Rund um den Garten

Fugenbreite bei Pflaster

Meine Garagenzufahrt möchte ich pflastern. Laut Beschreibung diverser Hersteller soll die Fugenbreite des Pflasters 3 bis 5 mm betragen.
Ich finde, das ist eine ganze Menge. ich kenne es aus früheren Zeiten, dass das Pflaster fast knirsch verlegt wurde. Als Grund für die große Fugenbreite wird das Verhindern von Abplatzungen bei Berührung der Steinknaten genannt.
Wenn die Abplatzungen optisch kein Problem für mich darstellen, gibt es trotzdem Gründe, die gegen die Verlegung "auf knirsch" sprechen?
Hat die engere Verlegung den Vorteil, das weniger Unkraut in der Fuge wachsen kann? Oder gibt es gar eine Methode, das Wachstum von Unkraut auf Dauer zu verhindern ohne die Fuge - sagen wir zu verkleistern (Harz, Rombolit etc.)? Es handelt sich schließlich um "Drain"-Pflaster.

Name:

  • Dieter
  1. um welches

    Pflaster handelt es sich denn? HP?
    ...
    Die Verlegung auf Abstand gewährleistet eine größtmögliche Versickerungsmöglichkeit von Oberflächenwasser; je nach Gemeindesatzung wird die Pflasterfläche sogar als offene Fläche eingestuft. Die Fugenbreite wird dann allerdings durch den Stein selbst und seine Abstandshalter vorgegeben. Die Argumentation, dass bei breiteren Abständen das Abplatzen von Steinkanten verhindert wird, kann ich nicht nachvollziehen. Ich kenne allerdings beileibe auch nicht alle Steinarten.
    Unkraut wächst m.E. genauso viel wie in geringeren Abständen. Es lässt sich aus einer breiteren Fuge aber besser rausholen ;-)
    ...

  2. HP=haufwerksporig?

    Ja, das mit dem Drainpflaster war missverständlich, sorry. "Haufwerksporig" ist es und ich vermute mal das soll bedeuten, dass das Wasser durch den Stein sickert (bis er verstopft ist). Also die Fugen brauche ich zum versickern nicht........

    Name:

    • Dieter
  3. in diesem Falle

    ist HP ganz einfach Homepage - und zwar die des Steines ;-)
    ...
    Aber was ich grade sehe: die Fugenbreite 3-5 mm ist meines Erachtens durchaus ok und keinesfalls zu groß. Soviel brauchen Sie doch schon, um Maßungenauigkeiten im Stein selbst auszugleichen, sonst laufen Ihnen doch die Fugenbilder weg.
    Irgendwie habe ich gestern 3-5 cm gelesen und das wäre dann doch viel zu viel als Fuge...!

  4. 3-5 mm

    3-5 mm sind die vorgeschriebene Fugenbreite gem. DINA und Merkblättern. Sinn ist zum einen tatsächlich der Kantenschutz, denn selbst gefastes Pflaster kann platzen, wenn bei fehlender Fuge der Rüttler zum Verdichten darüber läuft. Zum anderen gewährleistet die Fugenbreite von 3-5 mm, dass der Fugensand (0/2 mm) sich beim Einschlämmen auch vollfugig in die Fuge setzt und somit dem Pflaster Halt gibt. So ist ein kraftschlüssiger Verbund der gesamten Pflasterfläche gewährleistet. "Knirsch" gelegt ist nie komplett ohne Fuge - gerade Flächen im Anfahr- oder Kurvenbereich werden nach kürzester Zeit verschoben und ein hässliche Fugenbild ergeben.
    Unkraut wird sich in wenig genutzten Flächen im Lauf der Jahre einstellen, dass ist sicher - auch bei engen (aber nie fugenlosem) Pflaster. Gerade bei drainfähigem Pflaster macht es aber auch wenig Sinn, die Sickerfähigkeit der gesamten Fläche einzuschränken. Es gibt einer ganze Palette an Pflasterfugenmörteln, die zum Schließen der Fugen geeignet sind. Allerdings - bei aller Flexibilität der Mörtel - sollte eine gebundene Fuge auch nur auf einer gebundenen Tragschicht angewendet werden, sonst beginnen die Fugen bei "Bewegung" des Pflasters schnell zu brechen und werden ein Sanierungsfall. Und eine gebunde Tragschicht bei Sickerpflaster macht gar keinen Sinn.
    Gegen Unkraut hilft nur manuelles Jäten oder die chemische Keule!

  5. Einleuchtend!

    danke für die Erläuterungen, das ist für mich jetzt einleuchtend. Wenn die Fugen dann tatsächlich min. 3 mmm sind, müssen die dann tatsächlich noch mit 0/2 eingekehrt werden? Geht dann nicht auch 2/5 weil die 2 ja bestimmt da rein rutscht und dann ein einrieseln in die Bettung verhindert wird?

    Name:

    • Dieter
  6. zu großes Korn

    2/5 mm als Fugenmaterial ist zu groß - da "klemmt" dann das Größtkorn oben in der Fuge und die Fuge bleibt leer = fehlender Kraftschluss.
    Normal 0/2 auf üblichen Tragschichten (0/35, 0/45 etc.), Bei Sickerpflaster wird das Verlegebett gern offenporig mit 2/5 er Splitt ausgeführt - die Fugen dann ebenfalls ohne Feinstanteile geschlossen, um die Sickerfähigkeit zu erhalten. Dann ist 1/2 oder 1/3 mm zu verwenden. Diese Körnung garantiert den Kraftschluss und ist filterstabil zum Verlegebett.


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