Wer hat Erfahrung oder Kenntnisse über die Produkte von Volvox?
BAU-Forum: Neubau

Wer hat Erfahrung oder Kenntnisse über die Produkte von Volvox?

Für unsere Dachunterschläge, sowie die Sparren und Pfettenköpfe im sichtbaren Bereich haben wir eine möglichst farblose Lasur gesucht. Unser bisheriger Kenntnisstand ist, dass neben einem sowieso notwendigen Fäulnisschutz nur eine pigmentierte Lasur das Vergrauen verhindert.
Nun sind wir an einem Blockhaus aus nordischer Fichte vorbeigekommen, dessen Besitzer das Haus vor 4 Jahren mit einer farblosen Lasur der Firma Volvox bemalt hat. Die Firma bietet das Produkt nach seinen Aussagen in Öko-Baumärkten mit der Bezeichnung UV-Schutz an.
Bisher ist tatsächlich nur eine natürliche Nachdunklung zu beobachten. Wir finden das ganze recht beeindruckend, hätten aber gerne noch eine Rückmeldung, ob jemand von der Firma oder dieser Lasur schon etwas gehört hat (leider ist die Website von Volvox derzeit eine Baustelle).
Vielen Dank im Voraus.
  1. Lasur-Nachtrag: Volvox ist jetzt Ecotech

    Nach Rücksprache mit dem Fachmarkt werden die Produkte jetzt nicht mehr von Volvox, sondern von Ecotech (hoffentlich richtig geschrieben) hergestellt. Kann mir vielleicht hier jemand zum Thema Klarlasur und UV-Schutz weiterhelfen?
  2. Lange Zeit galten farblose Lasuren als nicht geeignet ...

    Lange Zeit galten farblose Lasuren als nicht geeignet im Außenbereich, da sich effektiver UV-Schutz nur durch Pigmentierung erreichen ließ. Das ist aber seit wenigen Jahren nicht mehr so ... die entsprechenden Rohstoffe (UV-Schutzpigmente und UV-Absorber) sind aber verhältnismäßig teuer. Volvox scheint aber eben genau diese Art Pigmente zu verwenden. Etwas grundsätzliches dazu:
    Warum ist es so schwierig, eine farblose Lasur mit ausreichendem UV-Schutz für den Außenbereich herzustellen?
    Die Lasur soll für Strahlung im sichtbaren Teil des Spektrums durchlässig sein (sonst wäre sie ja nicht durchsichtig), aber im direkt daran angrenzenden UV-Bereich soll sie "undurchsichtig" sein. Die Lasur hat für das Holz die gleiche Funktion wie eine Sonnencreme für die menschliche Haut: Optisch unsichtig und trotzdem undurchlässig für UV-Strahlung muss sie sein. Dazu setzt man den Lasuren wie auch den Kosmetika die gleichen, UV-Strahlung verschluckenden, Substanzen zu (UV-Absorber). Es gibt organische und anorganische Produkte. Die organischen Lichtschutzmittel gibt es schon lange, die anorganischen (meist als "Nano-Partikel" bezeichnet) erst recht kurze Zeit. Die Wirkungsweise ist bei beiden gleich: Die UV-Strahlung wird absorbiert und in Wärmeenergie umgewandelt. Im Gegensatz zu den organischen Substanzen werden die anorganischen Substanzen der neuen Generation dabei nicht abgebaut  -  die Lasur ist dadurch langzeitstabiler. Lasuren mit organischen Absorbern brauchen deshalb häufiger mal einen neuen Anstrich, solche mit anorganischen Produkten sind länger wirksam. Die speziell für Holzlasuren entwickelten UV-Absorber sind relativ teuer. Problematisch für den Anwender ist, dass man der Lasur nicht ansehen kann, ob sie viel oder wenig UV-Absorber enthält und um welchen Absorbertyp es sich dabei handelt. Auch nach der Anwendung fällt mangelhafte Qualität ja nicht sofort auf, weil bis zur sichtbaren Vergrauung des Holzes zwangsläufig mindestens ein halbes Jahr vergeht. Eine einheitliche Deklaration des "Lichtschutzfaktors" gibt es bei den Lasuren derzeit leider nicht  -  der Verwender muss also in diesem Punkt voll auf die Herstellerangaben vertrauen.
    Ich habe mal eine Link zu einem Hersteller von diesen anorganischen UV-Schutzpigmenten angehängt ...
  3. Was ist dann Titanoxyd?

    Meine Chemiekenntnisse sind unglaublich bescheiden (*schäm*)! Ist also das von Ecotech nach eigener Auskunft benutzte Titanoxyd ein organischer oder anorganischer Zusatz?
    Offensichtlich wird dort auch ein geringer Zusatz an Pigmentierung in Kieferfarben hinzugefügt (sozusagen als Sicherheit). Das ganze Produkt scheint mir sehr interessant, aber es ist sehr schwer Informationen darüber zu gewinnen.
  4. alles zu Weißpigmenten

    Foto von Hans-Joachim Rüpke

    Lieber Klaus-Peter Alde, hier ein guter Link zu der Thematik: Viele Grüße
  5. Was bei Volvox in der Lasur als UV-Schutz drin ist, weiß nur Volvox selbst, ...

    aber es wird eine Kombination mehrerer Substanzen sein. Titandioxid ist anorganisch. Mit dem geringen Zusatz an Farbpigment als Sicherheit liegen Sie genau richtig, Herr Alde (und es senkt auch die Herstellkosten, weil es im Vergleich überproportional viel UV-Schutz mit sich bringt).
    Das Problem ist eben, dass man der Lasur den Gehalt und die Art der UV-Schutzmittel nicht ansieht. Genau diese Mittel sind aber wesentlich an den Rohstoffkosten beteiligt. Warum sind denn wohl die Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor so sauteuer?
  6. Vielen Dank!

    Vielen Dank an alle Antwortenden und für die E-Mails. Sie haben mir bei meiner Entscheidungsfindung sehr geholfen. Wir werden es nun also "wagen", die Holzteile an unserem Haus mit dem genannten Produkt zu behandeln. Über die Resultate werde ich hier Bericht erstatten.
    Man merkt es mal wieder: BAU.DE , da werden Sie geholfen!
  7. BAU.DE, da werden Sie geholfen!

    Foto von Gerhard Partsch, Prof. Dr.

    Wünsche allseits eine gute Nacht  -  das ist keine automatische Meldung, die kurz nach 02:00 h eingeblendet wird 🙂
    • Name:
  8. Erfahrung mit Volvox

    Wir haben unsere serbische Lärchenschalung letzts Jahr im
    August mit Volvox gestrichen. Sehr aufwendig, da zweimal grundiert und dreimal überstrichen werden muss. Bis jetzt (ein Jahr später) sind noch keine Schäden zu erkennen. Das Zeug ist sehr angenehm zu verarbeiten, da es so gut riecht. Leider ist es auch etwas teuer. Ich würde es noch mal kaufen und werde meine
    Fenster damit auch streichen.
    Beste Grüße
    Heinz Kräfte
  9. Schön zu hören!

    Wir haben die Malarbeiten nach 50 Mannstunden abgeschlossen und  -  mal abgesehen von der Langzeitwirkung  -  die gleichen Erfahrungen gemacht: Angenehme Verarbeitung, relativ teuer (aber es gibt eben auch im "nicht Öko" Markt keine Konkurrenzprodukte) und bisher ein angenehmes Äusseres.
    Zu beachten ist vor allem, dass man in der Regel deutlich mehr Material verstreicht, als die Ergiebigkeitsberechnung angibt. Mal sehen was der Langzeittest ergibt!
  10. Volvox Lasuren im Außenbereich

    Wir haben an großen Holzbauobjekten mit bis zu 1600 m² Fläche
    Volvox und Holzweg Lasuren verarbeitet.
    Zum Teil vor 1o Jahren und können es nur empfehlen!
    Kontakt und weitere Infos :
    ARKANUM Fachmarkt für Baubiologie und Ökologie
    Seemühle 11
    71665 Vaihingen Enz
    MfG J. Diamantopoulos
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