ich habe hier schon viel gelesen und gelernt, aber zu einer Lösung meines Problems hat es leider noch nicht geführt, weshalb ich nun selbst eine Frage Stelle. Ich habe ein Fertighaus (Okal) von 1971 in dem ich das Dach ausbauen will. Derzeit ist der Fußboden im DGAbk. zwischen den Deckenbalken mit 40 mm Mineralwolle gedämmt. Die Dachkonstruktion ist ungedämmt und folgendermaßen aufgebaut.
Von außen nach innen:
- BMI BRAAS Betondachstein
- Dachlatten 40x60 mm
- Presspappe
- Spardachsparren mit einer Gesamthöhe von 250 mm im Abstand von 1,25 m
- Windverbauung aus den gleichen oben genannten Dachlatten.
Nach Rückfrage bei Okal sagte man mir, dass die Windverbauung durch 22 mm dicke OSBAbk.-Platten ersetzt werden kann. Wie das aussehen muss, dass es statisch in Ordnung ist hat man mir dort auch gesagt, aber das ist jetzt nicht das Thema.
Mir schwebt vor, zwischen die Sparren Mineralwolle WLG 035 in 220 mm Dicke einzulegen und im Zuge dieser Arbeiten gleichzeitig die OSB-Platten anzuschrauben, weil mir die Mineralwolle in 1,25 m Breite nicht den Gefallen tun wird, von alleine zu halten. Die OSB-Platten übernehmen gleichzeitig die Funktion der Dampfbremse, vorausgesetzt, die Stöße und Anschlüsse an die Sparren werden mit entsprechendem Band verklebt. Nach außen ist die Konstruktion hinterlüftet.
So weit, so gut?
Jetzt kommt mein zweites Problem, an dem ich selbst schuld bin. Ich habe auf einer Dachseite zwei große Gauben einbauen lassen mit folgendem Aufbau:
- Titanzink mit Doppelstehfalz
- Prasselbahn
- Unterspannbahn
- 18 mm OSB-Platte
- 160 mm Sparren, die Seitenwangen sind 100 mm dick
Nach oben kann ich ohne Probleme noch auf die 160'er Sparren eine Lattung draufnageln, um die gleiche 220 mm Mineralwolldämmung unterzubringen. Bei den Seiten habe ich bis zu den Fenstern jeweils nur 130 mm Einbauplatz.
An den Giebelseiten sieht es ähnlich aus, wie an den Gaubenseiten:
- Eternit (ja, ich weiß)
- Dachlatten
- Presspappe (scheint ein äußerst beliebter Baustoff der frühen Siebziger gewesen zu sein)
- Balken, 80 mm dick
Damit ich vor den Wänden noch ordentlich Abwasser, Heizung und Elektro verlegen kann, Stelle ich eine Trockenbauwand davor, was abgesehen von den Schwachstellen der Rohrleitungen eine Dämmungsdicke von insgesamt 130 mm ergibt. Wo muss hier die Dampfbremse hin? Kann ich sie zwischen den Balken und die Trockenbauwand einbringen? Das hätte den Vorteil, dass garantiert keine Löcher drin sind und den Nachteil, dass Feuchtigkeit von innen, in die GK-Wand dringen kann, genauso aber auch wieder zurück. (?)