie der notwendigen Trockenlegung des Erdreichs vor Neuaufbau.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen: Die Abdichtung ist nicht funktionstüchtig – aufgrund zu geringer Dicke (1,7 mm statt mind. 3–4 mm) und einer lückenhaften Stelle.
- Alle betonen die besondere Risiko-Lage bei Hohlblocksteinen aufgrund kapillarer Saugwirkung.
- Alle verweisen explizit auf DIN 18533 (bzw. teils auch DIN 18195-5) als maßgebliche Norm.
- Alle fordern die Einbindung eines zertifizierten Sachverständigen oder einer Fachfirma für die Sanierung.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI nennt keine konkrete Mindestdicke, sondern spricht allgemein von „zu dünn“ – DeepSeek und Qwen benennen präzise 3–4 mm bzw. 3,0 mm (DIN-konform).
- GoogleAI erwähnt „Ursachenforschung“, während DeepSeek und Qwen explizit auf den Ausfall unter Terrassen/Garage und die Wirkungslosigkeit der Perimeterdämmung eingehen – GoogleAI lässt diese Aspekte aus.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek ergänzt die Forderung nach freigelegter Sanierung über mindestens 1,5 m unter Geländeoberkante sowie nach Dichtigkeitsprüfung vor Verfüllung.
- Qwen ergänzt die Kritik an der fehlenden Berücksichtigung kapillarer Feuchte („kein aufstauendes Wasser“-Fehleinschätzung) sowie die Unwirksamkeit und Gefährdungspotenzial der Perimeterdämmung ohne funktionierende Abdichtung.
- Qwen benennt konkret Zertifizierungsstandards für Sachverständige (DIN 18069, DGZ).
❌ Widerspruch:
- GoogleAI schlägt „zusätzliche Abdichtungsschicht“ als mögliche Sanierungsvariante vor; DeepSeek und Qwen fordern eindeutig eine komplette Neuanfertigung bzw. komplette Sanierung – unter Bezug auf die DIN-Anforderungen und die gravierenden Mängel (Fehlstelle + systematisch zu dünne Schicht). Gemäß Vorsichtsprinzip wird hier die sicherere Einschätzung (komplette Neuanfertigung) priorisiert.
👉 Empfehlung: Handlungsbedarf ist unmittelbar – Sanierung muss fachgerecht nach DIN 18533 erfolgen, mit vollständigem Ersatz (nicht Ergänzung) der Abdichtung, Freilegung über ausreichender Höhe, Dichtigkeitsprüfung vor Verfüllung und Einbindung eines zertifizierten Sachverständigen nach DIN 18069 oder DGZ.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens DIN-Konformität der Schichtdicke ❌ Widerspruch GoogleAI: keine konkrete Angabe; DeepSeek & Qwen: klare Nichtkonformität (1,7 mm vs. mind. 3–4 mm nach DIN 18533) → Konsens: nicht konform Funktionsfähigkeit der Abdichtung ✅ Konsens Alle drei Modelle bewerten die Abdichtung als nicht funktionstüchtig aufgrund Dicke + Fehlstelle. Risiko durch Hohlblocksteine ✅ Konsens Alle betonen kapillare Feuchteaufnahme als zentrales Risiko; Schäden: Schimmel, Frost, Salzausblühungen, statische Beeinträchtigung. Sanierungsempfehlung ⚠️ Abwägung GoogleAI erwägt Ergänzung; DeepSeek & Qwen fordern klare komplette Neuanfertigung → KI-Konsens nach Vorsichtsprinzip: komplette Sanierung erforderlich. Verantwortliche Fachkraft ✅ Konsens Alle Modelle fordern eindeutig die Einbindung eines zertifizierten Sachverständigen (z. B. nach DIN 18069) oder einer spezialisierten Fachfirma. Perimeterdämmung ohne Abdichtung ✅ Konsens Qwen und DeepSeek bewerten als wirkungslos bzw. risikobehaftet; GoogleAI erwähnt nicht → KI-Konsens: Dämmung ist bei fehlender Abdichtung nicht zulässig und gefährdet. 👉 Handlungsempfehlung: Die Abdichtung ist nicht nur unzureichend, sondern funktionslos – es besteht unmittelbarer Sanierungsbedarf nach DIN 18533 mit vollständiger Neuanfertigung, Freilegung über mindestens 1,5 m unter Gelände, Dichtigkeitsprüfung vor Verfüllung und Einbindung eines zertifizierten Sachverständigen für Bauwerksabdichtung.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Kapillarer Feuchteeintrag in Hohlblocksteine Langfristige Durchfeuchtung, Frostschäden, Aufquellung, Verlust der Tragfähigkeit 🔴 Risiko Fehlstelle in der Bitumendickbeschichtung (0,3 × 1 mm) Direkte Eintrittspforte für Feuchtigkeit – besonders kritisch bei wechselnden Wasserspiegeln 🔴 Risiko Perimeterdämmung ohne funktionierende Abdichtung Dämmstoff wird feucht, Schimmelbildung im Dämmmaterial, Wärmebrücke, Verschlechterung der Wärmedämmung 🔴 Risiko Fehlende Abdichtung unter Terrassen- und Garagenplatten Feuchteanreicherung im Untergrund → Rissbildung im Beton, Verankerungsschäden, Schimmel in angrenzenden Räumen 🔴 Risiko Keine Dichtigkeitsprüfung vor Verfüllung Unentdeckte Leckstellen bleiben bestehen → spätere Folgeschäden mit hohem Sanierungsaufwand ✅ Chance Frühzeitige Erkennung vor Fertigstellung Möglichkeit einer normkonformen Sanierung im Neubau – geringere Kosten und Aufwand als bei Nachbesserung im Bestand ✅ Chance Vorhandensein einer fachlichen Gutachterbewertung (öbuv) Rechtliche Absicherung für Mängelansprüche gegenüber Bauausführendem und Planer ✅ Chance Klare Normgrundlage (DIN 18533) Einheitliche und nachvollziehbare Anforderungen für Planung, Ausführung und Abnahme – klare Verantwortungszuweisung ✅ Chance Möglichkeit einer zertifizierten Sanierung unter Überwachung Langfristige Gewährleistung, dokumentierbare Dichtigkeit, erhöhte Werterhaltung des Objekts ✅ Chance Integration einer mechanischen Schutzschicht bei Neuaufbau Erhöhte Langzeitstabilität und Schutz vor Verletzungen bei Verfüllung und Anschluss an andere Bauteile Orientierungshilfen
- Sofortige Freilegung und Dokumentation: Lassen Sie die betroffene Kellerwandabschnitte unverzüglich freilegen (mindestens 1,5 m unter Geländeoberkante), dokumentieren Sie alle Mängel fotografisch und mit Maßangaben – inkl. der Fehlstelle und der 1,7-mm-Stellen.
- Experten beauftragen: Kontaktieren Sie sofort einen zertifizierten Sachverständigen für Bauwerksabdichtung nach DIN 18069 oder mit DGZ-Zertifizierung zur Bestandsaufnahme, Planung und Bauüberwachung – nicht nur zur Beratung, sondern zur vertraglichen Übernahme der Sanierungsleitung.
- Normkonforme Sanierung verlangen: Fordern Sie schriftlich eine komplette Neuanfertigung der Bitumendickbeschichtung nach DIN 18533 mit mindestens 3 mm Trockenschichtdicke, Gewebeeinlage und mechanischem Schutz – keine „Ergänzung“ oder „Auftrag einer Zusatzschicht“.
- Unterlagen sammeln: Sammeln Sie alle Unterlagen zur Abdichtungsausführung (Verträge, Leistungsbeschreibungen, Materialdatenblätter, Auftragsbestätigungen) sowie das Gutachten des öbuv-Sachverständigen – diese sind entscheidend für Mängelansprüche.
- Verfüllung nur nach Prüfung: Vereinbaren Sie vertraglich, dass die Verfüllung erst nach erfolgreichem Wasserfüllversuch oder alternativer Dichtigkeitsprüfung durch den Sachverständigen erfolgt – ohne Nachweis keine Abnahme.
- Perimeterdämmung überprüfen: Lassen Sie vor Sanierungsbeginn prüfen, ob die 4 cm Perimeterdämmung bereits verlegt ist – wenn ja, muss sie bei der Sanierung fachgerecht entfernt, getrocknet oder ausgetauscht werden; niemals „über die Mängel hinweg“ verlegt werden.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Bitumendickbeschichtung
- Eine Bitumendickbeschichtung ist eine Abdichtungsschicht, die auf erdberührte Bauteile aufgetragen wird, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen. Sie besteht aus Bitumen, einem wasserabweisenden Material.
Verwandte Begriffe: Abdichtung, Kellerabdichtung, DIN 18533. - Perimeterdämmung
- Perimeterdämmung ist eine Wärmedämmung, die an der Außenseite von erdberührten Bauteilen angebracht wird. Sie reduziert Wärmeverluste und verhindert Kondenswasserbildung.
Verwandte Begriffe: Wärmedämmung, Kellerdämmung, Dämmstoff. - Hohlblocksteine
- Hohlblocksteine sind Mauersteine mit Hohlräumen, die das Gewicht reduzieren und die Wärmedämmung verbessern. Sie werden häufig für Kellerwände verwendet.
Verwandte Begriffe: Mauerwerk, Kellerwand, Betonsteine. - Aufstauendes Wasser
- Aufstauendes Wasser entsteht, wenn das Wasser im Boden nicht ausreichend abfließen kann und sich an den Kellerwänden staut. Dies erhöht den Wasserdruck auf die Abdichtung.
Verwandte Begriffe: Sickerwasser, Grundwasser, Drainage. - DIN 18533
- Die DIN 18533 ist eine deutsche Norm, die die Anforderungen an die Abdichtung von erdberührten Bauteilen regelt. Sie legt unter anderem die Mindestschichtdicken für Bitumendickbeschichtungen fest.
Verwandte Begriffe: Norm, Abdichtung, Baustandard. - Feuchtigkeitsschäden
- Feuchtigkeitsschäden entstehen durch das Eindringen von Feuchtigkeit in Bauteile. Sie können zu Schimmelbildung, Schädigung der Bausubstanz und gesundheitlichen Problemen führen.
Verwandte Begriffe: Schimmel, Bauschäden, Wasserschäden. - Bausachverständiger
- Ein Bausachverständiger ist ein Experte, der über fundierte Kenntnisse im Bauwesen verfügt und in der Lage ist, Bauschäden zu beurteilen und Sanierungskonzepte zu erstellen.
Verwandte Begriffe: Gutachter, Bauingenieur, Architekt.
Häufige Fragen (FAQ)
- Warum ist die Dicke der Bitumendickbeschichtung so wichtig?
Die Dicke der Bitumendickbeschichtung ist entscheidend für die Wasserdichtigkeit. Eine zu dünne Schicht kann den Keller nicht ausreichend vor Feuchtigkeit schützen, was zu Schäden führen kann. Die DIN 18533 regelt die Mindestanforderungen. - Welche Risiken bestehen bei einer zu dünnen Bitumendickbeschichtung?
Die Hauptrisiken sind Feuchtigkeitseintritt in den Keller, Schimmelbildung, Schädigung der Bausubstanz und langfristig Wertverlust der Immobilie. Zudem können gesundheitliche Probleme durch Schimmel entstehen. - Wie kann man die Dicke der Bitumendickbeschichtung messen?
Die Dicke kann durch zerstörungsfreie Messverfahren (z.B. Ultraschall) oder durch Entnahme von Proben und anschließende Messung im Labor bestimmt werden. Ein Bausachverständiger kann diese Messungen durchführen. - Was ist Perimeterdämmung und wozu dient sie?
Perimeterdämmung ist eine Dämmung, die an der Außenseite von erdberührten Bauteilen angebracht wird. Sie dient dazu, Wärmeverluste zu reduzieren und die Bildung von Kondenswasser zu verhindern. - Was ist aufstauendes Wasser und warum ist es relevant?
Aufstauendes Wasser entsteht, wenn das Wasser im Boden nicht ausreichend abfließen kann und sich an den Kellerwänden staut. Dies erhöht den Wasserdruck auf die Abdichtung und stellt somit eine höhere Anforderung an die Abdichtung dar. - Kann man eine zu dünne Bitumendickbeschichtung nachträglich verstärken?
Ja, in den meisten Fällen ist es möglich, eine zusätzliche Schicht Bitumendickbeschichtung aufzutragen, um die erforderliche Dicke zu erreichen. Dies sollte jedoch von einer Fachfirma durchgeführt werden. - Welche Alternativen gibt es zur Bitumendickbeschichtung?
Alternativen sind z.B. mineralische Dichtungsschlämmen, Kunststoffabdichtungen oder Injektionsverfahren. Die Wahl der geeigneten Abdichtung hängt von den spezifischen Gegebenheiten vor Ort ab. - Wie erkenne ich Feuchtigkeitsschäden im Keller?
Anzeichen für Feuchtigkeitsschäden sind feuchte Flecken an den Wänden, Schimmelbildung, muffiger Geruch, Ausblühungen (Salpeter) und abplatzender Putz.
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0,3 x 1 mm => 0,3 x 1 m
k.T. Thomas Schindler -
Gutachter-Aufgabe: Mangelbeseitigung & Kostenschätzung
Ihnen hierzu eine Antwort zu geben,
ist Aufgabe Ihrer Sachverständigen.
Er hat den Mangelbeseitigungsablauf und die hierbei entstehenden Kosten anzugeben. Wenn er dieses nicht getan hat, war entweder die Beweisfrage schlecht formuliert, oder bei Privatgutachten, die Auftragsfrage bzw. Sein Gutachten nicht Vollständig. -
ÖbuvSV-Erfahrung: Mangelbeseitigung ohne Kostenangabe
das ist ja interessant
Herr Carden, vielen Dank zunächst für Ihre Antwort. Ich habe keine Erfahrung wie so jemand beauftragt wird. Bitte fragen Sie mich nicht nach der Rolle unseres Architekten. Ich dachte, dass ich bei einem öbuvSVAbk. einigermaßen "vernünftig" aufgehoben bin. Den Mangelbeseitigungsablauf wird er vorgeben jedoch hat er dies wie auch Kosten im Gutachten nicht formuliert. Ok, das war explizit vorher nicht besprochen. Und gleich bzw. vorher zum RA? Da habe ich in Anbetracht der schockierenden Situation nicht drangedacht. Ich hoffe, dass daraus später kein Nachteil wird. Sonst müsste ich ja bei jeder verbogenen Schraube zuerst zum RA. Verkehrte Welt!?!
Viele Grüße, Thomas Schindler -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 16.01.2026
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💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um eine zu dünne Bitumendickbeschichtung an einem Keller aus Hohlblocksteinen. Ein öbuvAbk. SV (öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger) hat die Schichtdicke gemessen, jedoch Mangelbeseitigung und Kosten nicht im Gutachten aufgeführt. Die Notwendigkeit einer detaillierten Mangelbeschreibung und Kostenschätzung durch den Sachverständigen wird betont.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut Gutachter-Aufgabe: Mangelbeseitigung & Kostenschätzung ist es die Aufgabe des Sachverständigen, den Mangelbeseitigungsablauf und die entstehenden Kosten anzugeben. Fehlt dies, ist entweder die Beweisfrage schlecht formuliert oder das Gutachten unvollständig.
✅ Zusatzinfo: Die Beauftragung eines öbuv SV sollte eine gewisse Qualität und Vollständigkeit des Gutachtens gewährleisten. Allerdings scheint dies im vorliegenden Fall nicht gegeben zu sein, wie im Beitrag ÖbuvSV-Erfahrung: Mangelbeseitigung ohne Kostenangabe beschrieben.
👉 Handlungsempfehlung: Es wird empfohlen, den Sachverständigen zu kontaktieren und eine Ergänzung des Gutachtens mit detaillierter Mangelbeschreibung und Kostenschätzung zu fordern. Alternativ kann die Beauftragung eines anderen Sachverständigen in Erwägung gezogen werden, um eine umfassende Grundlage für die Sanierung der Kellerabdichtung zu erhalten. Die frühzeitige Erkennung und Behebung von Feuchtigkeitsschäden durch eine mangelhafte Bitumendickbeschichtung ist entscheidend, um Folgeschäden zu vermeiden.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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