Modernisierung / Sanierung / Bauschäden

Undichter Dichtbetonkeller

Unser im Herbst hergestellter "Dichtbetonkeller" ist leider nicht das was er verspricht, lt. Baufirma ein WU-Beton 30 cm dick. In einer Ecke dringt Wasser ein, dort ist auch das Dichtungsband zu sehen. In einer Elektrodose, die in der Verschalung miteingebaut wurde steht auch das Wasser....
Jetzt werden wir die Gewährleistung einfordern. Meine Frage ist, wie ist die sicherste Methode den Keller wirklich dicht zu bekommen, wir möchten ihn als Wohnkeller verwenden, d.h. eine hohe Luftfeuchtigkeit wäre schrecklich? Von außen aufgraben und mit Flämmen und Pappe abdichten, von innen mittels Injektionsverfahren, oder ......
Ich wüßte gerne vorher über die Möglichkeiten bescheid, damit mir nichts ungeeignetes aber für die Baufirma vielleicht billigstes und einfachstes Verfahren angedreht wird.
Bitte um Hilfe, bin schon ziemlich verzweifelt....
Danke!
Christa

Name:

  • Yondalla
  1. Wohnkeller...

    Werte Fragestellerin
    ist schon ohne Undichtigkeiten bei der WW ein heisses Thema.
    Hier wurde schon heftig debattiert, ob eine Dampfbremse/-sperre dafür notwendig ist oder nicht. Ergebniss: ja oder kommt drauf an ;-))
    Wenn Sie schreiben, das Dichtungsband ist zu sehen, fallen mir drei Möglichkeiten ein:
    1)
    Es wurde ein Verpressschlauch als "Dichtung" eingesetzt. Dies ist ein poröser Gewebeschlauch mit ca. 1 cm Durchmesser. Der Schlauch müsste dann in einem Bogen verlegt sein und dadurch unter der Wand vorstehen
    Dies wäre wahrscheinlich grundsätzlich Mist, weil diese "Abdichtung" nur selten dauerhaft ist.
    2)
    Es ist ein Fugenband eingelegt, das auf Grund mangelhafter Befestigung beim Betonieren verschoben oder abgeknickt wurde und so rausschaut
    3)
    Die Wand wurde mit einer Fehlstelle betoniert, wodurch man "in die Wand" sehen kann.
    Bei 1 und 2 könnte Verpressen eine Lösungsmöglichkeit sein. Bei 3 muss zusätzlich zumindest die Hohl-/Fehlstelle volständig ausgebessert werden.
    In jedem Fall rate ich zum unabhängigen Fachmann, der vor Ort IHNEN ein Konzept erläutert.

  2. Gewährleistung Keller, Wu-Beton

    Der Mangel(undichter Keller ist offentsichtlich).
    Schritt 1:
    Sie müssen jetzt Ihre Baufirma erstmal auffordern den Mangel zu beheben. Wie sie dieses es zu tun gedenkt, können Sie nicht vorschreiben und sollten Sie auch nicht tun. Anderenfalls könnte die Baufirma, bei fehlgeschlagener Mängelbeseitigung, argumentieren,der Fehlschlag sei nur deshalb entstanden, da Sie auf einem ungeeigneten, eigenem Vorschlag beharrten.
    Schritt 2: Schlägt die Mängelbeseitigung fehl, zweifeln Sie die Fachkunde der Firma an und drohen mit Anwalt und Sachverständigengutachten bei weiterer erfolgloser Mängelbeseitigung.
    Schritt 3: Nach weiterer erfolgloser Mängelbeseitigung, Anwalt einschalten. Lassen Sie diesen erklären, das jetzt ein Sachverständiger, wegen offentsichlicher mangelnder Fachkunde des Unternehmers, das Bauwerk untersucht und geeignete Mängelbehebungsvorschläge erarbeitet.
    Halten Sie diese Schritte, möglicherweise auch noch weitere Zwischenschritte auf Empfehlung Ihres Anwalts, nicht ein, bleiben Sie auf den Kosten des Gutachtens wahrscheinlich hängen.
    Unabhängig davon, dass die Vermutungen des Kollegen Dühlmeyer
    fachlich vermutlich in die richtige Richtung zielen.

  3. Herr Volquardsen

    1)
    Sie haben recht, die Mängel sind zu beanstanden, der BU muss Gelegenheit zur Nachbesserung bekommen
    2)
    ABER BITTE MIT ANWALT.
    Schon Schritt 1 mit einem Anwalt, sonst begeht der Laie Formfehler und dann ist alles hinfällig oder beginnt bei Null neu.

  4. Sichere Abdichtung

    Eine sichere Abdichtungsmethode ist die Schleierabdichtung
    (Mauerwerkshinterpressung). Die Abdichtung wird dort, wo sie hin-
    gehört, nämlich zwischen Erdreich und Kelleraußenwand eingebracht.
    Dieses Verfahren ist zwar nicht billig, aber gut.
    Weitere Infos unter meiner Homepage: http://www.aquatex-gmbh.de
    mfg.
    Jürgen Hoppensack

  5. Herr Hoppensack!!!

    1) Der Keller ist aus BETON
    2) Für welchen Lastfall soll den Ihr System sein. Die Angabe fehlt nämlich auf Ihrer Seite :-((((.
    3) Werbung hilft der Fragestellerin nicht weiter!

  6. Herr Dühlmeyer

    1. Wie kommen Sie darauf, dass ich nicht mitbekommen habe,
    dass es sich um einen Betonkeller handelt?
    2. Schleierinjektion kann bei allen Lastfällen angewendet werden.
    3. Auch Sie machen durch Ihre Beiträge zwangsläufig Werbung.
    4. Die Fragestellerin hat ausdrücklich um Infos gebeten, welche
    Abdichtungsmöglichkeiten es gibt.

  7. Moin! Es muß ersteinmal festgestellt werden woher das ...

    Moin!
    Es muß ersteinmal festgestellt werden woher das Wasser kommt. Existiert ein Bodengutachten? (bei Neubauten in der Regel immer)
    Wahllos jetzt irgendeine Methode anzuwenden wäre nicht nur dumm, sondern auch fahrlässig. Es kommt z.B. auf die Bodenbeschaffung an wie dick die Dickbeschichtung aufgetragen werden muß und mit Flämmen und Pappe ist das Problem auch nicht gelöst. Aber wie Herr Dühlmeyer schon sagt...den Gewährleistungsanspruch wahren da die Firma auch für alle Folgeschäden haftbar gemacht werden kann.
    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Wiekenberg

  8. Acrylharze gegen PU-Schaum zum Verpressen

    Ich habe nun Firmen bei mir gehabt, die sich den Schaden angesehen haben und mir Kostenvorschläge machen, damit ich bei dem Gespräch mit der Baufirma nicht so leicht über den Tisch gezogen werden kann. Die eine Variante ist Acrylharze der Marke Rascoflex zu injezieren und die zweite Variante ist PU-Schaum. Die Acrylharze kommen mir als Laie vertrauenserweckender vor, diese Methode klingt dauerhafter. Die PU-Schaum-Variante kostet die Hälfte und ich habe Sorge, ob der Keller damit wirklich dauerhaft trocken bleibt. Die eine Firma meint nur die undichten Stellen zu verpressen reicht, man soll keine Löcher an dichten Stellen bohren. Die anderen sagen man sollte sicherheitshalber den ganzen Keller rundherum verpressen.
    Bitte um Expertenmeinungen zu meinem Problem.
    Danke!
    lG Christa

  9. Kellerabdichtung nach Mangel

    Mir scheint, Sie machen immer noch den Fehler, der Baufirma vorschreiben zu wollen, wie sie den offensichtlichen Mangel zu beseitigen hat. Es schadet natürlich nicht sich selber zu informieren, welche Möglichkeiten es da gibt. Allerdings bringt es wenig, so eine Art Forumsabstimmung herbei zuführen, um die Mehrheitsmeinung dann dem BU zu präsentieren.
    Nachdenklich machen sollte Sie auch der Beitrag von Herrn Wiekenberg. Die tatsächlichen örtlichen Verhältnisse kennen vermutlich nur Sie und Ihr BU. Seit Ihrem ersten Beitrag sind inzwischen 14 Tage vergangen, haben Sie Ihren BU inzwischen aufgefordert die Mängel zu beseitigen, und wie reagiert er? Keine Reaktion, weiter wie bereits von mir empfohlen und von Dühlmeyer ergänzt, Anwalt einschalten!

  10. ...das Verpressen der undichten Stellen reicht vollkommen aus. ...

    ...das Verpressen der undichten Stellen reicht vollkommen aus. Alles andere dient nur zur Erleichterung Ihres Gelbeutels. Durch das Verpressen werden alle noch so kleinen undichten Stellen abgedichtet. Acrylharz geht schon in Ordnung.

  11. an alle Vergelungsgegner

    Bevor die sogenannten Experten weiter auf die Vergeler eindreschen, sollten sie sich vielleicht erst mal etwas
    mehr bilden.
    Dazu bietet sich folgende Möglichkeit:
    Veranstalter: BZB Akademie
    Bildungszentrum des Baugewerbes e.V.
    Bökendonk 15-17
    48809 Krefeld
    Lehrgangsangebot: Abdichten von Bauwerken durch Injektion
    in den Baugrund.
    Zielgruppe: Weiterbildungsmaßnahme für Unternehmer und
    Führungspersonal der Bauwerkserhaltung und Instandsetzung
    nach den Hinweisen der Nr. 835.9201 der Deutschen Bahn AG.
    Zeitraum: 27.10.2005 - 28.10.2005

  12. Acrylharz zum Verpressen?

    Hallo Herr Wiekenberg,
    Acrylharze zum Verpressen sind mir nicht bekannt, Sie meinen
    sicherlich PU-Harze.
    Acrylharze(Polymethylmetacrylat)kurz(PMMA)sind das Endprodukt
    nach Polymerisation(Aushärtung)von Methylmetacrylat,kurz(MMA)
    und finden Anwendung z.B. beim Denkmalschutz, Industrieböden
    oder diversen anderen Produkten wie z.B. Plexiglas.
    mfg.


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