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Keller

Kellerwände abdichten aber der Überstand der Bodenplatte fehlt

Hallo Forumsgemeinde,

ich habe in den letzten Tagen unseren Keller freigelegt, da die Kellerwände Feuchtigkeitsschäden zeigen. Ausblühungen im Mauerwerk auf den Innenseiten.

Das Gebäude selbst ist ca. 1954 gebaut worden. Es gibt zwar eine Bodenplatte aus Beton, diese ragt aber nur stückchenweise unter den Aussenmauern hervor. Die Ausbildung einer Hohlkehle -im Bereich Übergang Bodenplatte-Kellermauer- ist somit nicht möglich, da statt einer sauberen Schalungskante nur Erdreich und lose Steine zu finden sind.

Ich habe nun Bedenken, dass sich Feuchtigkeit den Weg in diesem Bereich erneut ins Mauerwerk sucht, obwohl neu abgedichtet wurde.

Die Kellermauern sind aus Ziegelsteinen gemauert worden. Aussen sind die Kellerwände im Erdreich nur verputzt und mit einem sehr dünnen Bitumenanstrich versehen gewesen. Darauf lag teilweise eine einfache Dachpappe. Das war es.

Somit wundert es mich nicht, dass die Wände im Keller feucht werden.

Haben die Experten unter euch eine Idee, wie ich den sensiblen Bereich Bodenplatte-Mauerwerk vernünftig abdichten kann?

Die Belastung mit Wasser, Grundwasser, Stauwasser usw. scheint sehr gering. Das Wasser, welches sich im Graben bei der Fassadenreinigung mittels Hochdruckreiniger gesammelt hatte, war in wenigen Minuten ohne jede Drainage wieder verschwunden.

Das Gebäude steht in NRW, Großraum Wuppertal

Vielen Dank vorab für hilfreiche Antworten.

Anhang:

Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

Name:

  • Stefan
  1. Kellerwände abdichten

    Zunächst mal ist eine derartig tiefe Baugrube wegen der Einsturzgefahr ohne eine Abstützung nicht zulässig!!!

    Max 1,25 m sind erlaubt. Besonders wenn der Aushub am Grabenrand gelagert wird ist die Gefahr eines Einsturzes verstärkt. Also den Grabenrand von dieser Last befreien und ggf. Abstützen oder unter 45 ° abschrägen.

    Zum Problem:
    Eine Hohlkehle ist für eine Abdichtung nicht notwendig. Wenn man die Abdichtung bis auf die senkrechte Seite der Bodenplatte herunterzieht ist das ausreichend.

    Der frühere Bitumenanstrich ist im Grunde ausreichend. Aber nur wenn er dreimal deckend gestrichen worden wäre. Das wurde in der Regel nicht so ausgeführt.

    Heute kann man mit einer Dickbeschichtung in zwei jeweils 2 mm starken Lagen mit einer Gewebelage dazwischen die Bauwerke abdichten.

    Name:

    • Pauline Neugebauer
  2. Bis du wahnsinnig oder lebensmüde? Ist deine Lebensversicherung so gut?

    Pauline schriebe:
    Zunächst mal ist eine derartig tiefe Baugrube wegen der Einsturzgefahr ohne eine Abstützung nicht zulässig!!!

    Das ist viel zu lasch formuliert:
    Ich weiß allein in Berlin von 2 Fällen wo in den letzten Jahren Bauherren in genau solchen Baugruben bei genau diesen Arbeiten verschüttet wurden und tödlich verunglückt sind. Mach Dir klar, wie dumm es laufen kann, wenn die Erde nachrutscht während du unten am Übergang zur Bodenplatte rumfummelst, du hast KEINE ÜBERLEBENSCHANCE.

    • Mauerwerksfläche und Stirnseite der BoPla reinigen.
    • Remmers Dichtschlämme Sulfatex als unterste abdichtend Grundierung (geeignet bei versalzenem und feuchtem Mauerwerk)
    • Remmers MB-2K

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