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  • 14719: Warum Mineralwolle für Kerndämmung zwsichen tragender Wand und Verblender?

Neubau

Warum Mineralwolle für Kerndämmung zwsichen tragender Wand und Verblender?

Hallo,
ich habe gestern zufällig ein Muster des Wandaufbaus eines Fertighausherstellers gesehen. Da wurde zwischen der tragenden Wand aus KS und dem Verblender eine Polystyrol-Dämmung verwendet. Wenn ich allerdings in den Neubaugebieten umherfahre, sehe ich immer nur Mineralwolle. Wo sind denn die großen Vorteile der Mineralwolle? Soweit ich weiss, gibt es diese nur mit einer WLG von 0,35. Gibt es denn auch Dämmstoffe, die ein wohnliches Raumklima ermöglichen und eine bessere WLG haben?
Robster

Name:

  • Robster
  1. wohnliches Raumklima? Hast was Wichtiges vergessen :

    • Die Dämmung sollte eine optimale Behaglichkeit liefern
    • Die Dämmung darf die Atmung der Wand nicht negativ beeinflussen.

    Name:

    • Herr JDB
  2. Ja, die Begriffe!

    1. JDB meint sicher nicht "Atmung", sondern Dampfdurchlässigkeit.
    2. WLG von 0,35 ist schon gut.
    3. Polystyrol dämmt noch besser.
    4. Polystyrol hat ungefähr die Dampfdiffusionsfähigkeit wie Holz.
    5. Seit wann gibt es Fertighäuser mit KS als tragendes Material?

  3. Polystyrol ist Wasserdicht!?

    ich lese ab-und zumal das dämmen bei zweischaliges mauerwerk mit Polystyrol und jedesmal frage ich mich ob die die das anwenden wirklich in den vergangene 10-20 jahren gute erfahrungen mit gemacht haben.
    1)Meiner meinung nach ist Polystyrol wasserdicht und dampfdiffusionsdicht! (Torsten hat er wirklich eine d.d. fähigheit wie holz?)
    2)Das verarbeiten von Polystyrol-platten ist verdammt aufwändig,alleine durch die durchgehende Luftschichtanker wird es zerstört und muß geheilt werden.
    3)Es wird kein handwerker es hinkriegen die platten dichtstossend anzubringen trotz der falzung.
    3)Da Polystyrol wie bei 1 erwähnt dicht sind,blibt die feuchtigkeit im Hintermauerwerk,also muß dieser hintermauerwerk so dick sein das es diese wasserdampf aufnehmen kann (Beispiel Fassaden mit WDVSA)
    Die vorteile von Mineraldämmung sind genau die Nachteile bei Polystrol.
    Alles meine meinung natürlich.
    Mfg.
    Yilmaz

  4. Kerndämmung

    also, PS ist natürlich nicht wasserdicht und dampfdifussionsoffen! Herr Yilmaz.
    Als Kerndämmung kommen daher nur beständige, also dauerhafte Produkte in Frage, die ihre Eigenschaften nicht verlieren (bei einer Kerndämmung ist dies besonders wichtig!, da bspw. keine Hinterlüftung). Daher also nur XPS (extrudierter Hartschaum (bspw. Styrodur, Styrofoam), Vermikulite (als Schüttung) oder ggf. Schaumglas.
    Alles andere halte ich (persönlich) für Mist. (Zellulose, Mineralwolle, etc.)
    M.f.G.
    R. Kaiser

  5. Danke...

    für diesen hinweis Herr Kaiser.Habe auch noch mal nachgeschaut,um eine stoff dampfdicht nennen zu können muß der eine SDA wert von 1500 m haben.Der Polystrol hat aber um die 18-35 m (geschätzt).
    Aber alles andere bin ich nicht Ihre meinung,Eine Mineralwolle kann man doch auch als Kerndämung bekommen.
    Mfg.
    Yilmaz

  6. Davon,

    dass zwischen Verblendmauerwerk und Dämmung keine Luftschicht vorgesehen ist (also Kerndämmung) habe ich in dem Beitrag des Fragestellers nix gelesen...

  7. Hätte

    die Überschrift lesen sollen :-((

  8. @Manfred

    was ist eure meinung nach Kerndämmung?
    Bei zweischaliges mauerwerk mit dämmung ohne Luftschicht nehme ich "Kerndämmung" aus Mineralwolle!

  9. Kerndämmung

    alos eine Kerndämmung besteht i.A. nur bei Betonwänden. D.h. eine Schale Beton, dann Kerndämmung, dann wieder eine Schale Beton. Es gibt also keine Luftschicht. Bei MW ist dies ähnlich, wobei bspw. durch die Lager- und Setzfugen genügend Wasserdampf diffundieren kann, sodass hier Min-wolle als Dämmung meist ausreicht. (was hier besser ist hängt vom Einzelfall ab)
    Dem Fragesteller zur Erklärung:
    Ihr Begriff Kerndämmung hat etwas verwirrt, auch mich.
    Es handelt sich genau genommen hier nicht um eine Kerndämmung, da innen KS und außen nur dunne Klinkerplatten auf einer Trägerlage aufgebracht werden. Vor- und Nachteile von PS und Min-wolle gibt es viele. Es geht dabei immer das Gesamtsystem zu betrachten (WDVSA). Mineralwolle ist im Allg. in WLG 0,35 erhältlich, dies ist richtig. bessere Dämmung nur durch mehr Dicke. Vorteil PS WLG besser.
    M.f.G.
    R. Kaiser

  10. Jetzt...

    werfen sie alles durcheinander Herr kaiser!
    Ich glaube den begriff "kerndämmung" haben wir noch nicht verstanden?Es ist damit nicht ein stoff gemeint sondern eine art der dämmung nämlich das die dämmschicht sich in der kern befindet!
    Das hier


      "Bei MW ist dies ähnlich, wobei bspw. durch die Lager- und Setzfugen genügend Wasserdampf diffundieren kann, sodass hier Min-wolle als Dämmung meist ausreicht."

    habe ich überhaupt nicht verstanden.
    Mineralwolle mit zulassung sind als Kerndämmung für solche fälle geeignet.

  11. Kerndämmung ist nach Definition der DIN 1053 - ...

    Kerndämmung ist nach Definition der DINA 1053 - 1: Mauerwerk - Teil 1: Berechnung und Ausführung - 1996-11 eine Dämmung bei zweischaligen Mauerwerk, wo ein äußerer Schalenabstand zur Dämmung geringer ist als 4,0 cm.
    Das hat erst einmal mit dem Material selber nicht zu tun.
    Die hier eingesetzten Dämmmaterialien müssen nur ausreichend Wasserabweisend sein (Zulassung als Kerndämmung für dieses Einsatzgebiet)
    Ich würde eine Dämmung aus PS-Platten bei zweischaligen Mauerwerk aus den vorgenannten verarbeitungstechnischen Gründen ablehnen.

  12. Kerndämmung

    @ Herr Ayy, es wäre schlimm, wenn ich jetzt "alles" durcheinander"werfen" würde.
    .-.
    Natürlich geht es nicht hauptsächlich ums Material, wie ich geschrieben habe. Es geht um den Begriff "Kerndämmung", wobei ich unterscheide zwischen einer tatsächlichen Kerndämmung (weshalb die Fragestellung etwas verwirrte) und einer Aussenwandwärmedämmung, bspw. bei einem Wärmedämmverbundsystem, das hier im konkreten Fall m.E. vorliegen dürfte. Ich denke nicht, dass es sich in diesem Fall um ein zweischaliges MW handelt, sondern um ein einschaligens aus KS mit WDVSA und der zugehörigen Bekleidung (Putz).
    .-.
    Eine Kerndämmung ist eine innenliegende Wärmedämmschicht bspw. bei zweischaligem MW oder bei Betonwänden. Hier verwendet man diese um das (architektonische) Erscheinungsbild des Betons bzw. des MW (bspw. bei echtem Sichtmauerwerk (z.B. Klinkermauersteinen)) zu erhalten und die notwendige Wärmedämmung zu erzielen, ohne dass ein Verblendmauerwerk (z.B. aus Klinkerplatten, oder eben WDVS mit Putz) / Verblender verwandt wird.
    .-.
    Def. Kerndämmung (vgl. Link)
    "Kerndämmung ist eine Dämmung zwischen massiven Mauerschalen ohne eine Hinterlüftung wobei die Dämmung hydrophobiert, d.h. wasserabweisend muss. Siehe hierzu auch Dämmstoff SLS20. Zellulose wie beispielsweise ISOFLOC eignet sich wegen der Wasserabweisung hier nicht. Bei der Auswahl der Klinker eines Hauses sollte man berücksichtigen, dass die Klinker um so mehr Sonnenenergie aufnehmen, je dunkler sie sind. Je nach Material besteht bei Unterkühlung des Mauerwerks die Möglichkeit von Pilzbefall oder auch Algenbefall bei Tauwasserbildung."
    Näheres vgl. im 2. Link. oder eben auch die von Herrn Carden zittierte DINA 1053 Teil 1, Ziff. 8.4.3.4 (Zweischalige Aussenwände mit Kernkämmung)
    Es ist also eine bautechnische Definition nicht eine Materialeigenschaft.
    Insofern ist hier der Begriff Kerndämmung "nicht korrekt verwendet worden" (daher die "Verwirrung" meinerseits, wie vielleicht auch der anderen Antworter) --> vgl. WDVS.
    Vielleicht schickt der Fragesteller ein Foto der vorgefundenen Situation. Besser wären jedoch die Konstruktionszeichnung aus denen Näheres hervorgehen würde.
    M.f.G.
    R. Kaiser


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