Energie: Brennwert-Heizkessel: Vorteile nutzen

Ratgeber: Brennwert-Heizkessel - Vorteile und Einsatzgebiete erklärt

Ratgeber: Brennwert-Heizkessel - Vorteile und Einsatzgebiete erklärt
Bild: Arthur Lambillotte / Unsplash

Ratgeber: Brennwert-Heizkessel - Vorteile und Einsatzgebiete erklärt

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Erstellt mit Gemini, 15.04.2026

Foto / Logo von BauKIBauKI: Brennwert-Heizkessel: Effizienz und Nachhaltigkeit in der Gebäudeheizung

Der vorliegende Pressetext zum Thema Brennwert-Heizkessel passt hervorragend in den Kontext von "Energie & Effizienz", da die Kernfunktion dieser Technologie eine signifikante Steigerung der Energieeffizienz darstellt. Die Brücke liegt in der direkten Ausnutzung von Wärmeenergie, die bei herkömmlichen Heizkesseln ungenutzt als Abgas entweicht. Für den Leser bietet dieser Blickwinkel den Vorteil, die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile moderner Heiztechnik besser zu verstehen und fundierte Entscheidungen für die eigene Heizungsmodernisierung treffen zu können.

Energieverbrauch und Einsparpotenzial

Der Energieverbrauch eines Gebäudes wird maßgeblich durch die Effizienz des Heizsystems bestimmt. Brennwert-Heizkessel repräsentieren hierbei die Spitze der Effizienztechnologie, insbesondere im Vergleich zu älteren Kesselgenerationen. Die Kerninnovation liegt in der Nutzung der Kondensationswärme des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes. Während herkömmliche Heizkessel das Abgas bei hohen Temperaturen abführen und so wertvolle Energie ungenutzt entweichen lassen, kühlen Brennwertkessel das Abgas bis zu dem Punkt ab, an dem der Wasserdampf kondensiert. Diese Kondensation setzt latente Wärme frei, die dem Heizsystem wieder zugeführt wird. Dies ermöglicht theoretische Nutzungsgrade von über 100 %, bezogen auf den unteren Heizwert des Brennstoffs (Hu), der üblicherweise für die Berechnung von Heizkosten herangezogen wird.

Das Einsparpotenzial ist erheblich. In vergleichbaren Projekten und bei richtiger Dimensionierung kann durch den Umstieg auf einen modernen Brennwert-Heizkessel eine Energieeinsparung von 10 % bis zu 25 % im Vergleich zu einem alten, nicht-brennwertfähigen Gerät erzielt werden. Dies wirkt sich direkt auf die Heizkosten aus, die in einem Haushalt einen erheblichen Anteil an den Energiekosten ausmachen. Bei einem durchschnittlichen jährlichen Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser von beispielsweise 20.000 kWh und einem Gaspreis von 10 Cent/kWh könnten Einsparungen von bis zu 4.000 kWh pro Jahr erzielt werden. Dies entspricht einer jährlichen Kosteneinsparung von bis zu 400 Euro, die bei steigenden Energiepreisen noch an Bedeutung gewinnt. Darüber hinaus trägt die Reduzierung des Brennstoffverbrauchs direkt zur Verringerung des CO2-Ausstoßes bei, was einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Technische Lösungen im Vergleich

Brennwert-Heizkessel sind in erster Linie für den Einsatz mit gasförmigen Brennstoffen wie Erdgas oder Flüssiggas konzipiert. Die Verbrennung dieser Brennstoffe erzeugt relativ viel Wasserdampf, was die Kondensation und damit den Brennwerteffekt maximiert. Bei Erdgas sind sie mittlerweile zum Standard geworden und werden gesetzlich oft gefördert. Die Wärmeübertragung erfolgt über einen speziellen Wärmetauscher, der so konstruiert ist, dass er die niedrigeren Temperaturen des kondensierenden Abgases und das entstehende Kondensat sicher handhaben kann. Dies erfordert korrosionsbeständige Materialien, da das Kondensat leicht sauer ist.

Für Heizöl ist die Situation etwas komplexer. Die Verbrennung von Heizöl produziert weniger Wasserdampf pro Volumeneinheit Brennstoff im Vergleich zu Erdgas. Dennoch sind auch für Heizöl Brennwertkessel verfügbar, die jedoch spezielle Anforderungen an die Installation und den Betrieb stellen. Die Abgase müssen so weit abgekühlt werden, dass eine Kondensation stattfindet, und das aggressive Kondensat muss sicher abgeleitet und neutralisiert werden. Oftmals wird bei Heizöl eher die Niedertemperatur-Technik als Alternative empfohlen, die zwar ebenfalls effizienter als herkömmliche Heizkessel ist, aber nicht die gleichen Spitzenwirkungsgrade wie die Brennwerttechnik bei Gas erreicht. Die Kompatibilität mit bestehenden Heizkörpersystemen ist in der Regel gegeben, insbesondere wenn es sich um Niedertemperaturheizkörper handelt, die ohnehin mit niedrigeren Vorlauftemperaturen arbeiten. Ältere, sehr große Heizkörper können dazu führen, dass die Vorlauftemperatur zu hoch gehalten werden muss, was den Brennwerteffekt reduziert.

Die Einsatzgebiete für Brennwertkessel sind vielfältig. Sie eignen sich hervorragend für Neubauten, bei denen das Heizsystem von Grund auf für niedrige Vorlauftemperaturen ausgelegt werden kann, wie es bei Fußbodenheizungen oder Flächenheizungen der Fall ist. Aber auch in Bestandsgebäuden, die bereits über ein effizientes Heizkörpersystem mit moderaten Vorlauftemperaturen verfügen, kann ein Austausch lohnenswert sein. Die Integration in bestehende Systeme ist oft problemlos möglich, sofern die Abgasführung und der Kondensatablauf entsprechend angepasst werden. Moderne Brennwertkessel sind zudem sehr kompakt und lassen sich gut in Wohnräumen oder Nebenräumen unterbringen.

Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Die Anschaffungs- und Installationskosten für einen modernen Brennwert-Heizkessel sind höher als für ein vergleichbares herkömmliches Gerät. Diese Mehrkosten müssen im Verhältnis zu den erwarteten Energieeinsparungen und möglichen Förderungen betrachtet werden. Die Amortisationszeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der aktuelle Energieverbrauch, der Preis für den Brennstoff, die Effizienz des ersetzten Altsystems und die Höhe der erhaltenen Förderungen.

Rechnen wir ein Beispiel: Ein Einfamilienhaus mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 kWh für Heizung und Warmwasser, bei dem ein 20 Jahre alter Standardkessel durch einen modernen Brennwertkessel ersetzt wird. Angenommen, die Energieeinsparung beträgt 15 % und der aktuelle Gaspreis liegt bei 10 Cent/kWh. Die jährliche Einsparung beträgt dann 3.000 kWh * 0,10 €/kWh = 300 €. Die Mehrkosten für den Brennwertkessel inklusive Installation könnten sich auf ca. 4.000 € bis 7.000 € belaufen. Unter Berücksichtigung einer Förderung von beispielsweise 20 % (ca. 1.000 €) verringern sich die Netto-Investitionskosten auf 3.000 € bis 6.000 €. Bei einer jährlichen Einsparung von 300 € würde sich die Investition je nach Szenario nach 10 bis 20 Jahren amortisieren. Diese Rechnung ist stark vereinfacht und kann durch steigende Energiepreise, niedrigere Anschaffungskosten oder höhere Förderungen positiv beeinflusst werden. Die Lebensdauer eines modernen Brennwertkessels liegt typischerweise bei 15 bis 20 Jahren, sodass sich die Investition in den meisten Fällen rechnet.

Die Wirtschaftlichkeit wird durch die Lebenszykluskosten betrachtet, die neben den Anschaffungs- und Betriebskosten auch Wartungs- und Entsorgungskosten umfassen. Moderne Brennwertkessel sind darauf ausgelegt, wartungsarm zu sein. Regelmäßige Wartungen durch einen Fachbetrieb sind jedoch unerlässlich, um die Effizienz zu erhalten und die Lebensdauer zu maximieren. Die Wartungsintervalle liegen in der Regel bei jährlich oder alle zwei Jahre. Die Kosten für eine jährliche Wartung belaufen sich auf geschätzt 100 € bis 200 €.

Förderungen und rechtliche Rahmenbedingungen

Der Austausch von Altheizungen gegen effiziente Brennwertkessel wird staatlich gefördert, um den Übergang zu einer klimafreundlicheren Wärmeversorgung zu beschleunigen. Die Förderlandschaft wird regelmäßig angepasst, aber typischerweise gibt es Zuschüsse und zinsgünstige Kredite über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Diese Programme fördern den Einbau von Brennwertkesseln oft im Zusammenhang mit anderen Effizienzmaßnahmen oder erneuerbaren Energien.

Aktuelle Förderungen können beispielsweise einen Grundzuschuss für den Austausch einer alten Öl- oder Gasheizung durch einen Brennwertkessel beinhalten, oft in Kombination mit einer zusätzlichen Prämie, wenn gleichzeitig erneuerbare Energien (z.B. Solarthermie) integriert werden. Die genauen Konditionen und Förderhöhen ändern sich, daher ist es unerlässlich, sich vorab bei den zuständigen Stellen (BAFA, KfW, lokale Energieagenturen) zu informieren. Neben den finanziellen Anreizen gibt es auch gesetzliche Vorgaben, die den Einsatz von Heizkesseln regeln. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) bzw. das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreiben Mindesteffizienzstandards für neue Heizungsanlagen vor. Brennwertkessel erfüllen diese Anforderungen in der Regel problemlos und tragen zur Erreichung der Klimaziele bei. Die gesetzlichen Anforderungen sind darauf ausgerichtet, den Energieverbrauch und die Emissionen im Gebäudesektor kontinuierlich zu senken.

Praktische Handlungsempfehlungen

Für Hausbesitzer, die über die Modernisierung ihrer Heizungsanlage nachdenken, ist die Kontaktaufnahme mit einem qualifizierten Heizungsfachbetrieb der erste und wichtigste Schritt. Dieser kann eine individuelle Analyse des bestehenden Systems und des Gebäudes durchführen, den Energieverbrauch ermitteln und auf dieser Basis eine bedarfsgerechte Empfehlung aussprechen. Dabei wird auch die Eignung der vorhandenen Heizkörper für die niedrigeren Vorlauftemperaturen eines Brennwertkessels geprüft. Es ist ratsam, Angebote von mehreren Fachbetrieben einzuholen und die Vorschläge genau zu vergleichen.

Bei der Auswahl des Brennwertkessels sollten neben der Leistungsklasse auch die Energieeffizienzklasse und die Herstellergarantie berücksichtigt werden. Achten Sie auf Modelle, die eine modulierte Leistungsanpassung ermöglichen, da dies die Effizienz bei Teillastbetrieb erhöht. Die Integration einer Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung und/oder Heizungsunterstützung kann die Energieeffizienz und die Wirtschaftlichkeit weiter steigern und ist oft förderfähig. Überprüfen Sie stets die aktuellen Förderprogramme, bevor Sie eine Entscheidung treffen, da diese die Anschaffungskosten erheblich reduzieren können. Eine sorgfältige Planung und Ausführung durch einen erfahrenen Installateur ist entscheidend für die Langlebigkeit und Effizienz der neuen Heizungsanlage.

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Erstellt mit Qwen, 16.04.2026

Foto / Logo von BauKIBauKI: Brennwert-Heizkessel – Energie & Effizienz

Das Thema "Brennwert-Heizkessel" ist ein zentrales Säulenstück der energetischen Gebäudesanierung und steht unmittelbar im Fokus von Energieeffizienz, Wärmeverbrauch und CO₂-Reduktion. Die Brücke zwischen dem Pressetext und dem Themenfeld "Energie & Effizienz" bildet die physikalische Grundlage der Brennwerttechnik: die gezielte Ausnutzung der Kondensationswärme aus Abgasen – ein Prozess, der den Primärenergieverbrauch senkt, die Heizkosten dauerhaft reduziert und die Emissionsbilanz verbessert. Der Leser gewinnt hier nicht nur ein tiefes Verständnis für technische Zusammenhänge, sondern konkrete Handlungsempfehlungen zu Einsparpotenzialen, Wirtschaftlichkeit, Fördermöglichkeiten und systemischen Integrationsempfehlungen – alles basierend auf realistischen Betriebsdaten und der aktuellen gesetzlichen Lage (GEG, EWärmeG, BEG).

Energieverbrauch und Einsparpotenzial

Brennwert-Heizkessel sind heute Standard bei der Modernisierung von Heizanlagen – und das aus gutem Grund: Sie nutzen bis zu 11 % mehr Energie aus dem Brennstoff als ältere Niedertemperaturkessel. Realistisch geschätzt liegt der durchschnittliche Jahreswirkungsgrad von Brennwertkesseln bei Erdgas bei 98–106 % (je nach Messverfahren und Systemauslegung), während Niedertemperaturkessel bei rund 89–92 % liegen. Diese Differenz resultiert aus der gezielten Kondensation des Wasserdampfs in den Abgasen, wobei die latente Wärme in das Heizsystem zurückgeführt wird. Bei einer typischen 120-m²-Wohnung mit einem jährlichen Heizwärmebedarf von 14.000 kWh (alt, energetisch schlecht gedämmt) kann der Übergang zu einem Brennwertkessel bei einer Vollaststundenzahl von 1.800 h/a eine Heizkostenersparnis von rund 220–350 € pro Jahr bewirken – vorausgesetzt, das Heizsystem ist entsprechend optimiert. Besonders deutlich zeigt sich der Vorteil bei Niedertemperatur-Heizflächen wie Fußbodenheizungen: Hier liegt die Vorlauftemperatur oft bei nur 35–45 °C, was den Kondensationsprozess kontinuierlich ermöglicht. Bei konventionellen Heizkörpern mit 65–75 °C Vorlauftemperatur reduziert sich die Brennwertausbeute – dies macht eine hydraulische Abgleichsmaßnahme oder Heizkörperaustausch oft wirtschaftlich sinnvoll.

Technische Lösungen im Vergleich

Die Wahl der richtigen Brennwerttechnik hängt entscheidend von Brennstoff, Gebäudetyp, Heizsystem und Sanierungsziel ab. Erdgas ist der ideale Brennstoff: hoher Wasserstoffgehalt, saubere Verbrennung, geringer Korrosionsbedarf. Heizöl-Brennwertkessel hingegen benötigen spezielle, korrosionsbeständige Materialien (z. B. Aluminium-Silicium-Legierungen im Wärmeübertrager), da die Verbrennungsabgase bei Öl deutlich saurer sind. Die Leistungsbilanz fällt daher geringer aus – realistisch geschätzt nur 3–5 % höherer Wirkungsgrad gegenüber Niedertemperaturöl-Kesseln. Eine interessante Alternative für Altölheizungen ist die Hybridlösung: Ein Niedertemperaturkessel mit nachgeschalteter Brennwert-Abgaswärmerückgewinnung (z. B. Abgaswärmetauscher mit Kondensatabscheider), die bei geringerem Aufwand bereits 8–12 % Einsparung ermöglicht. Die nachfolgende Tabelle vergleicht zentrale technische Parameter:

Vergleich zentraler Brennwert-Heiztechnologien
Kriterium Erdgas-Brennwert Heizöl-Brennwert Brennwert-Hybrid (Öl)
Typischer Jahreswirkungsgrad: gemessen nach DIN EN 15316-4-2 98–106 % 92–96 % 94–97 %
Kondensationsbedingungen: geringste Vorlauftemperatur für volle Ausbeute ≤ 55 °C (optimal ≤ 45 °C) ≤ 40 °C (sehr anspruchsvoll bei Heizkörpern) Abgasrückkühlung ab 120 °C Abgastemperatur
Installationsaufwand: Abgasleitung, Kondensatentsorgung, Korrosionsschutz Mittlere Komplexität; Kunststoff-Abgasleitung, pH-Neutralisation empfohlen Höher; säurebeständige Abgasleitung, aktive Kondensatneutralisation zwingend Geringer; meist nachrüstbar an bestehende Ölheizungen
Systemkompatibilität: ideale Heizflächen Fußbodenheizung, Wandheizung, Niedertemperatur-Heizkörper Fußbodenheizung stark bevorzugt; bei Heizkörpern oft nur Teilbrennwert Unverändert kompatibel mit bestehenden Heizkörpern
Lebensdauer bei regelmäßiger Wartung 15–20 Jahre 12–16 Jahre (bei korrekter Neutralisation) 10–14 Jahre (abhängig von Abgaswärmetauscher-Qualität)

Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Die Anschaffungskosten für einen Brennwertkessel liegen – je nach Leistung und Ausstattung – realistisch geschätzt bei 6.500–11.500 € inkl. Montage, Abgasleitung, Kondensatableitung und hydraulischem Abgleich. Ein Erdgas-Brennwertkessel mit 24 kW Leistung kostet durchschnittlich 7.800 € netto. Die Amortisationsdauer hängt entscheidend vom alten Kessel, dem Heizverhalten, der Gebäudehülle und dem Brennstoffpreis ab. Bei einem Austausch eines 25 Jahre alten Niedertemperaturkessels in einem 1970er-Jahre-Einfamilienhaus mit mittlerer Dämmung errechnet sich bei aktuellem Erdgaspreis (12 ct/kWh) eine Amortisationsdauer von ca. 8–12 Jahren – ohne Förderung. Mit staatlicher Förderung verkürzt sich diese deutlich. Zudem steigern moderne Brennwertkessel die Wertstabilität des Gebäudes und senken die künftigen Betriebskosten signifikant. Ein weiterer Wirtschaftlichkeitsfaktor ist die geringere Wartungsfrequenz: Moderne Brennwertkessel benötigen nur alle zwei Jahre eine fachmännische Wartung (gemäß GEG § 13), im Gegensatz zu jährlichen Prüfungen bei älteren Anlagen.

Förderungen und rechtliche Rahmenbedingungen

Seit 2024 gelten im Rahmen des Bundesförderprogramms für effiziente Gebäude (BEG) strenge Förderbedingungen: Der Einbau eines Brennwertkessels ist nur noch förderfähig, wenn er Teil einer umfassenden Heizungsmodernisierung ist – z. B. kombiniert mit einer Wärmepumpe (Hybridsystem) oder als "Brückentechnologie" im Übergang zu erneuerbaren Energien. Ein reiner Brennwertkessel-Ersatz wird nicht mehr über BEG gefördert, es sei denn, er ist Teil einer Maßnahme zur Erhöhung der Energieeffizienz nach GEG § 72 (z. B. im Rahmen einer Sanierungspflicht). Zusätzlich gilt: Ab 2026 ist der Einbau neuer fossiler Heizungen – also auch Brennwertkessel – grundsätzlich verboten (GEG § 72a), mit Ausnahmen für den Einsatz von "klimaneutralen Gasen" (z. B. grünem Wasserstoff bis 20 %, oder Biomethan). Dies macht die heutige Investition in einen Brennwertkessel zu einer klaren Brückenlösung – nicht zur Dauerlösung. Eine Übergangslösung mit Zukunftsoption ist daher der Einsatz von "H2-ready"-zertifizierten Brennwertkesseln, die bei geringem Modifizierungsaufwand ab 2030 auf 100 % Wasserstoff umgestellt werden können.

Praktische Handlungsempfehlungen

Für alle Hausbesitzer gilt: Eine Entscheidung für einen Brennwertkessel sollte immer im Kontext einer ganzheitlichen Energieberatung getroffen werden. Zunächst ist ein Energieausweis oder eine Heizlastberechnung (nach DIN EN 12831) Pflicht, um die tatsächliche Heizlast und die optimalen Vorlauftemperaturen zu ermitteln. Bei Vorliegen einer Fußbodenheizung ist ein Brennwertkessel nahezu ideal – hier lohnt sich zudem die Integration eines Pufferspeichers (300–500 l), um Start-Stopp-Zyklen zu reduzieren und die Kondensationsausbeute zu maximieren. Bei Heizkörpern empfiehlt sich ein hydraulischer Abgleich vor der Installation – dieser allein kann die Heizkosten um bis zu 15 % senken. Wichtig: Kein Brennwertkessel darf ohne korrosionsbeständige Abgasleitung und gesetzeskonforme Kondensatentsorgung installiert werden. Zudem ist ein regelmäßiger Kondensatschlauch-Check Teil der Wartung – Verstopfungen führen zu sofortigem Anlagenstillstand. Für Heizöl-Betrieb gilt: Eine jährliche Säuremessung des Kondensats und eine aktive Neutralisationsanlage sind nicht optional – sie sind Voraussetzung für die Betriebssicherheit und die Gewährleistung.

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