Modernisierung / Sanierung / Bauschäden

überputztes Fachwerkhaus von außen dämmen

Hallo, ich habe ein ca. 100 Jahre altes Fachwerkhaus das von außen schon immer verputzt war(also Fachwerk nicht sichtbar) und möchte außen eine Wärmedämmung und anschließend eine Deckelverschalung aus Holz aufbringen. Nun habe ich mehrfach gehört, man müßte hier sehr vorsichtig sein mit aufbringen einer Dämmung, weil leicht das Fachwerk leiden könnte. Welches Material eignet sich am besten als Dämmung und soll nach der Dämmung eine dampfdiffusionsoffene Folie aufgebracht werden oder lieber nicht, um nicht zu riskieren daß das Fachwerk fault? Wie gut eignet sich Holzfaserdämmplatten? sind sie besser als Stein-oder Glaswolle? Oder biete ich damit nur den Insekten an bei mir mitzuwohnen?
Danke Gruß Michael

Name:

  • michael kögler
  1. Erfahrungsbericht...

    Gleiche Situation, 100 Jahre Fachwerk, verputzt. Unsere Dämmung wird Freitag fertig, prinzipiell ist das machbar, von außen ist wesentlich unproblematischer als innen, wenn die Berechnung stimmt und die Ausführung korrekt ist, gibt es keine Probleme mit faulendem Fachwerk (ist doch bestimmt auch so schon genug vorhanden :-(...). Wir haben viele andere Arbeiten selbst gemacht, hier aber davon abgesehen. Von Ausschreibung bis Abnahme hat ein Ingenieurbüro diesen Teil nach HOAIA übernommen. Würde ich auf jeden Fall zu raten, die Details (luftdichte Anschlüsse, Brandschutz, Befestigung in Lehmwand....) sind sehr kompliziert, 'unvorhergesehene' Probleme bei altem Fachwerk immer zu erwarten und kein Laie kann wirklich beurteilen, ob die Arbeit fachgerecht ausgeführt wurde. Das Dämmmaterial war übrigens ziemlich egal, es wäre mit nahezu allem gegangen.
    (s.Aussenwände 2338)
    Ach ja, glauben Sie dem Baustoffhandel nicht alles, habe heute gehört, wie geraten wurde, die Gefache einfach mit Dämmwolle auszufüllen und dann überzuputzen.
    Gruß Volker Leue

  2. überputztes Fachwerkhaus von außen dämmen

    Hallo Herr Kögler,
    prinzipiell gilt für ein Fachwerkhaus hier gleiches wie bei einem Holzhaus oder einer sonstigen Wandkonstruktion. Wichtig ist, dass die im Innern vorherrschende Luftfeuchtigkeit ausreichend gut abtransportiert wird - bspw. durch konrtrollierte Lüftung und Verwendung dampfdiffusionsoffener Baustoffe, d.h. ohne den Wandaufbau zu kennen gilt allgemein, Wandaufbau wie folgt:
    (von innen nach aussen)

    • Bestehende Konstr. (Fachwerk)
    • Dampfbremse, bspw. PE-Folie, 0,2 mm
    • Wärmedämmung, Mineralfaser (sehr diffussionsoffen)
    • Windpappe, bzw. diff-off. Folie
    • Hinterlüftung, mind. 2 cm (wichtig)
    • Holzverkleidung (Deckelschalung)

    Empfehlenswert bei der Planung dieser Arbeiten ist die Hinzuziehung eines Fachmanns, ebenso sollte die Ausführung von einem Fachbetrieb erfolgen, da hierbei sorgfältigst gearbeitet werden muss. Sparen können Sie vielleicht an anderer Stelle, vgl. Beitrag Hr Leue-Bahns.
    Viel Erfolg wünscht
    Ralph Kaiser

  3. Wenn Sie noch nachdenken wollen,

    empfehle ich erst mal zu prüfen, ob sich das alles lohnt. Ich rate nämlich ab, da genug Beispiele belegen, daß die Dämmerei gar nichts bringt.
    Prüfen Sie die Links. http://www.konrad-fischer-info.de


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