Trinkwasser- und Schmutzwasser-Aufbereitung

drainage am abwasserkanal

Hallo an Alle,
wir haben ebenso wie einige direkte Nachbarn ein Schreiben unserer Gemeinde erhalten, dass wir größere Mengen Fremdwassers in den städitschen Abwasserkanal einleiten würden. Es wäre von uns zu überprüfen, ob Leitungen undicht seien, oder es sich um Grund- oder Quellwasser handeln würde. Wir wohnen am Fuße eines Hanges. Von älteren Einwohnern haben wir schon vor längerer Zeit erfahren, dass es sich wegen Quellen und Schichtwasser vom Berg um ein sehr feuchtes Gebiet handele. Als wir 1991 die Doppelhaushälfte kauften, war diese bereits bezugsfertig, und Drainage, Kanalanschlüsse usw. fertiggestellt. Auf den von der Baufirma erstellten, der Stadt vorliegenden und 1990 genehmigten Plänen ist eine Drainage eingezeichnet, und mit einem Pfeil mit der Anmerkung "zum städtischen Kanal" markiert. Der Anschluß der Drainage war somit ja wohl genehmigt und bislang auch 17 Jahre geduldet. Lt. Stadt gibt es in der näheren Umgebung keinen zweiten Kanal, das Zweikanalsystem würde nur in den Neubaugebieten genutzt. Welche Maßnahmen kann die Stadt von uns verlangen, solange es keinen zweiten Kanal gibt (Versickerug ist bei unserer Gundstücksgröße unmöglich). Ist eine deutlich höhere Abwasserabgabe von den betroffenen 6 Haushalten gerechtfertigt, oder müßte diese auf alle Anwohner dieses Hanges, bzw. auf die Allgemeinheit umgelegt werden.
Für konkrete Tipps wäre ich sehr dankbar,
Waldi

  1. Lösung schwierig

    Hallo,
    zunächst einmal ist Ihr Problem sehr weit verbreitet. in den 70er und 80er Jahren hat sich kein Memsch für Fremdwasser in der Kanalisation interessiert. Drainagen an der Mischkanalisation sind daher sehr weit verbreitet. Wie beispielsweise auch bei mir zuhause.
    Eine generelle Lösung gibt es leider nicht. Versickerung ist logischerwiese unmöglich, weil man ja das Grundwasser das man entnimmt wieder dem gleichen Wasserkörper zugiebt. So als ob man bei einer Badewanne das Wasser an der einen Seite abpumpe um es an der anderen Seite wieder einzulassen.
    Technisch möglich ist teilweise der nachträgliche Einbau einer dichten Wanne um das Haus. Das ist aber mit immensem Aufwand verbunden und ein Bürgermeister der seinen Job liebt wird das nicht verlangen (er müsste es ja von jedem verlangen).
    In meiner Gemeinde überlegt die Stadt, kleine Rohrleitungen parallel zu verlegen, in die man dann das Drainagewasser pumpen kann und die im nächsten Bach enden. Wenn man sich anschaut, welcher Aufwand an einer dichten Wanne hängt, ist das als Gemenschaftsaktion ein richtiges Schnäppchen.
    Das Hauptproblem der Gemeinden ist, dass sie wenn sie Grenzwerte im Fremdwasserzulauf an der Kläranlage überschreiten in der Regel keine weiteren Zuschüsse vom Land bekommen. Das ist auch für die Bürger deser Städte schlecht, weil Maßnahmen dann über Gebühren finanziert werden müssen. In einer solchen Sache sollte man also gemeinsam mit dem Tiefbauamt eine Lösung suchen.


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