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Keller

Gewölbekeller aus 1897 als Büro- und Wohnraum nutzen. Welche Maßnahmen sind hierbei erforderlich?

Guten Tag,

vorab möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Andreas, geboren im Jahr 1983 und verheiratet.

Bevor ich mich heute Abend angemeldet habe, war ich stiller Mitleser dieser Community.

In meiner freien Zeit beschäftige ich mich mit handwerklichen Dingen rund um Renovierung und Sanierung unseres Hauses. Gern lerne ich neues dazu und bin mir auch nicht zu schade Handlanger zu sein, wenn meine Frau und ich eine Fachfirma beauftragen und wir durch Eigenleistung etwas sparen können.

Für folgendes Vorhaben suchen wir einen Rat:

Meine Frau und ich planen im nächsten Jahr unseren Gewölbekeller als Büro- und Wohnraum umzubauen, bzw. umbauen zu lassen.

Fakten:

  • Die Immobilie wurde 1897 errichtet und ist eine Doppelhaushäfte.
  • Die Kellermauern bestehen aus großen Sandsteinquadern
  • Die Sandstein-Mauern sind innen nicht verputzt, damit diese atmen können (wurde in den 1990ern von einer Handwerksfirma empfohlen)
  • Das Keller-Gewölbe ist mit (Feld-?)-Ziegeln errichtet.
  • Zwischen 1897 und 19xx? fand ein kleiner, nicht unterkellerter Anbau (1) statt
  • Ende 195x fand ein umfassender Umbau / Anbau (2) von einem Einfamilien- zu einem Mehrfamilien-Haus statt
  • Hier wurde das Treppenhaus in einen zusätzlichen Anbau verlegt
  • Das alte Treppenhaus wich mehreren Betondecken, zusätzlicher Wohnraum wurde geschaffen
  • Anbau (1) ist demnach nicht unterkellert.
  • Das neue Treppenhaus befindet sich im Bestand (unterkellert, hier wurde auch eine Betondecke eingezogen) Der Eingang zu diesem Treppenhaus wurde angebaut (Anbau 2) und ist nicht unterkellert.
  • Neben diesem nicht unterkellerten Anbau (2) befindet sich eine nicht unterkellerte Garage direkt am Haus.
  • Es befindet sich eine Kellertreppe im Außenbereich an der Hauswand
  • Der Kellerboden besteht zu ca. 70% aus (Feld-?)-Ziegelsteinen, wo in den 1990ern eine Ausgleichsmasse drübergegossen wurde, die teils zerbröselt
  • Die anderen 23% bestehen aus einem Betonboden, sowie aus ca. 7% Estrich (aus dem Jahr 2015. neuer Heizungsraum, dieser Boden soll nach Möglichkeit nicht ersetzt werden)
  • Ziegelboden mit Ausgleichsmasse: Kellerraum 1, 2, 3, 4 und die Hälfte des Flurs haben eine ausreichende Deckenhöhe.
  • Betonboden: Kellerraum 5 und die andere Hälfte des Flurs sind um ca. 25cm höher gelegen als die anderen Räume. Deckenhöhe ausreichend.
  • Nach außen sind jeweils zum Garten und zur Straße 2 bis 3 kleine Kellerfenster vorhanden

Thema (Luft)-Feuchtigkeit:

  • Aktuell dringt Feuchtigkeit von außen ein, da der Keller nicht abgedichtet ist
  • Aufsteigende Feuchtigkeit durch den vorhandenen Boden und durch die Mauern von unten kann nicht ausgeschlossen werden.
  • Wir wollten demnächst einen Profi die Feuchtigkeit messen lassen, jedoch kam uns ein schweres Unwetter zuvor, sodass durch eine defekte Dachrinne eine der Außenwand feuchter als sonst wurde, sowie die Abläufe es temporär nicht mehr schafften und der Bodem somit ca. 2-3cm mit Wasser bedeckt gewesen ist. Durch die defekte Ausgleichsmasse am Boden konnte das Wasser auch dort eindringen.

Unser Vorhaben und unsere Maßnahmen, wir planen:

  • Die Dachrinne als erstes zu reparieren
  • die Vorder- und Rückseite des Hauses so weit wie möglich an den nicht angebauten Teilen aufzugraben
  • eine Drainage legen zu lassen
  • die Keller-Außen-Wände zu isolieren
  • die neue Kellertreppe tiefer enden zu lassen und somit mit 1-2 Stufen in den Keller zu gelangen.
  • Einen Außenabfluss zwischen Treppe und Keller-Außen-Tür, damit man bei drohendem Unwetter erst gar kein Wasser mehr in den Keller gespült bekommt...
  • den erhöhten Bestands-Betonboden herausnehmen und mit Beachtung des Fundamentes einen neuen Betonboden gießen lassen, damit ein Höhenangleich an den tiefer gelegenen Boden stattfinden kann.
  • den Ziegel-Boden durch einen Betonboden zu ersetzen.
  • eine zentrale Lüftungsanlage
  • eine Fußbodenheizung
  • Fußboden gefliest
  • die Sandsteinaußenwände sollen weiterhin offen gelegt sein
  • die Installations-Kabel sollen in betonfesten Verlegerohren im neuen Boden verlaufen, damit man das Gewölbe nicht unnötig aufschlizen muss (optischer sowie statischer Aspekt)
  • die vorhandenen Fenster und deren gemauerte Stürze sollen durch fast bodentiefe Fenster mit Rollläden ersetzt werden
  • Lichtschächte sollen eingebaut werden (evtl. fertige Elemente, oder welche mit Natursteinen versetzt gemauert)

Verschiedene Fachleute sprechen hier von einer Chemikalie, die man in die Außenmauern alle 5-15 Jahre zur Abdichtung spritzen könnte. Andere sprechen davon Metall zwischen die Mauerfugen zu schießen. Geht bei unseren ungleichmäßig gemauerten Sandsteinquadern jedoch nicht, sagt der Fachmann.

Wir möchten auf der einen Seite einen bewohnbaren Keller haben, auf der anderen Seite möchten wir die Substanz erhalten und nicht gefährden.

Daher unsere Frage zu den Maßnahmen:
Welche Maßnahmen sind hierbei erforderlich? Und in welcher Reihenfolge?
Auf welche Maßnahmen sollten wir unbedingt verzichten? (z.B. welche die der Gebäude-Substanz schaden?)

Hoffentlich sind wir mit dem langen Text nicht über das Ziel hinausgeschossen.

Falls noch wichtige Informationen unsererseits fehlen, reichen wir diese gern nach.

Vorab bedanke ich mich schon einmal für die kommenden Ratschläge und Tipps.

Gruß

Name:

  • Andreas
  1. Wo steht denn das Haus?

    Ein Planer sollte erstmal Grundlagenermittlung betreiben und dann auf dieser Basis ein Sanierungskonzept erarbeiten. Möglich ist vieles aber nicht alles davon ist sinnvoll oder gar nötig.

  2. Das sehe ich auch so, aber ..

    ..ich empfehle Ihnen erstmal auf meiner Seite sich einzulesen unter http://www.haus-schwamm.de/aktuelles/

    besonders bei Abdichtungen


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