Glossar: Hochwasserschutz im urbanen Raum

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Hochwasserschutz im urbanen Raum: Wie Städte sich gegen Überschwemmungen wappnen

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Dieses Glossar erklärt wichtige Begriffe im Zusammenhang mit Hochwasserschutz, Überschwemmungen, Starkregenereignissen und dem Umgang mit Wasser in städtischen Gebieten. Es soll ein besseres Verständnis für die komplexen Herausforderungen und Lösungsansätze im urbanen Hochwasserschutz schaffen. Ziel ist es, die Resilienz von Städten gegenüber den zunehmenden Risiken durch den Klimawandel zu stärken und nachhaltige Strategien zu fördern.

Glossar - Schnellsprungziele

Abflussbeiwert

Der Abflussbeiwert (ψ) ist ein dimensionsloser Wert, der das Verhältnis zwischen dem tatsächlich abfließenden Wasservolumen und dem gesamten Niederschlag angibt. Er berücksichtigt, wie viel Wasser versickert, verdunstet oder gespeichert wird. In urbanen Gebieten ist der Abflussbeiwert oft höher als in ländlichen Gebieten, da versiegelte Flächen die Versickerung reduzieren und somit mehr Oberflächenabfluss erzeugen. Der Abflussbeiwert ist entscheidend für die Dimensionierung von Entwässerungssystemen und Hochwasserschutzmaßnahmen.

  • Abkürzungen: ψ
  • Wortvariationen: Abflussfaktor, Abflusskoeffizient
  • Internationale Begriffe: EN: Runoff coefficient, FR: Coefficient de ruissellement, ES: Coeficiente de escorrentía, IT: Coefficiente di deflusso
  • Abgrenzung: Versickerungsrate, Verdunstung
  • Verwandte Konzepte: Entwässerungssysteme, Regenwassermanagement, Kanalisation, Versiegelung
  • Fachgebiete: Hydrologie, Wasserwirtschaft, Stadtplanung
  • Anwendungsbereiche: Berechnung des Oberflächenabflusses, Dimensionierung von Regenrückhaltebecken, Bewertung der Auswirkungen von Versiegelung auf den Wasserhaushalt, Planung von Entwässerungssystemen

Blaue Infrastruktur

Blaue Infrastruktur umfasst alle wasserbezogenen Elemente in einer Stadt, die zur Verbesserung des Wassermanagements und der Lebensqualität beitragen. Dazu gehören Flüsse, Bäche, Seen, Teiche, Kanäle, Feuchtgebiete und Regenwassermanagementsysteme. Sie dient der Wasserspeicherung, der Reduzierung von Hochwasserrisiken, der Verbesserung der Wasserqualität, der Förderung der Biodiversität und der Schaffung von Erholungsräumen. Blaue Infrastruktur ist ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

  • Wortvariationen: Wasserinfrastruktur, Gewässerstrukturen
  • Internationale Begriffe: EN: Blue infrastructure, FR: Infrastructure bleue, ES: Infraestructura azul, IT: Infrastruttura blu
  • Abgrenzung: Grüne Infrastruktur
  • Verwandte Konzepte: Regenwassermanagement, Gewässerrenaturierung, Stadtplanung, Lebensqualität
  • Fachgebiete: Wasserwirtschaft, Ökologie, Stadtplanung
  • Anwendungsbereiche: Verbesserung des Wassermanagements, Reduzierung von Hochwasserrisiken, Förderung der Biodiversität, Schaffung von Erholungsräumen, Steigerung der Lebensqualität in Städten

Deich

Ein Deich ist ein lineares Bauwerk, das entlang von Flüssen, Küsten oder Seen errichtet wird, um das Hinterland vor Hochwasser zu schützen. Deiche bestehen in der Regel aus Erde, Sand oder Steinen und sind so konstruiert, dass sie dem Wasserdruck standhalten. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Hochwasserschutzes, insbesondere in flachen Küstenregionen und entlang von Flüssen mit großem Einzugsgebiet. Regelmäßige Wartung und Verstärkung von Deichen sind notwendig, um ihre Wirksamkeit zu gewährleisten.

  • Wortvariationen: Hochwasserschutzwall
  • Internationale Begriffe: EN: Levee, FR: Digue, ES: Dique, IT: Argine
  • Verwandte Konzepte: Hochwasserschutz, Küstenschutz, Flussbau
  • Fachgebiete: Wasserbau, Geotechnik
  • Anwendungsbereiche: Schutz von Siedlungen und Infrastruktur vor Überflutungen, Sicherstellung der landwirtschaftlichen Nutzung von Küstenregionen, Schutz von Industrieanlagen vor Hochwasserschäden

Entsiegelung

Entsiegelung bezeichnet die Entfernung von versiegelten Oberflächen wie Asphalt, Beton oder Pflastersteinen, um den natürlichen Wasserhaushalt wiederherzustellen. Durch die Entsiegelung kann Regenwasser wieder in den Boden versickern, wodurch der Grundwasserspiegel angehoben und die Hochwassergefahr reduziert wird. Entsiegelung ist ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Stadtentwicklung und trägt zur Verbesserung des Stadtklimas bei. Sie kann durch verschiedene Maßnahmen wie die Umwandlung von Parkplätzen in Grünflächen oder die Verwendung von wasserdurchlässigen Belägen erreicht werden.

  • Wortvariationen: Flächenentsiegelung
  • Internationale Begriffe: EN: De-sealing, FR: Désimperméabilisation, ES: Desellado, IT: De-sigillatura
  • Abgrenzung: Versiegelung
  • Verwandte Konzepte: Regenwassermanagement, Stadtklima, Grundwasserneubildung, Nachhaltigkeit
  • Fachgebiete: Umweltplanung, Stadtplanung, Wasserwirtschaft
  • Anwendungsbereiche: Verbesserung des Wasserhaushaltes, Reduzierung der Hochwassergefahr, Verbesserung des Stadtklimas, Förderung der Grundwasserneubildung, Erhöhung der Biodiversität

Flächennutzungsplanung

Die Flächennutzungsplanung ist ein Instrument der Stadtplanung, das die Art und Weise festlegt, wie Grundstücke in einer Gemeinde genutzt werden dürfen. Sie legt fest, welche Gebiete für Wohnbebauung, Gewerbe, Industrie, Landwirtschaft oder Grünflächen vorgesehen sind. Eine vorausschauende Flächennutzungsplanung kann dazu beitragen, Hochwasserrisiken zu minimieren, indem sie beispielsweise hochwassergefährdete Gebiete von Bebauung freihält oder für die Anlage von Retentionsflächen vorsieht. Sie ist ein wichtiges Instrument für einen integrierten Hochwasserschutz.

  • Wortvariationen: Raumplanung, Bauleitplanung
  • Internationale Begriffe: EN: Land use planning, FR: Planification de l'utilisation des sols, ES: Planificación del uso del suelo, IT: Pianificazione dell'uso del suolo
  • Verwandte Konzepte: Stadtplanung, Hochwasserschutz, Risikomanagement, Nachhaltigkeit
  • Fachgebiete: Raumplanung, Rechtswissenschaften, Geographie
  • Anwendungsbereiche: Minimierung von Hochwasserrisiken, Steuerung der Bebauung in gefährdeten Gebieten, Sicherstellung von Retentionsflächen, Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung

Grüne Infrastruktur

Grüne Infrastruktur umfasst ein Netzwerk aus Grünflächen, Parks, Gärten, Bäumen, Hecken und anderen natürlichen Elementen in einer Stadt. Sie dient der Verbesserung des Stadtklimas, der Förderung der Biodiversität, der Reduzierung von Hochwasserrisiken und der Schaffung von Erholungsräumen. Grüne Infrastruktur kann dazu beitragen, Regenwasser aufzunehmen und zu speichern, wodurch der Oberflächenabfluss reduziert und die Kanalisation entlastet wird. Sie ist ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

  • Wortvariationen: Grünflächensystem, Stadtgrün
  • Internationale Begriffe: EN: Green infrastructure, FR: Infrastructure verte, ES: Infraestructura verde, IT: Infrastruttura verde
  • Abgrenzung: Blaue Infrastruktur
  • Verwandte Konzepte: Regenwassermanagement, Stadtklima, Biodiversität, Lebensqualität
  • Fachgebiete: Umweltplanung, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur
  • Anwendungsbereiche: Verbesserung des Stadtklimas, Förderung der Biodiversität, Reduzierung von Hochwasserrisiken, Schaffung von Erholungsräumen, Steigerung der Lebensqualität in Städten

Hochwasser

Hochwasser bezeichnet einen Zustand, bei dem der Wasserstand eines Gewässers (Fluss, See, Meer) über den normalen Pegelstand ansteigt und dadurch angrenzende Gebiete überflutet. Hochwasser kann durch starke Regenfälle, Schneeschmelze, Sturmfluten oder Deichbrüche verursacht werden. Es stellt eine erhebliche Gefahr für Menschen, Gebäude und Infrastruktur dar und kann zu großen wirtschaftlichen Schäden führen. Der Schutz vor Hochwasser ist daher eine wichtige Aufgabe der Wasserwirtschaft und des Katastrophenschutzes.

  • Wortvariationen: Überschwemmung, Flut
  • Internationale Begriffe: EN: Flood, FR: Inondation, ES: Inundación, IT: Inondazione
  • Abgrenzung: Niedrigwasser
  • Verwandte Konzepte: Hochwasserschutz, Katastrophenschutz, Klimawandel, Risikomanagement
  • Fachgebiete: Hydrologie, Wasserwirtschaft, Katastrophenschutz
  • Anwendungsbereiche: Schutz von Menschenleben, Schutz von Eigentum, Minimierung wirtschaftlicher Schäden, Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Infrastruktur

Hochwasserrisikomanagement

Hochwasserrisikomanagement umfasst alle Maßnahmen und Strategien, die darauf abzielen, die negativen Auswirkungen von Hochwasserereignissen zu minimieren. Es beinhaltet die Analyse von Hochwasserrisiken, die Entwicklung von Schutzmaßnahmen, die Vorbereitung auf den Ernstfall und die Sensibilisierung der Bevölkerung. Ein effektives Hochwasserrisikomanagement berücksichtigt sowohl technische als auch nicht-technische Maßnahmen und strebt eine ganzheitliche Betrachtung des Problems an. Es ist ein kontinuierlicher Prozess, der an die sich ändernden Bedingungen angepasst werden muss.

  • Wortvariationen: Flutrisikomanagement
  • Internationale Begriffe: EN: Flood risk management, FR: Gestion du risque d'inondation, ES: Gestión del riesgo de inundación, IT: Gestione del rischio di inondazione
  • Verwandte Konzepte: Hochwasserschutz, Katastrophenschutz, Risikobewertung, Anpassung an den Klimawandel
  • Fachgebiete: Wasserwirtschaft, Katastrophenschutz, Raumplanung
  • Anwendungsbereiche: Minimierung von Schäden durch Hochwasser, Schutz von Menschenleben, Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Infrastruktur, Erhöhung der Resilienz gegenüber Hochwasserereignissen

Hochwasserschutz

Hochwasserschutz umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen, Schäden durch Hochwasser zu verhindern oder zu reduzieren. Diese Maßnahmen können technischer Natur sein, wie der Bau von Deichen, Mauern oder Rückhaltebecken, oder nicht-technischer Natur, wie die Festlegung von Überschwemmungsgebieten oder die Anpassung der Flächennutzung. Ein effektiver Hochwasserschutz erfordert eine Kombination aus verschiedenen Maßnahmen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden, Experten und der Bevölkerung. Ziel ist es, die Sicherheit und Lebensqualität in hochwassergefährdeten Gebieten zu gewährleisten.

  • Wortvariationen: Flutschutz
  • Internationale Begriffe: EN: Flood protection, FR: Protection contre les inondations, ES: Protección contra inundaciones, IT: Protezione dalle inondazioni
  • Verwandte Konzepte: Deiche, Rückhaltebecken, Überflutungsgebiete, Flächennutzungsplanung
  • Fachgebiete: Wasserbau, Raumplanung, Katastrophenschutz
  • Anwendungsbereiche: Schutz von Menschenleben, Schutz von Eigentum, Minimierung wirtschaftlicher Schäden, Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Infrastruktur

Klimaanpassung

Klimaanpassung bezeichnet Maßnahmen, die darauf abzielen, die negativen Auswirkungen des Klimawandels zu minimieren und die Widerstandsfähigkeit von Gesellschaften und Ökosystemen gegenüber den veränderten Klimabedingungen zu erhöhen. Im Kontext des Hochwasserschutzes bedeutet Klimaanpassung beispielsweise die Anpassung von Entwässerungssystemen an häufigere und intensivere Starkregenereignisse oder die Verlagerung von Bebauung aus hochwassergefährdeten Gebieten. Klimaanpassung ist ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Entwicklung.

  • Wortvariationen: Anpassung an den Klimawandel
  • Internationale Begriffe: EN: Climate change adaptation, FR: Adaptation au changement climatique, ES: Adaptación al cambio climático, IT: Adattamento ai cambiamenti climatici
  • Abgrenzung: Klimaschutz
  • Verwandte Konzepte: Hochwasserschutz, Starkregenmanagement, Stadtplanung, Nachhaltigkeit
  • Fachgebiete: Klimatologie, Umweltplanung, Stadtplanung
  • Anwendungsbereiche: Reduzierung der Anfälligkeit gegenüber Klimafolgen, Anpassung von Infrastruktur und Bebauung an veränderte Klimabedingungen, Erhöhung der Resilienz von Ökosystemen

Notfallplanung

Notfallplanung umfasst die Vorbereitung auf den Ernstfall, also auf das Eintreten eines Hochwasserereignisses. Sie beinhaltet die Erstellung von Notfallplänen, die Festlegung von Verantwortlichkeiten, die Bereitstellung von Ressourcen und die Durchführung von Übungen. Ziel der Notfallplanung ist es, die Auswirkungen eines Hochwassers zu minimieren und die schnelle und effektive Hilfeleistung für die Betroffenen zu gewährleisten. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Hochwasserrisikomanagements.

  • Wortvariationen: Katastrophenschutzplanung
  • Internationale Begriffe: EN: Emergency planning, FR: Planification d'urgence, ES: Planificación de emergencia, IT: Pianificazione di emergenza
  • Verwandte Konzepte: Katastrophenschutz, Hochwasserschutz, Risikomanagement, Bevölkerungsschutz
  • Fachgebiete: Katastrophenschutz, Verwaltungswissenschaften, Rechtswissenschaften
  • Anwendungsbereiche: Minimierung von Schäden durch Hochwasser, Schutz von Menschenleben, Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Infrastruktur, Gewährleistung einer schnellen und effektiven Hilfeleistung

Regenrückhaltebecken

Ein Regenrückhaltebecken ist eine Anlage, die dazu dient, Regenwasser vorübergehend zu speichern und verzögert in die Kanalisation oder ein Gewässer abzugeben. Dadurch wird die Kanalisation bei Starkregenereignissen entlastet und das Risiko von Überschwemmungen reduziert. Regenrückhaltebecken können in verschiedenen Formen realisiert werden, beispielsweise als unterirdische Speicher, als offene Becken oder als naturnahe Retentionsflächen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil eines nachhaltigen Regenwassermanagements.

  • Abkürzungen: RRB
  • Wortvariationen: Regenretentionsbecken, Rückhaltebecken
  • Internationale Begriffe: EN: Stormwater retention basin, FR: Bassin de rétention des eaux pluviales, ES: Estanque de retención de aguas pluviales, IT: Vasca di laminazione
  • Verwandte Konzepte: Regenwassermanagement, Hochwasserschutz, Kanalisation, Entwässerung
  • Fachgebiete: Wasserbau, Umwelttechnik, Siedlungswasserwirtschaft
  • Anwendungsbereiche: Reduzierung des Hochwasserrisikos, Entlastung der Kanalisation, Verbesserung der Wasserqualität, Förderung der Grundwasserneubildung

Resilienz

Resilienz bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, sich von Störungen zu erholen und seine grundlegenden Funktionen aufrechtzuerhalten. Im Kontext des Hochwasserschutzes bedeutet Resilienz die Fähigkeit einer Stadt, sich von Hochwasserereignissen zu erholen und ihre Lebensqualität und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen. Resiliente Städte verfügen über robuste Infrastruktur, effektive Frühwarnsysteme, gut vorbereitete Notfallpläne und eine starke Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt.

  • Wortvariationen: Widerstandsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit
  • Internationale Begriffe: EN: Resilience, FR: Résilience, ES: Resiliencia, IT: Resilienza
  • Abgrenzung: Anfälligkeit
  • Verwandte Konzepte: Hochwasserschutz, Katastrophenschutz, Klimaanpassung, Stadtentwicklung
  • Fachgebiete: Soziologie, Psychologie, Stadtplanung
  • Anwendungsbereiche: Minimierung der Auswirkungen von Hochwasserereignissen, schnelle Wiederherstellung nach Hochwasser, Stärkung der Gemeinschaft, Verbesserung der Lebensqualität

Retentionsfläche

Eine Retentionsfläche ist ein Gebiet, das dazu dient, Wasser vorübergehend zu speichern und den Abfluss zu verzögern. Retentionsflächen können natürliche Gebiete wie Auen oder Feuchtgebiete sein, oder künstlich angelegte Flächen wie Regenrückhaltebecken oder Grünflächen. Sie tragen dazu bei, Hochwasserspitzen zu reduzieren und die Kanalisation zu entlasten. Die Ausweisung und Erhaltung von Retentionsflächen ist ein wichtiger Bestandteil eines integrierten Hochwasserschutzes.

  • Wortvariationen: Rückhaltefläche, Überflutungsfläche
  • Internationale Begriffe: EN: Retention area, FR: Zone de rétention, ES: Área de retención, IT: Area di ritenzione
  • Verwandte Konzepte: Hochwasserschutz, Regenwassermanagement, Flächennutzungsplanung, Naturschutz
  • Fachgebiete: Wasserwirtschaft, Raumplanung, Ökologie
  • Anwendungsbereiche: Reduzierung des Hochwasserrisikos, Entlastung der Kanalisation, Erhaltung der Biodiversität, Verbesserung des Landschaftsbildes

Starkregenereignis

Ein Starkregenereignis ist ein Niederschlag, bei dem innerhalb kurzer Zeit eine große Menge Regen fällt. Starkregenereignisse können zu lokalen Überschwemmungen führen, da die Kanalisation und die natürlichen Abflusssysteme überlastet werden. Sie stellen eine zunehmende Herausforderung für Städte dar, da sie aufgrund des Klimawandels häufiger und intensiver auftreten. Ein effektives Starkregenmanagement ist daher unerlässlich, um Schäden zu minimieren.

  • Wortvariationen: Extremregen, Platzregen
  • Internationale Begriffe: EN: Heavy rainfall event, FR: Événement de fortes précipitations, ES: Evento de fuertes lluvias, IT: Evento di forti piogge
  • Abgrenzung: Trockenheit
  • Verwandte Konzepte: Hochwasserschutz, Regenwassermanagement, Klimawandel, Kanalisation
  • Fachgebiete: Meteorologie, Hydrologie, Stadtplanung
  • Anwendungsbereiche: Minimierung von Schäden durch Überschwemmungen, Schutz von Menschenleben, Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Infrastruktur, Anpassung an den Klimawandel

Überflutungsgebiet

Ein Überflutungsgebiet ist ein Gebiet, das bei Hochwasser regelmäßig oder potenziell überflutet wird. Die Ausweisung von Überflutungsgebieten dient dazu, die Bebauung in gefährdeten Gebieten zu steuern und die Bevölkerung vor den Gefahren von Hochwasser zu schützen. In Überflutungsgebieten gelten besondere Bauvorschriften, um Schäden zu minimieren. Die Kenntnis der Überflutungsgebiete ist eine wichtige Grundlage für die Hochwasserrisikomanagement.

  • Wortvariationen: Überschwemmungsgebiet, Risikogebiet
  • Internationale Begriffe: EN: Floodplain, FR: Zone inondable, ES: Zona inundable, IT: Zona alluvionabile
  • Verwandte Konzepte: Hochwasserschutz, Risikomanagement, Flächennutzungsplanung, Bauvorschriften
  • Fachgebiete: Wasserwirtschaft, Raumplanung, Rechtswissenschaften
  • Anwendungsbereiche: Schutz von Menschenleben, Schutz von Eigentum, Minimierung wirtschaftlicher Schäden, Steuerung der Bebauung in gefährdeten Gebieten

Versiegelung

Versiegelung bezeichnet die Bedeckung des Bodens mit undurchlässigen Materialien wie Asphalt, Beton oder Pflastersteinen. Durch die Versiegelung wird die natürliche Versickerung des Regenwassers verhindert, wodurch der Oberflächenabfluss erhöht und die Grundwasserneubildung reduziert wird. Versiegelung trägt somit zur Erhöhung des Hochwasserrisikos bei und hat negative Auswirkungen auf das Stadtklima. Die Reduzierung der Versiegelung ist ein wichtiges Ziel einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

  • Wortvariationen: Bodenversiegelung, Flächenversiegelung
  • Internationale Begriffe: EN: Soil sealing, FR: Imperméabilisation des sols, ES: Sellado del suelo, IT: Sigillatura del suolo
  • Abgrenzung: Entsiegelung
  • Verwandte Konzepte: Regenwassermanagement, Hochwasserschutz, Stadtklima, Grundwasserneubildung
  • Fachgebiete: Umweltplanung, Stadtplanung, Bodenkunde
  • Anwendungsbereiche: Erhöhung des Hochwasserrisikos, Verschlechterung des Stadtklimas, Reduzierung der Grundwasserneubildung, Beeinträchtigung der Bodenfunktionen

Vorhersagesysteme

Vorhersagesysteme sind Instrumente, die dazu dienen, Hochwasserereignisse frühzeitig zu erkennen und vorherzusagen. Sie basieren auf meteorologischen Daten, hydrologischen Modellen und Echtzeitmessungen von Wasserständen und Niederschlägen. Durch die rechtzeitige Vorhersage von Hochwasser können Warnungen an die Bevölkerung ausgegeben und Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Vorhersagesysteme sind ein wichtiger Bestandteil eines effektiven Hochwasserrisikomanagements.

  • Wortvariationen: Frühwarnsysteme
  • Internationale Begriffe: EN: Forecasting systems, FR: Systèmes de prévision, ES: Sistemas de predicción, IT: Sistemi di previsione
  • Verwandte Konzepte: Hochwasserschutz, Katastrophenschutz, Risikomanagement, Meteorologie
  • Fachgebiete: Hydrologie, Meteorologie, Informatik
  • Anwendungsbereiche: Rechtzeitige Warnung der Bevölkerung, Vorbereitung von Schutzmaßnahmen, Minimierung von Schäden durch Hochwasser, Verbesserung der Reaktionsfähigkeit auf Hochwasserereignisse

Wasserdurchlässige Beläge

Wasserdurchlässige Beläge sind Materialien, die für die Oberflächenbefestigung verwendet werden und die es ermöglichen, dass Regenwasser in den Untergrund versickern kann. Sie bestehen beispielsweise aus wasserdurchlässigem Asphalt, Pflastersteinen mit Fugen oder Kies. Durch die Verwendung von wasserdurchlässigen Belägen kann der Oberflächenabfluss reduziert und die Grundwasserneubildung gefördert werden. Sie sind eine wichtige Maßnahme zur Reduzierung des Hochwasserrisikos in urbanen Gebieten.

  • Wortvariationen: Versickerungsfähige Beläge
  • Internationale Begriffe: EN: Permeable pavements, FR: Revêtements perméables, ES: Pavimentos permeables, IT: Pavimentazioni permeabili
  • Abgrenzung: Versiegelte Flächen
  • Verwandte Konzepte: Regenwassermanagement, Hochwasserschutz, Stadtklima, Grundwasserneubildung
  • Fachgebiete: Bauingenieurwesen, Umwelttechnik, Stadtplanung
  • Anwendungsbereiche: Reduzierung des Oberflächenabflusses, Förderung der Grundwasserneubildung, Verbesserung des Stadtklimas, Reduzierung des Hochwasserrisikos
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