jetzt mit erheblichen Mängeln verbunden.
Alles richtig machen war die Prämisse!
Energieberater (Zugelassen) Untersucht die Luftschicht und stellt die Eignung fest.
Er prüft den "Giebelkopf" zusammen mit dem Dachecker und stellt (schriftlich) fest:
"Alles Prima". Die bei der Dachsanierung 2007 geöffnete Luftschicht nach oben ist durch die
Klimamembran KM-Duplex und die Deltamax wieder ordentlich verschlossen worden.
Energieberater berechnet und schlägt Dämmstoff vor (leichtes EPS >=0,035 Material)
Ausgestellter Energieausweis basiert dann auf die (noch zu erbringende) Dämmmaßnahme.
Soweit so gut.
Empfohlene "Kerndämm-Fachfirma 17 Jahre Erfahrung" gibt Angebot ab. Ca 3300 € für die Dämmung.
Keine weitere Nachfrage oder eigene Untersuchung scheinbar notwendig. Hört sich gut an, wird beauftragt.
Firma bläst ein, aber entgegen allen Leitfäden zur Kerndämmung und verfügbaren Informationen
im Internet, und sogar entgegen den Richtlinien des Herstellers (H2-Wall = EPS von Isofloc) wird
weder die Hohlschicht an sich, die Schichtdicke kontrolliert noch die eingeblasene Materialmenge hinterfragt.
Einfach bohren und rein damit. Schnell, Schnell eben.
Ach so, ein "Show-Nebeltest" an einer Wandseite zeigte sogar Nebelaustritt und trotzdem
kein Abbruch.
Egal, "wo Nebel rauskommt muss noch lange kein Material rauskommen" O. Ton vom Chef persönlich.
Hört man als Kunde gerne. Warum sorgen machen?
Kam ja auch nicht. Dem ersten Anschein nach.
Ergebnis:
Ca 1,2Qm Material haben sich in die Abseite "ergossen". Nach Innen war wohl doch was undicht.
Auf dem Schaden sitze ich aktuell. Die Firma hat sich geweigert das Abzusaugen und zu entsorgen.
Gestern sehr starker Wind (noch lange kein Sturm an der NFAbk.-Westküste) und plötzlich
bei Nord-Ost-Wind massiver Materialaustritt am Nord-West Giebel.
Notdürftiges abstopfen von außen.
Zwei Experten ein großer Schei ... Keiner will"s gewesen sein. Der Energieberater taucht ab.
Die "Fachfirma" wehrt ab.
Nun muss ich doch wohl den Dachdecker bitten im Nachhinein die Dachsteine aufzunehmen
und nachträglich "abstopfen" lassen. Kostet halt extra.
Oder gibt es andere Optionen?
Man hätte ja auch den Giebelbereich mit Rockwool füllen können. Freilassen und nur EGAbk.
wäre wohl weniger gut gewesen.
Aber muss ICH auf solche Ideen kommen? Kann man sich nun auf "Experten" verlassen oder nicht.
Hätte ich nur Rockwool genommen, "drohen" dem Hausbesitzer in Zukunft Probleme wg.
weiterer Verschärfung der EnEVAbk.. Aktuell wäre das noch gegangen. Aber der Energiepass passt dann nicht mehr.
Hier im Forum und im Internet gibt es zwei Thesen zu Energieberatern die ich voll unterstreichen kann:
1.) Die Aufnahme des Ist-Wertes von Wand etc. kann zwischen 45 % und 70 % Fehlerhaft sein
wenn das Ziel eine Dämmmaßnahme ist. Grund: Der Dämmstoff überwiegt nach der Maßnahme.
Der "Kunde" soll vom Vorteil der Dämmung überzeugt werden.
Aber:
Dadurch wird m.E. nach die Amortisation absichtlich falsch berechnet und ggf. auch die
falschen Weichen gestellt bzw. nur wegen wenigen 0,007 besseren U-Werten wie in meinem Fall
ein unnötiges Risiko eingegangen.
2) Fehlende Unabhängigkeit der Energieberater (wenn dies nicht vom Kunden ausdrücklich
gefordert wird)
Der muss alle Vorgaben (hier mögliche Fördermittelprüfung der KFWAbk.) einhalten und "rechnet sich einen Wolf ab"
Was juckt mich als Kunde die Kellerdecke, Blower Door, Solarthermie. Ich wollte doch nur eine wirkliche
Fachberatung zur Kerndämmung und ggf. auch mögliche Förderung und nicht "ellenlang" Papier mit
nutzlosen Berechnungen.
PS:
Die Dämmmaßnahme halte ich weiterhin für Richtig, da ich keine andere Möglichkeit zur
Energieeinsparung bzw. Werterhaltung gesehen habe. Der Druck etwas zu machen wird gesetzlich
und ohne Rücksicht auf Logik immer mehr verstärkt. Danke EnEV.
Einen Langzeitschaden Aufgrund der Dämmung (Absaufen etc.) erwarte ich jedenfalls nicht.
Davon bin ich überzeugt.
Aber die Begleitumstände waren einfach großer Schei ...
Gruß
Peter