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Keller

Oberflächenwasser von Terrasse dringt in Kellerwand ein

Hallo! Vor 15 Jahren hatten wir unterhalb der Garten-Terrasse (GT) vor unserem Haus einen zusätzlichen Kellerraum anbauen lassen. Die GT liegt also oben auf dem K auf. Seit längerem dringt von oben Wasser an versch. Stellen in die K-Wände ein. Offensichtlich ist die Wasserableitung von der T-Oberfläche nicht korrekt ausgeführt. Die T ist mit Gefälle angelegt, am Ende ist eine Regenrinne (RR) angebracht. Aber das Wasser gelangt nicht komplett in die RR, "hinter" der RR ist alles nass. Auf die Betondecke des Kellers wurde wohl Wärmedämmung und Wasserabdichtung vorgenommen, oben drauf dann Estrich (E), der nicht weiter isoliert wurde, ganz oben halt Fliesen. Direkt unter dem E an der RR ist ein Kunststoff-Tropf-"Blech" (KTB) eingearbeitet, das nach außen in die RR führt. Aber das Wasser hat sich den Weg auch auf die Unterseite des KTBs gebahnt. Dort drunter ist z.B. eine Holzlatte zu sehen, die tropfnass und kurz vor der Auflösung ist - siehe Bild4: Das Braune ist die RR, dann das Holz mit Loch, durchs Loch sieht man das KTB von unten, das Graue ist die Mauer. Das komplette Entfernen des Estrichs und ein Neuaufbau der Isolierung an der Ablaufkante wäre der beste Weg, aber jetzt vor Winteranfang nicht mehr gangbar. Es geht um noch mögliche Sofortmaßnahmen. Wie kann ich erreichen, dass das Wasser tatsächlich in die RR gelangt, und auch das unter dem KTB befindliche Wasser von der Wand weggeführt wird?
Nachtrag: Das Wasser, welches direkt bis zur 90-Kante gelangt, wird recht perfekt über Kunststoffteile - links im 1. Bild zu sehen - in die RR abgeführt. Es gelangt aber Wasser - wer weiß voher, vielleicht durch Risse im Estrich - auch unterhalb des E's nach vorne, um die Ableitung dieses Wassers geht es.

Anhang:

Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

Name:

  • Tigges
  1. Na dann halt nächstes Jahr sanieren und alles runter!

    Und alles neu aufbauen. Von unten nach oben.

    Für die Übergangszeit im Winter bis nächstes Jahr, in dem Sie dann Ihr Vorhaben der Sanierung der Terrasse realisieren können, streichen Sie die komplette Terrasse -bis in die Rinne hinein und an der anderen Seite denn dann auch im Wandanschlussbereich an der Wand hoch- mit einer Abdichtung, mit einer Dichtschlämme zum Beispiel.

    Weber Saint Gobain, Dichtschlämme, D 2 oder wie die Bezeichnung jetzt ist, D 24, Reaktivabdichtung. 80,00 Euro pro 24 kilo Gebinde, zuzüglich 19% Mehrwertsteuer.

    3 mm dick aufgetragen sollte das -um einen Winter zu überstehen- reichen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  2. dichtungsschlämme

    Hallo u danke für die Antwort. Das totale Verpacken des Baukörpers in Dichtungsschlämme würde vermutlich für einige Zeit abdichten. Allerdings ist dies nicht möglich. Die Terrasse wird als Weg in den Garten täglich benutzt, und der tägliche Blick auf die Schlammfläche ist während einer Rohbauphase sicher akzeptierbar, später nicht. Ginge es um eine solche Radikalkur ohne Rücksicht auf Optik, könnte man auch ruckzuck den Baukörper mit Folie einwickeln. Das hätte die gleiche Wirkung und wäre viel preiswerter. Nein, das geht so nicht. Es muss schon versucht werden, dass oberhalb der Betonplatte zur Kante hindrängende Wasser komplett aufzufangen und von der senkr. Wand fernzuhalten.

    Name:

    • Tigges
  3. Na ja, das kann man sehen wie man möchte!

    Sie hatten eine Totalsanierung aus Witterungsgründen verneint, zumindest die Sanierung zu unterlassen damit begründet, da der Winter kurz vor der Türe stehe.

    Angesichts dessen, dass es jetzt schon November ist und in der Regel ab April saniert werden kann, ist eine Dichtunsschlämme sicherlich tollerierbar. Wir reden hier über einen Zeitraum von ca. fünf Monaten, mehr nicht.

    Dichtschlämme ist auch absolut gerade und eben gegelättet auftragbar, was mit der Sorgfältigkeit dessen steht und fällt, wie gut oder wie schlecht der Ausführende es ausführt. Die Dichtungsschlämme ist grau und kann sehr glatt gehalten werden. So glatt, als wenn die Terrasse gestrichen worden wäre.

    Von Schlamm kann da keine Rede sein.

    Da Dichtungsschlämme im ausgehärteten Zustand sehr zäh ist, kann sie sicherlich auch für den Zeitraum von fünf Monaten begangen werden, ohne das dies die DIchtigkeit der Schlämme beeinträchtigen wird.

    So zu sagen, ein rundum sorglos Paket, zumindest bis ende März oder mitte April.

    Wenn Sie der Meinung sind, dass Folie sie auch zum Ziel führt, dann machen Sie dies doch und decken Sie Ihre Terrasse mit Folie ab.

    Schnee auf einer mit Folie abgedeckten Terrasse zu schaufeln dürfte aber schon ein Problem darstellen oder nicht so einfach auszuführen sein, als wenn Sie Dichtungsschlämme auftragen. Nicht zu vergessen, dass Sie die Folienabdeckung ebenso ständig kontrollieren müssen, wenn es stürmt oder es windig ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  4. abdichtung

    Sehr geehrter Herr Reinartz! Ihr Bemühen in allen Ehren. Aber ich werde die Terasse weder zu hohen Kosten - was dann bis zum April ein verlorener Betrag wäre - mit Dichtschlamm bedecken, noch mit einer Folie abdecken. Nochmal: Wir reden nicht über einen Rohbau! Und außer Männern, die sich ausschließlich für eine Funktion interessieren, und sämtliche möglichen anderen Aspekte ignoriern können, gibt es auch noch Frauen, die bekanntlich sowas wie ästhetische Empfindungen haben - zurecht übrigens. Nein, das störende Wasser muss am Austrittsort aufgesammelt werden, und irgendwie wird das schon gehen. Soviel Austrittsstellen gibt es ja nicht, da muss halt irgendeine Folie eingearbeitet werden, sodass das Wasser kontrolliert abgeführt werden kann. Das mal als Beispiel. Wollte ich die Terasse unbedingt oben rum abdichten, könnte ich mich auch jetzt noch ransetzten und alle Fliesen neu verlegen. Aber ich hatte gehofft, es gäbe einen schnelleren Weg. Vielleicht hat noch jemand andere Vorschläge.

    Name:

    • Tigges
  5. Na Ihr begehren in allen Ehren ....,

    was auf den Fotos zu sehen ist, sieht nicht so sehr gut um nicht zu sagen unfachmännisch aus. Darüber diskutieren und fachsimpeln ist auch sicherlich entbehrlich, denn wäre ordnungsgemäß gearbeitet worden, wäre Ihre Terrasse wohl dicht.

    Und nun gut, die Begehren Ihrer Frau, können wir ja hier nicht erahnen. Zu Recht wie Sie schreiben, sehe ich anders. Bevor ich eine weitere Schädigung durch eindringendes Wasser in Kauf nehmen würde, würde ich die graue Dichtschlämme in Kauf nehmen. Und mal ehrlich, damit müsste meine Frau dann eben halt leben, smile. Im Winter geht meine Frau ja nicht auf die Terrasse, dass bleibt mir vorbehalten um die vom Schnee zu befreien. Aber so setzt jeder seine Prioritäten anders. Ihre so, meine so.

    Ggf. hätten Sie halt vorher reagieren müssen und vielleicht die Ausführung überwachen lassen sollen, als die Terrasse neu belegt worden ist.

    Eine Terrasse neu mit Fliesen zu belegen, führt auch nicht allein schon zur absoluten Dichtigkeit der Terrasse. Da sind einige Arbeiten mehr erforderlich.

    Ist aber ja auch kein Problem, ich hatte nur einen sehr preisgünstigen Vorschlag der Abdichtung empfohlen, nach dem Sie dann hätten, bis April auch nicht mehr nachsehen müssen.

    Machen Sie es halt anders und gut isss.

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Reinartz

  6. Seit längerem dringt von oben Wasser an versch. Stellen in die K-Wände ein.

    Lassen Sie bis zum nächsten Frühjahr doch einfach alles wie es ist. War ja in den letzten Monaten (oder Jahren) auch Ihre Devise. Dann haben Sie Zeit für eine ordentliche Sanierungsplanung im Winter, anschließend holen Sie sich ein paar Angebote ein und dann wird im nächsten Frühling mit fachgerechter Arbeit alles i. O. gebracht.

    ACHTUNG:
    Handwerkervorschläge ersetzen nicht immer eine fachgerechte Planung! Gerade beim Thema Dachterrasse (denn darum handelt es sich ja wohl) - abzudichten nach DINA 18195 - spielen je nach Wahl des zukünftigen Belages verschiedene Gewerke zusammen (z. B. Dachdecker, Klempner, Estrichleger, Fliesenleger oder Zimmerer/Tischler, oder oder oder). Das kann nicht immer ein einzelner Dachdecker alles im Kopf haben inkl. aller Detaillösungen und Anschlüsse nach DIN und Flachdach-Richtlinie und ZDBA-Merkblatt usw..

  7. Kunsstoff verstreichen ?

    Ich stelle noch einen anderen Ansatz zur Debatte, s.u.. Vorher noch ein persönliches Wort: Sehr geehrter Herr Reinartz, ich möchte mich noch mal bedanken für Ihre Bemühungen. Würde ich alleine leben, würde ich es eh' anders angehen. Entscheidungen zu zweit zu fällen, unterliegt anderen Bedingungen. Nun zu meiner neuen Überlegung: Habe gestern im Inet gesucht, diesmal unter dem Stichwort: Flachdach. Dabei fand sich sehr schnell die Variante, ein F-Dach - was ja hier im Prinzip vorliegt - mit einer Kunststoffmasse zu streichen. Versprochen wird eine Dichtigkeit, welche Jahrzehnte überdauen würde. Natürlich müßten die alten Fliesen runter, u die Kleberreste beseitigt werden. Deshalb meine Frage, deren Beantwortung für mich sehr wichtig wäre:
    Kann man solch Material noch in diesen Novembertagen verarbeiten, in denen die Temperatur zwischen Null und 10 Grad liegt?
    Grüße, B.

    Name:

    • Tigges
  8. Nein

    Weiterhin ist es problematisch diese FLK auf nasse Untergründe aufzubringen und damit die Feuchtigkeit einzusperren. Die wenigsten sind so diffusionsoffen, dass das geht. Wenn dann mal die Sonne drauf scheint, wird es Blasen geben und Ablösungen.

    Weiteres Problem: Rutschsicherheit! Da brauchen Sie dann eine Quarzsandabstreu o. ä. in der oberen Schicht. Wenn man es richtig machen will, dann wird das eine recht teure Lösung.


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