nachdem ich endlich ein passendes Grundstück gefunden zu haben hoffe, arbeite ich jetzt an einem Konzept für ein Passivhaus (Büro und Wohnen kombiniert), auf dessen Basis dann ein Ingenieur- oder Architekturbüro (Ingenieurbüro, Architekturbüro) eine Bauvoranfrage entwickeln soll. Die Baufläche lässt viel Freiraum, einzige Vorschrift ist eine maximale Dachneigung von 25 Grad, in welcher Dachform auch immer.
Und da brüte ich gerade an der folgenden Basisfrage, für die ich in diesem Forum noch keine Antwort gefunden habe: Ist es empfehlenswert, die Hülle des Gebäudes in 2 Klimazonen aufzuteilen?
1. Kernhaus im Passivhaus-Standard
2. Grünbereich vollverglast
Unter Grünbereich verstehe ich etwas ähnliches wie einen Wintergarten. Einem Teil der Süd- und der Ostfassade soll ein vollverglaster Raum vorgestellt werden, in dem subtropische Pflanzen gedeihen können und der den Wohn- bzw. Arbeitsbereich (Wohnbereich, Arbeitsbereich) erweitert. Dieser Grünbereich soll außerhalb der thermischen Hülle des Hauses liegen und lediglich wärmebrückenfrei an das eigentliche Haus angrenzen. Solarglas 30 % k=1,1 oben, Isoglas k=1,1 in der Vertikale, also kein Passivhaus-Glas (zu teuer und wegen der niedrigen Lichtdurchlässigkeit für die Pflanzen nicht gerade optimal). Die Außenwand des Kernhauses würde im Grünbereich dunkel verblendet werden, sodass sie als Speicher diente.
Mit einer solchen Konstruktion entstehen 2 unterschiedliche Raumklimata: im Grünbereich und im Kernhaus.
- kann ich den Grünbereich mit in ein Belüftungskonzept eimbeziehen?
- durch den Grünbereich entsteht eine Art wärmedämmendes Luftpolster. Kann ich in diesem Bereich Dämmung und Glas der Kernhaus-Hülle reduzieren?
- kann ich das Schlafzimmer in die (nachts kühlere) Klimazone des Gewächshauses integrieren?
- ist die tendenziell höhere Luftfeuchtigkeit des Grünbereichs ein Problem für das Gesamtkonstrukt?
- und schließlich: ist ein solcher Grünbereich vielleicht verzichtbar, weil sich dasselbe auch innerhalb der Hülle erreichen lässt?
Ich freue mich auf Anregungen und Kritik.