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Keller

Anschluß der Drainage an Sickerschacht

Hallo,

wir haben ein unterkellertes Haus (12x6m, BJ 2009) mit Ringdrainage. Der Keller war nach ca. drei Jahren immer leicht muffig, ich ging davon aus, dass die Luftfeuchtigkeit zumindest zum Teil vom Versorgungsrohr zur Zisterne, von der Kleinhebeanlage und vom Wasser der Heizung stammt (wird in einem kleinen Becken gesammelt und zur Hebeanlage geführt), daher habe ich einen Luftentfeuchter in den Keller gestellt. Klappte auch ganz gut, aber letzten Sommer bemerkte ich das erste Mal kleine Flecken am Kellerputz außen (Keller ragt etwa 80 cm aus dem Boden). Ich dachte da noch an Nachbars Katzen, die uns auch mit anderen Hinterlassenschaften nerven, aber diesen Sommer nahmen die Flecken zu. Im Sickerschacht steht das Grundwasser trotz des verregneten Sommers gut 1 Meter unterhalb des Drainageauslasses, also scheint der zu funktionieren. Ich bin dann mit so einem flexiblen Rohr-Drehreinigungswerkzeug vom Sanitärfachmann in das Verbindungsrohr Sickerschacht-Drainage gefahren, kam aber kurz vor oder am errechneten Anschlußpunkt - einem Kontroll-/Spülschacht - nicht weiter. Also hab ich den geöffnet. Wasser stand keines drin. Dann habe ich meine Kamera mit Selbstauslöser in den Kontrollschacht gelassen und feststellen müssen, dass der von mir erwartete Anschluss mit einem Blindverschluß verschlossen ist!
Daher die Frage: Käme irgendein Handwerker auf die Idee, diese Zuleitung direkt am Drainagerohr statt am Kontrollschacht an der Ecke anzuschließen? Dürfte kaum möglich sein, tippe ich. Und wenn der Fall vorliegen sollte, dass die Drainageleitung nicht an die Sickergrube angeschlossen ist: Dann müsste doch Wasser drin stehen (erst recht, nachdem ich mit ein paar Litern gespült habe - die kamen aber im Sickerschacht nicht an). Oder muss man da eine etwas größere Menge durchlaufen lassen?

Die beiden Bilder zeigen einen Blick ins Drainagerohr und einen Blick auf den Blindstopfen.

Wäre für Tipps dankbar, was ich noch probieren könnte, bevor ich einen Fachbetrieb mit Kamera kommen lasse.

Danke im Voraus!

Anhang:

Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

Name:

  • Martin
  1. Wenn die Gewährleistung abgelaufen ist

    und das scheint wohl gegeben, würde ich mir einem Fachbetrieb mit Kamera zunächst verkneifen.

    Es bliebe zwar die Möglichkeit der arglistigen Täuschung wenn da wirklich die Rohre unsachgemäß verschlossen worden wären, aber zu einem Rechtsstreit steht mit nicht der Sinn. Ich habe gerade mehrere Jahre damit verbracht. Andere mögen das anders sehen.

    Ich würde den Handwerkern auf den Hacken stehen, damit sie das richtig machen. Das ist weniger aufwendig als ein jahrelanger Rechtsstreit.

    "Sommer bemerkte ich das erste Mal kleine Flecken am Kellerputz außen (Keller ragt etwa 80 cm aus dem Boden)."

    Ich muß gestehen, ich kann mir die Stelle nicht vorstellen. Sind die Flecken außen an der Wand?
    Oder sind sie im Keller an der Außenwand?

    Man muß wissen, daß man im Sommer den Keller möglichst nicht lüften soll!! Die warme Luft bringt Feuchtigkeit in den Keller statt den Keller zu trocknen!

    Ansonsten scheint der Grundwasserstand so niedrig zu sein, daß auch eine fehlerhafte Drainage nicht die Ursache der Feuchtigkeit sein wird.

    Man muß also erst mal die wahren Ursachen finden. Das erfordert einen Bauphysiker. Die sind so selten wie ein weißer Elefant und noch schwieriger ist es ihre Fähigkeiten vorher zu beurteilen.

  2. Mit arglistiger Täuschung wird das ganz sicher nichts!

    Befragen Sie Ihren Anwalt dazu. Es ist nämlich so, dass dies dann in einer Absichtshandlung und nicht in einer Habeichlediglichvergessenhandlung geschehen muss. Und da wir doch jeder sagen, habe ich vergessen und nicht mit Absicht gemacht. Die Absicht müssten Sie dann beweisen. Vergessen Sie es, dass wird ganz sicher nichts.

    Ein paar Liter zum spülen reichen da ganz sicher nicht aus, wenn die Dränage richtig und korrekt -und im Kiesbett- verlegt worden ist.

    50 m rundherum x Kiesbett 1 m breit x Kiesbett 0,7 m hoch x 0,4 verbleidender Restquerschnitt zwischen den Kieseln einschl. dem, was während der Spülung im Erdreich versickert (was nur geschätzt werden kann, Es kommt auf den Kies an und auf die Bodenbeschaffenheit, Sie fluten das Kiesbett ja in einem völlig mit und davon versickert dann -je nach Bodenbeschaffenheit auch etwas), macht ca. gleich rd. 14 m³

    Wenn Sie also mit ein paar Litern so ca. 14.000 Liter meinen, dann sollte die Spülung ausgereicht haben um das feststellen zu können, was Sie feststellen wollen. Haben Sie weniger Wasser zur Spülung rein laufen lassen, dann wird das nichts um das feststellen zu können, was Sie feststellen wollen.

    In einem Punkt ist Wiki sicher beizuplichten. Beauftragen Sie jemanden der sich damit auskennt und Ihnen unter die Arme greift.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz


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