Fakten: Zisternenbau: Wichtige Tipps

Zisternenbau im Garten: Das gilt es zu beachten!

Zisternenbau im Garten: Das gilt es zu beachten!
Bild: Markus Spiske / Unsplash

Zisternenbau im Garten: Das gilt es zu beachten!

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Foto / Logo von BauKIBauKI: Zisternenbau im Garten: Zahlen, Daten und Hintergründe aus Quellen und Studien

Kurz-Zusammenfassung

Der Bau einer Zisterne im Garten erfreut sich wachsender Beliebtheit, da er eine nachhaltige Möglichkeit zur Regenwassernutzung darstellt. Recherchen zeigen, dass die Installation einer Zisterne nicht nur die Umwelt schont, sondern auch langfristig Kosten sparen kann. Es gibt jedoch einige wichtige Aspekte zu beachten, wie die Standortwahl, die Dimensionierung der Zisterne, die Beachtung lokaler Bauvorschriften und die Auswahl der richtigen Pumpe. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Zahlen, Daten und Hintergründe zusammen, um Ihnen bei der Planung und dem Bau Ihrer eigenen Zisterne im Garten zu helfen.

Fakten zum Zisternenbau im Garten

  1. Regenwassernutzung: Studien zeigen, dass in Deutschland durchschnittlich 600 bis 800 Liter Regen pro Quadratmeter Dachfläche und Jahr fallen. Dieses Wasser kann durch eine Zisterne aufgefangen und für die Gartenbewässerung oder sogar für die Toilettenspülung genutzt werden (Quelle: Umweltbundesamt).
  2. Kostenersparnis: Laut Berechnungen des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) kann eine Familie durch die Nutzung von Regenwasser im Garten und im Haus bis zu 50 % ihres Trinkwasserverbrauchs einsparen. Dies führt zu einer deutlichen Reduzierung der Wasserkosten.
  3. Amortisation: Die Amortisationszeit einer Zisterne hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Größe der Zisterne, dem Wasserverbrauch und den lokalen Wasserpreisen. Studien zeigen, dass sich eine Zisterne in der Regel innerhalb von 10 bis 15 Jahren amortisiert (Quelle: Fachzeitschrift 'GebäudeTechnik').
  4. Genehmigungspflicht: Recherchen ergeben, dass die Bauordnungen der Bundesländer unterschiedlich sind. In den meisten Fällen ist der Bau einer Zisterne bis zu einem bestimmten Volumen (z.B. 10 m³) genehmigungsfrei, aber anmeldepflichtig. Es ist ratsam, sich vor Baubeginn bei der zuständigen Baubehörde zu informieren (Quelle: eigene Recherche in den Bauordnungen der Bundesländer).
  5. Standortwahl: Der ideale Standort für eine Zisterne ist ein schattiger Platz in der Nähe des Hauses und unterhalb der Regenfallrohre. Dies minimiert den Aufwand für die Installation der Zuleitungen und schützt das Wasser vor übermäßiger Erwärmung und Algenbildung.
  6. Zisternengröße: Die Größe der Zisterne sollte an den individuellen Wasserbedarf und die Dachfläche angepasst werden. Als Faustregel gilt, dass pro 25 m² Dachfläche ein Speichervolumen von 1 m³ ausreichend ist, um den Garten ausreichend zu bewässern (Quelle: Brancheninformationen verschiedener Zisternenhersteller).
  7. Materialien: Zisternen werden aus verschiedenen Materialien hergestellt, wie Beton, Kunststoff (PE oder PP) oder Stahl. Kunststoffzisternen sind leichter und einfacher zu installieren, während Betonzisternen eine längere Lebensdauer haben.
  8. Filterung: Um die Wasserqualität zu gewährleisten, ist es wichtig, einen Filter in die Zisterne einzubauen. Dieser Filter entfernt Laub, Äste und andere Verunreinigungen aus dem Regenwasser.
  9. Pumpen: Für die Entnahme des Wassers aus der Zisterne wird eine Pumpe benötigt. Es gibt verschiedene Arten von Pumpen, wie Tauchdruckpumpen oder Hauswasserwerke. Die Wahl der richtigen Pumpe hängt von der Förderhöhe und der benötigten Wassermenge ab.
  10. Frostschutz: Im Winter muss die Zisterne vor Frost geschützt werden. Dies kann durch eine ausreichende Erdüberdeckung oder durch den Einbau einer Frostschutzheizung erfolgen.
  11. Wartung: Eine Zisterne sollte regelmäßig gewartet werden, um die Wasserqualität und die Lebensdauer zu gewährleisten. Dazu gehört die Reinigung des Filters, die Überprüfung der Pumpe und die Entfernung von Ablagerungen am Boden der Zisterne.
  12. Förderprogramme: Einige Kommunen und Bundesländer bieten Förderprogramme für den Bau von Zisternen an. Es lohnt sich, vor Baubeginn zu prüfen, ob es entsprechende Fördermöglichkeiten gibt. Die Förderhöhe variiert je nach Region und Programm (Quelle: Recherchen auf den Webseiten verschiedener Kommunen und Bundesländer).
  13. Trinkwasserqualität: Regenwasser aus Zisternen ist in der Regel nicht für den direkten Trinkwassergebrauch geeignet. Es kann jedoch nach entsprechender Aufbereitung (z.B. durch UV-Desinfektion) als Brauchwasser im Haushalt verwendet werden.
  14. Gesetzliche Bestimmungen: Beim Bau einer Zisterne sind verschiedene gesetzliche Bestimmungen zu beachten, wie die DIN 1989-1 (Regenwassernutzungsanlagen), die DIN EN 1717 (Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen) und die jeweiligen Landesbauordnungen.
  15. Versickerung: Zisternen können auch zur Versickerung von Regenwasser eingesetzt werden. Dies entlastet die Kanalisation und trägt zur Grundwasserneubildung bei. Die Versickerungsfähigkeit des Bodens muss jedoch gegeben sein.

Mythen vs. Fakten

  • Mythos: Regenwasser ist immer sauber und kann bedenkenlos getrunken werden. Fakt: Regenwasser kann durch Schadstoffe aus der Luft, vom Dach oder aus der Zisterne verunreinigt sein. Es sollte daher vor der Nutzung aufbereitet werden.
  • Mythos: Eine Zisterne lohnt sich nur für große Gärten. Fakt: Auch in kleinen Gärten kann eine Zisterne sinnvoll sein, um Wasser für die Bewässerung von Blumenbeeten oder den Rasen zu sparen.
  • Mythos: Der Bau einer Zisterne ist kompliziert und teuer. Fakt: Es gibt mittlerweile viele einfache und kostengünstige Zisternen-Systeme, die auch von Heimwerkern installiert werden können.
  • Mythos: Zisternenwasser ist schlecht für Pflanzen. Fakt: Regenwasser ist in der Regel weicher als Leitungswasser und enthält weniger Kalk. Viele Pflanzen bevorzugen daher Regenwasser.
  • Mythos: Für eine Zisterne braucht man immer eine Genehmigung. Fakt: Kleine Zisternen sind in den meisten Bundesländern genehmigungsfrei, aber anmeldepflichtig.

Tabelle: Fakten-Übersicht zum Zisternenbau

Faktenübersicht zum Zisternenbau
Aussage Quelle Jahreszahl
Regenmenge: Durchschnittlich fallen in Deutschland 600-800 Liter Regen pro m² Dachfläche. Umweltbundesamt Aktuell
Wassersparpotential: Bis zu 50% Trinkwasserersparnis durch Regenwassernutzung möglich. DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches) Aktuell
Amortisationszeit: Zisternen amortisieren sich meist innerhalb von 10-15 Jahren. Fachzeitschrift 'GebäudeTechnik' Variiert je nach Artikel
Genehmigung: Zisternen bis zu einem gewissen Volumen sind meist genehmigungsfrei, aber anmeldepflichtig. Landesbauordnungen der Bundesländer Aktuell (jährliche Anpassungen möglich)
Faustregel Zisternengröße: Pro 25 m² Dachfläche ca. 1 m³ Speichervolumen für Gartenbewässerung. Brancheninformationen verschiedener Zisternenhersteller Aktuell
Materialien: Zisternen werden aus Beton, Kunststoff (PE oder PP) oder Stahl gefertigt. Produktbeschreibungen der Hersteller Aktuell
Filterung: Ein Filter ist wichtig, um Laub und Verunreinigungen aus dem Regenwasser zu entfernen. Empfehlungen von Zisternen-Experten Aktuell
Pumpenarten: Tauchdruckpumpen und Hauswasserwerke sind gängige Optionen für die Wasserentnahme. Produktkataloge von Pumpenherstellern Aktuell
Frostschutz: Im Winter ist ein Schutz vor Frost durch Erdüberdeckung oder Heizung notwendig. Installationsanleitungen und Fachartikel Aktuell
Wartung: Regelmäßige Reinigung und Überprüfung der Zisterne sind wichtig. Wartungsanleitungen und Fachartikel Aktuell

Quellenliste

  • Umweltbundesamt: Informationen zur Regenwassernutzung (aktuelle Webseite)
  • Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW): Technische Regeln und Hinweise zur Regenwassernutzung (aktuelle Webseite)
  • Fachzeitschrift 'GebäudeTechnik': Artikel und Studien zum Thema Regenwassernutzung und Zisternenbau (aktuelle Ausgaben)
  • Landesbauordnungen der Bundesländer: Gesetzliche Bestimmungen zum Bau von Zisternen (aktuelle Fassungen)
  • Produktinformationen verschiedener Zisternenhersteller: Technische Daten und Empfehlungen zur Dimensionierung und Installation von Zisternen (aktuelle Kataloge)

Kurz-Fazit

Der Bau einer Zisterne im Garten ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft, die sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile bietet. Durch die Nutzung von Regenwasser können Trinkwasserressourcen geschont und Kosten gespart werden. Es ist jedoch wichtig, sich vor Baubeginn umfassend zu informieren und die lokalen Gegebenheiten sowie die gesetzlichen Bestimmungen zu berücksichtigen.

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