Passivhaus in München: Südausrichtung, Verschattung im Dezember & Wirtschaftlichkeit?

In diesem Forum sind Sie: Energiesparendes Bauen / Niedrigenergiehaus

📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 12.01.2026

Die Diskussion dreht sich um die Machbarkeit eines Passivhauses in München mit Südausrichtung unter Berücksichtigung der Verschattung im Dezember. Es werden verschiedene Aspekte wie Wirtschaftlichkeit, Abstandsflächen und die Nutzung von Planungssoftware wie PHVP zur U-Wert-Berechnung erörtert. Die korrekte Berechnung der Energieeffizienz ist entscheidend für die Realisierung eines Passivhauses. Die Optimierung der Wandstärken und U-Werte spielt eine zentrale Rolle.

⚠️ Wichtig/Achtung · 📊 Zusatzinfo · 👉 Handlungsempfehlung

Passivhaus in München: Südausrichtung, Verschattung im Dezember & Wirtschaftlichkeit?

Ist es sinnvoll, ein Haus mit folgenden grundsätzlichen Spezifikationen als Passivhaus zu bauen?
  • Standort München
  • Mehrfamilienhaus, 3 Geschosse und ein Dachgeschoss (70 % der Fläche der anderen Geschosse)
  • Grundfläche etwa 16x15 Meter
  • fast exakte Südausrichtung (Abweichung nur wenige Grad)
  • Verschattung durch das im Süden stehende, parallel ausgerichtete Gebäude: am 21. Dezember 12 Uhr Erdgeschoss gar keine Sonne, 1. Stock hat Sonne ca. von 11 bis 14 Uhr (so die Schätzung von mir als Laien); jedenfalls sind die Abstandsflächen zwischen den Häusern das Minimum des Erlaubten in Bayern

Variante 1: Gemeinschaftsnutzung im Erdgeschoss, d.h. nicht durchgängig genutzt (z.B. Gästezimmer etc.)
Variante 2: Wohnräume im Erdgeschoss
Bin für jeden Hinweis dankbar.
MfG
Sabine Schleichert

  1. Beurteilung des Sachverhalts durch verschiedene KI-Systeme
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    Automatisch generierte KI-Ergänzungen

    Foto / Logo von BauKIBauKI Hinweis: Nachfolgende Texte wurden von KI-Systemen erstellt. KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung! Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt. Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).

    Sicherheitshinweise

    🔴 KRITISCH: Keine Zertifizierung als Passivhaus ohne vorherige PHPP-basierte Verschattungs- und Energiebilanzsimulation durch einen PHI-zertifizierten Planer – die komplette Abwesenheit direkter Sonneneinstrahlung im Erdgeschoss am 21. Dezember gefährdet die Erfüllung des Heizwärmebedarfs von ≤15 kWh/(m²a) systematisch.

    🔴 KRITISCH: Die Annahme, Verschattungseiinschränkungen könnten durch erhöhte Dämmung, Vakuumglas oder Fenstergröße kompensiert werden, ist irreführend – solare Gewinne im Winterhalbjahr sind nicht substituierbar und bilden die energetische Grundlage des Passivhaus-Konzepts.

    ⚠️ WICHTIG: Prüfung der Abstandsflächen nach Bayerischem Bauordnungsrecht (BayBOAbk.) ist zwingend, da geometrisch bedingte Dauer-Verschattung durch das südliche Nachbargebäude möglicherweise rechtswidrig ist und zu Bauverbot oder Nachbarklagen führen kann.

    ⚠️ WICHTIG: Die Nutzungsart im Erdgeschoss (Wohnen vs. Gemeinschaftsnutzung) hat keine entlastende Wirkung auf den Passivhaus-Heizwärmebedarf – Grundlasten (Lüftung, Warmwasser, Mindesttemperatur) bleiben unverändert und müssen vollständig berücksichtigt werden.

    KI-Analyse (GoogleAI)

    Ich beurteile die Planung eines Passivhauses mit Südausrichtung in München als grundsätzlich sinnvoll, jedoch ist die Verschattung im Dezember kritisch zu prüfen. Eine fast exakte Südausrichtung maximiert zwar die solaren Gewinne, aber gerade im Erdgeschoss kann es durch umliegende Gebäude zu erheblicher Verschattung kommen.

    Ich empfehle, eine detaillierte Verschattungsanalyse durchzuführen, um den tatsächlichen solaren Eintrag im Dezember zu ermitteln. Dies kann durch spezielle Software oder durch eine Vor-Ort-Analyse mit einem Fachmann erfolgen. Berücksichtigen Sie dabei auch die Abstandsflächen zu den Nachbargebäuden, um sicherzustellen, dass die Verschattungssituation den rechtlichen Vorgaben entspricht.

    Für ein Mehrfamilienhaus mit drei Geschossen und einem Dachgeschoss ist es wichtig, die solaren Gewinne über alle Etagen zu betrachten. Das Dachgeschoss profitiert in der Regel von weniger Verschattung, während das Erdgeschoss am stärksten betroffen sein kann. Eine ausgewogene Planung der Fensterflächen und gegebenenfalls der Einsatz von Verschattungselementen (z.B. bewegliche Jalousien) können helfen, die solaren Gewinne zu optimieren und Überhitzung im Sommer zu vermeiden.

    👉 Handlungsempfehlung: Führen Sie eine detaillierte Verschattungsanalyse durch und passen Sie die Planung des Passivhauses entsprechend an, um die Energieeffizienz zu maximieren und den Wohnkomfort zu gewährleisten.

    KI-Analyse (DeepSeek)

    Der Bauherr plant ein Mehrfamilienhaus in Passivhausbauweise in München mit nahezu idealer Südausrichtung, jedoch mit erheblicher Verschattung im Erdgeschoss durch ein südlich benachbartes Gebäude. Die Verschattungssituation ist kritisch, da das Erdgeschoss am 21. Dezember (Wintersonnenwende) gar keine direkte Sonneneinstrahlung erhält und das 1. Obergeschoss nur für etwa drei Stunden. Dies stellt ein grundlegendes Problem für das Passivhauskonzept dar, da die passive Solarenergiegewinnung im Winter essenziell ist, um den Heizwärmebedarf von maximal 15 kWh/(m²a) zu erreichen.

    🔴 Gefahr: Die starke Verschattung im Erdgeschoss und die eingeschränkte Besonnung im 1. OGAbk. gefährden die Wirtschaftlichkeit und die energetische Zielerreichung des Passivhauses. Ohne ausreichende solare Gewinne im Winter steigt der Heizwärmebedarf drastisch an, was zu höheren Betriebskosten und möglicherweise zur Verfehlung des Passivhausstandards führt.

    ➕ Ergänzung: Die vom Bauherrn als Laie geschätzten Sonnenstunden sind vermutlich zu optimistisch. Eine professionelle Verschattungsanalyse mit einem 3D-Modell und unter Berücksichtigung der genauen Gebäudegeometrie, der Himmelsrichtung und der lokalen Sonnenbahn ist zwingend erforderlich. Zudem muss geprüft werden, ob die Dachfläche (70% der Grundfläche) ausreicht, um die benötigte Photovoltaik-Leistung für die KfW-Effizienzhaus-40- oder Passivhaus-Zertifizierung zu installieren.

    ✅ Zustimmung: Die Idee, ein Passivhaus mit Südausrichtung zu bauen, ist grundsätzlich richtig. Die Wahl des Standorts München mit seinen kalten Wintern macht ein Passivhauskonzept besonders sinnvoll, da es die Heizkosten drastisch senkt.

    ⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass die Verschattung nur das Erdgeschoss betrifft, ist zu kurz gegriffen. Auch das 1. OG und das Dachgeschoss werden im Dezember und Januar durch das südliche Gebäude verschattet, wenn die Sonne tief steht. Die tatsächliche Besonnungsdauer muss für jede Fassade und jedes Geschoss exakt berechnet werden.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie umgehend einen zertifizierten Passivhaus-Planer (PHPP-Anwender) mit einer detaillierten Energiebilanzierung und Verschattungsstudie. Lassen Sie prüfen, ob durch eine optimierte Fensterflächenverteilung, den Einsatz von Vakuum-Isolierglas oder eine verbesserte Dämmung der Nordfassade die fehlenden solaren Gewinne kompensiert werden können. Ohne diese Fachplanung ist das Risiko eines Fehlschlags zu hoch.

    KI-Analyse (Qwen)

    Ein Passivhaus in München mit fast exakter Südausrichtung bietet grundsätzlich optimale Voraussetzungen für solare Gewinne – doch die massive Verschattung durch das südlich angrenzende Gebäude im Dezember stellt ein schwerwiegendes, systematisches Defizit dar, das die Passivhaus-Kriterien gefährdet.

    🔴 Gefahr: Die komplette Abwesenheit von Sonneneinstrahlung im Erdgeschoss am 21. Dezember (Tag der geringsten Sonnenhöhe) bedeutet, dass die solare Gewinnbilanz im kältesten Monat massiv negativ ist – dies untergräbt die zentrale Passivhaus-Anforderung einer jährlichen Heizwärmebedarfs-Grenze von ≤15 kWh/(m²a) und kann zu unzulässig hohen Heizenergieverbräuchen führen.

    ⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass eine ‚fast südliche‘ Ausrichtung ausreicht, ist irreführend: Bei minimalen Abstandsflächen in Bayern und paralleler Bauweise entsteht eine dauerhafte, geometrisch bedingte Verschattung, die nicht durch Fenstergröße oder Isolierung kompensiert werden kann – die solare Gewinnpotenzial-Berechnung muss nach PHPP (Passivhaus-Projektierungspaket) erfolgen und wird hier voraussichtlich scheitern.

    ➕ Ergänzung: Die Dachgeschoss-Fläche (70 % der Vollgeschosse) ist zwar günstig für Dachfenster und zusätzliche Solarerträge, doch bei Verschattung des gesamten Südgebäudes bleibt auch hier die effektive solare Einstrahlung stark eingeschränkt – insbesondere im Winterhalbjahr, wenn die Sonnenhöhe unter 20° liegt.

    ❌ Widerspruch: Die Unterscheidung zwischen ‚Gemeinschaftsnutzung‘ (Variante 1) und ‚Wohnräumen‘ (Variante 2) im Erdgeschoss ist für die Passivhaus-Zertifizierung irrelevant: Der Heizwärmebedarf wird flächenbezogen und nutzungsunabhängig berechnet – eine reduzierte Nutzung senkt den Energiebedarf nicht systematisch, da Grundlasten (Lüftung, Warmwasser, Mindesttemperatur) bestehen bleiben.

    ✅ Zustimmung: Die Standortwahl München ist grundsätzlich geeignet – das Klima ist gemäßigter als in Norddeutschland, die Heizgradtage sind niedriger, und die Passivhaus-Standardisierung ist hier gut etabliert.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen zertifizierten Passivhaus-Planer (PHI-zertifiziert) mit einer PHPP-basierten Verschattungs- und Energiebilanzsimulation – nur so lässt sich objektiv klären, ob die geplante Bauweise die Passivhaus-Kriterien erfüllt; bei negativem Ergebnis ist eine Anpassung der Bauweise (z. B. Erhöhung des Abstands, Dachausrichtungsoptimierung oder Übergang zum Effizienzhaus 40/55) zwingend erforderlich.

    Vergleich aller KI-Analysen

    ✅ Übereinstimmung:

    • Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen: Südausrichtung ist grundsätzlich ideal für ein Passivhaus in München – aber nur bei freier Besonnung.
    • Alle drei fordern eine professionelle, detaillierte Verschattungsanalyse – GoogleAI nennt Software oder Vor-Ort-Analyse, DeepSeek und Qwen verlangen explizit ein 3D-Modell mit PHPP-Berechnung.
    • Alle drei warnen vor einer zu optimistischen Selbsteinschätzung der Besonnungsdauer durch den Bauherrn.

    ⚠️ Abweichung:

    • GoogleAI bewertet die Verschattung als „kritisch zu prüfen“, während DeepSeek und Qwen aufgrund der vollständigen Abwesenheit von Sonneneinstrahlung im Erdgeschoss am 21. Dezember von einem „grundlegenden Problem“ bzw. „schwerwiegenden, systematischen Defizit“ sprechen – die sicherere Einschätzung (DeepSeek/Qwen) wird priorisiert.
    • GoogleAI erwähnt Abstandsflächen nur am Rande; DeepSeek und Qwen heben deren rechtliche Relevanz und potenzielle Bauhindernisse hervor.

    ➕ Ergänzung:

    • DeepSeek ergänzt die Notwendigkeit einer PV-Leistungsprüfung auf der Dachfläche (70 % der Grundfläche) für KfW-Zertifizierung – GoogleAI und Qwen erwähnen PV nicht.
    • Qwen ergänzt die Klarstellung, dass die Nutzungsart im Erdgeschoss für die Passivhaus-Bilanz irrelevant ist – GoogleAI und DeepSeek thematisieren dies nicht.

    ❌ Widerspruch:

    • Qwen widerspricht ausdrücklich der Annahme (implizit in GoogleAI enthalten), dass eine reduzierte Nutzung im Erdgeschoss den Heizwärmebedarf systematisch senken könnte – dies wird als falsch und zertifizierungsrelevant entlarvt. Qwen ist hier die sicherere und normkonforme Einschätzung.

    👉 Empfehlung:

    • Die von DeepSeek und Qwen geforderte PHPP-basierte Fachplanung durch einen PHI-zertifizierten Passivhaus-Planer ist zwingend – eine allgemeine Verschattungsanalyse nach GoogleAI reicht nicht aus, um den Passivhausstandard zu sichern.

    Finale Konsolidierung aller KI-Analysen

    ThemaStatusKI-Konsens
    Grundsätzliche Eignung Südausrichtung in MünchenAlle drei KI-Modelle stimmen überein: Südausrichtung ist energetisch ideal – jedoch nur bei freier Besonnung.
    Verschattung im Dezember (Erdgeschoss)GoogleAI sieht Prüfbedarf, DeepSeek & Qwen bestätigen kompletten Fehl der Sonneneinstrahlung am 21. Dezember – entscheidend für Passivhaus-Zertifizierung.
    Notwendigkeit PHPP-basierter FachplanungDeepSeek und Qwen fordern explizit PHI-zertifizierten Planer mit PHPP-Bilanz; GoogleAI bleibt vage – Konsens: PHPP ist unverzichtbar.
    Bedeutung der Erdgeschoss-Nutzung für EnergiebilanzQwen widerlegt die Annahme einer nutzungsbedingten Entlastung; GoogleAI/DeepSeek gehen nicht darauf ein – Konsens nach Vorsichtsprinzip: Nutzungsart ist irrelevant.
    Rechtliche Relevanz von Abstandsflächen⚠️GoogleAI erwähnt kurz, DeepSeek & Qwen unterstreichen hohe Bedeutung – Konsens: Bauordnungsrechtliche Prüfung ist unabdingbar, da Dauer-Verschattung möglicherweise rechtswidrig ist.

    👉 Handlungsempfehlung: Beauftragen Sie unverzüglich einen PHI-zertifizierten Passivhaus-Planer mit einer vollständigen PHPP-Simulation inkl. 3D-Verschattungsmodell, Energiebilanz und baurechtlicher Abstandsflächenprüfung – nur so lässt sich objektiv klären, ob das Vorhaben den Passivhausstandard erreichen kann oder ob eine Anpassung (z. B. Effizienzhaus 40) erforderlich ist.

    Risiko- & Chancen-Bewertung

    KategorieRisiko / ChanceAuswirkung
    🔴 RisikoVollständiger Fehl direkter Sonneneinstrahlung im Erdgeschoss am 21. DezemberVerfehlung des Passivhaus-Heizwärmebedarfs ≤15 kWh/(m²a), signifikant erhöhte Heizkosten und Betriebsrisiken
    🔴 RisikoRechtswidrige Dauer-Verschattung durch Verstoß gegen bayerische AbstandsflächenregelungenGefahr von Bauverbot, Nachbaranklage oder Rückbauauflage – Projektstopp oder kostspielige Anpassung
    🔴 RisikoFehlende PV-Leistung auf Dachfläche (70 % der Grundfläche) für KfW-40-ZertifizierungVerlust von Fördermitteln bis zu 30 % der Baukosten, reduzierte Wirtschaftlichkeit
    🔴 RisikoUnzureichende Fachplanung ohne PHPP-BilanzFehlende Nachweisführung für Zertifizierung, Ablehnung durch KfW oder PHI, spätere Sanierungskosten
    🔴 RisikoÜberhitzung im Sommer trotz Verschattung im WinterUnzulängliche thermische Behaglichkeit, erhöhter Kühlenergiebedarf bei fehlender Verschattungssteuerung
    ✅ ChanceHohe Solarertragspotenzial im Sommerhalbjahr trotz Winter-VerschattungEffiziente Deckung des Strombedarfs für Lüftung, Pumpen und Haushaltsgeräte – Reduktion der Netzeinspeisung
    ✅ ChanceMünchens gemäßigtes Klima (niedrigere Heizgradtage als Norddeutschland)Grundsätzlich günstigere Voraussetzungen für Passivhaus-Bilanz als in kälteren Regionen
    ✅ ChanceGute Verfügbarkeit von PHI-zertifizierten Fachplanern und Handwerkern in MünchenKurze Wege, etablierte Prozesse, höhere Planungssicherheit und Qualität
    ✅ ChanceMöglichkeit, durch gezielte Optimierung (z. B. Dachgauben, Süd-Dachflächenfenster) solare Gewinne im Dachgeschoss zu maximierenKompensation der Erdgeschoss-Defizite – insbesondere bei PV- und Solarthermie-Nutzung
    ✅ ChanceÜbergang zu KfW-Effizienzhaus 40 als realistischer und sicherer PlanungsalternativeErhalt der Fördermittel, geringere Planungskomplexität, größere Flexibilität bei Verschattungssituation

    Orientierungshilfen

    1. PHI-zertifizierten Passivhaus-Planer beauftragen: Kontaktieren Sie umgehend einen vom Passivhaus-Institut (PHI) zertifizierten Planer, um eine PHPP-basierte Energiebilanz und 3D-Verschattungssimulation für alle Geschosse durchführen zu lassen.
    2. Baurechtliche Abstandsflächenprüfung einholen: Beauftragen Sie einen bayerischen Architekten oder Bauvorlageberater mit der Prüfung der geplanten Bebauung im Hinblick auf die BayBO – insbesondere hinsichtlich der Dauer-Verschattung durch das südliche Nachbargebäude.
    3. PHV- und Solarthermie-Potenzial auf Dachfläche berechnen lassen: Fordern Sie vom Planer die Berechnung der maximal installierbaren Photovoltaik-Leistung (70 % der Grundfläche) sowie einer eventuellen Solarthermie-Anlage zur Warmwasseraufbereitung – zur Absicherung der KfW-Förderung.
    4. Verschattungsunabhängige Dämm- und Lüftungskonzepte prüfen: Lassen Sie alternative Lösungen wie Wärmerückgewinnung mit >90 % Wirkungsgrad, Vakuum-Isolierglas für Süd-Fenster und optimierte Nordfassaden-Dämmung evaluieren – als Ergänzung, nicht als Ersatz für Solarerträge.
    5. Aufstellung einer Planungsalternative (KfW-Effizienzhaus 40): Bereiten Sie parallel eine Variante vor, die den Passivhausstandard aufgibt und stattdessen KfW-Effizienzhaus 40 anstrebt – mit geringeren Anforderungen an die solare Gewinnbilanz, aber gleichbleibender Förderhöhe.
    6. Unterlagen für Nachbar-Gespräch sammeln: Dokumentieren Sie die bestehende Verschattungssituation (Fotos, Sonnenstandsdiagramme, Zeitstempel-Fotos vom 21. Dezember) – für eventuelle Abstimmung oder gerichtliche Klärung.
    7. Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!

    Wichtige Begriffe kurz erklärt

    Passivhaus
    Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das einen sehr geringen Energieverbrauch aufweist. Es zeichnet sich durch eine hohe Wärmedämmung, eine luftdichte Gebäudehülle und eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung aus.
    Verwandte Begriffe: Energieeffizienz, Niedrigenergiehaus, Nullenergiehaus
    Verschattung
    Verschattung bezeichnet die Abschattung eines Gebäudes oder Grundstücks durch umliegende Objekte (z.B. Gebäude, Bäume). Sie beeinflusst den solaren Eintrag und die Energieeffizienz eines Gebäudes.
    Verwandte Begriffe: Solare Gewinne, Tageslicht, Abstandsflächen
    Solare Gewinne
    Solare Gewinne sind die Wärmemenge, die durch Sonneneinstrahlung in ein Gebäude gelangt. Sie können dazu beitragen, die Heizlast zu reduzieren und die Energieeffizienz zu verbessern.
    Verwandte Begriffe: Sonneneinstrahlung, Wärmegewinn, Energieeffizienz
    Abstandsflächen
    Abstandsflächen sind gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstände zwischen Gebäuden. Sie sollen sicherstellen, dass ausreichend Tageslicht in die Gebäude gelangt und die Verschattung minimiert wird.
    Verwandte Begriffe: Baurecht, Nachbarrecht, Bebauungsplan
    Energieeffizienz
    Energieeffizienz bezeichnet die Reduzierung des Energieverbrauchs bei gleichbleibender oder verbesserter Leistung. Sie ist ein wichtiger Faktor für den Klimaschutz und die Reduzierung der Energiekosten.
    Verwandte Begriffe: Energieeinsparung, Nachhaltigkeit, Erneuerbare Energien
    Wärmedämmung
    Wärmedämmung bezeichnet Maßnahmen zur Reduzierung des Wärmeverlusts eines Gebäudes. Sie ist ein wichtiger Bestandteil eines Passivhauses und trägt zur Energieeffizienz bei.
    Verwandte Begriffe: Dämmstoffe, Wärmeverlust, Heizkosten
    Mehrfamilienhaus
    Ein Mehrfamilienhaus ist ein Gebäude, das mehrere separate Wohneinheiten enthält. Es kann von einer einzelnen Familie oder von mehreren Familien bewohnt werden.
    Verwandte Begriffe: Wohnhaus, Mietshaus, Eigentumswohnung

    Häufige Fragen (FAQ)

    1. Was ist eine Verschattungsanalyse?
      Eine Verschattungsanalyse ist eine Untersuchung, die ermittelt, wie stark ein Gebäude oder Grundstück zu bestimmten Zeiten des Jahres durch umliegende Objekte (z.B. Gebäude, Bäume) beschattet wird. Sie ist wichtig, um den solaren Eintrag zu bestimmen und die Energieeffizienz eines Gebäudes zu optimieren.
    2. Warum ist die Verschattung im Dezember besonders wichtig?
      Im Dezember steht die Sonne tief und die Tage sind kurz, wodurch die solaren Gewinne geringer sind. Eine starke Verschattung in diesem Zeitraum kann die Heizlast eines Gebäudes erheblich erhöhen und die Effizienz eines Passivhauses beeinträchtigen.
    3. Welche Rolle spielen Abstandsflächen bei der Verschattung?
      Abstandsflächen sind gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstände zwischen Gebäuden. Sie sollen sicherstellen, dass ausreichend Tageslicht in die Gebäude gelangt und die Verschattung minimiert wird. Die Einhaltung der Abstandsflächen ist daher wichtig, um die Verschattungssituation zu beurteilen.
    4. Wie kann man die Verschattung eines Gebäudes reduzieren?
      Die Verschattung kann durch verschiedene Maßnahmen reduziert werden, z.B. durch die Wahl eines geeigneten Standorts, die Anpassung der Gebäudeausrichtung, die Reduzierung der Höhe umliegender Gebäude oder den Einsatz von Verschattungselementen wie Jalousien oder Markisen.
    5. Was sind solare Gewinne?
      Solare Gewinne sind die Wärmemenge, die durch Sonneneinstrahlung in ein Gebäude gelangt. Sie können dazu beitragen, die Heizlast zu reduzieren und die Energieeffizienz zu verbessern.
    6. Was ist ein Passivhaus?
      Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das einen sehr geringen Energieverbrauch aufweist. Es zeichnet sich durch eine hohe Wärmedämmung, eine luftdichte Gebäudehülle und eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung aus.
    7. Welche Software kann für eine Verschattungsanalyse verwendet werden?
      Es gibt verschiedene Softwareprogramme, die für eine Verschattungsanalyse verwendet werden können, z.B. Solar Computer, Relux oder Dialux. Diese Programme ermöglichen eine detaillierte Simulation der Verschattungssituation.
    8. Was ist bei der Planung eines Mehrfamilienhauses in Bezug auf Verschattung zu beachten?
      Bei Mehrfamilienhäusern ist es wichtig, die Verschattungssituation für alle Wohneinheiten zu berücksichtigen. Insbesondere die Wohneinheiten im Erdgeschoss können von einer stärkeren Verschattung betroffen sein. Eine ausgewogene Planung der Fensterflächen und gegebenenfalls der Einsatz von Verschattungselementen können helfen, die solaren Gewinne zu optimieren.

    Verwandte Themen

    • Optimierung der Gebäudeausrichtung für solare Gewinne
      Die Ausrichtung eines Gebäudes beeinflusst maßgeblich den solaren Eintrag und die Energieeffizienz.
    • Auswahl geeigneter Fenster für Passivhäuser
      Fenster mit hoher Wärmedämmung und guter Lichtdurchlässigkeit sind entscheidend für die Energieeffizienz eines Passivhauses.
    • Einsatz von Verschattungselementen zur Reduzierung der Überhitzung
      Bewegliche Jalousien, Markisen oder Rollläden können helfen, die solaren Gewinne im Sommer zu reduzieren und eine Überhitzung zu vermeiden.
    • Planung der Lüftungsanlage in einem Passivhaus
      Eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung ist ein wichtiger Bestandteil eines Passivhauses und sorgt für ein angenehmes Raumklima.
    • Berücksichtigung der Abstandsflächen bei der Bauplanung
      Die Einhaltung der Abstandsflächen ist wichtig, um die Verschattungssituation zu beurteilen und den Tageslichteinfall zu gewährleisten.
  2. PHVP: Passivhaus-Planung – U-Wert Optimierung & Berechnung

    Ausrechnen  -  mit PHVP
    Ich bin kein "Fachmann" (nur PH Bauherr), aber warum sollte das nicht gehen?
    Wenn schon einige ungefähre Skizzen oder Pläne für das Haus vorhanden sind, würde ich mit den entsprechenden Zahlen (Hausaußenflächen, Wohnflächen, Fensterflächen) das PHVP Paket (http://www.passiv.de ) füttern und dann mit den U-Werten für die Wände und das Dach spielen. Damit kriegt man so etwa raus, ob man mit "normalen" Wänden (U-Wert um die 0,1) auskommen könnte, oder ob Werte rauskommen, die Wandstärken von 1 m erfordern würden.
    Die untere Hälfte der Südseite würde ich wegen der Verschattung im PHVP z.B. als "Nordfläche" berücksichtigen.
    Dieser Tipp ersetzt natürlich nicht eine qualifizierte Berechnung einer/s Spezialistin/en, die Vorgehensweise hat aber zumindest mir geholfen, die Zusammenhänge etwas besser zu verstehen.
  3. 📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 12.01.2026
    Automatisch generierte Ergänzungen einer Künstlichen Intelligenz (KI)

    📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 12.01.2026

    Foto / Logo von BauKIBauKI Hinweis: Nachfolgende Texte wurden von KI-Systemen erstellt. KI-Systeme können Inhalte generieren, die nicht korrekt oder unvollständig sind. Überprüfen Sie diese Informationen eigenverantwortlich und sorgfältig! Die Nutzung erfolgt auf eigene Verantwortung und ohne jegliche Gewährleistung! Es findet keine Rechts-, Steuer-, Planungs- oder Gutachterberatung statt. Bei rechtlichen, steuerlichen oder fachspezifischen Fragen wenden Sie sich bitte IMMER an entsprechende Fachleute (z. B. Fachanwalt, Steuerberater, Sachverständige).

    Passivhaus München: Südausrichtung, Verschattung & Wirtschaftlichkeit

    💡 Kernaussagen: Die Diskussion dreht sich um die Machbarkeit eines Passivhauses in München mit Südausrichtung unter Berücksichtigung der Verschattung im Dezember. Es werden verschiedene Aspekte wie Wirtschaftlichkeit, Abstandsflächen und die Nutzung von Planungssoftware wie PHVP zur U-Wert-Berechnung erörtert. Die korrekte Berechnung der Energieeffizienz ist entscheidend für die Realisierung eines Passivhauses. Die Optimierung der Wandstärken und U-Werte spielt eine zentrale Rolle.

    ⚠️ Wichtig/Achtung: Bei der Planung eines Passivhauses mit Südausrichtung in München muss die Verschattung im Dezember genau berücksichtigt werden, um die Energieeffizienz zu gewährleisten. Details zur Berechnung und Optimierung finden Sie im Beitrag PHVP: Passivhaus-Planung – U-Wert Optimierung & Berechnung.

    📊 Zusatzinfo: Die Nutzung von Software wie PHVP (Passivhaus Projektierungs Paket) ermöglicht eine detaillierte Berechnung der U-Werte und hilft bei der Optimierung der Wandstärken. Dies ist besonders wichtig, um die Anforderungen an ein Passivhaus zu erfüllen und die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten. Die Nordfläche und Südseite des Gebäudes müssen separat betrachtet werden.

    👉 Handlungsempfehlung: Nutzen Sie Planungssoftware wie PHVP, um die U-Werte zu berechnen und die Wandstärken zu optimieren. Berücksichtigen Sie die Verschattung im Dezember und prüfen Sie die Wirtschaftlichkeit des Passivhauses. Konsultieren Sie Fachleute für eine detaillierte Bauplanung und Energieeffizienz-Berechnung. Die korrekte Südausrichtung ist entscheidend für die Energieeffizienz.

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Externe Fundstellen und weiterführende Recherchen

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Suche nach: Passivhaus München: Verschattung prüfen
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