Modernisierung / Sanierung / Bauschäden

Sanierung eines Wochenendhauses

Hallo zusammen,
als Heimwerker habe ich folgendes Problem:
Wir besitzen seit einiger Zeit ein kleines, fest gemauertes WEA-Häuschen, das wir gern auch in der kälteren Jahreszeit sporadisch nutzen möchten. Zwar nicht unbedingt bei tiefem Frost, aber in Gefrierpunktnähe könnten die Außentemperaturen schon mal sein. Das Problem, vom Vorbesitzer stammen vollflächige Außenwandverfliesungen in "Küche" und Bad (Dusche), vollflächig Styropor und Paneele in den Schlafräumen (kaum größer als die Betten überhaupt) und beschichtete Tapeten im Wohnraum. Ich muss ohnehin einiges renovieren und frage mal um Euren Rat. Wenn ich Fliesen und Paneele entferne und somit allen Altputz, was wäre ein geeigneter Wandneuaufbau? Kalkputz oder Kalk-Zement? Im Sanitärbereich soll ja wieder gefliest werden, das Auskühlen der Wände lässt sich nicht vermeiden und ich will nen Kaminofen aufstellen, der u.a. auch für einen natürlichen Luftwechsel sorgt. Ist es jetzt richtig, dass die Wandflächen sollen bestmöglich "atmen" können oder ist besser durch dichte Sperren, so wie schon jetzt, jede Feuchtigkeit aus den Wänden fern zu halten? Die Fassade wurde auch vor einigen Jahren mit Styropor, Holz und Klinkerriemchen (Fachwerkimitat) beklebt. Den genauen Aufbau kenne ich nicht, es zeigen sich aber auch einige Schadstellen und die Fassade möchte ich in 2, 3 Jahren auch noch mal neu (anders) machen. Auch hier wäre die Frage nach einem geeigneten Aufbau.
Gewiss ist es jetzt fehl am Platze, daraus ein hochwertiges und allen Vorschriften und Richtlinien entsprechendes Wohngebäude machen zu wollen, aber ganz grobe Baufehler möchte ich einfach vermeiden und bedanke mich für eure Hinweise.
Gruß Holger

Name:

  • Holger Schumann
  1. Sanierungsvorhaben

    Ich möchte Ihnen empfehlen, auch da hier kein Experte verlässliche Angaben machen kann, weil die konkrete Situation nicht bekannt ist, einen Architekten aufzusuchen, um mit diesem die grundlegenden Fragen zu besprechen und von diesem, nach einer Ortsbesichtigung, entsprechende Antworten zu erhalten.
    Damit hätten Sie für wenige hundert Euro eine verlässliche Auskunft und könnten bei Bedarf auf das Fachwissen des Architekten zurückgreifen.
    M.f.G.
    R. Kaiser

  2. Mir sagte mal einer

    ... es gäbe keine dummen Fragen ...
    Aber ich glaube doch, ich habe sie falsch gestellt. Also ganz einfach noch mal so, ich habe rund um die 30 m² eines Wochenendhauses (Häuschens) ein 36 cm Mauerwerk aus Vollziegeln (ok, können auch 24 cm sein, wenn ich demnächst den Edelstahlschornstein anbringe und den Kaminofen daran anschließe mache ich eine Probebohrung). Jetzt möchte ich gern hier im Forum die Experten um Rat fragen ob die Wände innen besser relativ Dampfdicht beschichtet oder vielleicht "diffusionsoffen" mit einem mineralischen Putz versehen werden sollten. Und ob man mir dann eher zu Kalk oder Kalk-Zement rät, wenn ich mal davon ausgehe, dass es kein gipshaltiger Putz sein sollte. Und das frage ich zum Einem mit dem Hintergrund, dass sich das Auskühlen der Wände durch die relativ sporadische Nutzung nicht vermeiden lassen wird und sich somit sicherlich auch bei bester Lüftung einiges Kondens- bzw. Tauwassser bilden wird. Außerdem bitte ich zu berücksichtigen das es vorgesehen ist, in einiger Zeit auch die Außenfassaden zu erneuern und die Innenwände dann Teil eines einigermaßen funktionierenden Gesamtsytems sein sollen.
    Habe ich meine Frage jetzt verständlicher gestellt? Ich möchte hier ja nicht gegen Regeln verstoßen aber einen Fachmann vor Ort hätte ich natürlich auch befragen können, das stimmt. Nur, das weiß ich auch ohne Forum. Und eines noch, ich bin nicht Architekt und auch nicht Bauingenieur, noch nicht mal Maurer oder Gipser. Sondern Elektriker, also einfach nur ein Handwerker. Aber wenn mich mal einer fragt, dann erkläre ich ihn auch wie eine Steckdose anzuschließen ist und halte nicht nen Vortrag über Schleifenwiderstandsmessung und Schutzmaßnahmenprüfung ...
    Danke für alle hilfreichen Antworten

  3. Putz

    Hallo
    Ich würde auf alle Fälle einen diffusionsoffenen Putz nehmen,
    also einen Kalkputz (Kalk-Zement ginge auch aber nicht nötig),
    anschliesend mit einer Silikat- oder Kalkfarbe streichen.
    Keine Tapete.
    Latex- und Dispersionsfarben würde ich vermeiden.
    Gruß MIchael


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