Modernisierung / Sanierung / Bauschäden

EFHaus gekauft (BJ 1967) - viele Fragen

Hallo.
Ich habe ein EFHA Baujahr 1967 gekauft und bin nun dabei, dieses zu renovieren. Dabei stellen sich jetzt schon einige Fragen (vorab: ich bin handwerklich durchaus keine Niete):
1.) Nach Abriss der Tapete fand ich an einigen Stellen oberflächlichen Schimmel jedoch unter (!) der Tapete. Wie sollte die Wand behandelt werden, damit die neue Tapete nicht in einem Jahr wieder Schimmelflecken hat bzw. dauerhaft schimmelfrei bleibt? Wir wollen Vlies-Tapeten aufbringen. Die Feuchtigkeit kommt durch mangelndes Lüften - laut Angaben der Vorbesitzer. Dazu kommt, dass die Terrasse der Hauswand zugeneigt ist (wird geändert) und somit Regenwasser gegen die Hauswand läuft. Außerdem ist das Mauerwerk nicht gegen das erdreich abgedichtet (wird im Sommer geändert).
2.) Der Sturz über den beiden Schlafzimmerfenstern besteht aus 2 Stahl-Doppel-T-Strägern. Diese sind deutlich ver.- bzw. angerostet. Wie ist zu unterscheiden, wann diese Träger raus und neu müssen und wann sie nur "behandelt" werden müssen? Ursache für den Rost ist Feuchtigkeit in der Wand ausgelöst durch einen schlecht abgedichteten Rolladenkasten, der außen auf der Hauswand aufsitzt.
3.) Das Haus hat im Innenbereich 9 Massivholztüren. Diese sind in mahagoni gehalten. Wir würden die Türen und die Rahmen gerne weiß streichen/lackieren. Ein erster Preis-Test beim Tischler ergab 250 Euro/Tür. Macht das Sinn? Oder kann man das selber machen? Wie wären die Vorarbeiten? Die Türen sind nicht 08/15 glatt, sondern haben eine "Struktur", manche einen Glaseinsatz.
4.) Im OGA und im Flur sind die Decken mit einer dunklen Holzveräfelung verblendet. Diese würden wir gerne in weiß streichen/lackieren. Was ist hierbei zu beachten?
5.) In drei Ecken im Untergeschoss des Hauses ziehen sich Risse vom oberen Teil der Fensterrahmen über das Mauerwerk, etwa 1 Meter lang. Man könnte ja meinen, es seien nicht ausgebesserte Setzrisse, doch das Haus ist 40 Jahre alt. Und diese Risse scheinen eher wie die Folgen eines längst vergessenen Erdbebens. Reicht hier, diese aufzuklopfen und mit Zement wieder zu zu machen?
6.) Vom Wohnzimmer in die Küche würden wir gerne einen Durchbruch machen (2 Meter x 2,30). Es scheint sich um eine tragende Wand zu handeln. Muss da das Bauamt informiert werden, oder reicht es, eine Firma zu beauftragen. Denn hier müsste doch ein Träger eingesetzt werden, oder?
Fragen über Fragen - ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand Tipps geben könnten.
Danke

Name:

  • D.J.
  1. Altbausanierung, Altbaurenovierung

    Eine dringende Empfehlung:
    Sie haben ein altes Haus mit baujahrsspezifischen Baukonstruktionsproblemen gekauft.
    .-.
    Was Sie als, mit Verlaub, Laie an Mängel erkennen ist sicherlich nicht das Notwendige, um Ihr Gebäude aus dem Jahr 1967 dauerhaft zu erhalten und gut bewohnbar zu machen.
    .-.
    Ich möchte Ihnen daher empfehlen:
    1. suchen Sie einen versierten, altbauerfahrenen Architekten aus Ihrer Region auf, um Ihr Gebäude grundlegend und im Hinblick auf ggf. vorhandene substanzgefährdende Bauschäden (bspw. auch die Feuchtigkeit in der Wand, etc.) untersuchen zu lassen ( i.d.R. kostet dies nicht allzu viel)
    2. Dieser Architekt wird Ihnen an die Hand geben, was Sie benötigen, um
    a) die Bausubstanz zu sichern
    b) Ihnen Kosten für diese Maßnahmen benennen können
    3. Beratend wird Ihnen dieser Fachmann allgemein zur Seite stehen können, auch was Angebote von Handwerkern betrifft
    .-.
    Kurz zu Ihren Fragen:
    zu 1.) ohne Kenntnis des konkreten Schadensbildes und der Ermittlung der Ursachen, kann man Ihnen hier nicht verlässliche Antworten geben.
    zu 2.) vgl. zu 1.), wichtiger ist die Ursache für die feuchte Wand fachmännisch zu ergründen, dies abstellen und dann sanieren. Alles andere wäre "für die Katz".
    zu 3.) fraglich was ein Angebot eines Schreiners für das Renovieren und Lackieren von Türen soll
    250 € sind im Übrigen sicherlich nicht ganz verkehrt.
    zu 4.) vgl. Architekt bzw. Fachhandwerker
    zu 5.) vgl. Ziff. 1. oben
    zu 6.) das Bauamt, bzw. eine Baugenehmigung hierfür benötigen Sie nicht. Was Sie brauchen ist einen Statiker (!) und ein Fachunternehmen für Kernbohrungen und Sägen von Mauerwerk. Der Statiker sagt Ihnen auch welche Abstützungsmaßnahmen erforderlich sind.
    .-.
    Also bitte nicht den fehler begehen und alles alleine machen wollen. Auch Hilfestellung bei so grundlegenden Fragestellungen können Sie in Bauforen nicht erhalten, insbesondere, da auch das konkrete Objekt unbekannt ist.
    M.f.G.
    R. Kaiser


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