seit etwa 2 Jahren wohnen wir in unserem eigenen Heim. Massiv aus T9 Ziegeln gebaut. Im Winter ist mir aufgefallen, dass auf unserem Dach an zwei Stellen keinen Schnee lag. Eine Kontrolle von innen ergab, etwas unterhalb davon, deutliche Schimmelbildung an der Ortgangschalung und Tropfnässe. Bei einem Termin mit dem Bauträger und dem Zimmermann wurde die Ortgangschalung von außen an mehreren Stellen geöffnet und die Dampfsperre auf ordnungsgemäße Verarbeitung kontrolliert. Ich war selbst mit dabei. Es konnten keine Auffälligkeiten gefunden werden. Als Maßnahmen wurde folgendes festgelegt:
1) Abdichtung aller an der Giebelwand liegenden Steckdosen und Lichtschalter
2) Die Wärmedämmung ist nicht bis in den Giebel ausgeführt, sie verläuft im Spitzbogen. In den ersten beiden Sparrenfeldern soll deshalb die Wärmedämmung bis in den Giebel geführt werden (Verschiebung des Taupunktes in den Giebel).
Insbesondere die zweite Maßnahme lehne ich eigentlich ab, da das Problem einfach mit Folie kaschiert wird.
Mir ist folgendes aufgefallen, ich weiß allerdings nicht, ob dies die Ursache sein kann:
Die Giebelwand hat auf der Oberseite keinen Abschluss in Form eines Betongurtes. Die Ziegel sind nach oben hin offen. Die Ziegel sind mit Dünnbettmörtel zusammen geklebt.
Ist es möglich, dass die Klebung die einzelnen Kanäle in vertikaler Richtung nicht abdichtet? Kann sich dann in den Ziegeln eine konvektive vertikale Luftströmung ausbilden, welche an der Giebeloberseite austritt und an der Stelle, an der die Isolation aufhört auskondensiert?
Wäre dies dann ein Baumängel bei dem vergessen wurde die Ziegel auf der Oberseite abzudichten (bspw. mit Mörtel zustopfen)?
Um Diskussionsbeiträge wäre ich sehr dankbar.
Grüße
Mathias Heidrich