Keller

Kellerabgang dämmen?

Hallo Forum Gemeinde,
bin momentan auch am Bauen mein Kellerrohbau ist fast fertig und habe schon meine ersten Probleme und würde gerne euer Rat dazu haben.
Also, Mein Keller soll auch als Wohnfläche benutz werden, es ist so geplant das eine Einliegerwohnung da rein kommen soll. Dafür habe ich ein Treppenabgang außen mit einen Lichtgraben geplant. Mein Keller ist aus WU-Beton. Ich wollte Wärmebrücken vermeiden in bereich von dem Treppenabgang wo ich zwei Wände für den Lichtgraben habe. Vor beginn habe ich mich da mit mein Kellerbauer zusammengesetzt und darüber geredet und sind eigentlich so verblieben das wir zwischen Kelleraußenwand und der Wand vom Lichtgraben die Perimeterdämmung durchziehen und dann die Wand vom Lichtgraben mit ein Flexiband abdichten. So weit so gut aber er hat es nicht so umgesetzt mit der Begründung das ja auf einer Seite die Schwere Treppe noch kommt und das es ja Statisch Probleme gäbe und die wand mit der Keller Wand direkt mit den Eisen Verbunden sein muss. Leider habe ich das mit ihm es damals nur Verbal ausgemacht. Wie sieht das jetzt rechtlich aus? Will jetzt nicht irgendwie gleich zum Anwalt laufen aber würde gerne wissen wie das rechtlich aussieht. Er hat mir gesagt man kann ja die Außenwand jetzt auch noch dämmen und dann halt Verputzen und ihm Keller Innenbereich ja mit einem Wärmeputz verputzen. Die Arbeit würde aber natürlich ich machen müssen und das Material auch selber besorgen. Was natürlich nicht überall geht z.B. bei der Wand von oben wo die Treppe aufliegt. Ist das eine Vernünftige Lösung oder habt ihr noch andere Ideen wie man das jetzt im Nachhinein noch vernünftig lösen kann.
Schon mal Danke in voraus
Alex

  1. Ihr Bauunternehmer hat recht.

    das mit der Statik kann ich nicht beurteilen (Baulaie), aber von der Wärmebrücke her ist diese kleine Stelle total uninteressant, da die Wärmebrücke gegen das "warme" Erdreich geht: Vergisses! Andererseits haben sie ja ihren Keller nicht umsonst aus WU Beton gebaut. Das Risiko, dass das undicht wird, wenn es nicht aus "einem Guss" ist wäre mir deutlich unangenehmer, zumal ich selber schon mit so was echt Ärger hatte!

  2. Ihr Kellerbauer liegt falsch

    Warum Ihr Kellerbauer dem richtigen Vorschlag von Ihnen, die Perimeterdämmung konsequent wärmebrückenfrei direkt auf der Kellerauenwand durch zu ziehen, nicht gefolgt ist, vermag ich nicht zusagen. Seine Aussage, er müsse die Lichtkellerwand aus statischen Gründen mit dem Hauskeller verbinden ist schlicht falsch. Man kann ohne weiteres den Lichtgraben samt Treppe als eigenes Bauwerk gründen. So etwas gehört natürlich geplant und vereinbart. Gibt es Pläne und eine entsprechende Detailplanung?
    Das Erdreich ist auch nicht warm, bereits in 1 m Tiefe beträgt die Temperatur, auch im Sommer nicht mehr als 8 °C. Somit klassische Wärmebrücke.

  3. @Volquardsen: Ja, aber +8 Grad

    und im Winter bei strengem Frost bedeutet doch im Boden ein Bodenfrost mal knapp unter Null und keine -30 Grad. Das auf einem gerade mal ca. 20 cm breiten Streifen: vergisses.
    Als kleiner doofer Bauherr und Bastler hab ich den Kellerabgang selber gemacht. Eine Seite zum Keller hin direkt angemaueret (Die Wärmebrücke), bei der anderen zuerst die Dämmung durchgezogen und dagegengemauert (keine Wärmebrücke). Ergebniss: von der Wärmebrücke hab ich nie was bemerkt, unter der Dämung lief mal Wasser lang, was dann vor der Kellertür rauskam und nur mit Glück liess sich ein vollaufen des Kellers verhindern. Das war anlässlich eines Unwetters während der Bauphase wobei das Wasser als See am Haus stand. Danach wars gut, da anscheinend die Dämmung nun durch den Erddruck so fest an die Wand gepresst ist, dass nix mehr läuft, oder weil seither halt das Wasser nie wieder so hoch am Haus gestanden ist, dass es zwischen Kellerwand und Dämmung runter laufen konnte. Seither hab ich jedenfalls Respekt vor der Abdichtung. Dass unter der Dämmung Wasser langläuft (zwischen Kellerwand und Dämmung) ist einigermassen subtil. Damit hätte ich nie gerechnet. Alle Handwerker meinten im Vorfeld: Mach das Ding zu und dichte es ab, vergiss die Wärmebrücken, aber ich wollte es ja besser wissen und bin echt reingefallen.

  4. Kelleraußentreppe

    @ Hr.Kuner:Wenn ich Ihren Beitrag richtig verstehe beginnnt nach Ihrer Vorstellung die Wärmebrückenwirkung erst bei Minus 30 °C Außentemperatur.
    Bei höheren Temmperaturen ist alles belanglos, selbst wenn es sich um "geringförmige" Minusgrade handelt, oder?
    Die Wärmebrückenwirkung beschränkt sich auch nur auf die tatsächliche Breite der Kopfwand?
    Schäden gibt es auch nur dann, gilt jedenfalls für Ihr eigenes Haus(auch allgemein?),wenn man die Wärmedämmung durchlaufen lässt, Wassereinbruch hinter der Dämmung.
    Von der Wärmebrücke an der anderen Kopfwand, Tschuligung ist ja keine, merkt man eh nichts. Schäden ausgeschlossen?
    Ich habe absolut nichts gegen "Bastlerlösungen, wenn sie dann funktionieren".
    Ich kenne auch keine doofen Bauherren, doof ist eigentlich nur, wenn Bauherren, scheinbare Erkenntnisse aus ihrem eigenen Bauvorhaben,als allgemein gültige Erkenntnisse verbreiten.
    Übrigens, wie man einen Kellerniedergang an einem WU-Betonkeller mit Dämmung richtig ausführt(und auch baupraktisch umsetzen kann), hat der BU Thalhammer hier irgendwann im Forum
    schon mal beschrieben.

  5. im oberen Bereich wirds kälter

    Im oberen Wandbereich treten sicher Temperaturen unter +8 °C auf. Der Boden friert von oben durch, hinzu kommt der seitliche Kälteangriff im Kellerabgang. Die einbindende Wand kann also unter 0 °C haben. Daraus resultieren innere Oberflächentemperaturen nahe am Schimmelkriterium der DINA 4108 (+12,6 °C). Im Link eine 2D-Simulation (mit 6 cm Perimeterdämmung WLG 035). Eigentlich müsste der Fall 3-dimensional betrachtet werden. Es werden auch noch andere Effekte hinzukommen, z.B. im Bereich der Leibung der Kelleraußentür und des Sockels. Aber ein grobes Bild liefert die 2D-Simulation schon. Auf jeden Fall ist der Punkt ohne weitere Maßnahmen grenzwertig.

  6. Das Allgemeingültige meiner Aussage

    meine ich daher zu haben, weil die Handwerkerschaft (Maurer, der, der den Keller isoliert hat, Bauleiterin) einhellig der Meinung waren direkter Anschluss an den Keller sei besser. Und nach meinem "Gefühl" für die Sache sowie der Erfahrung, dass es nun wirklich keinen Schimmel die letzten drei Jahre gab scheint mir das, was die Handwerker sagen plausibel. Das traue ich mich dann schon weiterzuverbreiten. Wenn mit nun allerdings Herr Stubenrauch seine schöne Simulation zeigt, und meint das sei grenzwertig hat das auch Überzeugungskraft.

  7. Grenzwertiger Kellerniedergang

    @ Danke Herr Stubenrauch für die rechnerische und eindrucksvolle visionelle Unterstützung meiner Ausführungen. Ich gehe davon aus, dass bei einer 3-D Betrachtung, die Problematik noch deutlicher zu Tage tritt.
    @ Herr Kuner, nochmal die Frage, wieso schließen Sie aus einem Einzelfall (Ihr Haus,in dem es möglicherweise bisher nicht zu Schäden gekommen ist) auf die allgemeine Gültigkeit Ihrer Aussagen?
    Unzulässig extrapoliert?
    Oder anders gefragt, glauben Sie tatsächlich, dass Aussagen der für Sie tätigen Handwerker oder des Bauleiters
    ( Fachmann?, Ingenieur oder Architekt!)generell den Stand der Technik darstellen?

  8. @Volquardsen: Ja, glaub ich schon.

    wenn nicht denen, die sich dazu auch noch einig waren (ausnahmsweise), wem dann? Konrad Fischer vielleicht? Ja, wenn mir die Aussagen dazu noch plausibel erscheinen und ich mit meiner Besserwisserei reingefallen bin, ja, dann glaub ich das. Ich gönn dem Fragesteller ja nix böses, müsste aber schon grinsen, wenn sein dann vielleicht mit Anwalts Hilfe umgebauter Kellerabgang absäuft.


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