Die Südwestterrasse soll ca. zur Hälfte überdacht im Hausrücksprung (unterhalb und oberhalb sind "warme Räume"😉 und zur anderen Hälfte auf der Decke eines kalten Kellerraumes liegen.
Insbesondere möchte ich für den Bauträger vorgeben und klären:
- Wie erreichen wir einen möglichst gleichhohen Fußboden (Belagsoberkante) für innen (Küche mit Fußbodenheizung und Fliesen) und für außen (Terrasse mit Holzbelag - oder auch gefliest, wenn machbar)?
- Wie ist die richtige Wärmedämmung (nach unten)?
- Wie ist der richtige Schichtaufbau und wie die passenden Übergänge?
Ich habe im Forum gestöbert und auch die ellenlange Diskussion zu einem ähnlichen Fall durchgearbeitet.
Die Quintessenz von diesem Fall (
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Der beschriebene Aufbau (von unten nach oben) ist eine Mindestanforderung an Qualität.
0. Betonplatte
1. Voranstrich zur Haftungsverbesserung (Bitumenemulsion oder lösungsmittelhaltiger Anstrich)
2. als Dampfsperre Schweißbahn mit 200 g Glasgewebeeinlage und Aluband (G200 S4 + AL)
(punktweise aufgeschweißte Nähte und Stöße vollflächig)
3. trittfeste Wärmedämmung aus extrudiertem Polystyrol (Styrodur), mit PU-Kleber nach Vorschrift streifenweise verklebt
(ausgelegt für Punktbelastung: weitere lastenverteilende Maßnahmen sind normalerweise NICHT erforderlich.)
4. Trennlage über der Wärmedämmung aus V13 ("billige Pappe"😉 grobbesandet, lose verlegt
+ als Hitzeschutz für Extruderschaum
+ als mechanischer Schutz gegen Rissbildung in der Abdichtung bei Punktbelastung von oben
5.4 mm dicke Polymerbitumen-Schweißbahn mit 200 g Glasgewebeeinlage (PYE G 200 S4) lose verlegt,
(Nähte und Stöße vollflächig verschweißt)
6. Wandanschluss Blech (Abwicklung: 13 cm als Klebeflansch, 20 cm als Anschlusshöhe)
Die erste Lage der Abdichtung wird einschl. der Trennlage bis an das Mauerwerk, unterhalb des WAAbk.-Blechs geführt.
Das Blech selber wird zweilagig im Versatz mit Zuschnittstreifen eingedichtet.
7.5 mm dicke Polymerbitumen-Schweißbahn mit 250 g Polyesterfaservlies-Einlage (PYE PV 250 S5) beschiefert, vollflächig aufgeschweißt
Im Fall von Plattenbelag:
8. Plattenbelag, mind 40/40/4 auf Mörtelsäckchen verlegt.
9. Im Bereich der Tür eine Roste anordnen, damit kann man die Anschlusshöhe auf 5 cm "herunterschrauben".
Im Fall von Holzbelag (hier folgt meine Laienbeschreibung):
8. feine Kiesschicht (oder Split?) als Trägergrund
9. Holzträgerbohlen (X cm * X cm) (in Wasserabflussrichtung) waagrecht aufgelagert im Kiesbett
10. Querträger-Holz-Lattung (X cm * X cm) (verschraubt oder lose aufliegend)
11. Belagsholzbretter (ca. 10 cm * 3 cm) (von unten) mit Querträger verschraubt
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Es gab noch folgende Hinweise, zu denen ich Rückfragen habe:
=> "Bitte Bahnen bei Anschlüssen trennen und über Keile führen. "
Was heißt hier "über Keile führen"? Ist das mehr als oben beschrieben?
=> "einen Streifen Pappe am äußeren Rand der waagerechten Blechbahn als Gleitlager zwischen Blech und Dämmung. "
Ist dies mit obigen Aufbau (3-6) nicht schon enthalten?
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Meine weiteren Fragen Stelle ich lieber erst, wenn das obige soweit klar und bestätigt wird.

