Wintergarten OHNE Wandanschluss?!
BAU-Forum: Wintergarten

Wintergarten OHNE Wandanschluss?!

Hallo zusammen,

wir lassen uns zurzeit einen Wintergarten von einer Wintergartenfirma bauen. Gestern hatten wir mit dem Wintergartenbauer leider ein weniger erfreuliches Gespräch. Unser Wintergartenbauer ist der Ansicht, dass unser Wintergarten nun fast fertig wäre. Dieser Ansicht sind wir jedoch absolut nicht.

Vorab eieiner kurze Erläuterung des geplanten Aluminium-Wintergartens: Der Wintergarten wird mit einem Pultdach gebaut und normal an die Hauswand (Gartenseite) angeschlossen. Das Glasdach sollte ursprünglich auf zwei Mauern, die links und rechts stehen aufliegen. Nach mehreren Beratungen kam der Wintergartenbauer zu dem Schluss, dass es besser wäre, wenn das Dach nicht auf den Mauern liegt, sondern nur daran angeschlossen wird. Die Mauern wurden dann nach Angaben des Wintergartenbauers von unserem Maurer erstellt. Sobald die Mauern standen, kam der Wintergartenbauer mit seinem Statiker zum genauen Aufmaß nehmen vorbei. Da der Wintergarten recht groß ist (8 m breit und 7,2 m lang), wurde in der Mitte ein Stahlträger auf Stahlstützen, die an die Mauern festgeschraubt sind, eingebaut. Er hat uns dann angeboten, dass er die Stahlstützen entweder in derselben Farbe wie die Sparren (also weiß) verkleidet. Alternativ hat er gesagt, dass wir auch direkt eine Innendämmung anbringen können, in der die Stahlstützen dann verschwinden. Da ja eine Wanddämmung nicht verkehrt ist, haben wir uns entschieden, eine Innendämmung statt einer Verkleidung der Stahlstützen zu machen. Da die Stahlstützen ca. 8 cm dick sind, haben wir abgesprochen, dass die Innendämmung dann max. 10 cm dick wird. Wir haben dann auch im Vorfeld besprochen, wie der Wandanschluss des Glasdaches links und rechts an die Mauern erfolgen soll. Er hat uns dann gesagt, dass er einen "Doppelsparren" dahin machen wird, an dessen äußeren Sparren unsere Innendämmung dann anstößt, wodurch der Doppelsparren dann nur zur Hälfte sichtbar ist. Die Innendämmung wäre dann quasi hinter dem ineineren Sparren verschwunden, damit wir oben einen schönen Abschluss haben und die Innendämmung dann nicht den Sparren verdeckt und bis ans Glas hochgeht.

Nun wurde der Wintergarten aufgebaut. Stahlträger und -stützen sind gemacht, Sparren und Glasdach liegen auf. Schiebetürelemente in der Front sind eingebaut. Unser Problem dabei ist nun, dass links und rechts beim Glasdach und in der Front zur Mauer jeweils 15 cm Lücke vorhanden ist! Unser Wintergartenbauer war gestern der Ansicht, dass er mit dem Wintergarten nun fast fertig wäre. Er macht dann über die Lücken eine Folie und den Rest sollen wir machen?!?! Wir haben bei ihm doch einen fertigen "thermisch getrennten Wintergarten" in Auftrag gegeben, der natürlich die erforderlichen Dämmwerte erreichen sollte und auch dicht ist. Ich wüsste nicht, wie ein Wintergarten mit solch großen Luftlücken die thermischen Werte erreichen sollte und als regendicht gelten kann. Es war nie die Rede davon, dass wir nun plötzlich selber irgendwelche riesigen Lücken thermisch schließen sollen. Unserer Ansicht nach gehört zur Erstellung eines Wohnwintergartens auch ein entsprechender regendichter und wärmedämmwerttechnischer Anschluss an die Seitenwände. Eine einfache Folie, die er über die Lücke machen wollte, erfüllt diesen Zweck doch sicherlich nicht. Wie gesagt  -  es war ja immer die Rede von einem Doppelsparren der dahin kommt. Nun haben wir dort nur einen einfachen "Innensparren" und eine 15 cm große Lücke links und recht. Nachdem wir uns quergestellt haben, hat er dann alternativ angeboten, unter die Folie dann noch Styrodur zu machen, um die Lücke zu schließen. Das wäre sowieso besser als ein "kalter" Doppelsparren, der dann an die Wand käme. Wenn man die Lücke mit Styrodur schließt, wäre die Wärmedämmung zwischen Innensparren und Wand viel besser.

Nun unsere Frage: Hat er recht damit, dass es besser ist, wenn er die Lücke nun mit Styrodur schließt? Es war zwar ein Doppelsparren geplant, den er sich jetzt gespart hat, aber wenn die Lösung, die Lücke einfach nur mit Styrodur zu füllen, besser wäre, wäre uns das fast egal. Aber auch wenn er jetzt diese Styrodur-Notlösung macht, kann das ja noch lange nicht als richtiger Wandanschluss alleine gelten, oder? Unserer Ansicht nach, muss er doch einen kompletten vernünftigen Wandanschluss machen und wir finden es nicht ausreichend, die Lücke jetzt nur mit Styrodur und der Folie oben drüber zu schließen. Er muss doch zumindest noch unter und über dem Styrodur eine entsprechende Aluminiumverkleidung anbringen, damit die Lücke ordentlich geschlossen ist, oder? Schließlich soll es auch dauerhaft halten. Es muss ja regendicht sein und die themischen Werte auch erreichen. Wir finden es unfassbar, dass er uns da nur eine Folie drüber legen wollte und nur nach dem Querstellen noch Styrodur angeboten hat. Wir sollten den kompletten Wandanschluss selber machen!

Zudem hatten wir ja ursprünglich mit einer Dämmung von max. 10 cm gerechnet. Jetzt haben wir dort aber eine fast 15 cm große Lücke an beiden Seiten. Die Innendämmung der Wände muss nun dicker ausfallen, damit wir den inneren Sparren erreichen und nicht unnötige Lücken dazwischen entstehen. Dies kostet uns auch wieder mehr Geld und nimmt uns natürlich auch noch etwas Raum weg.

Des Weiteren ist zwischen dem gesamten Schiebetürelement in der Front und dem Mäuerchen darunter noch eine mehr als 1 cm große Luftlücke, durch die wir durchschauen können. Auch diese müsste doch noch entsprechend gedämmt werden. Das gehört unserer Ansicht ebenfalls dazu.

Dadurch, dass nun auch in der Front links und rechts insgesamt 30 cm Lücke ist, ist natürlich auch das Schiebetürelement um 30 cm kürzer geworden. Wollte er hier Geld sparen?! Wir hatten immer den Wunsch geäußert, eine möglichst große Türöffnung durch das Schiebetürelement zu erreichen (ca. 4 m Öffnung war geplant). Nun ist die Öffnung natürlich auch dementsprechend kleiner geworden (ca. 3,50 m). Also wir hängen jetzt nicht exakt an dieser 4 m-Öffnung. Ein bisschen Spiel muss man da ja anräumen. Man kann ja nicht alles im Vorfeld so exakt abschätzen. Aber wenn man diese unnützen Lücken links und rechts nicht hätte, hätte das Schiebetürelement ja auch 30 cm größer werden können ...

Ich habe auch ein paar Fotos von den Lücken gemacht und hochgeladen. Diese könnt ihr euch unter den folgenden Links anschauen:

(Lücke unterm Schiebetürelement)

Was sagt ihr dazu?

Vielen Dank im Voraus für eure Bemühungen! Ich hoffe, der Text ist nicht zu lang geworden ... Über Antworten würden wir uns wirklich sehr freuen!

Viele Grüße und einen schönen Sonntag noch!

  • Name:
  • NaCa
  1. Beratung kaum möglich

    Haben Sie einen Generalunternehmer mit einem "Rundum-Sorglos-Paket" beauftragt? Natürlich sind winddichte Anschlüsse an das Haus notwendig ... aber woran wenn die Isolierung fehlt? Wer hat das alles geplant? Wer hat die Bauleitung gemacht und die Schnittstellen koordiniert? Sie haben zu viele Annahmen gemacht und die ganzen Vorarbeiten nicht bedacht. Man nennt das Schnittstellenkatalog. Eine Lösung kann nur ein Fachmann vor Ort bieten, aber mit Fotos und viel Text im Forum wird das leider nichts. Gruß

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