Baufinanzierung

Eigenheimzulage

Schon wieder bringt man Kürzungen der Eigenheimzulage aufs politische Tablett.
http://de.news.yahoo.com/030625/3/3ieby.html
Mal sehen, was die in Berlin sich diesmal einfallen lassen.

  1. Bevölkerungsentwicklung

    Bei der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung dürfte dies auch nicht verwundern, auch wenn in einem Bauforum wie diesem das naturgemäss anders gesehen wird.
    Wenn man den Hausbau hauptsächlich als Kapitalanlage sieht, dann dürfte sich auch die Frage stellen, ob es wirklich so gut ist jetzt gerade ein Haus zu bauen, oder ob man in 10 - 20 Jahren nicht deutlich günstiger zu einer Gebrauchtimmobilie kommt.

    Name:

    • Herr Baumann
  2. Wer kann schon 10-20 Jahre warten

    und diese Zeit regelmäßig Miete zahlen? Für denjenigen, der ein Haus oder Wohnung nur als Kapitalanlage sieht ist es klar, aber derjenige hat ja zumeist schon ein entsprechendes Eigentum oder ein gewisses finanzielles Polster.
    Oder sollten wir warten, bis unsere Eltern etc. uns ihre Häuser oder Wohnungen vererben und dann eine Altbausanierung vornehmen? Bis dahin sind wir selbst alt.
    Wir hatten uns auch mit dem Kauf eines Altbaus beschäftigt, konnten aber anhand der Angebote nur sagen - entweder Schrott oder nicht auf unseren Bedarf zugeschnitten. Etwaige Sanierungen und Erweiterungen hätten uns incl. des Kaufpreises genauso viel gekostet wie ein Neubau. Daher ein Neubau auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten.

  3. Weg damit

    schafft sowieso nur Ungerechtigkeit. Allzuviel wurde nach meiner Meinung schon ertrickst und ersch.....

  4. ja ja

    Es wird ja immer damit geworben, dass Altersvorsorge vom Staat gefördert wird.
    Das eigene Heim (eine wichtige Säule in der Altersvorsorge) gehört dann wohl nicht mehr dazu :-(

    Name:

    • Werner Aselmeyer
  5. Was will denn der Staat (wer ist denn das ?) noch alles fördern?

    Es ist schlicht und ergreifend ganz einfach.
    Wir.....in unserer Gesamtheit haben Jahrzehnte mehr Geld ausgegeben, als uns eigentlich zur Verfügung stand. Deshalb haben wir auch ne Menge Schulden gemacht. Diese Schulden können wir nunmehr nicht mehr zurückzahlen.
    Wir können uns bereits seit 20 Jahren nix mehr leisten. Nur müssen wir jetzt gegenüber unseren Miteuroprägern die Hosen runterlassen. Früher hat man da einfach mal abgewertet, oder auf.
    Ich nehme ausdrücklich die Politiker als alleinige Schuldige aus.
    "Die Politiker sind ein Spiegelbild von uns selbst" oder so ähnlich hat der Dalai Lama gesagt.
    Recht hat er, der Herr Lama !!

  6. Altersvorsorge

    Ich bin mir nicht sicher, ob in 30 Jahren wenn ich mal in Rente bin ein Haus noch eine so tolle Altersvorsorge ist. Gut, man kann mietfrei wohnen, aber ob man in 30 Jahren wenn ein vermeintliches Überangebot an Häusern/Wohnungen herrscht noch einen vernüftigen Verkauserlös für ein Haus kriegt, dürfte fraglich sein.

    Name:

    • Herr Baumann
  7. Abgezahlt bis zum Rentenalter

    wenn es eben machbar ist, dann braucht man keine Miete zu zahlen. Wer weiß schon, ob oder wieviel man noch an Rente bekommen wird. Die Rente wird bis dahin sowieso erst ab dem 70. Lebensjahr bezahlt werden (noch ca. 25 Jahre für uns).
    Wenns ganz schlimm kommt, haben wir noch genug Platz für einen großen Gemüsegarten zur Eigenversorgung - hatten meine Eltern früher auch. Am liebsten wäre es mir, wenn man ganz autark sein könnte, wenn es notwendig wäre. Aber das ist hier in Deutschland nur sehr schwer möglich, es sei denn man hat einen Bauernhof.
    Ob unsere Kids nach unserem Ableben unser Haus verkaufen werden oder selbst bewohnen und welchen Wert es dann darstellt - das ist mir ziemlich egal.
    Für uns persönlich sehe ich ein Eigenheim im Alter nicht als zusätzliche Geldquelle - bei Verkauf, sondern als reine Reduzierungsmöglichkeit der Kosten im Alter (keine oder wenig Abzahlung im Alter - keine Mietkosten), vielleicht noch als zusätzliche kleine Einkommensquelle bei Teilvermietung.

  8. @witzgall

    Im Prinzip dient ja die Förderung der Altersvorsorge ja dazu, die Menschen dazu zu bewegen, für Ihr Alter überhaupt zusätzlich selber vorzusorgen. Eben genau aus dem Grund, den Sie hier genannt haben: Wir können in Zukunft nicht mehr über unsere Verhältnisse leben und von der staatlichen Rente wird nicht mehr viel übrigbleiben irgendwann.
    Insofern halte ich die heutigen Förderungen nicht unbedingt für falsch, um die Menschen dazu zu bringen, was für Ihre (finanzielle) Zukunft zu tun.
    Diese Förderungen sind jedenfalls zigmal sinnvoller, als z.B. irgendwelche alten Industriezweige zu fördern, Stichpunkt Bergbau zum Beispiel. Oder irgendwelche Zahlungen für (Kriegs-) Altlasten von vor xx Jahren...
    Das ganze hat insofern was damit zu tun, dass man sich mal grundsätzlich überlegen sollte, was man zukünftig hauptsächlich finanzieren will - die Zukunft oder die Vergangenheit.

    Name:

    • Werner Aselmeyer
  9. Eigenheimzulage

    Die Eigenheimzulage dient ja eigentlich als Anreiz um neuen Wohnraum zu schaffen. Aber eine solche Förderung ist doch nur sinnvoll, wenn auch wirklich ein Bedarf an neuem Wohnraum vorhanden ist. Warum sollte man alten Wohnraum leerstehen lassen und neue Häuser auf die grüne Wiese setzen - und das mit Steuergeldern finanziert?
    Was eine solche absurde Förderung z.B. in Ostdeutschland nach der Wende angerichtet hat, kann man vermutlich heute noch an den leerstehenden Wohnungen dort betrachten.
    Meiner Meinung wäre es sinnvoll, in den Regionen wo jetzt und voraussichtlich in der Zukunft Wohnungsbedarf besteht eine regionale Förderung zu gewähren. Aber nicht wie jetzt bundesweit, wo es meines Wissens in Ost- und Norddeutschland heute schon hohe Leerstände gibt.

    Name:

    • Herr Baumann
  10. Wer in Zukunft 200 Euro weniger Miete zahlen muß

    da das Immobilienangebot ständig steigt, braucht in Zukunft auch 200 Euro weniger Lebensunterhalt, sprich Altersversorgung.
    Die Ausgabe von Geld, welches man nicht hat, führt über welche Wege auch immer zu höheren Kosten, wenn das eingesetzte Kapital keine höhere Produktivität erwirkt. Dabei ist es egal für welchen Zweck.
    Die Arbeitskosten sind hier das deutlichste Beispiel.
    Kann man diese Leistung (Arbeit) an einem anderen Ort preiswerter erwerben, wandert die Nachfrage eben dorthin.
    Der Streik um die 35 Stunden-Woche im Osten, ist so hart es auch klingt, daß zukünftige Beschäftigungsprogramm für die Osterweiterungsländer.
    Was nützt es einem Arbeitnehmer, wenn er theoretisch ab einem Zeitpunkt x 3 Stunden weniger arbeiten müsste, aber den Job nicht mehr hat.
    Objektiv scheint natürlich die Parole (gleichen Lohn für gleiche Arbeit)gerecht.
    Ein Angleich könnte ja auch mal umgekehrt erfolgen.
    Diejenigen, die bereits die 35 Stunden-Woche haben, arbeiten 1,5 mehr. Die Anderen dafür in Zukunft 1,5 Std. weniger.
    Und...ein gesetzliches Streikverbot bei schlechter Wirtschaftslage. Die Bemessungsgrößen können ja noch ausgewählt werden.
    Waren es nicht die Gewerkschaften, die ab den 60er Jahren mit ihren Forderungen im Inland die Konjunktur im Ausland peu peu angekurbelt haben?
    Wir bekamen ein immer höheres Lohnniveau, für immer weniger Leute.
    Wir sind eines der reichsten Länder der Erde (gewesen?)
    Wenn bei uns einmal die Lichter flackern, sollen uns dann die Afrikaner aus dem Schlamassel ziehen ;-)

  11. Habt Ihr nicht...

    ..vergessen, dass die EHZ offtmals dass "Zünglein an der Waage" ist bei der Entscheidung ob gebaut wird oder nicht? Ich weis, dass es fraglich ist, ob die Finanzierung auf sicheren Beinen steht wenn man auf sie angewiesen ist, aber wer möchte sich denn anmahsen darüber zu urteilen? Dass alle Firmen, die dann an dem Bau beteiligt sind, indirekt auch davon provitieren, muss ich (denke ich) nicht extra erwähnen.
    Kurzum, ich halte die EHZ für einem durchaus sinnvollen und erhaltenswerten Beitrag des Staates zur Unterstützung von priv. Bauvorhaben.
    Gruß
    St. Barth

    Name:

    • Herr Ste-030-Bar
  12. @Herr Baumann

    die Leerstände besonders in Ostdeutschland zeugen von einer Politik, die die Abschreibungsmöglichkeiten der zumeist gut Verdienenden bevorzugte sich einem Teil ihrer Steuerlast zu entledigen. Dass nachher niemand dort hinziehen wollte, weil keine bzw. nur sehr wenige Arbeitsstellen im Verhältnis zu Westdeutschland vorhanden sind, gibt dieser Situation natürlich noch eine gewisse Schärfe. Im Gegenteil - es ziehen immer noch mehr im Besonderen junge Leute nach Westdeutschland um überhaupt eine Aussicht auf eine Arbeitsstelle zu haben, das heißt noch mehr Leerstände. An dieser Situation können die potentiellen Häuslebauer aber auch nichts ändern - mit oder ohne Eigenheimzulage.
    Außerdem denke ich, dass die Wenigsten eine Plattenbauwohnung kaufen wollen - saniert oder unsaniert.
    Die Eigenheimzulage ist meiner Meinung nach für viele Bauwillige entweder entscheidend - bauen oder nicht bauen - oder eine Art Notfallpolster, sollte man kurzfristig in unvorhergesehene finanzielle Schwierigkeiten kommen.

  13. Genauso isses...

    ... die Abschreibungsmöglichkeiten in den FNL entsprachen der alten Zonenrandförderung, nämlich 50 % Sofort-AfA aufs Einkommen der Gutbetuchten. Dieses hat mit der EHZ aber rein gar nichts zu tun. Darüber hinaus schneidet sich der Staat doch wieder selbst ins Fleisch: hat mal jemand ausgerechnet, wie hoch der Umsatzsteueranteil bei einem Neubau ist? Bei einem Neubau für 200.000 Teuros rd. 28.000 Euro. Was kosten jetzt die arbeitslosen Bauarbeiter? und wie hoch ist die Förerung? Volkswirtschaftlicher Unsinn ist das was man dort vor hat. Abgesehen davon, haben wir in Deutschland im Vergleich zur EU mit die schlechteste Eigenheimquote. Und Eigentum als Sicherheit für das Alter ist immer noch besser als jede Telekom-Aktie.... Viele Grüße

  14. Gibts was, wirds genommen

    gibts nix, wird nix genommen, oder wie ich immer zu sagen pflege.
    Man darf nicht immer nur nehmen, man muß sich auch mal was geben lassen.

  15. @Berg

    Die erhöhte AfA-Förderung damals in den NBL diente zur Schaffung von neuem Wohnraum und das hat sie mit der EHZ gemeinsam. Nur ist die Zielgruppe eine andere. Das Ergebnis/Ziel ist letztlich gleich. Wie gesagt, Wohnungsleerstände zu fördern ist absurd, insbesondere wenn es vom Steuerzahler getragen werden soll.
    Die Sache mit dem der Umsatzsteuer ist nur bedingt richtig, weil das sonst freie Kapital in andere Güter investiert würde, wo die Umsatzsteuer genauso an den Staat fliesst.

    Name:

    • Herr Baumann
  16. Sie wiedersprechen doch sich selbst Hr. Baumann....

    ... welcher Otto-Normalverbraucher verdiente denn soviel, dass er von der Afa profitiert? Wohnungen gabs genug, aber jede Gemeinde musste ihre beleuchtete Gewerbegebietswiese haben, usw. usw. Sanierungsobjekte wurden wie blöd gefördert.Und das hat mit der EHZ für den kleinen Häuslebauer nun wirklich nichts mehr zu tun. Und das nächste Problem ist doch: wenn nichts investiert wird, gibts keine Steuern. Und da Häuser normalerweise auf Pump finanziert werden, profitiert der Staat doppelt davon. Wir hatten zu Beginn 2002 noch rd 1,0 Mio gewerblich Arbeitnehmer in der Bauindustrie, heute sinds weit unter 800.000. Erzählen Sie diesen doch mal von irgendwelchen Afa-Sachen. Wir sind hier in Deutschland langsam auf einem ganz gefährlichen Pflaster angelangt... Viele Grüsse

  17. @Osthege

    Ziel einer Förderung kann es doch nicht sein, die Interessen einer bestimmten Personengruppe zu fördern, ohne dass es Gesellschaftpolitisch einen Sinn macht. Sinn einer Wohnungsbauförderung (egal auf welcher Basis) war z.B. unbestreitbar nach dem Krieg gegeben, weil für alle zuwenig Wohnungen vorhanden waren. Wenn sich in Zukunft aber Wohnungsleerstände abzeichnen, dann kann es doch nicht Sinn sein, den Bewohneren einer Altbauhaus/Wohnung den Bau eines neuen Hauses zu ermöglich. Wem das alte Haus zu schäbig ist, der soll halt selbst die Kosten für einen Neubau tragen.

    Name:

    • Herr Baumann
  18. leere Wohnungen, aber geringe Eigenheimquote im Vergleich

    wie passt das zusammen?
    Meine Meinung:
    Viele leerstehende Wohn-Immobilien sind Investitionsobjekte (und keine selbstgenutzten Eigenheime). Die Mieterquote scheint langsam zu sinken in Deutschland. Die ehemals vermieteten Objekte stehen in zunehmendem Maße leer, weil viele Mieter sich Eigentum anschaffen (neu bauen) konnten und können. Und auch das ist gut so.
    Ich denke, der Markt wird´s richten: Wenn sich die leerstehenden Investitionsobjekte nicht mehr lohnen, werden sie verkauft - zumeist wohl dann an Eigennutzer. Und so soll es sein. Diese Käufer werden mit der Eigenheimzulage gefördert = Förderung zur eigenen Altersvorsorge, Steigerung der Eigenheimquote.
    Was ist daran falsch?

    Name:

    • Werner Aselmeyer
  19. alles Volksverarschung und Massenverdummung!!!

    Das ganze Gerede um Steuer"Reformen" Subventionskürzungen etc.. ist doch mittlerweile nur noch Verarschung der breiten Masse!
    Noch vor einigen Tagen stöhnte der arme Hr.Eichel über ein Loch von ..zig Milliarden im Steuersäckel. Und nun redet man wieder vom vorziehen einer Steuerreform die Entlastungen bringen soll.
    Ja wie denn nun? Fehlt denn nun Geld? Also muss man BE-lasten! Oder hat man Geld übrig? Also kann man ENT-lasten! Was hier passiert ist der Versuch der Quadratur des Kreises, nämlich eine Entlastung die "Gegenfinanziert" werden muss. Dem einen gibt man etwas um dem anderen dafür mehr aus der Tasche zu ziehen!
    Unser "Staat" (also WIR) hat derzeit 1.276.084.798.608 € Schulden und macht keinerlei Anstalten diese zurückzuzahlen. Man schafft es ja gerade einmal die Zinsen dafür aufzubringen! So würde ich gern mein Häuschen finanzieren. Immer nur die Zinsen zahlen und wenns nicht reicht einen neuen Kredit drauf...
    Also was will der Staat? Bzw. was wollen die Politiker? Oder noch genauer, was lassen die Lobbyisten zu?
    Das Schema ist immer gleich: Da wird ein Politiker aus der letzten Reihe vorgeschickt einen unbequemen Vorschlag zu machen, z.B. 1€ pro Zigarettenschachtel! Nun wartet man auf des Volkes Reaktion.
    Ist das gemeine Volk mächtig erzürnt nimmt ein Politiker aus der ersten Reihe natürlich alles zurück was der "Depp" da erzählt hat.
    Gibts eine mässige Reaktion so setzt man eine Kommision ein die den Vorschlag berät (oder zerredet) Und schon werden aus 1€ pro Schachtel "nur" 2x 30 cent und 1x 40 cent. Schon ist die Masse ruhig gestellt.
    Und sollte es wieder Erwarten keine negative sondern sogar eine positive Reaktion geben, dann hat das Politikerchen aus der letzten Reihe Glück gehabt und darf 2 Bänke weiter vorrücken...
    off topic:
    Was mir auch noch aufgefallen ist, in der heutigen Zeit entstehen Seuchen immer sehr schnell um dann nach 3-6 Wochen vollkommen abgeklungen zu sein. Zum Glück! Denn sonst würden sich die Verbraucher immer noch Sorgen wegen BSE, der Hühnerpest oder SARS machen. Aber das ist ja zum Glück vorbei ...

    Name:

    • Herr AndWün
  20. Eigenheimzulage versus vorgezogene Steuererleichterungen

    wie ich sehe, sind hier ja eine vielzahl von Meinungen eingegangen.
    Noch etwas habe ich hinzuzufügen - glaubt ihr allen Ernstes, dass wenn ein Subventionsabbau stattfindet, ob bei Eigenheimzulage, Steinkohle, Agrarbereich etc. und der normale Arbeitnehmer nachher z. B. 1000,00 Euro Steuerentlastung/Jahr erhält, dies wirklich dabei bleibt?
    Wer immer auch an der Regierung ist/sein wird, wird genau wissen, mit welchen indirekten neuen Belastungen er dieses Geld und wahrscheinlich noch mehr dem Normalverdiener wieder aus der Tasche ziehen kann.
    Ich teile die Meinung der Fam. Berg, daß es besser ist 200.000 Arbeiter mehr in Lohn und Brot zu haben, die ja auch wieder Steuern zahlen und die Produktion von unzähligen Werken der Zulieferindustrie zu fördern, als die Eigenheimzulage zu kürzen.
    @Herr Witzgall - man nehme z. B. bei Eigenheimzulage für 2 Personen + 1 Kind = ca. 26000 EURO bei Neubau verteilt über 8 Jahre, bei Altbau die Hälfte (bitte korrigieren, wenn es die Zahlen falsch sind)
    Kosten für ein EFHA mit Grundstück, vernünftige Größe von beiden um die 200.000 EURO neu, natürlich mehr, wenn es stadtnah sein soll. Kosten für einen Altbau auf dem Lande ab 100.000 (muss meistens komplett saniert werden), nach oben hin offen + Sanierungskosten (auch nach oben offen).
    Im Verhältnis zu den gesamten Baukosten und daraus resultierenden Steuereinnahmen sei es durch MwSt, Gebühren oder Reduzierung der Arbeitslosengeldzahlungen im Baugewerbe ist die Eigenheimzulage keine so große finanzielle Belastung für den Staat. Natürlich gibt es immer welche, die diese Förderungen missbrauchen. Da muss sich Vater Staat aber erst mal selbst an die Nase fassen, was die so im Jahr an Steuergeldern verschleudern (Schwarzes Buch des Bundes der Steuerzahler).
    @Herr Baumann,
    "Wem das alte Haus zu schäbig ist, der soll halt selbst die Kosten für einen Neubau tragen."

  21. Eigenheimzulage = ökonomischer Unsinn?

    Seit langer Zeit lese ich in diesem Forum passiv mit und möchte heute die Gelegenheit nutzen, aus der Passivität zu treten. Nach der Wahl 2002 vertrat Herr Eichel die Auffassung, dass die Gewährung der EHZ ökonomischer Unsinn sei mit der Begründung, auf die Förderung leerstehenden Wohnraums zu verzichten. Schwarzer Schafe und Steuermissgestaltung ausgeschlossen frage ich mich, wie eine eigengenutze Immobilie, die ja letztlich als Altervorsorge dient, leerstehen kann. Diesen ökonomischen Unsinn verstehe ich nicht. In der Tat müssten in manchen Regionen der BRD ein regelrechter Nachfrageboom nach Immobilien aufgrund der historisch niedrigen Zinsen, Kaufpreise und EHZ bestehen, deren Wirkungskraft allerdings durch hohe Arbeitslosenquote und negativen Wirtschaftsprognosen beschnitten wird.
    Ich glaube in westdeutschen Ballungszentren wie bei mir in Köln leistet die EHZ einen sinnvollen Beitrag zur Schaffung neuen Wohnraums, zur Altervorsorge und nicht zur Stabilisierung des Mietniveaus.
    Daher plädiere ich ähnlich wie bei öffentlichen Bauförderung in NRW hin zu einer differenzierten und regional abhängigen Förderung.

  22. oben fehlt ein wichtiges Wort

    .......und LETZTLICH zur Stabilisierung der Mieten beiträgt.
    Sorry, aber ansonsten ist der letzte Satz Kappes.

  23. Für mich und meine billigen Kollegen wird's schwerer !?

    soviel is mal klar.
    Neulich hatte ich ein (Übernahme-)Gespräch mit einem unverbesserlichen Mitbewerber, der noch mittels Qualität arbeitet.
    Der sagte:
    "In der Abschaffung der EHZ sehe den Vorteil, daß die Leute, die (vom Finanziellen her) eigentlich nicht bauen dürfen, dann auch nicht bauen. Jedenfalls kommen Sie nicht zu Dir, lieber Johannes, sondern warten bis Sie sich etwas Vernünftiges leisten können"
    Ich dachte:
    "Rede Du nur, Dich gibt's dann jedenfalls nicht mehr.
    Und ich kann mich locker auf die neue Situation einstellen!
    Qualität kann ich auch. Vorgaukeln."
    mfg, jdb

    Name:

    • Herr JDB
  24. @Göppert

    Wenn Sie eine eigengenutzte Immobilie neu bauen, dann wird natürlich nicht diese geförderte Immobilie leerstehen, sondern eine andere, bereits bestehende Immobilie.

    Name:

    • Herr Baumann
  25. @H.Baumann

    Ihre Aussage ist richtig, es fehlt aber die passende Schlußfolgerung:
    Wenn ich in jemand anderem seiner Immobilie wohne so sichere ich dessen Altersvorsorge, aber nicht meine eigene.
    Ohne EHZ (oder vergleichbar Zielgruppen genauer gerichtete Förderung) könnten sich viele kein Eigenheim leisten.
    Obwohl Hausbauen auch wieder Quatsch ist, weil wenn im Rentenalter ein Partner stirbt, verbleibt dem Hinterbliebenen nicht genügend, um das Haus halten zu können. Ganz abgesehen davon was passiert wenn einer ins Pflege oder auch nur Altersheim muß.
    Just my 2 cent,
    Sascha

    Name:

    • Herr SasCon
  26. nee jdb

    die, die eigentlich (vom Finanziellen her) nicht bauen dürften, werden bei Abschaffung der EHZ gar nicht bauen. Das stimmt.
    ABER:
    Diejenigen, die sich MIT der EHZ solide Qualität für ein paar Euro mehr leisten konnten, rutschen ohne EHZ eine Klasse tiefer und geraten dann in die Hände von Billichbaufirmen.
    Abschaffung der EHZ hilft jedenfalls nicht gegen Billichbauer. Es bewirkt lediglich eine Verschiebung der Käuferschichten.

    Name:

    • Werner Aselmeyer
  27. Kommt darauf an, wie man baut

    wenn man einen Teil des Hauses nach Auszug der Kinder/des Kindes so abtrennen kann, dass er vermietet werden kann, kann man dadurch im Alter ein wenn auch kleines, aber zusätzliches Einkommen erzielen. Wieviel einem dann davon nach Abzug aller Steuern etc. bleibt ist natürlich noch abzuwarten.
    Alternativ der Einzug eines unserer 4 Kinder (mit Familie) in einen separaten Teil des Hauses - Verringerung der Mietkosten, dafür Hilfe bei Aufgaben, die man im Alter nicht mehr so gut erledigen kann (z. B. Gartenarbeit).
    Natürlich ist es ein Problem, wenn man in ein Alten- oder Pflegeheim kommt - die meisten von uns hoffen, dass dies nicht der Fall sein wird, aber keiner kann in die Kristallkugel schaun - dann kann sich das Sozialamt am Haus gütlich tun um es mit den Kosten des Pflege- oder Altenheims zu verrechnen. Zumindest müssen meine Kinder dann nicht für mich/uns von ihrem Gehalt bezahlen.
    Außerdem - mit den kommenden Änderungen in der Krankenversicherung - wer wird dann noch so alt. Man kann sich nicht gegen alle Eventualitäten im Leben absichern.

  28. Mein Vorschlag: eine ander Bauförderung oder keine

    Mit der jetzigen Variante werden doch eh nur die Banken gefördert. Wenn man die Hälfte der jetzigen Bauförderung auf einen Schlag auszahlen würde, könnte die Kreditaufnahme entsprechend niedriger sein. Das würde den Staat entlasten und dem Subventionsnehmern nicht Schaden. Aber die armen Banken, was wir aus denen? Da muss man doch Mitleid haben. Nein, da steckt Methode dahinter, siehe unten
    Ansonsten würde ich mich der Fraktion der Subventionsgegner anschliessen (ich hab ja nun mein Häuschen, noch eine dicke stadtische Förderung (0.5% Zinsen ihr Zahler!!) und die Bauförderung mit allen Karnickelprämien (3 Kinder) ;-)
    Volkswirtschaftlich gesehen ist das ganze ganz schön kompliziert. Ich möchte nciht behaupten das ganz zu durchschauen, möchte aber dies in die Diskusion einbringen:
    Wisst ihr wie Geld entsteht? Durch Schuldenaufnahme! Und wisst ihr wie es verschwindet: Durch Rückzahlung der Schulden. Da wird sogar noch mehr Geld vernichtet, wegen der Zinsen. Wers nicht glaubt, stelle sich doch mal vor, es würden alle Schulden auf einen Schlag zurückbezahlt. Vergesst jetzt mal die Mehrwert Theorie, schaut nur auf die Zahlen. Da würden zuerst die Banken viel Geld bekommen, Alle Sparkonten wären natürlich weg, alle Wechsel auch und alles würde im Sumpf der EZB verschwinden, die letztlich das Geld erzeugt hat. (Ja, ich weis dass das nicht wirklich geht). Also funktioniert unser ganzes Wirtschaftssystem nur durch Wachstum (das kann mir auch der glauben, der mir die eben genannten Begründung nicht abkauft).
    Wenn der Staat nun Schulden macht, tut er damit dass, was eigendlich Wirtschaft und Bürger tun sollten, um in Erwartung von etwas besseren zu investieren. Er kurbelt damit das Wirtschaftsleben an (wie wird ja in den vorigen Beiträgen gut beschrieben). Er kann das eine Zeit lang durchhalten, aber wenn dann kein nachhaltiger Aufschwung einsetzt, der es ihm ermöglicht durch erhöhte Einnahmen seine Schulden zurück zu zahlen hat das auch ein Ende. Da stehen wir jetzt. Der Staat wird durch die Schuldenlast immer handlungsunfähiger. Meiner Meinung nach sind wir jetzt schon an einem Punkt wo überlegt werden muss, was an staatlichen Leistungen wirklich nötig oder nur wünschenswert ist. Da gehörte die Bauförderung aus in den Beiträgern oft genannten Gründen nicht dazu. Die immer maroder werdende Infrastruktur der Städte und Gemeinden, die Bildung, auc innere Sicherheit... Da sind die Kernaufgaben, nicht die Allimentierung der Bürger egal ob mit Sozialhilfe oder Wohnungsbauförderung. Wir haben alle von den "Konjunkturprogrammen" provitiert, aber wie gesagt, so geht es nicht endlos fort. Und da ist es mir lieber wenn der Staat um handlungsfähig zu bleiben sich erstmal selbst saniert. Natürlich geht das auf unsere Kosten. Es ist unser Staat, wer soll ihn den sonst bezahlen! Und er ist gut. Was Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bedeuten weis man nicht immer so zu schätzen, weil man über viele "Blüten" wirklich nur den Kopf schütteln kann, aber der Weg wo es hin geht, wenn der Staat nicht mehr funktioniert kann man sich prima in Russland oder anderen drittwelt Staaten anschauen, nein Danke.
    Wenn man es mit anderen Hochkulturen vergleicht scheint es mir, wir stehen jetzt an dem Punkt, wo das römische Reich so 150 n.Chr war. Der Zenit der Macht war überschritten, es gab aber noch keinen wirklich bedrohlichen Feind. Die Bürger verabschiedeten sich so langsam von ihrem System, (Ursache innere Ungerechtigkeiten und sie waren halt auch etwas erfolgsverwöhnt, unsere Römer) waren nur noch durch "Brot und Spiele" (Sozialhilfe und Fernsehen) zufrieden zu stellen. Durch die innere Abkehr der Bürger war das Reich dann immer weniger in der Lage aufkommenden Feinden entgegenzu treten und zweihundert Jahre später politisch erledigt.

  29. ich hab´s weiter oben schon angedeutet

    und kann mich nur wiederholen:
    Man muss sich mal generell überlegen, wohin man allgemein Gelder/Förderungen/Zuschüsse etc. lenken will:
    a) dorthin, wo man lediglich Vergangenheitsbewältigung betreibt, das eigene schlechte Gewissen befriedigt, sich dem Druck irgendeines Pseudo-Anspruchsstellers irgendwo auf der Welt beugt, um Druck der Medien zu befriedigen etc.
    Beispiele: Bergbau, Zahlungen für sogenannte (Kriegs-) Altlasten, Zuschüsse für marode und nicht überlebensfähige Betriebe etc.
    b)stattdessen besser dorthin, wo man die eigene Zukunft fördert.
    Letzteres zahlt sich (auch wirtschaftlich) immer aus. Dazu gehört die Sicherung der Altersvorsorge, Stärkung (und nicht Belastung) der Leistungsträger bzw. der zukunftsträchtigen und arbeitsplatzschaffenden Betriebe, etc.
    Bei b) zu sparen halte ich generell für falsch.
    Bei a) würde ich rigoros den Hahn auf kleinste Stufe stellen wenn nicht sogar ganz abdrehen.

    Name:

    • Werner Aselmeyer
  30. Sichten

    Aus der Sicht des einzelnen Bürgers (und über dieses Niveau haben sich viele Politiker nicht erhoben) ist Geld das Wichtigste.
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    Aber tatsächlich muß die Wirtschaft als Ganzes funktionieren. Das heißt man kann nur das verbrauchen was produziert wird (einschließlich Dienstleistungen) und kann nur produzieren, was verbraucht wird. Und das Geld hat dabei "nur" die Funktion den Tausch über das Niveau der Naturalwirtschaft anzuheben.
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    In der ganzen Diskussion wird oft so getan als ob die Wirtschaft etwas statisches wäre, d.h. Steuerrate usw. stabil bleiben könnten. Das ist mitnichten so - wer so etwas sagt hat entweder keine Kenntnisse oder lügt.
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    Antriebsmotor der Veränderungen ist die unterschiedliche Steigerung der Arbeitsproduktivität. Alle fordern und freuen sich über die Arbeitsproduktivitätssteigerungen (auch angetrieben vom Wettbewerb) - aber viele tun so als ob das keine Auswirkungen haben würde.
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    Die Verbräuche der Normalverdiener sind weitgehend erfüllt. Eine Lohnsteigerung ist einmal Inflationsausgleich und hat als weitere Folge oft nur eine Vorsorge für schlechte Zeiten (Geld zur Bank), aber keinen erhöhten Konsum. Was soll also die die Forderung nach mehr Arbeitszeit - wo soll denn das Produzierte bleiben? Und wenn ohne Veränderung der Arbeitszeit die Arbeitslosen voll beschäftigt würden reicht die zusätzliche Nachfrage durch die ehemals Arbeitslosen nicht aus, um die zusätzliche Produktion zu verbrauchen - also ist jede Diskussion für mehr Arbeitszeit sinnlos.
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    Die unterschiedliche Entwicklung der Arbeitsproduktivität in den einzelnen Zweigen muß auch Auswirkungen auf die Abgabenstruktur haben (siehe Link).
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    Eine Welle von Eigenheimbauten wäre eine Steigerung des Verbrauchs - aber es gibt eine große Bevölkerungsschicht, deren freies Geld so gering ist, das ohne Förderung bei der Entscheidung bauen oder Geld zur Bank bringen oft die Bank gewinnt: der Konsum steigt nicht.
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    Also bleibt für Vollbeschäftigung, steigende Produktion und steigende Arbeitszeit nur die Variante die individuelle Arbeitszeit zu senken. Und das bei steigenden Nettolöhnen. Das das geht, ist im Link nachgewiesen.
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    Der Vergleich mit dem Zenit des Römischen Reiches hinkt und ist auch richtig. Die damaligen Methoden auf Arbeitsproduktivitätssteigerung (es blieb Sklaverei) und der Verbrauch wurden mit Brot und Spielen etwa in Einklang gebracht - eine Weiterentwicklung fand nicht mehr statt. In der Umgebung entwickelte sich eine andere Wirtschaft (auf der Basis freier Bauern) und das war der Untergang des Weströmischen Reiches. Das oströmischen Reich entwickelte sich weiter (andere Wirtschaftsform) und bestand deshalb 1000 Jahre länger - und dann kam auch da der Stillstand.
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    Heute ist der Stillstand von anderer Art. Die Arbeitsproduktivität steigt sogar immer schneller - aber der Verbrauch fängt sogar an zu sinken: d.h. immer weniger Menschen werden jetzt (weil man die Arbeitszeit nicht senken will) als Arbeitskräfte gebraucht: Selbst bei gleichbleibenden Volumen werden immer weniger gebraucht, weil die Arbeitsproduktivität steigt und dazu sinkt noch der Verbrauch, weil sich immer weniger das leisten können, was Sie eigentlich verbrauchen würden - eine tödliche Spirale.
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    Und genau so falsch wie das Verhalten der altrömischen Politiker, die die Probleme weder richtig erkannt noch richtig bekämpft haben (wie z.B. Abschaffung der Sklaverei - siehe auch amerikanischer Bürgerkrieg), verhalten sich unsere heutigen Politiker - und geben dem Bürger die Schuld. Und CDU, SPD usw. unterscheiden sich nur in Varianten des Falschhandelns.
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  31. Ergänzung

    Da das Schreiben immer eine gewisse zeit dauert, ist die Antwort oft auf einige Beiträge vorher.
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    Mit "Stärkung (und nicht Belastung) der Leistungsträger bzw. der zukunftsträchtigen und arbeitsplatzschaffenden Betriebe, etc." werden nur Vorurteile übernommen. Zukunftsträchtige Betriebe sind notwendig - aber man muß sich darüber klar sein, das das eine weitere Verkürzung der Arbeitszeit erfordert (z.B. Halbleiteruhren statt mechanische Uhren). Wer das nicht ausspricht (einschließlich der notwendigen Abgabenänderungen), der ...
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    "Dazu gehört die Sicherung der Altersvorsorge" ja auch notwendig um den Verbrauch hoch zu halten - ganz abgesehen von der ethischen Notwendigkeit.
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  32. Hallo Herr Ebel

    kann man daraus ableiten, dass es besser ist mal wieder einen Krieg zu haben um dadurch mehr Nachfrage während und nach dem Krieg zu generieren einhergehend mit einem gewissen Bevölkerungsverlust oder vielleicht ein größeres Naturereignis bei dem vieles zu Bruch geht und auch ein Teil der Bevölkerung vernichtet wird?

  33. Falsche Gedanken

    Zwar ist als Folge der Kriegsvorbereitungen und der Kriegszerstörungen der Verbrauch gestiegen und offensichtlich wird darauf schon wieder teilweise Kurs genommen - aber ich halte Krieg für ein Verbrechen, daß man überhaupt nicht in Erwägung ziehen sollte!
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    Naturereignisse können zum Ersatz auch einn erhöhten Verbrauch zur Folge haben, aber ich wünschte, daß möglichst niemand davon betroffen ist - also der Mehrverbrauch lieber nicht notwendig ist.
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    Arbeitszeitverkürzung bei steigenden Netto!!!löhnen ist notwendig.
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  34. Hallo Herr Ebel

    natürlich bin ich der gleichen Ansicht wie Sie. Kein vernünftig denkender Mensch möchte einen Krieg oder Naturkatastrophen, aber man braucht ja nur über den großen Teich zu schauen und schon sieht man Politiker, die dem einen oder anderen Krieg - solange er nicht auf ihrem Hoheitsgebiet stattfindet nicht unbedingt abgeneigt sind bzw. ihn betreiben/betrieben haben.
    In diesem Sinne

  35. Ein Krieg ist doch Wirtschaftsförderung "pur"

    Ach ja, man nimmt sowas ja nicht in den Mund?
    Beim Irakkrieg wurden doch schon die Ausschreibungsunterlagen für den Wiederaufbau durch die "Siegermächte" gedruckt, da hat Saddam noch in sein güldenes Klo gek....
    Was sind schon ein paar Tausend Tote beim schönen Spiel: Ja, wo isser denn?
    Oder: Wir verdienen am Krieg und Ihr räumt auf, d. h. ihr dürft dann die Kosten tragen, von denen wir nichts haben.
    Hier ist ein Forum für Häuslebauer.
    Ergo jammern alle potentiellen Häuslebauer, wenn so etwas liebgewordenes wie die Eigenheimzulage plötzlich wech ist.
    Das ist ja auch verständlich. Der Mensch denkt eben zuerst an sich. Woanders jammern bald die Beamten. Die Handwerker jammern heute bei der Lesung des Bundestages.
    Wenn man Jedem dieser Jammerer zuhört, kann man durchaus auch Verständnis dafür aufbringen.
    Was könnte denn ein Häuslebauer alles für Reserven zum Tilgen seiner Schuld freisetzen.
    Wenn er keine in den Bauskosten enthaltenen Ökosteuern, Lohnnebenkosten für Arbeitsleistungen, in Kosten einegebundene Beitragsanteile z. für die Handwerkskammer des Handwerkers, die Architektenkammer des Architekten, die Industrie-und Handelskammer des Bauträgers usw. usf.
    Gebühren mit unwirtschaftlichem Preis/Leistungsverhältnis wie z. B. Maklergebühren. Oder in der privaten Budgetrechnung enthaltene (widerum) Ökosteuern, Strompfennige und und und zahlen müsste.
    Auch seine Steuern und Versicherungsbeiträge wären wesentlich geringer wenn er z. B. in der Kfz-Versicherung nicht auch die nicht kostengedeckten Brummischäden mitberappt, bei seiner Privathaftplicht oder Hausrat den Beschiss seiner Nachbarn mitfinanziert?
    Wenn ich noch weitermache, wird heute nicht zu Ende.
    Ein Haus könnte statt jetzt 250000 Euro locker "nur" 130-150 Tausend € kosten.

  36. Dunerlittchen....

    ... jetzt sind wir aber irgendwo angekommen. Mal ernsthaft zur Aussage, wenn ein Partner stirbt kann der andere das Haus nicht halten. Also: wenn man heute vom Berufsleben ins Rentenleben geht bleiben irgendwo gestzlich noch 64 % übrig. Ich lobe einen großen Preis für denjenigen Vermieter aus, der in dem Moment seine Miete aus sozialen Gründen ebenfalls senkt. Wenn der Partner stirbt, gehts dann entweder zum Sozialamt, oder ins Obdachlosenasyl, weil die Miete gar nicht mehr bezahlt werden kann. Heute stands hier in der Zeitung: EHZ soll wegfallen, stattdessen soll das Geld in die Städtebauförderung fliessen. Klasse, wenns denn stimmt: damit werden dann solche Luxussachen wie die Flaniermeile aus portugiesischem Marmor bezahlt. Sowas nenn ich effektiv.... (*ohmanichglaubslangsamnichtmehr*) viele Grüße

    Name:

    • MoRüBe
  37. Nachdem wir uns ja eigendlich einig sind,

    dass es so nicht weiter gehen kann (und damit wohl recht haben) warum halten die Politiker uns dan für so blöd, dass sie den Karren mit dem ewigen weiter so immer weiter in den Dreck fahren (egal ob rot oder schwarz, alle beugen sich den Lobyisten) und sich nicht endlich trauen zu sagen was los ist und allen möglichst gleichmässig auf die Füsse treten und was tun.
    @ebel. Wer soll denn das bezahlen, mit weniger Arbeit für mehr Lohn, gerade wenn man das global sieht. Da verpuffen doch die Keanschen Rezepte zur Ankurbelung der Wirtschaftsleistung höchstens inflationär oder das Geld wandert einfach ins Ausland, wenn ich das richtig verstanden habe. Da freut sich doch das Ausland, dass die Deutschen so blöd sind, ihre Produkte künstlich zu verteuern und damit nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein, oder? (Ich gebe zu, ich habe ihre Schriften in den ja schön öfters erwähnten Links nicht durchgelesen - mir schien das propagierte ehrlich gesagt zu abwegig, aber vielleicht habe ich da ja unrecht.)
    Ansonsten ein schönes Wochenende noch.

  38. tja, der Herr Ebel

    hat im ersten der beiden genannten Links zwei Tabellen der finanziellen Situation vor/nach der Arbeitszeitverkürzung für alle Beteiligten (AG/AN/Staat). Interessant, was dabei herauskommt. Danach wäre Arbeitszeitverkürzung plus Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze bei vollem NETTOlohnausgleich (aber fallendem BRUTTO pro AN) möglich. Und zwar OHNE dass die Produkte sich verteuern, denn mit x% mehr Bruttolöhnen für den AG werden würde Produktion exakt um die selben x% erhöht.
    Sehr interessant dieser Ebel´sche Vergleich, aber irgendwie suche ich noch nach dem Haken...

    Name:

    • Werner Aselmeyer
  39. Auf Herr Ebels...

    ..Ausführungen denke ich schon seit seinem ersten Verweis (ging hier im Forum um die Abschaffung des Meisterzwangs) und kann keine nennenswerten Fehler finden.
    Der einzige echte Haken liegt glaube ich an den Menschen eine solche Idee in gänze anzunehmen und umzusetzen.
    Damit der Kapitalismus funktioniert (ohne äußere Regelung) müßten ihn alle verstehen, damit Sozialismus funktioniert müssten alle mitmachen.
    Grüße
    Sascha
    (der für mehr Anteil der Arbeitnehmer am Produktivkapital ist)

    Name:

    • Herr SasCon
  40. Haken

    @Herr SasCon Ihren Satz "Damit der Kapitalismus funktioniert (ohne äußere Regelung) müßten ihn alle verstehen, damit Sozialismus funktioniert müssten alle mitmachen." finde ich gut, würde ihn allerdings beide Sätze einschränken: Ohne eine gewisse Regelung (staatliche Rahmenbedingungen - Gesetze, Tätigkeit der Zentralbanken usw.) funktioniert kein Kapitalismus. Verstehen müßten den Kapitalismus nicht unbedingt alle - aber zumindest die Führungsspitzen sollten ihn verstehen und die anderen müßten zumindest so viel verstehen, daß sie geeignete Führungspersönlichkeiten wählen.
    ´
    "damit Sozialismus funktioniert müssten alle mitmachen." Nein, die gesellschaftlichen, demokratischen, persönlichen usw. Verhältnisse müßten den Menschen angepaßt werden anstatt des Versuchs den Menschen an einen unzureichenden Sozialismus anzupassen.
    ´
    Nach Haken in unseren Ausführungen haben schon viele gesucht (so einfach kann es doch gar nicht sein, wenn so viele etwas anderes sagen!!), aber keinen prinzipiellen Haken gefunden. In den Diskussionen haben sich im Wesentlichen 2 Fragen ergeben, die noch genauer untersucht werden müssen: Die Änderungen in den Branchenverteilung (z.B. wird der Nahrungsmittelverbrauch wenig steigen im Gegensatz zu langlebigen Gütern). Eng verbunden ist damit die zweite Frage: die langlebigen Güter (Fernseher, Auto usw. haben einen hohen Importanteil, ist der Export entsprechend zu steigern? Eigentlich ist letzteres gar nicht mal unbedingt notwendig wegen des hohen Exportüberschusses Deutschlands.
    ´

  41. Und jetzt seht Ihr, warum es nicht funktioniert

    Kapitalismus und Sozialismus sind doch ganz einfach gestrickte Konstuktionen.
    Nur, siehe oben. Funktioniert scheinbar immer nur beim Ein-Mann-Staat, bei 2 Personen gibts schon Definitionsprobleme.

  42. Definition

    Ist zwar was Wahres dran - nach dem Prinzip "viele Köche verderben den Brei", aber es gibt auch das Prinzip "Viele wissen mehr als ein Einzelner" und deswegen sollte man sich doch dem Ideal (das man sicher nie erreichen kann) zumindest doch sehr weit nähern können.
    ´

  43. so, und nun definieren Sie "Ideal" anders als ich

    und schon entfernen wir uns voneinander ;-)

  44. ebel for president!!!

    Hallo Herr Ebel,
    Ihre EinkommensTabelle find ich Klasse! Theoretisch scheint es so als müsste dies klappen!
    Welche Partei gründen Sie? Und wann treten Sie zur Bundestagswahl an?

    Name:

    • Herr AndWün
  45. In Berlin...

    ... hat man das wohl falsch verstanden.
    Arbeitszeit und Gehalt im gleichen Maße runter. (wenn die Gewerkschaft sowas für mich aushandeln würde, tät ich denjenigen steinigen (zumindest verbal), bin ja friedliebend).
    Grüße
    Sascha

    Name:

    • Herr SasCon
  46. so was auf keinen Fall

    Wenn man den Gedanken verfolgen würde, würde man sehen, daß das nichts bringt. Aber die Regierung macht so einen Mist: Mit großen Getöse Steuererleichterungen (das täuscht höheres Netto vor) und dann den Bürgern evtl. noch mehr Geld aus der Tasche ziehen im Rahmen der Gegenfinanzierung: Subventionen abbauen, wodurch die subventionierten Produkte teurer werden usw.. D.h. trotz mehr in der Geldbörse kann sich der Bürger weniger leisten.
    ´
    Zur Ergänzung. Die Diskussion läuft parallel in


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