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Heizleisten / Sockelheizleisten

Heizleiste Vor- Nachteile wer hat Erfahrung?

Wir planen einen Neubau und sind gerade dabei ein geeignetes Heizsystem zu suchen. Wir mochten die Strahlungswärme nutzen. Es bleibt da ja nur noch die Wandheizung, Fußbodenheizung und die Heizleiste.
Für die 3 Systeme hört man so einige Vor- und Nachteile. Über die FBHA wird gesagt das diese Staub aufwirbelt, teuer in der Herstellung ist und das man dicke Füße bekommt.
Die Wandheizung ist meiner Meinung nach die beste aber ich hab kaum Stellflächen.
Die Heizleiste wirbelt auch ein gewisses Maß an Staub auf denn die Wärme gelangt ja auch bevor diese die Wand aufheizen kann nach oben und es entsteht ein Kamineffekt zwar nicht so groß wie die Heizkörper aber doch ein wenig. Man sieht es an der Staubablagerungen auf dem Sockel- so wurde mir gesagt!! Man ist auch eingeschränkt wenn man große und viel Glas hat.
Mein pers. Favorit ist die FBH. Falls Ihr auch eine FBH oder Heizleiste habt bitte ich um Eure Meinung dazu. Würdet Ihr euch wieder eine FBH oder Heizleiste anschaffen, wenn ja oder nein warum.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan

Name:

  • stefan
  1. Bin für Heizleiste (was auch sonst, wenn ich die selber habe)

    Wir haben welche in Küche, Wohnzimmer, Keller. Meine Erfahrung damit ist:
    Schön dran ist:

    • wirklich sehr angenehme Wärme
    • relativ niedrige Raumtemperatur (20 Grad am Thermometer und auch unsrer Oma fröstelt nicht mehr)
    • kompatibel zu konventionellen Heizkörpern. Da die Dinger auf die gleiche Vorlauftemperatur ausgelegt sind kann man es sich durchaus raussuchen, wo man sie installiert. Es wird zwar behauptet, das geht nicht (Eisenschink) dem ist aber nicht so.
    • reagiert sehr schnell, wenn in einem kalten Raum die Heizung aufgedreht wird wird es sehr schnell angenehm.

    Probleme

    • reagiert sehr schnell, heizt nur wenn die Pumpe läuft, da sich das Wasser im Rohr auch schnell wieder abkükhlt. Wer das eine will muss halt auch das andere mögen!
    • Wände mit den Leisten verschandelt - Geschmacksache, ich kann damit gut leben. Für Ästheten gibts auch die super-schmal Ausführung von? vergessen
    • darf man nichts Grosses davorstellen, da sonst die Heizleistung abnimmt. Hm, die Leisten werden an den Aussenwänden montiert. Wer da eine Schrankwand davor stellen will ist selber Schuld. Mit den Leisten schimmelts dahinter wenigstens nicht.

    Wir haben uns dafür entschieden, weil:

    • Angenehme Wärme (mehr Strahlung), kostensparend (niedr. Raumtemp.), nicht zu teuer geg. Heizkörpern, und weil kein Staub aufgewirbelt wird (..Staubablagerungen auf dem Sockel..) hab ich bei uns nicht beobachtet.
    • keine FBHA: weil angst vor "dicken Füssen" (ja, das ist die Minderzahl, gibts aber wirklich) und weil ich da nie wieder ran komme (irrationale angst? vielleicht) und (Muss ich zugeben) weils eh jeder hat
    • keine Wandheizung: deutlich teurer als Heizleiste verglichen mit dem Mehrnutzen. Da kannte ich die Hardcore Bastler Methode eines Arbeitskollegen noch nicht, dass man sich eine Wandheizung auch aus Co-Rohr selber löten kann und die Wände mit selbst aus der Baugrube geholtem Lehm verputzen. Wer das drauf hat hat sicher die beste und günstigste Heizung
  2. Sockelleisten Heizung seit 16 Jahren

    wir haben folgende Erfahrungen gesammelt. (Marke Hydrotherm)

    • Schrankstellfläche eingeschränkt (bei einem Schrank haben wir die Rückwand ausgesägt, um ein Thermostat unterzubringen
    • die Heizkörper-Lamellen verstauben
    • die Entlüftungsventile sind z.T. schwer zugänglich

    einen Vorteil gegenueber herkömmlichen Heizkörpern haben wir nicht feststellen können.

    • vorher hatten wir Elektofußboden-Speicherheizung (das war das letzte - nie wieder)

    Fazit: beim nächsten Mal ganz normale Heizkörper (gibt es in sehr schönem Design)

  3. FBH hat zwei dicke Nachteile...

    ...einerseits die Trägheit (hängt natürlich auch von den baulichen Gegebenheiten ab), die mir ungeheuer auf den Wecker geht. An kalten Wintertagen ist es kalt, weil es am Tag vorher warm war. Äusserst unpraktisch.
    Andererseits stimmt das (bei mir zumindest) mit den dicken Füßen. Ok, dick sind sie nicht, aber es ist immer unangenehm warm, wenn die Heizung dann mal heizt (was sie gerne an milden Wintertagen tut, weil es am Tag vorher kalt war, s.o.).
    In unser Haus werden Heizleisten kommen, genaueres zu meinen Überlegungen finden Sie auch auf der Homepage. (Link)
    Am besten schauen Sie sich mal (die Heizperiode beginnt ja gerade) bei jemandem eine Heizleistenheizung an - mich hat das überzeugt.
    Viele Grüsse, TH

  4. @Hävecker

    mir scheint, sie können die Vorteile der Sockelleistenheizung nicht so richtig schätzen, weil sie im Wärmeempfinden den Unterschied zu normalen Heizkörpern nicht mehr kennen.
    Allgemein muss man allerdings sagen, dass der klassische, Heizkörper nicht mehr so böse auffällt, weil durch die Verwendung von Brennwertgeräten die Vorlauftemperatur nicht mehr 90 oder 70 Grad beträgt, sondern deutlich weniger und der HK deshalb weniger als unangenehmer Luftbeschleiuniger auffällt. Oft habe ich gesehen, dass flächenmässig grosse HK installiert werden (klar, irgendwo muss die Heizleistung ja abgegeben werden), so auch bei uns in den oberen Räumen. Die haben dann auch einen höheren Strahlungsanteil. Da ist dann der Unterschied zur Sockelleiste nicht mehr so gross. Böse waren die HK ja früher mit 70 oder 90 Grad Vorlauf, ein kleiner HK, der irre Luft- und Staubbeschleunigungen hatte.

    • Schrankstellfläche eingeschränkt: Das weis man doch, wenn man die Dinger installiert, oder?
    • Rückwand aussägen, Thermostat? Wir haben ein Thermostat auch an einer eher ungünstigen Stelle, aber hätte man sich halt vorher überlegen müssen und das kann bei HK unterm Fenster mit Schreibtisch davor auch passieren.
    • Staub: Vielleicht kommts noch, aber nach nun zwei Jahren no Problems
  5. @ Kuner

    Gegen das Wärmeempfinden bei Sockelleisten-Heizung habe ich nichts einzuwenden. wir haben auch einen Kachel(Grund)-Ofen, der eher noch angenehmer wärmt (weil die Oberfläche wärmer wird).
    unser Hauptproblem sind mangelnde (eingeschränkte) Stellflächen für Schränke.
    im Laufe der Jahre haben wir einige Male umgeräumt, neue Möbel dazugekauft usw.
    DAS gibt Probleme!!!
    Und meine Frau meckert, weil die Alu-Lamellen zugestaubt sind, und sehr schwer zugänglich beim Reinigen. das Abnehmen der äußeren Bleche ist umständlich (Marke Hydrotherm), die Alu-Lamellen sind extrem scharfkantig - ist wirklich kein Spaß.

  6. @Hävecker: ok, gewonnen

    gegen ihre Langzeiterfahrung möchte ich nichts sagen, vielleicht geht's uns ja genau so.

  7. Erfahrungsbericht und: Die Technik entwickelt sich weiter

    Hallo
    wir haben seit fünf Jahren eine Heizleistenheizung (von Variotherm). Wir konnten unsere Heizelemente individuell verkleiden. Es hätte zwar auch die Möglichkeit der fertigen und einfach abnehmbaren Verkleidung gegeben, uns war das selbstständige Anpassen der Heizelementverkleidung wichtiger.
    So haben wir die Heizleisten in verputzten Räumen weiß lasiert (passend zur Wand), in den Blockhausräumen sind die Heizelemente mit der selben Holzart wie das Blockhaus verkleidet (Kiefer). Theoretisch hätten wir die Heizleisten im Wochenendhaus auch mit Fliesen oder Marmor verkleiden können, der Einfachheit halber (und aus Kostengründen haben wir hier gespart) besteht die Verkleidung auch aus Holz (können wir auch einfach ändern wenn wir wollen).
    In der Heizungstechnik hat sich in den letzten Jahrzehnten einiges getan. Üblich sind die 2-Rohr oder Verteilersysteme, wobei bei letzteren keine Thermostatköpfe sondern (ein) Raumthermostat(e) Stellmotoren am Heizkreisverteilerventile steuern.
    Die Entlüftung einer Heizungsanlage erfolgt an dessen höchsten Stelle. Im Vergleich zu Heizelementen kann es bei Heizkörpern zu Luftansammlungen in den Heizkörpern kommen (je nach Konstruktion), deshalb haben diese manuelle Entlüftungen. Diese werden im Betrieb dann geschlossen und können aufgemacht werden, um angesammelte Luft "herauszulassen" um damit die Wärmeabgabe des Heizkörpers wieder optimal herzustellen. Bei Heizelementen, insbesondere weil sie normalerweise seriell angeschlossen werden, sammelt sich keine Luft, weil aufgrund dieser einfachen Rohrführung ein Zwangsdurchfluß herrscht. Natürlich kann sich trotzdem in einem 2-Rohr-System Luft sammeln, weswegen das Montieren von manuellen Entlüftungen hier Standard ist.
    Bei Verteilersystemen befindet sich die diesbezügliche Entlüftung zentral beim Heizkreisverteiler.
    Auch beim 2-Rohrsystem kann eine bessere Situierung des Thermostatkopfes durch Ventile mit Kapillarrohr zum Thermostatkopf bewirkt werden: So kann ein durch eine Kommode verdecktes Ventil zugänglich in angenehmer und optimaler Messhöhe bedient werden.
    Die Leistung der Heizleisten nimmt bei höherem Schacht zu. Vorrausgesetzt, die Luft kann von unten zu den Heizelementen und dann erwärmt (relativ) ungehindert aufsteigen.
    Hinter unserem Kommodenverbau im Schlafzimmer befinden sich solche Heizleisten mit einem Kapillarrohr-Thermostat. Die Bedienung ist optimal und die Leistung relativ höher, wodurch wir damals die schmälere Variante bei der Auslegung gewählt hatten.
    Zum Staub:
    Früher hatte ich Hausstaubmilben-Probleme. Gerade deswegen war es mir sehr wichtig,
    alle Bereiche des Hauses für den Sauger zugänglich zu gestalten. So haben die Kommoden ohnehin richtige "Stellfüße" und keine "Blende" wie es manchmal üblich ist.
    Uns gefällt es sehr gut und hygienisch ist es auch.
    Natürlich kann man in eine Blende auch ein Gitter einbauen oder Löcher bohren, allerdings
    kommt man dann nicht mehr so gut zum Staub entfernen. Dies ist ein rein konstruktives Problem (der Staub sammelt sich in solchen Zonen unwillkürlich).
    Die obere horizontale Abdeckung dient nicht nur der Wirkungsweise sondern auch dem Staubschutz, denn so kann dieser nicht einfach auf die Heizelemente "fallen"..
    Werden (auch: Heizkörper oder) Heizelemente über der Vorlauftemperatur von tv=65 °C betrieben, so kann es auch zur leichten Verbrennung von Staubteilchen an den Heizelementen kommen. Dadurch kleben diese Staubteilchen an. Dies wird auch "Verschwellung" genannt und bewirkt auch eine (unerwünschte) Geruchsbildung.
    Bei unseren Heizleisten haben sich noch keine Staubteilchen abgesetzt. Ich habe gerade eben nachgesehen, eigentlich sehen sie aus wie am ersten Tag. Und ich habe noch nicht einmal die Saugdüse in die Öffnung der Heizleiste gegeben.
    Ich habe meinen Schreibtisch ohne Probleme vor den Heizleisten stehen, einen Kinderzimmerschrank haben wir in einem 90 °-Winkel zu Heizleiste in < 15 cm Abstand zur Heizleiste. Auch die Zugänglichkeit der Ecken war und ist mir ohnedies wichtig, daher auch
    hier kein Hindernis.
    Alles in allem habe ich durch das Montieren und Verkleiden erfahren, dass Heizleisten sehr individuell eingesetzt werden können.
    Werden mehrere verschiedene Heizsysteme kombiniert, ist es möglicherweise vorteilhaft, die Heizleisten an einen eigenen Pumpenkreis anzuschließen, da dies ein sehr schnell reagierendes System ist (Beispiel: Fußbodenheizung mit 5 cm Naßestrich kann erheblich träger sein als die Beheizung durch Heizleisten). Wir haben das in unserem Haus aus so gelöst, weil wir in manchen Räumen Flächenheizungen installiert haben (zentralbeheizter Kachelofen als Sitzeckbank, Fußbodenheizung im Naß- und Vorzimmerbereich, Tepidariumliegewand im Badezimmer)
    Falls jemand Interesse an unseren Detaillösungen hat, schicke ich gerne Fotos.
    Mit freundlichen Grüßen
    Angelika Fischer


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