in einem Schadensfall habe ich mit einem Fallrohr zu tun, welches innerhalb einer Außenwand verläuft.
Dieses Fallrohr entwässert eine umlaufende, innenliegende Rinne (innenliegend = innerhalb der Traufe/Brüstung)
Die Rinne ist sehr gut abgedichtet, das Wasser läuft problemlos ab.
In der angrenzenden Wohnung gab es einen großen feuchten Fleck an der Stelle, an der das Fallrohr verläuft.
Eine Überprüfung ergab, dass eine Verbindung zwischen Regenabwasser und Sanitärabwasser bestehen muss. Es war ein deutlicher Wasserdampfstrom aus dem Abfluss in der Dachrinne verbunden mit dem typischen Sanitärgeruch festzustellen.
Das Fallrohr ist aus verschiedenen Materialien hergestellt. Der Aufbau ist (von oben nach unten)
1) Abfluss DNAbk. 75, eingedichtet in Wolfin-Folie
2) Bogen DN 100, Titanzink (2 x 87 °, S-förmig)
3) Senkrechtes Fallrohr, Guss, Lore-X DN 100
Die Rohre sind unzureichend zusammengefügt worden, sodass Öffnungen in den Übergängen vorhanden waren. Weiterhin sind die Dichtungen der Lore-X Rohre brüchig
Der Schaden entstand durch in der Wand auskondensierenden Wasserdampf, welcher durch die offenen Stellen in den Rohrmuffen in die umliegende Dämmung eintreten konnte
Meine Frage ist nun, wie eine Funktionsänderung des Rohres vorgenommen werden kann. Als ersten Schritt wollen wir die Entwässerung komplett nach Außen verlegen. Bleibt der Wasserdampf ... eine Sanierung innerhalb der Schächte im Keller zur Absperrung der Sanitärentlüftung ist jedoch aus verschiedenen Gründen zu vermeiden.
Vielen Dank für Ihre Mühe!