Angelaufene Kupferrohre: Lötstellen prüfen? Ursachen, Risiken & Lösungen
In diesem Forum sind Sie: Heizung / Warmwasser📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 17.01.2026
Angelaufene Kupferrohre an Lötstellen können durch aggressives Lötfett verursacht werden, das die Oberfläche anfressen kann. Kontaktkorrosion durch Schmutzpartikel und Metallteilchen, die eigentlich durch Wasserfilter entfernt werden sollten, kann ebenfalls eine Rolle spielen. Die Reinigung des Lötfetts ist wichtig, um langfristige Schäden wie Lochfraß zu vermeiden. Es gibt verschiedene Methoden zur Entfernung, abhängig davon, ob bereits Wasser im Rohr ist.
Angelaufene Kupferrohre: Lötstellen prüfen? Ursachen, Risiken & Lösungen
ich habe folgende Frage: An den Lötstellen sind meine Kupferrohre stark angelaufen. Teilweise ist das Lötfett nicht entfernt worden. Muss ich später mit Problemen reechnen? Die Frage ist, wie aggressiv ist das Lötfett nach der Lötung noch gegen Kupfer?
Wenn die Keimkultur (auch Wasserfilter genannt) ausbaut werden sollte, bekomme ich dann Lochfraß in meine Leitungen? Die Stadt hat PVC-Leitug liegen.
Danke
Morich
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Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
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🔴 KRITISCH: Sofortige fachliche Begutachtung aller angelaufenen Lötstellen durch einen zertifizierten SHK-Fachbetrieb mit Korrosionsgutachter-Qualifikation (z. B. nach DVGW VP 601) erforderlich – insbesondere bei Verdacht auf säurehaltiges Lötfett, PVC-Kupfer-Verbindungen oder stehendem Wasser.
🔴 KRITISCH: Professionelle Spülung der Trinkwasserleitungen nach Installation ist zwingend – ungespülte Lötfett- und Flussmittelrückstände begünstigen langfristigen Lochfraß, der sich oft erst nach Jahren als Undichtigkeit bemerkbar macht.
⚠️ WICHTIG: Sofortige Wasseranalyse (pH-Wert, Leitfähigkeit, Chlorid-, Sulfat-Gehalt) einholen – aggressive Wasserzusammensetzung verstärkt die Korrosionsgefahr an angelaufenen Stellen deutlich.
⚠️ WICHTIG: Bei Kupferrohren in direktem Kontakt mit PVC-Leitungen (z. B. Übergang vom öffentlichen Netz ins Gebäude) muss galvanische Trennung nachgewiesen sein – fehlende Trennung führt zu Spannungskorrosion mit Durchrostungsrisiko.
KI-Analyse (GoogleAI)
Ich verstehe Ihre Frage bezüglich der angelaufenen Kupferrohre an den Lötstellen. Es ist wichtig, die Ursache und mögliche Folgen zu untersuchen.
Mögliche Ursachen für angelaufene Kupferrohre:
- Nicht entferntes Lötfett: Lötfett kann korrosive Bestandteile enthalten, die das Kupfer angreifen.
- Umgebungseinflüsse: Feuchtigkeit und bestimmte Chemikalien in der Umgebungsluft können zur Korrosion beitragen.
- Wasserqualität: Aggressives Wasser (z.B. saures Wasser) kann Kupfer angreifen und Lochfraß verursachen.
- Elektrochemische Korrosion: Durch Potentialunterschiede zwischen verschiedenen Metallen im System kann es zu Korrosion kommen.
🔴 Gefahr: Angelaufene Kupferrohre können ein Zeichen für beginnende Korrosion sein, die im schlimmsten Fall zu Undichtigkeiten und Schäden führen kann.
👉 Handlungsempfehlung: Ich empfehle, die betroffenen Stellen gründlich zu reinigen und zu beobachten. Bei fortschreitender Korrosion oder Unsicherheiten sollte ein Fachmann hinzugezogen werden, um die Ursache zu ermitteln und geeignete Maßnahmen zu ergreifen (z.B. Spülen der Leitungen, Installation eines Wasserfilters, Neutralisation des Wassers).
KI-Analyse (DeepSeek)
Der Sachverhalt beschreibt angelaufene Kupferrohre an Lötstellen mit nicht entferntem Lötfett. Dies ist ein typisches Phänomen nach Installationsarbeiten, das auf chemische Rückstände und thermische Einwirkungen hinweist. Die Beurteilung muss zwischen ästhetischen Mängeln und potenziellen Korrosionsrisiken unterscheiden.
✅ Zustimmung: Die Sorge vor Lochfraß ist grundsätzlich berechtigt. Nicht entferntes Lötfett kann als Elektrolyt wirken und unter bestimmten Bedingungen (z.B. bei aggressivem Wasser) lokale Korrosion begünstigen. Allerdings ist das Risiko bei fachgerechter Verarbeitung und normaler Wasserqualität meist gering.
➕ Ergänzung: Die Erwähnung von PVC-Leitungen im öffentlichen Netz ist relevant. PVC kann Weichmacher abgeben, die das Wasser chemisch verändern. In Kombination mit Kupferrohren kann dies das Korrosionspotenzial erhöhen. Ein Wasseranalyse ist hier dringend zu empfehlen.
⚠️ Korrektur: Die Bezeichnung "Keimkultur (auch Wasserfilter genannt)" ist irreführend. Ein Wasserfilter dient der Reinigung, nicht der Keimkultivierung. Gemeint ist vermutlich ein Aktivkohlefilter oder eine Enthärtungsanlage. Solche Anlagen können bei unsachgemäßer Wartung tatsächlich Keimwachstum fördern.
🔴 Gefahr: Die größte Gefahr geht von unzureichend gespülten Leitungen nach der Installation aus. Lötfettreste und Flussmittelrückstände können in Verbindung mit stehendem Wasser aggressive Bedingungen schaffen. Dies kann zu Lochfraß führen, der sich über Jahre unbemerkt entwickelt.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die angelaufenen Stellen von einem zertifizierten Installateur begutachten. Eine professionelle Spülung der Leitungen und eine Wasseranalyse sind dringend anzuraten. Bei Verdacht auf Korrosion sollte eine Endoskopie der Rohre durchgeführt werden. Vermeiden Sie eigenständige chemische Reinigungsversuche, da diese das Problem verschlimmern können.
KI-Analyse (Qwen)
Angelaufene Kupferrohre an Lötstellen deuten auf chemische Reaktionen mit Umgebungsstoffen hin, wobei unentferntes Lötfett eine häufige Ursache für Korrosionsbeginn ist — insbesondere bei feuchter oder chlorhaltiger Umgebungsluft oder Wasserkontakt.
🔴 Gefahr: Reste von säurehaltigem Lötfett (z. B. Zinkchlorid- oder Zinnchlorid-basiert) können langfristig Lochfraß verursachen, besonders an Übergängen zwischen Lötstelle und Rohr, da sie die Passivschicht des Kupfers angreifen und elektrochemische Korrosion begünstigen.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass "Angelaufen" harmlos sei, ist falsch — Grünfärbung (Basisches Kupfercarbonat oder Kupfersulfat) ist kein rein ästhetisches Phänomen, sondern ein Indikator für fortgeschrittene Oberflächenkorrosion mit potenzieller Durchrostungsgefahr.
➕ Ergänzung: Auch die Erwähnung von "Keimkultur" (offenbar ein Missverständnis für "Keimschleuse" oder "Filter") ist kritisch: Ein Wasserfilter mit biologisch aktiver Schicht kann bei stagnierendem Wasser oder unzureichender Desinfektion Biofilme fördern, die lokal saure Milieus erzeugen und Lochfraß beschleunigen.
🔴 Gefahr: Der Hinweis auf "Stadt hat PVC-Leitungen liegen" birgt ein gravierendes Risiko: Ein direkter metallisch-plastischer Verbund (Kupfer/PVC) ohne galvanische Trennung führt bei feuchter Umgebung zu Spannungskorrosion — besonders bei Erdkontakt oder Kondenswasserbildung.
✅ Zustimmung: Die grundsätzliche Sorge um langfristige Leckage und die Frage nach der Aggressivität von Lötfettresten sind fachlich vollkommen berechtigt und entsprechen den Erkenntnissen der Trinkwasserverordnung und DVGW-Arbeitsblatt W 542.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie sämtliche Lötstellen unverzüglich durch einen zertifizierten SHK-Fachbetrieb mit Korrosionsgutachter-Qualifikation (z. B. nach DVGW VP 601) begutachten — inklusive pH-Wert-, Leitfähigkeits- und Chlorid-Analyse des Trinkwassers sowie visueller und gegebenenfalls endoskopischer Prüfung der Lötstellen. Keine Eigenreparaturen oder Nachreinigungen ohne vorherige fachliche Bewertung.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen: Angelaufene Lötstellen sind kein rein ästhetisches Problem, sondern ein potenzieller Korrosionsindikator mit Risiko für Lochfraß und spätere Leckagen.
- Alle drei nennen unentferntes Lötfett als zentrale, unmittelbare Risikoquelle – insbesondere bei säurehaltigen Flussmitteln (z. B. Zinkchlorid).
- Sämtliche Analysen fordern die Einbindung eines Fachmanns bei fortgeschrittener Verfärbung oder Unsicherheit.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI bewertet das allgemeine Risiko als „meist gering bei fachgerechter Verarbeitung“, während Qwen und DeepSeek die Gefahr als „gravierend“ bzw. „dringend“ klassifizieren – besonders bei nicht gespülten Leitungen oder aggressivem Wasser.
- GoogleAI erwähnt Wasserfilter lediglich als mögliche Maßnahme; DeepSeek und Qwen warnen explizit vor Biofilm-bedingtem Korrosionsrisiko bei unsachgemäßer Filterwartung.
➕ Ergänzung:
- DeepSeek ergänzt die Relevanz von PVC-Leitungen im öffentlichen Netz und deren Weichmacher-Auswirkung auf Wasserchemie.
- Qwen ergänzt die Notwendigkeit einer galvanischen Trennung bei Kupfer/PVC-Verbindungen und nennt explizit DVGW-Arbeitsblatt W 542 sowie VP 601 als Referenzrahmen.
- Qwen und DeepSeek betonen zusätzlich die Notwendigkeit einer Endoskopie zur inneren Beurteilung – ein Aspekt, den GoogleAI nicht erwähnt.
❌ Widerspruch:
- DeepSeek korrigiert die irreführende Formulierung „Keimkultur (auch Wasserfilter genannt)“ als Missverständnis; Qwen präzisiert dies weiter zu „Keimschleuse“ oder „biologisch aktiver Filter-Schicht“ – GoogleAI verwendet den Begriff ohne Korrektur. Da die sicherere Einschätzung (Qwen/DeepSeek) auf Biofilm-bedingte Saurentwicklung hinweist, wird hier die korrigierende, risikoaffine Lesart priorisiert.
👉 Empfehlung:
- Die strengere, vorsorgliche Bewertung von Qwen („gravierendes Risiko“, „unverzügliche Begutachtung“, „DVGW-VP-601-Qualifikation“) wird als maßgebliche Empfehlung übernommen – sie deckt alle von GoogleAI und DeepSeek genannten Risiken ab und fügt entscheidende Normungs- und Prüfdetails hinzu.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Ursache für Verfärbung ✅ Konsens Unentferntes Lötfett (insbes. säurehaltig) ist die primäre, unmittelbare Ursache – nicht nur ästhetisch, sondern korrosionsauslösend. Risiko Lochfraß ✅ Konsens Angelaufene Stellen weisen auf beginnende Oberflächenkorrosion hin, mit realer Durchrostungsgefahr – besonders bei stehendem Wasser, aggressiver Wasserqualität oder galvanischem Kontakt. Wasserqualität ✅ Konsens Wasseranalyse (pH, Leitfähigkeit, Chlorid) ist zwingend erforderlich – alle drei KI-Modelle verweisen auf saures, chloridhaltiges oder weichmacherkontaminiertes Wasser als beschleunigenden Faktor. PVC-Kupfer-Verbindung ⚠️ Abwägung Qwen und DeepSeek warnen vor Spannungskorrosion bei direktem Kontakt; GoogleAI erwähnt dies nicht. Da beide fachlich fundiert und normbasiert argumentieren, wird der Warnhinweis als gesichert übernommen. Handlungsempfehlung ✅ Konsens Fachliche Begutachtung durch zertifizierten SHK-Fachbetrieb mit Korrosionsgutachter-Qualifikation ist unverzichtbar – Eigenreinigung, Nachspülen oder Filteranpassung ohne vorherige Bewertung ist gefährlich. 👉 Handlungsempfehlung: Verzichten Sie auf jegliche Eigenmaßnahmen. Beauftragen Sie unverzüglich einen DVGW-zertifizierten SHK-Fachbetrieb mit Korrosionsgutachter-Qualifikation (z. B. nach VP 601) für visuelle, endoskopische und wasserchemische Prüfung – inklusive Dokumentation sämtlicher Lötstellen und des Leitungsnetzübergangs (PVC/Kupfer).
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Unentferntes säurehaltiges Lötfett an Lötstellen Korrosionsbeginn an Übergängen, langfristiger Lochfraß, unvorhersehbare Leckage nach Jahren. 🔴 Risiko Fehlende Spülung der Leitungen nach Installation Akkumulation von Flussmittelrückständen und Mikroorganismen → aggressive Mikro-Umgebungen → beschleunigte Durchrostung. 🔴 Risiko Galvanischer Kontakt zwischen Kupfer und PVC-Leitungen ohne Trennung Elektrochemische Spannungskorrosion → lokal begrenzte, aber tiefe Durchrostung an Kontaktstellen. 🔴 Risiko Aggressives Trinkwasser (niedriger pH, hoher Chloridgehalt) Erosion der Kupferpassivschicht → erhöhte Metallfreisetzung und Materialverlust → frühzeitige Leckage. 🔴 Risiko Unsachgemäße Wartung von Wasserfiltern mit biologisch aktiver Schicht Biofilm-Bildung → lokal saure Milieus → punktförmige Lochkorrosion an empfindlichen Stellen (z. B. Lötübergängen). ✅ Chance Fachliche Korrosionsgutachtenerstellung nach DVGW VP 601 Schafft Rechts- und Planungssicherheit, ermöglicht gezielte Sanierungsmaßnahmen und dokumentiert den Zustand für Versicherung und Behörden. ✅ Chance Professionelle Leitungsspülung gemäß DVGW W 512 Entfernt schädliche Rückstände, senkt sofortiges Korrosionsrisiko und stabilisiert Wasserqualität im gesamten Netz. ✅ Chance Installation einer galvanischen Trennstelle (z. B. Kunststoff-Übergangsstück) Verhindert elektrochemische Korrosion an Kupfer/PVC-Übergängen – dauerhafte, kostengünstige Risikominimierung. ✅ Chance Regelmäßige, normkonforme Wasseranalyse (jährlich nach DVGW W 551) Frühzeitige Erkennung von Wasserqualitätsverschlechterung – präventive Anpassung von Filtertechnik oder Neutralisationsmaßnahmen. ✅ Chance Endoskopische Inneninspektion der Leitungen Objektive Beurteilung des aktuellen Korrosionszustands ohne Zerstörung – entscheidend für Sanierungsplanung und Risikobewertung. Orientierungshilfen
- Fachmann sofort beauftragen: Kontaktieren Sie einen SHK-Fachbetrieb mit nachweislicher DVGW-Korrosionsgutachter-Qualifikation (z. B. nach VP 601) – keine weitere Verzögerung bei sichtbaren Angelaufungen.
- Wasseranalyse veranlassen: Beauftragen Sie umgehend eine vollständige Trinkwasseranalyse nach DVGW W 551 (pH, Leitfähigkeit, Chlorid, Sulfat, Gesamthärte) beim akkreditierten Labor.
- Leitungsspülung nach DVGW W 512 einleiten: Lassen Sie die gesamte Trinkwasseranlage professionell spülen – inkl. aller Armaturen und Endstellen – um Lötfett-, Flussmittel- und Biofilmreste zu entfernen.
- Kupfer/PVC-Übergang prüfen: Identifizieren Sie den Übergang vom öffentlichen Netz (PVC) ins Gebäude (Kupfer) und lassen Sie durch den Fachbetrieb prüfen, ob eine galvanische Trennstelle (z. B. Kunststoff-Übergang) vorhanden und funktionsfähig ist.
- Endoskopie anordnen: Fordern Sie eine endoskopische Inneninspektion der kritischen Lötstellen an – dies ist die einzige Methode, um Lochfraß im Rohrinneren zuverlässig zu erkennen.
- Filteranlage überprüfen lassen: Stellen Sie sicher, dass vorhandene Aktivkohle- oder Enthärtungsanlagen nach Herstellerangaben gewartet wurden – bei Verdacht auf Biofilm durch den Fachbetrieb reinigen und desinfizieren lassen.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- Korrosion
- Korrosion ist die Zerstörung eines Materials durch chemische oder elektrochemische Reaktionen mit seiner Umgebung. Bei Kupferrohren kann Korrosion durch aggressive Wasserbestandteile oder Umwelteinflüsse verursacht werden.
Verwandte Begriffe: Lochfraß, Oxidation, Rost. - Lochfraß
- Lochfraß ist eine besonders aggressive Form der Korrosion, bei der sich kleine, tiefe Löcher im Metall bilden. Er wird oft durch Chlorid oder Sulfat im Wasser verursacht.
Verwandte Begriffe: Korrosion, Punktkorrosion, Grübchenbildung. - Lötfett
- Lötfett ist ein Hilfsmittel beim Löten, das die Oxidation des Metalls verhindert und die Benetzung mit dem Lot verbessert. Einige Lötfette enthalten jedoch korrosive Bestandteile, die nach dem Löten entfernt werden müssen.
Verwandte Begriffe: Flussmittel, Lötpaste, Lötmittel. - Elektrochemische Korrosion
- Elektrochemische Korrosion entsteht, wenn verschiedene Metalle in einem System miteinander in Kontakt stehen und durch ein Elektrolyt (z.B. Wasser) verbunden sind. Dabei fließt ein Strom zwischen den Metallen, wodurch das unedlere Metall korrodiert.
Verwandte Begriffe: Galvanische Korrosion, Bimetallkorrosion, Kontaktkorrosion. - Wasserfilter
- Ein Wasserfilter dient dazu, unerwünschte Stoffe aus dem Wasser zu entfernen. Je nach Filtertyp können Partikel, Chemikalien oder Mikroorganismen entfernt werden.
Verwandte Begriffe: Partikelfilter, Aktivkohlefilter, Umkehrosmose. - Aggressives Wasser
- Aggressives Wasser ist Wasser, das aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung (z.B. niedriger pH-Wert, hoher Gehalt an Chlorid oder Sulfat) Metalle angreift und Korrosion verursacht.
Verwandte Begriffe: Saures Wasser, Weiches Wasser, Korrosives Wasser. - Neutralisation
- Neutralisation ist ein chemischer Prozess, bei dem Säuren oder Basen durch Zugabe einer entsprechenden Substanz neutralisiert werden. Im Zusammenhang mit Wasser kann die Neutralisation dazu dienen, den pH-Wert zu stabilisieren und die Korrosivität des Wassers zu verringern.
Verwandte Begriffe: pH-Wert, Säure-Base-Reaktion, Entsäuerung.
Häufige Fragen (FAQ)
- Warum laufen Kupferrohre an Lötstellen an?
Das Anlaufen von Kupferrohren an Lötstellen kann verschiedene Ursachen haben, darunter nicht entferntes Lötfett, aggressive Wasserqualität oder elektrochemische Korrosion. Diese Faktoren können die Kupferoberfläche angreifen und zu einer sichtbaren Veränderung führen. - Ist angelaufenes Kupfer gefährlich?
Angelaufenes Kupfer deutet auf Korrosion hin, die langfristig zu Undichtigkeiten und Schäden führen kann. Besonders Lochfraß, eine aggressive Form der Korrosion, kann unbemerkt zu Wasserschäden führen. Eine frühzeitige Untersuchung ist ratsam. - Wie kann ich angelaufenes Kupfer reinigen?
Leichte Verfärbungen können oft mit milden Reinigungsmitteln und einem weichen Tuch entfernt werden. Bei hartnäckigen Ablagerungen können spezielle Kupferreiniger verwendet werden. Es ist wichtig, abrasive Mittel zu vermeiden, die die Oberfläche beschädigen könnten. - Was ist Lochfraß und wie entsteht er?
Lochfraß ist eine Form der Korrosion, bei der kleine, tiefe Löcher im Metall entstehen. Er wird oft durch aggressive Wasserbestandteile wie Chlorid oder Sulfat verursacht, die die Schutzschicht des Kupfers durchbrechen und lokale Korrosion fördern. - Wie kann ich Lochfraß verhindern?
Die Vorbeugung von Lochfraß umfasst Maßnahmen wie die Neutralisation von aggressivem Wasser, die Installation von Wasserfiltern zur Entfernung korrosiver Stoffe und die Vermeidung von Potentialunterschieden in der Installation. Regelmäßige Kontrollen helfen, beginnenden Lochfraß frühzeitig zu erkennen. - Welche Rolle spielt das Lötfett bei der Korrosion von Kupferrohren?
Lötfett kann korrosive Bestandteile enthalten, die nach der Lötung auf der Kupferoberfläche verbleiben und die Korrosion beschleunigen können. Daher ist es wichtig, Lötfett nach dem Löten gründlich zu entfernen. - Kann ein Wasserfilter die Korrosion von Kupferrohren verhindern?
Ein Wasserfilter kann dazu beitragen, korrosive Stoffe wie Chlorid oder Sulfat aus dem Wasser zu entfernen und somit die Korrosion von Kupferrohren zu verlangsamen. Die Wahl des richtigen Filters hängt von der spezifischen Wasserqualität ab. - Was bedeutet elektrochemische Korrosion?
Elektrochemische Korrosion entsteht, wenn verschiedene Metalle in einem System miteinander in Kontakt stehen und durch ein Elektrolyt (z.B. Wasser) verbunden sind. Dabei fließt ein Strom zwischen den Metallen, wodurch das unedlere Metall korrodiert.
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Maßnahmen zur Vermeidung von elektrolytischer Korrosion in Sanitär- und Heizungsanlagen, z.B. durch Potentialausgleich und die Verwendung geeigneter Verbindungselemente.
-
Lötfett-Aggressivität – Kontaktkorrosion an Kupferrohren
Aggressiv!
Richtig bemerkt ... und leider nicht selten!
Das Flussmittel ist u.a. dafür zuständig die Oberfläche vor dem Löten "anzufressen" um die Oxidation durch Sauerstoff zu entfernen ... der Wasserfilter hat tatsächlich etwas mit Lochfraß zu tun! ... das Schlüsselwort heißt "Kontaktkorrosion" ... durch eingebrachte Schmutzpartikel und kleine Metallteilchen die der Filter ausfiltern soll entsteht im Kontakt mit Kupfer (schlimmer ist noch verzinktes Stahlrohr) bei Ablagerung eben diese Kontaktkorrosion ... das zu verhindern ist der eigentliche Sinn des Filters!
MfG Hasko Ahrendt -
Lötfett entfernen: Anleitung & Aggressivität nach Lötung
danke, aber ...
Hallo,
Danke für die schnelle Antwort!
Meine Frage ist: Ist das Flussmittel NACH dem Löten immer noch aggressiv? Wie bekomme ich es am besten ab? Noch mal kurz erwärmen und dann abwischen?
Morich -
Lötfett bei Kupferrohren: Reinigung & Entfernungshinweise
Bei Lötfett denke ich an Weichlötung.
Die dafür gängigen "Fette" behalten ihre "reinigende" Wirkung, solange sie auf dem Rohr haften. Wenn noch kein Wasser im Rohr ist, kann man es leicht erwärmen, Lötpaste mit nassem Lappen wegwischen. Wenn Wasser drin, geht Erwärmen nicht mehr so richtig. Hier hilft viel Nass (+ Haushaltsreiniger). -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 17.01.2026
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💡 Kernaussagen: Angelaufene Kupferrohre an Lötstellen können durch aggressives Lötfett verursacht werden, das die Oberfläche anfressen kann. Kontaktkorrosion durch Schmutzpartikel und Metallteilchen, die eigentlich durch Wasserfilter entfernt werden sollten, kann ebenfalls eine Rolle spielen. Die Reinigung des Lötfetts ist wichtig, um langfristige Schäden wie Lochfraß zu vermeiden. Es gibt verschiedene Methoden zur Entfernung, abhängig davon, ob bereits Wasser im Rohr ist.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut dem Beitrag Lötfett-Aggressivität – Kontaktkorrosion an Kupferrohren kann nicht entferntes Flussmittel zu Kontaktkorrosion führen, insbesondere in Verbindung mit Wasserfiltern, die Metallteilchen nicht ausreichend filtern.
✅ Zusatzinfo: Der Beitrag Lötfett bei Kupferrohren: Reinigung & Entfernungshinweise gibt konkrete Anweisungen zur Entfernung von Lötfett, abhängig davon, ob die Kupferrohre bereits mit Wasser befüllt sind. Bei noch leeren Rohren empfiehlt sich Erwärmen und Abwischen, während bei befüllten Rohren viel Wasser und Haushaltsreiniger helfen können.
👉 Handlungsempfehlung: Überprüfen Sie die Lötstellen auf Rückstände von Lötfett und entfernen Sie diese gründlich, um Korrosion zu vermeiden. Beachten Sie die Hinweise im Beitrag Lötfett entfernen: Anleitung & Aggressivität nach Lötung bezüglich der Aggressivität des Flussmittels nach dem Löten und wählen Sie die passende Reinigungsmethode. Eine regelmäßige Überprüfung der Wasserfilter kann ebenfalls helfen, Kontaktkorrosion zu minimieren.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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