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  • 13279: Keller feucht, Hanglage, Lehmboden, DM-Bauernhaus 1837 bei Lörrach

Keller

Keller feucht, Hanglage, Lehmboden, DM-Bauernhaus 1837 bei Lörrach

Hallo, ich habe ein altes Bauernhaus von 1837 gekauft. Es steht am Hang und hat auf der Hangseite einen einfachen Lehmboden, der früher praktisch war für die Lagerung von Lebensmitteln etc, die Talseite ist betoniert (ebenerdiger Ausgang, also nur leichtes Gefälle). Der Boden ist steinig, rötlicher zeriebener Granit?!

Da ich die Kellerdecke isolieren müsste befürchte ich später Schimmel im Keller, außerdem ist der Keller zu feucht damit ich ihn benutzen kann. Was tun?
Da wo der Lehmboden ist habe ich gegraben, das Fundament (Mischmauerwerk) geht noch ca. 30 cm tiefer in den Boden. Leider ist die unverputzte Sandsteinwand etwas feucht, Schimmel gibt es nicht (aber das Haus steht auch schon einige Jahre leer). Wasser drückt wie es scheint von unten hinauf, bezw. in dem Loch wo ich im Herbst gegraben habe steht jetzt Wasser drin (November).

Nun ist die Frage, könnte ich das Feuchtigkeitsproblem mit einer Drainage um das Haus von AUSSEN auf der Hangseite lösen?

Gäbe es eine Möglichkeit den kompletten Keller "dicht" zu machen? Ich muss im Lehmboden eh aufgraben wegen dem Abwasser etc, weil alles neu verlegt werden muss (Haus hat noch keine Sanitären Anlagen). Könnte man da nicht auch im Keller z.B eine Drainage bauen und dann eine Betonplatte drüber?

Mir ist klar das ich vor den Bauarbeiten mit einem Fachmann einen Sanierungsplan erstellen muss, ich frage hier nur weil es ja oft Experten gibt die immer sagen, das geht nicht, zu kompliziert zu teuer etc.... Auf ein paar Antworten würde ich mich sehr freuen!
Besten Dank im Voraus!

(Auf den Bildern sieht man das Haus und den Keller-Raum aus gegensätzlicher Seite fotografiert. Bild MITTE: Rechts das Loch unterhalb der Außenwand zum Hang hin hat sich nach einiger Zeit mit Wasser gefüllt. Der Kellerboden ist auch etwas feucht auf der Wand zur Hangseite. Links das Loch an der Haus-Innenseite hat kein Wasser. Beim RECHTEN Bild gab es im Loch rechts unterhalb der Haus-Innenwand kein Wasser)

Anhang:

Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

Name:

  • Georg
  1. egal was Sie tun....

    ....es wird nie trocken. Durch die Kapilarwirkung von Wand und Boden wird es immer feucht sein. Drainage nützt auch nichts. Es hilft nur eine fachtechnische Totalsanierung. Oder spengen und neu bauen.

    Name:

    • Klaus Kirschner
  2. Wenn die Holztreppe nach jahrelangem

    Gebrauch und Leerstand noch tragfähig ist, scheint das doch kein hoffnungsloser Fall zu sein.

    Eine Drainage auf der Hangseite wird die Situation sicher bessern. Aber bei einem bindigen Boden ist die Wirkung überschaubar.

    Früher haben die Baumeister einen Graben quer zum Hang gebaut, der das Wasser von oben aufgenommen hat, so daß man es ableiten konnte. Dazu fehlt hier wegen der Straße der Platz.

    Ich könnte mir zusätzlich zur Drainage eine Betonwand auf der Hangseite, unmittelbar an der Kellermauer aus einem <gut gerütteltem (!)> WU-Beton vorstellen. Diese Wand sollte möglichst tief gehen. Dabei besteht eine hohe Unfallgefahr wenn die Fundamente abschnittsweise untergraben werden. DINA 4123 sollte man schon heranziehen und einen erfahrenen Bauleiter haben.

    Damit könnte man das Wasser, das vom Hang kommt abhalten und das Wasser von unten reduzieren.

    pauline

    Die Wirkung eines WU-Betons kann man an den Bildern feststellen. Es war ein C30/37 geplant, später stellte sich heraus, daß es ein C35/45 geworden war.

    An dem gebrochenen Gestein kann der Fachmann erkennen, daß es ein relativ fester Beton ist.

    Jeweils das linke Bild zeigt die Grenze des eingedrungenen Wassers nach 72 Stunden bei einem Druck von 5 bar.

    Die jeweils rechte Probe zeigt bei diesem Beton und der Zugabe von Dichtungsmittel kein eingedrungenes Wasser.

    Der Beton wurde unter den Bedingungen einer Baustelle mit einem Mischer aus dem Baumarkt hergestellt.

    Es wurden allerdings, die schwer zu beschaffenden PCE Verflüssiger eingesetzt. Sie kosten, wenn man 200 l kaufen würde ca 2 je Liter. Das Dichtungsmittel ähnlich viel. Ein Estrich-Verflüssiger hat sich als ungeeignet herausgestellt.

    In der Praxis wird sich dieser ideale Zustand nicht so deutlich einstellen, weil eine größere Betonwand beim Abbinden schrumpft und Risse bildet. Es muß daher eine Rissbewehrung aus möglichst vielen dünnen Stäben berechnet und eingelegt werden.

    Anhang:

    Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.
  3. Dernoton....?

    Hallo Ralf, erst mal besten Dank für die ausführliche Antwort. Es ist sicherlich richtig, das sich die Feuchtigkeit noch in Grenzen hält, sonst wäre die Kellertreppe schon verfault. Der Keller hat ja auch eine Holzdecke.... Also zu viel Feuchtigkeit kann sich da gar nicht sammeln. Beton wäre bestimmt eine Möglichkeit aber wenn es zu Rissbildung kommt?
    Ich habe lange herumüberlegt und viel gelesen. Mirr scheint das Dernoton die beste Lösung für das Problem ist. Es gibt sehr viele Referenzen und Gutachten, speziell im DMA Bereich. Der Hersteller versichert das das Material sehr lange haltbar ist, einfach zu verarbeiten, Wurzelfest, umweltfreundlich (graue Energie) etc. Ich habe das Gefühl das in der Baubranche sehr viel Lobbyarbeit durch die Industrie gemacht wird und Dinge verkauft werden, welche möglicherweise auf Dauer nutzlos sind. Interessant finde ich noch das Elektroosmose-Verfahren, welches in Österreich ja anscheinend in der DINA aufgenommen ist aber ich denke Dernoton ist besser.

    Ausserdem könnte ich von außen noch eine Wärme-isolierende Schicht zwischen Wand und Dernoton machen.

    Den Kellerboden könnte ich so auch abdichten - und das müsste mir dann das DM Amt so genehmigen denke ich weil ich ja nur den alten Lehmboden durch einen neuen ersetze. Lehm hat angeblich den Vorteil das es feuchtigkeitsauslgeichend wirkt und die "Spitzen" besser verteilen kann.

    Ich frage mich nur, soll ich zusätzlich noch eine Drainage machen? Werden diese wirklich so schnell zugeschwemmt? Wie lange hält eine Drainage tatsächlich??
    Was sagen andere zu Dernoton?

  4. Was ich im Netz dazu gefunden habe

    ist es ja ein toller Baustoff.

    sicher ist Lehm mit Sand umweltverträglich. Aber wenn er so gut dichten würde, wie man da behauptet, hätte man ihn schon lange in den Abdichtungen von Deponien eingesetzt.

    Jeder will eben sein Produkt verkaufen.

    Man kann ihn jedenfalls wieder ausbauen, wenn es nichts taugt. Da spart man sich nochmal das Fitness-Center.

    Aber wer will Lehm mit Sand auf seinem Acker haben.

    Es wird eben nur gespart. Egal was es kostet.

  5. Wegen was eine Drainanlage ?

    Glaubt denn jemand daran, dass das Wasser nur abgeleitet wird?
    Oder gibt es auch die Möglichkeit mehr Wasser hinzuleiten?
    Und dann der Aufwand ?!
    Und die Kosten!
    Beim Verfüllen wird dann noch alles locker gerüttelt. Da ich schon sehr oft dazu geschrieben habe verweise ich auf die Suche Bromm Drainanlage oder auf meine Homepage http://www.haus-schwamm.de

  6. WAs ist denn inzwischen geworden

    Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, die man aus anderen Gründen nach dem Krieg anwendete wenn eine Fliegerbombe in der Nähe eingeschlagen war.

    Dadurch wurden Kellerwände eingedrückt und zur Sanierung abschnittsweise von innen entfernt und neu aufgemauert.

    Das ist grundsätzlich auch mit einer Betonwand aus einem WU-Beton möglich. Aber die Kosten sind heute andere.

    Damals waren die Löhne niedrig und das Material teuer. Man hatte vorwiegend geringe Lohnkosten und konnte das Material wiederverwenden.

    Heute ist es umgekehrt.

  7. Noch ist gar nichts passiert. Vermutlich werde ...

    ... Noch ist gar nichts passiert. Vermutlich werde ich wenn es wärmer ist von außen Aufgaben und den Teil der unter der Erde ist mit Dermoton abdichten. (Sie dichten damit auch Deponien und Gewässer ab). Vermutlich mache ich dass ohne Drainage. Es kann ruhig feucht sein vor der Wand. Im Keller kommt dann noch ein neuer Lehm Dernoton Boden rein. Ich muss, DMA erlaubt nichts anderes als Lehm. Und dann beobachte ich das ganze mal. Es gibt noch ein Plan B. Die Kosten von Dernoton halten sich in Grenzen und die Arbeit kann von nicht Fachleuten gemacht werden.... Wenn wir anfangen gibt's Bilder.


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