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Keller

Fertigteilkeller Weisse Wanne mit "Kerndämmung"

Hallo zusammen,
wir benötigen für unser zu bauendes Haus aufgrund des hohen Grundwasserspiegels einen dichten Keller (Weisse Wanne). Der Keller soll zusätzlich Wärmeisoliert sein. Die Baufirma hat uns nun vorgeschlagen Kellerelemente mit Kerndämmung zu verwenden. Das sieht wohl so aus, dass zwischen den beiden Fertigbetonelementen einer Wand eine Isolierschicht aufgeschäumt wird. Ansonsten wird normal der Ortbeton reingefüllt.
Frage taugt das was? Bleibt der Keller dabei dicht? Oder spart der Bauunternehmer nur weil er nicht seperat an der Außenseite eine Dämmung aufbringen muß?
Vielen Dank im voraus

  1. Was...

    sagt denn der Planer des zu errichtenden Hauses dazu?
    Grüße aus Schönebeck

  2. Ich

    halte von diesem system überhaupt nicht.
    Das statische system ist nicht überzeugend.
    Bei ewtl. Undichtigkeit, die schadenlokalisierung sehr schwierig. Im bereich der plattenstösse lückenhafte innendämmung. Übergang dämmschicht vom keller zu EGA sehr schwierig.
    Alles meine meinung natürlich.
    Mfg.

  3. @Oliver Struve, @Yilmaz Ayy

    Erst einmal vielen Dank für die Antworten.
    @Oliver Struve
    Es soll ein Schlüsselfertiges Haus werden, d.H. die Firma des Planers stellt die Betonteile selber her, ich will nichts unterstellen aber man ist ja selber von mehr überzeugt als objektiv richtig ist. Deshalb versuch noch andere Meinungen aufzunehmen.
    @Yilmaz Ayy
    Das sind eben auch meine Bedenken, gerade weil die Wanne ja dicht sein soll/muss.
    Hat jemand schon praktische Erfahrung damit gemacht?
    Oder dann besser gleich auf konventionell von außen gedämmten Keller bestehen?
    Gruß aus BaWü

    Name:

    • Martin G.
  4. Weisse-Wanne aus Fertigelementen

    Hallo Martin,
    weisse-wanne mit fertigteilelementen ist eine heikele angelegenheit für sich d.h. es erfordert sehr precize arbeiten im bereich der stöße und übergänge.
    Ich habe meine erfahrungen mit Weisse-wannen aus Fertigelementen aber Wände mit Innenliegender dämmung habe ich selber bisher vermieden.
    Mfg.

  5. Kein Problem!

    Werter Forumsteilnehmer,
    die Erstellung einer weißen Wanne mit den so genannten Dreifachwänden stellt heutzutage in der Regel kein Problem mehr dar.
    Zu berücksichtigen ist allerdings, dass dies nur für einen Keller in dem keine Wohnräume angeordnet sind wirklich Sinn macht.
    Ferner ist natürlich explizit darauf zu achten, dass die allgemein anerkannten Regeln der Technik beim Bau beachtet werden und genau darin besteht meist die Problemstellung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Markus Reinartz
    ___________________________________
    PS. Unsere Beiträge hier in diesem Forum stellen lediglich unsere eigene Meinung und somit keine Beratung dar. Vielfach ist es so, dass ohne eine vorausgegangene Augenscheinseinnahme vor Ort am Objekt und ohne Sichtung der Bau- oder Planungsunterlagen nicht alle tatsächlichen Fakten und örtlich vorherrschenden Gegebenheiten präsent und bekannt sind, weswegen wir aus diesem Grund in dieser Hinsicht keinerlei Haftung und keinerlei Gewährleistung für die Korrektheit des hier von uns eingestellten Beitrages übernehmen können.

  6. An Thema vorbei?

    Wenn fragesteller gedämmte keller kaufen will, kann man davon ausgehen das es auch zum wohnzwecke (büro, etc.)genutzt wird.
    Sagen sie mir jetzt wieso Dreischichtenwände für wohnkeller nicht geeignet sind? Ich glaube das sie sehr viel literatur über Bau im regal haben und die auch regelmäßig lesen und hierhin auch sehr oft zitieren aber dadurch wird man nicht der superbauexperte.
    Denken sie daran das so manche laien ihre falsche empfehlungen folgen!
    Mfg.

  7. Ja genau, lesen bildet!

    Werte Forumsteilnehmer,
    lesen bildet, dass ist nun mal so und ja, ich habe sehr viel Literatur im Regal stehen, die nicht nur dort steht sondern die ich auch gelesen habe.
    Dreifachwände aber auch örtlich geschalte und hergestellte Betonwände, ohne jedwede weitere Abdichtung, eignen sich nur bedingt bei der Nutzung eines Kellergeschosses als Wohnraum.
    Die ist nachzulesen in der Literatur zu den
    Aachener Bausachverständigentagen aus z. B. 2002
    sowie
    im Band 80, Bauforschung in der Praxis, Weiße Wannen hochwertig genutzt
    sowie auch in dem Heft 555 vom Deutschen Ausschuss für Stahlbeton, Ausgabe 2006, zu beziehen beim Beuth verlag.
    Ferner hatte ich zu keiner Zeit behauptet, dass weiße Wannen für höherwertig genutzte Räume nicht genutzt werden können sondern lediglich hatte ich angemerkt, dass man sich sehr gut überlegen sollte, ob dies denn sodann -die Kellerwände mit Dreifachwänden zu erstellen- wirlich Sinn macht.
    Der "Sinn" über das "Sinn" machen nachzudenken besteht oder liegt darin, dass wenn weiße Wannen -die den Wandbaustoff Beton als dichtendes Bauteil selbst zur Grundlage haben-, wenn Sie höherwertig genutzt werden umfangreiche Zusatzmaßnahmen -wie z. B. eine Lüftungsanlage oder auch dementsprechend konstruierte Fußbodenaufbauten- erforderlich machen, deren Erstellungskosten so hoch sind, dass man auch gleich noch eine Abdichtung -auf der vom Bauteil abgewandten Seite- aufbringen kann.
    Also bislang kein Wort von mir davon, dass eine weiße Wanne für höherwertigere Verwendungen nicht geeignet wäre sondern lediglich, dass denn sodann weitere Kosten für Lüftung und sonstige Sonderkonstruktionen -die im Übrigen auch Planungs und Wartungskosten während der allgemeinüblichen Nutzungsdauer eines Bauwerkes- aufgewendet werden müssen.
    Das wird meist leider -so wie von Ihnen auch Herr Ayy- dem Bauwilligen oder auch dem Bauherren gegenüber verschwiegen.
    Dieses von mir so genannte verschweigen -dem Bauherren gegenüber- erfolgt in der Regel meistens -so meine Erfahrungen dahingehend- aus Unwissenheit aber auch manchmal vorstätzlich, wobei letzteres wohl eher seltener der Fall ist.
    Welche Maßnahmen allumfänglich zu ergreifen sind bzw. welche ergriffen werden müssen, können Sie in den von mir benannten Regelwerken nachlesen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Markus Reinartz
    ___________________________________
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  8. Die Dämmung allein sagt nichts über die Nutzung aus!

    Werter Herr Ayy,
    ich hatte noch vergessen zu erwähnen, dass die Verwendung einer Dämmung alleine noch nichts über eine Nutzung im Innern -im dem Fall des Kellergeschosses- aussagt.
    Genau so gut könnte es sein, dass man den Keller z. B. als Hobbyraum, z. B. als Fitnessraum nutzen möchte, der nur vorrübergehend und nur kurzzeitig genutzt wird.
    Mit freundlichen Grüßen
    Markus Reinartz
    ___________________________________
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  9. Nu reden sie doch mal Tacheles, ...

    ...
    Was soll das System für Vorteile haben.
    Ich sehe keine.
    Grüße aus Schönebeck

  10. Antwort?

    Der Frager wollte nur wissen, ob das System was taugt. Er wollte nicht wissen, was er für Zusatzarbeiten machen muss, um den Keller zu bewohnen.
    Zitat herr Reinartz:
    "Zu berücksichtigen ist allerdings, dass dies nur für einen Keller in dem keine Wohnräume angeordnet sind wirklich Sinn macht."
    Wo steht, dass er drin wohnen will? Er will doch nur einen gedämmten Keller und will wissen, ob das System was taugt, bzw. ob´s wer kennt.
    Würde mich übrigens auch interessieren.
    Sicherlich gibt es auch für dieses System Detaillösungen, Anschluss an den Ecken, Anschluss an Bodenplatte, Deckenauflager etc., Details gibt´s doch für alles, sogar für Hohlwandinstallationsdosenaufdopplungsringe.
    Ob andererseits eine Außendämmung im Grundwasserbereich Sinn macht, stelle ich hier mal in Frage.

  11. Aber, aber meine Herren,

    was für ein Problem haben Sie denn mit meiner Aussage?
    Ich habe weder für noch gegen etwas gesprochen bzw. geschrieben.
    Möglich ist beides!
    Weiße Wanne bei einer höher wertigeren Nutzung sowie als auch bei Räumen mit untergeordneter Bedeutung. Ersteres verursacht zu den eigentlichen Kellerbaukosten im Rohbau jedoch noch zusätzliche Kosten für z. B. eine kontrollierte Lüftung.
    Wo das geschrieben steht -"Quellenangabe"- hatte ich bereits angegeben.
    Sicher steht nirgendwo geschrieben, dass das Kellergeschoss höherwertig -nämlich zu Wohnzwecken- genutzt werden soll. Und genau deswegen ist sicher fraglich ob denn nun dann der Bauherr überhaupt darauf aufmerksam gemacht worden ist, dass es so ist -und bei einer ggf. auch später einmal angedachten höherwertigeren Nutzung des Kellergeschosses weitere ("kostenintensive") Maßnahmen zu treffen sind, damit der Keller überhaupt einer höherwertigeren Nutzung zugeführt werden kann-, wie es von mir beschrieben wurde und wie es in den einschlägigen Normen und Richtlinien geschrieben steht und weiterhin von anerkannten Fachleuten -wie z. B. Prof. Dr.-Ing. Rainer Oswald vom AiBau auch- propagiert wird.
    Mein Beitrag soll den Fragesteller lediglich anregen seine Baumaßnahme nochmals zu überdenken, wenn der Bauherr nämlich irgendwanneinmal sein Kellergeschoss ausbauen möchte, sofern dies denn dann überhaupt möglich ist -was nicht aus dem Beitrag des Fragestellers hervor geht-, fallen weitere, nicht ganz unerhebliche Kosten -für die dann zu treffenden bzw. zusätzlich vorzusehenden Maßnahmen- an.
    Mit freundlichen Grüßen
    Markus Reinartz
    ___________________________________
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  12. Sie

    reden sich um kopf und kragen, ihre weitere beiträge widersprechen den ursprungsbeitrag.
    Ich habe sie nicht zu einer diskussion gebeten sondern sie auf ihre ständige falschempfehlungen hingewiesen.
    Eines kann ich mir doch von ihre viel schreiberei mitnehmen, nämlich meine rechtschreibung kann ich damit verbessern.
    Viele Grüße.

  13. Nochmal Danke und ruhig Blut...

    Hallo zusammen,
    vielen Dank für die Antworten. Ich habe für meinen Teil nun beschlossen die Kellerwand klasssisch mit außen aufgebrachter Dämmung erstellen zulassen. Eine durchgängige Betonwand wird denke ich dem Wasser einen höheren Widerstand entgegenbringen wie 5 cm Beton dann Dämmung und dann nochmal 20 cm Beton...
    Gruß Martin

  14. Kopf und Hals ist noch dran sowie der Kragen auch und mein Blut ist ruhig wie immer!

    Werter Forumsteilnehmer,
    welche vorgefertigten Wände verwenden Sie denn?
    So genannte Dreifachwände/Elementwände ....?
    Eines sollten Sie bedenken, wie ich schon sagte, man kann sicher nicht generell sagen, was besser ist.
    So haben vorgefertigte Elementwände die in der mitte -zwischen den jeweils äußeren Betonschalen- später nach dem aufstellen mit Beton verfüllt und vergossen werden, fehlstellenfreier -weil im Werk und nicht an der Baustelle gefertigt- betoniert werden und wenn die denn dann ordnungsgemäß aufgestellt (die müssen z. B. aufgeständert werden- und ausbetoniert werden -im unteren Bereich ist eine Anschlussmischung aus Beton in der Korngröße in einer Größenordnung von 0 - 8 mm zu verwenden und die Fallhöhen beim Einbau des Füllbetons dürfen nicht überschritten werden usw.-, dann hat man ebenfalls eine sehr ordentlichen Wandaufbau, bei dem halt eben nur die Bodenplatten-Wandanschlussfuge im unteren Bereich der Wände und die Stossfugen der Wände ein Risiko von später auftretenden Undichtigkeiten bilden. Doch wenn die denn dann auch noch ordnungsgemäß -z. B. mittels Fugenbändern oder Fiugenblechen- abgedichtet werden, dann ist das auch in Ordnung, wobei halt eben bei diesen Elementwänden häufig bei der handwerklichen Ausführung die Unzulänglichkeiten auftreten.
    In der von mir bereits angegebenen Literatur wird -bildlich und übertrieben beschrieben/gesprochen- lediglich zwischen Kartoffelkeller und dem Keller unterschieden, bei dem Sie bzw. in dem Sie den Da Vinci oder den Van Gogh einlagern wollen (Nutzungsklasse). Zusätzlich wird der anstehende "Wasserfall" (Beanspruchungsklasse) unterschieden.
    Die Berücksichtigung der Nutzungs- und der Beanspruchungsklasse muss allerdings bei dem örtlich geschalten und betonierten Keller genau so erfolgen wie bei dem Elementwandkeller auch.
    Mit freundlichen Grüßen
    Markus Reinartz
    ___________________________________
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  15. Herr Reinhartz,

    raten Sie mal bei welcher Bauweise ich mehr Aufträge zur (nachträglichen) Abdichtung der weissen Wannen bekomme?
    Bei Fertigelementen oder bei den Dreifachwänden, das Verhältnis ist etwa 5 zu 1.

  16. @Oliver

    wie soll er darauf antworten?
    Das steht doch nicht in seinen Büchern.
    Mein Tipp.
    Erst lesen - dann verstehen - dann damit umgehen - dann evtl. antworten.
    Dann wird evtl. mal ein Sachverständiger daraus (Maßgeblich ist hierbei Punkt 1-3 - auf viertens kann ich gut verzichten)


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