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Fenster und Außentüren

Balkonfliesen vor Verfugen "abgesoffen"

... ich sehe gerade, dass meine Frage in der falschen Rubrik gelandet ist ....

Hallo Boardgemeinde,

unser Handwerker hatte das Fliesenlegen im Eingangsbereich und dem Balkon wegen Terminproblemen auf Mitte September festgelegt. Fliesen und Verfugen im Eingangsbereich klappte 1A und sieht super aus.

Beim Balkon „reichte“ es nur zum Verlegen der Fliesen. Danach fing der Regen an. Der Handwerker wollte zum Verfugen kommen, wenn es einige Tage trocken bleibt.

Irgendwann habe ich angefangen, den Balkon mit Planen abzudecken, damit Netto wenigstens nicht noch mehr Wasser eindringt. Aber auch als sich mehrere regenfrei Tage einstellten, war der Untergrund zum Fugen zu feucht.

Ich habe dann den Vorschlag gemacht, die Markisen auszufahren, mit Holzgestellen zu stablilisieren und das Ganze mit großen Planen zu verpacken und zu verzurren. Dann habe ich Infrarot-Platten und Luftentfeuchter besorgt und meinen Feuchtigkeitsmesser mit dünnen Messnadeln versehen, damit ich zum Prüfen in jede Ritze komme.

Inzwischen sind (wenn man sich die Fugentopographie im Querschnitt vorstellt) die oberen und mittleren Bereiche alle trocken genug, der Fliesenkleber ist hier mittlerweile auch hellgrau. Einzig die tiefsten Bereiche sind noch zu feucht.

Das Wetter wird nicht besser. Sowohl was eventuelle Herbststürme betrifft, als auch die stetig sinkenden Temperaturen inklusive Frost. Desshalb würde ich jetzt endlich gerne verfugen lassen und bitte um Einschätzungen.

Wenn jetzt verfugt wird, besteht natürlich nach wie vor die Gefahr, dass bei Frost die Fliesen durch die Restfeuchte hochdrückt werden und alles umsonst war. Ich kann schwer einschätzen, ob und wieviel Restfeuchte noch insgesamt unter den Fliesen ist. Die Planenabdeckung samt Infrarot-Heizungen ist jetzt 4 Wochen in Aktion.

Da der Fliesenkleber per Zahnspachtel aufgetragen wird, hätte die Restfeuchte (bei Eisbildung ca. 9 % Volumenzunahme) noch etwas Platz in den Kleberfurchen.

Im Voraus vielen Dank für alle Antworten.

Anhang:

Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

Name:

  • Baumann
  1. ?

    Es scheint nicht, möglichst Hohlraumfrei verlegt worden zu sein..... Die Fuge, ist nicht Wasserdicht....
    also, Feuchtigkeit, wird eh in die Konstruktion hineingehen... Deswegen, wird ja auch eine Abdichtung, und eventuell, eine Entwässerungsebene eingebaut......

  2. Wie TB schon meinte...

    Fliesen und Platten im Außenbereich sind möglichst vollfugig zu verlegen, dies meint in der Praxis einen Benetzungsgrad von mind. 80%. Aufkämmen des Fliesenklebers nur auf den Untergrund (Floating-Verfahren) reicht dazu i.d.R. nicht aus, weshalb man das kombiverfahren buttering-floating verwendet wobei Verlegeuntergrund und Fliesenrückseite mit Kleber aufgekämmt werden.

    Viel interessanter als das Wasser im Dünnbett ist ja die Frage, wie der weitere Schichtenaufbau darunter aussieht?

    • Fliesenbelag mit Mindestgefälle 1,5% gemäß DINA 18531-5
    • Verbundabdichtung
    • Estrich
    • Drainage
    • weitere Abdichtungsebene (mit Gefälle???)
    • Betonplatte mit Oberflächengefälle
    • Art der Entwässerung (Rinne oder Ablauf)
    • Abdichtungsaschlüsse an Türen und Wände
    • etc.

    Der Fliesenbelag ist das kleinste Problem...

  3. haha Uwe

    Der Witz ist gut... Seit wann bist du unter die Verkäufer gegangen
    . Nochmal, das ich es richtig verstanden habe
    Du schreibst
    Fliesenbelag
    Verlegemörtel - der Fehlt wohl in der Aufstellung dann Abdichtung - also Verbundabdichtung
    .
    und später unter dem Estrich, eine Entwässerungsebene...
    -
    Ja, warum, wenn eine Funktionirende Abdichtung schon über dem Estrich ist.... Sorry, aber darum der Lacher ;-)
    usw... Have Fun

  4. ZDB-Merkblatt Fliesen und Platten im Außenbereich (Stand 2012)

    ...da waren solche Doppellösungen aus AIV (oben) und DINA 18195-Abdichtung (unten) auch für Balkone noch skizziert. Ich fand es damals schon lustig, aber kann man ja machen - ist dann halt der Gürtel zum Hosenträger.;-)

    Meine Frage nach dem gesamten Schichtenaufbau bleibt aber weiterhin unbeantwortet.

    Sparversion nach ZDBA-Merkblatt:

    • Fliesenbelag im Dünnbett (Mindestgefälle 1,5% gemäß DIN 18531-5)
    • Verbundabdichtung
    • Gefälleestrich bzw. Gefällespachtelung
    • Betonplatte mit Oberflächengefälle

    Weiter zu beachten:

    • Art der Entwässerung (Rinne oder Ablauf)
    • Abdichtungsaschlüsse an Türen und Wände
    • etc.
  5. deswegen

    wurde sowas, wohl nie a.R.d.T.... :-)
    gab in der Fliesen und Platten, damals - so glaube ich - auch einen Bericht dazu, Auch zu Feuchteeinwirkungen auf Verbundabdichtungen, direkt unter dem Belag.....
    -
    Aber, so verlegt man heute eigentlich nicht mehr ;-)

  6. So verlegt man heute nicht mehr?

    Wie verlegt man denn Fliesen auf dem Balkon? Welche Schichtenfolgen sind denn heute a.a.R.d.T.?

    Gibt ja auch ganz aktuelle ZDBA-Merkblätter ;-)


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