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Keller

Innenisolierung druckwasserdichter Beton-Keller

Guten Tag,
es gab zwar schon ansatzweise Lösungsvorschläge im Keller, aber leider nicht so richtig etwas, bei dem ich gesagt hätte "Das ist die Lösung".
Situation:
Wir haben einen druckwasserdichten Beton-Keller (Baujahr 1996):
Bodenplatte: Folienschicht, darauf normaler Stahlbeton
Außenwände: dreischichtig: innen und außen jeweils Betontafel-Fertigteil auf die Bodenplatte aufgesetzt, Hohlraum dann dazwischen mit feinkörnigem Beton gefüllt. Jede Schicht hat ungefähr 7...8 cm Stärke.
Keller ist von außen mit Bitumen gestrichen.
Eine Außendämmung existiert NICHT.
Der Keller liegt komplett im Erdreich (bis auf vielleicht etwa 10 cm).
Grundwasser kann um den Keller herum sein (bei längerem Hochwasser der etwa 3km entfernten Isar), i.d.R. aber unterhalb der Bodenplatte.
In keinem der Räume kommt es derzeit zu einem Feuchtigkeitsniederschlag an den Wänden. Nichtsdestotrotz läuft ein Luftentfeuchter, um die rel. Luftfeuchtigkeit immer bei unter 60% zu halten.
Dieser Keller soll jetzt teilweise auch in der Form genutzt werden, dass eine Heizung eingebaut wird (ein Hobby- und Lagerraum und ein weiterer Raum, der nicht zu dauernden Wohnzwecken genutzt werden soll).
Eine Aufgrabung außen entfällt aufgrund mittlerweile vorhandener baulicher Bedingungen, die den finanziellen Aufwand extrem hoch treiben würden.
Frage:
Ist eine Innendämmung möglich und wenn ja mit welchen Materialien? Es kommt hier natürlich nur auf die Wärmedämmung an, da bis auf die Diffusion kein Wasser durch die Wände/den Boden dringt.
Mir würde eine Trockenbaulösung vorschweben mit Glaswolle oder Styropor als Isolierung und Rigips-Platten als Innenwand, bin mir aber nach der Lektüre der existierenden Beiträge nicht mehr sicher, ob das überhaupt so realisierbar ist.
Schon mal vielen Dank für alle Antworten!

Name:

  • Stefan Helbing
  1. Hallo, ich beschäftige mich seit 1970 mit diesem Problem und habe dazu auch schon viel Antworten gegeben.

    Bitte suchen Sie erst einmal bei der Suchmaschine unter: feuchter Keller bromm - ich weiß es ist viel zu lesen, aber es geht auch immer um Ihr Geld das richtig oder falsch ausgegeben wird.
    Weiter sind viele meiner Erfahrungen zu diesen Themen bei den Schriften auf meiner Homepage eingestellt.

  2. Kellerausbau

    Lassen Sie sich nicht irre machen. Wie schreiben gibt es keine Feuchtigkeitsprobleme in Ihrem Keller. Also vermutlich keine äüßeren Durchfeuchtungen.
    Warum läuft der Entfeuchter? Antwort, Sie entfeuchten die ständig nachströmende Aussenluft.
    Beispiel hierzu,
    Aussen: T= 23 °C, relative Feuchte (RF) = 70%, absolute Feuchte=maximaler Wassergehalt der Luft= 14.4 g/m³
    Innen, Ihr Keller, Z.B T= 18 °C, gewünscht 60% relative Feuchte, zulässiger Sättigungsgehalt der Luft= 9,2 g/ m³
    Fazit, Ihr Trockner läuft dauernd, ist halt eine Maschine, die programmgemäß die vermeintliche Überschussfeuchte aufnimmt.
    Vorgehensweise: Trockner abstellen. Warten was passiert, Aussenwand tatsächlich dicht?
    Aussbau Keller mit Beheizung und Dampfsperre vor der Dämmebene vornehmen.

  3. Na aber, was soll dann erreicht werden, wenn die Feuchte wieder zunimmt?

    Ich stimme mit Herrn Jens-Peter Volquardsen fast überein, aber nicht ganz.
    Denn wenn in einem Keller eine dampfdichte Schicht aufgebracht wird, könnte nur über den Luftaustausch neue Feuchte in den Keller gelangen.
    Logisch Fenster und Türen zu lassen.
    Der Luftentfeuchter sollte dann sowohl mit Hygrostat als auch mit Zeitschalter betrieben werden.
    In einem Keller - angenommen 60 m² + Raumhöhe 2,20 = 132 ³ kann die Luft bei 20 ° max. (132x17 Gramm) ca. 2 Ltr. Wasser aufnehmen. Der (gute) Entfeuchter schaltet ab, wenn die Feuchte unter 60 % erreicht und schaltet sich erst wieder ein, wenn die Feuchte ansteigt.
    Und dies ist doch ausreichend.

  4. Vielen Dank für die Antworten!

    Leider war ich nun doch "etwas" länger als geplant offline... Erst mal vielen Dank für die Antworten!
    Als Information zur momentanen Situation: Bei der aktuellen Witterung steigt die rel. Luftfeuchte nicht an, obwohl der Luftentfeuchter aus ist (seit ca. 2,5 Monaten). Sie bleibt fast konstant bei ca. 50..53% stehen. Eigentlich muss der Luftentfeuchter erst wieder laufen, wenn es wärmer wird und warme Luft mit entsprechend höherer absoluter Feuchte in den kühlen Keller strömt.
    Ich denke also, dass die Wände dann schon dicht sind, da es bei uns ja nicht so kalt wird, dass der Boden bis 2,5 m unter Oberfläche durchfriert... :-))
    Viele Grüße
    Stefan Helbing

    Name:

    • Stefan Helbing

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