Modernisierung / Sanierung / Bauschäden

Hallo zusammen und vielen Dank für ...

... die Möglichkeit, hier eine Frage zu stellen.

Ich bin mittlerweile verzweifelt:

der Fokus liegt heute auf einem Problem mit dem Putz im Bereich der Fensteranschlüsse - Bilder habe ich beigefügt.

Es haben sich Risse gebildet, die ausgebessert werden müssen.

Es war ein Fach-Betrieb (?) da und meinte, dass er den Putz einschneiden müsse und anschliessend die Öffnungen mit Dichtmasse ausspritzen müsse.

Ich habe jetzt die Arbeiten gestoppt, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass das (was auf den Bildern zu sehen ist) den a.a.R.d.T. entspricht.

Könnte mir jemand helfen, dass ich weiß, wie hier vorgegangen werden muss?

Info: monolithischer Wandaufbau - Porotonziegel ohne WDVSA - mineralischer Innen- und Aussenputz.

Gerichtsurteil wurde schon ausgesprochen - eine Zahlung wurde geleistet, obwohl diese niemals ausreicht, alle Mängel zu beheben - aber das steht auf einem anderen Blatt - ich möchte nun langsam Mängelbeseitigung einleiten.

Vielen Dank an alle!

Anhang:

Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

Name:

  • Stefan
  1. Fragen Sie einen anderen Putzer

    Die Putzanschlüsse sollten gemäß Technische Richtlinie Nr. 20 des Glaserhandwerks erfolgen.

    Zwischen Leibungsputz und Fensterbankendstück gehört ein Dichtband oder eine Hinterfüllschnur mit dauerelastischer Verfugung.

    Die Leibungs- und Sturzanschlüsse zum Blendrahmen des Fensters weisen aktuell mangelhaft eingebaute APU-Leisten auf. Diese sollten sie samt einem Teil des Putzes ausbauen und neue APU-Leisten einputzen lassen. Man kann auch die Dichtungslippen der APU-Leiste wegschneiden und die so entstehende Fuge dauerelastisch abfugen - sieht dann aber vermutlich lausig aus.

  2. mit Gefühl vorgehen und nicht verschlimmbessern

    Gut, dass Sie dieses obskure Einschneiden der Anschlüsse erstmal unterbunden haben - das ist für mich ein planloses und kontraproduktives Vorgehen, was den Schaden nur vergrössert. Sie müssen erstmal mit Sinn und Verstand eine Bestandsaufnahme vornehmen. Dazu gehört auch die Frage: Was ist relevant, was ist Unfug und was ist technisch überhaupt machbar. Nur weil es in irgendwelchen Merkblättern steht, heisst es nicht, dass es auch so herstellbar ist, dass es dauerhaft funktioniert. Dazu gehören für mich die Anschlussfugen: Bei dunklen Kunststofffenstern kann es durchaus sein, dass Sie die Bewegungen der Fenster durch Nutzung und thermische Längenänderungen mit den zur Verfügung stehenden Anschlussprofilen gar nicht aufnehmen können, insbesondere wenn es größere Fenster sind oder die Befestigung der Rahmen z.B. wegen integrierter Rolladenkästen nicht so perfekt ist, wie die doch sehr umfangreichen Richtlinien des Glaserhandwerks es fordern. Man staunt manchmal, wenn man da wirklich tiefer einsteigt oder sich mit einem versierten Glasergutachter unterhält, welche Bewegungen zulässig sind und fragt sich dann, wie man diese Bewegungen abfangen soll, wenn man einen starren Putz anschliesst... Dazu kommt, dass Sie einen dunkel gestrichenen Putz an einen dunklen Rahmen anschliessen wollen und da sicher keine weisse Apu-Leiste sichtbar haben wollen: Die Folge ist meist, dass dann die weisse Lippe mit Acryl kraftschlüssig zugespritzt und überstrichen wird. Die schöne Optik hält dann bis die Sinne scheint, dann kommen die Risse. Weiterhin ist bei Ihnen ein mineralischer Aussenputz und kein WDVSA vorhanden - hier ist der Einbau von Kompribändern auf dem Bordprofil gar nicht möglich - ich kann nur ein Kompriband einbauen, wenn ich anschliessend eine Dämmplatte aufklebe, die dem expandierenden Band auch etwas entgegensetzt. Sie sollten also wie bei einem Fachwerkbau vorgehen und schauen: Was sind wasserführende Risse und Fugen und auf diese Ihr Augenmerk legen. Ohne einen echten Fachmann vor Ort fürchte ich, dass Sie nicht zum Ziel kommen.


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